Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Finanzinstrumente 2
2.1 Finanzinstrumente nach HGB 2
2.1.1 Finanzinstrumente des Anlagevermögens 2
2.1.2 Finanzinstrumente des Umlaufvermögens 3
2.2 Finanzinstrumente nach IFRS 4
3. Bewertung von Finanzinstrumenten 6
3.1 Bewertung nach HGB 6
3.2 Bewertung nach IFRS 8
4. Finanzinstrumente am Beispiel Porsche 10
4.1 Finanzinstrumente von Porsche nach HGB 10
4.2 Finanzinstrumente von Porsche nach IFRS 10
6. Schlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis 13
Anhang 15
II
Abkürzungsverzeichnis
AfS Available-for-sale financial asstes
DCF Discounted-Cash-Flow
FAFVPL Financial assets at Fair Value through profit of loss
FLAC Financial Liabilities measured at amortised cost
FLFVPL Financial Liabilities at Fair Value through profit ot loss
HGB Handelsgesetzbuch
HtM Held-to-maturity investments
IAS International Accounting Standard
IFRS International Financial Reporting Standards
LaR Loans and receivables
IV
1. Einleitung
Das Handelsrecht in Deutschland ist im Handelsgesetzbuch (HGB) verankert. Deutsche Unternehmen müssen demnach nach HGB bilanzieren. Für kapitalmarktorientierte Unternehmen (weniger als ein Prozent der deutschen Unternehmen) (vgl. FAZ vom 29.04.2008) besteht zusätzlich die Pflicht nach den International Financial Re-porting Standards (IFRS) zu bilanzieren. 1993 bilanzierte Puma als erstes deutsche Unternehmen nach IFRS (Stahl 2004, S. 18). IFRS soll den internationalen Vergleich der Rechnungslegung vereinfachen.
Diese Arbeit soll zeigen, wie unterschiedlich Finanzinstrumente von HGB und IFRS bewertet werden. Dies ist vor allem unter dem Gesichtspunkt relevant, dass das Bi-lanzmodernisierungsgesetzes (verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2010) (vgl. Reuters 2009) die wichtigsten Elemente des IFRS (Fair Value, Konvergenz zwischen internem und externem Rechnungswesen) übernommen werden sollen. Auch angesichts der Finanzkrise und der daraus resultierenden Abwertung von Finanzinstrumenten ist die Überlegung aufgekommen, ob eine Abkoppelung vom Prinzip des Fair Value wieder sinnvoll erscheint.
Diese Ausarbeitung zeigt die Unterschiede von HGB und IFRS im Bereich Finanzinstrumente anhand einer Literaturrecherche. Der praktische Teil der Arbeit befasst sich mit den Finanzinstrumenten der Porsche Automobil Holding SE. Eine Bilanzierung nach IFRS kann zu einer Zunahme der Bilanzsumme führen (bei positiver Entwicklung von Finanzinstrumenten), jedoch auch vice versa (dazu empfiehlt sich ein Blick in die aktuellen Bilanzen von Finanzinstituten). Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Als erstes möchte ich die unterschiedlichen Definitionen von Finanzinstrumenten nach HGB und IFRS aufzeigen. Danach sollen die unterschiedlichen Bewertungen von Finanzinstrumenten nach den beiden Rech-nungslegungsstandards dargestellt werden. Nachfolgend werde ich die Finanzinstrumente der Porsche Automobil Holding SE analysieren.
1
2. Finanzinstrumente
Finanzinstrumente umfassen das gesamte Spektrum der finanzwissenschaftlichen Instrumente und unterteilen sich nach originären und derivativen Finanzinstrumente. Finanzinstrumente (vgl. Coenenberg 2005, S. 225).
Originäre Finanzinstrumente (Forderungen, Zahlungsverpflichtungen oder Eigenkapitalinstrumente) untergliedern sich in eigen- und fremdkapitalbezogene Finanzinstrumente. Derivate Finanzinstrumente sind Optionen, standardisierte und andere Termingeschäfte, Zinsswaps oder Währungsswaps. (vgl. Coenenberg 2005, S. 225)
2.1 Finanzinstrumente nach HGB
Das HGB definiert Finanzinstrumente nicht explizit. Coenenberg untergliedert Finanzinstrumente als Teil des Anlage- sowie des Umlaufvermögens. (vgl. Coenenberg 2005, S. 226)
2.1.1 Finanzinstrumente des Anlagevermögens
Sämtliche Finanzinstrumente des Anlagevermögens werden unter Finanzanlagen zusammengefasst. Diese unterteilen sich gemäß § 266 Abs. 2A III HGB wie folgt: 1. Anteile an verbundenen Unternehmen; 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen; 3. Beteiligungen; 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht; 5. Wertpapiere des Anlagevermögens; 6. sonstige Ausleihungen.
Diese bilanzielle Aufgliederung der Finanzanlagen nach HGB macht die unterschiedlichen Möglichkeiten der Einflussnahme an Unternehmen deutlich. Finanzanlagen (als Teil des Anlagevermögens) sollen dauernd dem Geschäftsbetrieb der Unternehmung dienen. (vgl. Coenenberg 2005, S. 227)
2
Arbeit zitieren:
Andreas Schmid, 2009, Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach HGB und IFRS, München, GRIN Verlag GmbH
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