Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
1.1 Einleitung 3
1.2 Definition von Macht 3
1.3 Definition von Egalität 4
1.4 Definition der politischen Akteure 4
2 Egalität
2.1 Theoretische und analytische Grundvoraussetzungen für Egalität 5
2.2 Gleichwertigkeit von Jagen und Sammeln 6
2.3 Fallbeispiele der Mbuti und Hadza 7
3 Geschlechterbeziehungen
3.1 Uni- und heterosexuelle Beziehungen 7
3.2 Landbesitz und Tausch 8
3.3 Riten und Geschlechterrollen 9
4 Fazit 10
Literaturverzeichnis S. 12
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1 Einführung in die Thematik 1.1 Einführung
Die Lebensart der Jäger und Sammler ist vom Aussterben bedroht. Lebten sie früher einmal autark und unangetastet von der Aussenwelt, veränderten sich in den letzten Jahrzehnten ihre Lebensumstände markant. Ein Wettstreit um Land, Ressourcen und Macht begann. Regenwälder wurden zu Holzplantagen, Steppen zu Naturschutzgebieten. Im Verlaufe dieser Arbeit möchte ich die ursprünglichen Machtverhältnisse aufzeigen, die die Lebensweise der Wildbeuter für Jahrhunderte dominierten. Daraus kann vielleicht auch ersichtlich werden, was für tief greifende Konsequenzen Fremdeinflüsse auf die Lebensweise von Wildbeutern haben.
Die Informationen dieser Arbeit beziehen sich grösstenteils auf die Publikationen von Woodburn (1982) und Luig (1990), die die Macht- und Lebensverhältnisse von afrikanischen Wildbeutergemeinschaften - den San, Mbuti und Hadza - in den 1960er, 70er und 80er Jahren beschreiben. Um genauer auf die politische Struktur der zu beschreibenden Gesellschaften eingehen zu können, müssen zuerst ein paar Begrifflichkeiten genauer geklärt werden.
1.2 Definition von Macht Was ist Macht? Nach Helbling:
Die beiden Sozialpsychologen French/Raven (1960) unterscheiden zudem verschiedene Basen, auf die sich Machthaber stützen. Dies sind zum einen Macht durch Legitimität,
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durch Identifikation und durch Wissen, andererseits durch Zwang und Belohnung. Des Weiteren kann zwischen Machtfunktionen unterschieden werden; der Handlungs-, Mobilisierung-, Entscheidungs-, Verfügungs- und der Definitionsmacht. In wie fern die Beschriebenen Formen von Macht bei den Wildbeutern von Relevanz sind, werden wir im Verlauf der Arbeit genauer sehen.
1.3 Definition von Egalität
Was ist Egalität? Luig (1990) beschreibt die verschiedenen Definitionen von Egalität: Früher galten klassenlose Gesellschaften, die keinen Führer besitzen und nur minimale ökonomische Differenzen aufweisen, als egalitär. Sie erwähnt Woodburn (1982:431-51), der Egalität als Fehlen von Abhängigkeiten zwischen Individuen oder Gruppen erklärt und als die Unmöglichkeit Reichtum anzuhäufen.
Mir scheint auch diese Definition noch zu wenig ausdifferenziert, da wir meines Erachtens bei Gleichheit nicht nur in sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen unterscheiden müssen, sondern auch in Kategorien wie Religion, Recht (bei Rechtsstreitigkeiten im Falle von Rechtspluralismus) oder im Kontext von gesellschaftlichen Traditionen, die eine gewisse Anschauung vertreten, die schwierig zu hinterfragen ist, und somit Potential für Ungerechtigkeiten besitzen.
1.4 Definition der politischen Akteure
Wer sind die politischen Akteure? In unserem Falle ist das die ganze Wildbeutergruppe, die sich aus mehreren Familien zusammensetzt. Darin unterscheiden wir zwischen Männern und Frauen und Alten und Jungen (Helbling 2004). Zwar besitzen alle Gruppen auch Führer, so genannte Headmen, die sich durch Grosszügigkeit, hartes Arbeiten und ihre Redegewandtheit auszeichnen, die aber vielmehr die Rolle eines Moderators innehaben, der die Gruppe koordiniert und gegen Aussen vertritt, als patriarchale Macht über die anderen auszuüben.
Wie aber sind die Machtverhältnisse in Wildbeutergemeinschaften im Detail verteilt und wie kommt Gleichheit, falls vorhanden, zustande? Wie steht es um die Beziehungen zwischen Männern und Frauen und Jungen und Alten? Um diese Fragen beantworten zu
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Arbeit zitieren:
Simon Meier, 2006, Wer hat die Macht?, München, GRIN Verlag GmbH
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