- II -
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. V
Abbildungsverzeichnis. VI
Anlagenverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Begriffsdefinitionen 2
2.1. Macht. 2
2.2. Politik. 2
2.3. Organisation 3
2.4. Machtsituationen in der Organisation 3
2.5. Politisches Verhalten in der Organisation. 3
3. Machtgrundlagen 4
3.1. Einleitung. 4
3.2. Macht und Abhängigkeit 4
3.3. Quellen der Macht 5
3.3.1. Macht durch Bestrafung 5
3.3.2. Macht durch Belohung. 6
3.3.3. Macht durch Vorbild. 6
3.3.4. Legitime Macht 7
3.3.5. Expertenmacht 8
3.4. Steigerung der Macht 9
3.4.1. Unersetzbarkeit 9
3.4.2. Koalitionen. 9
3.5. Verteilung der Macht 10
3.7. Schlussbetrachtung: Machtgrundlagen 12
4. Machtdurchsetzung 14
4.1. Einleitung. 14
4.2. Machttaktiken 14
4.3. Politik als Anwendung von Macht 17
4.4. Ist Politik in der Unternehmung real? 18
4.5. Mikropolitik. 21
4.6. Auslösende Faktoren für politisches Verhalten 22
4.6.1. Individuelle Faktoren 22
4.6.2. Unternehmens Faktoren. 23
4.7. Defensive Verhaltensweisen 25
4.8. Impression Management 27
4.9. Fallbeispiel. 29
4.10. Schlussbetrachtung: Machtdurchsetzung 31
5. Machtmissbrauch 33
5.1. Einleitung. 33
5.2. Mobbing am Arbeitsplatz 34
5.2.1. Definition von Mobbing 34
5.2.2. Ursachen für Mobbing 35
5.2.3. Katalog der 45 Mobbinghandlungen 37
- III -
5.2.3.1. Angriffe auf die Möglichkeit sich mitzuteilen 39
5.2.3.2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen. 39
5.2.3.3. Angriffe auf das soziale Ansehen. 39
5.2.3.4. Angriffe auf die Qualität der Berufs- und
Lebenssituation 40
5.2.3.5. Angriffe auf die Gesundheit 40
5.2.4. Weitere Voraussetzungen des Mobbing. 40
5.2.5. Der Mobbingprozess 41
5.2.5.1. Vorlaufphase. 43
5.2.5.2. Mobbingphase 43
5.2.5.3. Endzustand 45
5.2.6. Auswirkungen von Mobbing 45
5.2.6.1. Auswirkungen auf den Betroffenen 45
5.2.6.2. Auswirkungen auf den Mobber 45
5.2.6.3. Auswirkungen auf die Belegschaft 46
5.2.6.4. Auswirkungen auf die Organisation 46
5.2.7. Rechtliche Grundlagen bei Mobbinghandlungen 46
5.3. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz 47
5.3.1. Definition Sexuelle Belästigung 47
5.3.2. Ausmaß von sexueller Belästigung 47
5.3.3. Rechtliche Grundlagen bei sexueller Belästigung 48
5.4. Schlussbetrachtung: Machtmissbrauch 49
6. Ausblick. 50
Anlage 1 51
Anlage 2 53
Anlage 3 54
Anlage 4 55
Anlage 5 58
Literatur - und Quellenverzeichnis 59
Weiterf ührende Literatur 61
- V - Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abs. AG bzw. BetrVG BGB d.h. Dipl. Dr. EDV evtl. f. ff. Fn. ggf. L. Nr. o.ä. Prof. S.
s.o. u.a. usw. vgl. z.B.
- VI - Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 S. 5 Quellen der Macht Quelle: Eigene Darstellung Abb. 2 S. 11 Vorstandsvorsitzende General Motors 1917 bis 1978 Quelle: Eigene Darstellung Abb. 3 S. 15 Bevorzugte Machttaktiken von Managern
Abb. 4 S. 20 Politik entsteht im Auge des Betrachters
Abb. 5 S. 24 Einflussfaktoren für politisches Verhalten
Abb. 6 S. 37ff. Katalog der 45 Mobbinghandlungen Quelle: Leymann, H. (1993): Mobbing. S.33. Abb. 7 S. 42 Allgemeiner Verlauf des Mobbingprozesses Quelle: Eigene Darstellung
- VII - Anlagenverzeichnis
Anlage 1 Zeitungsbericht Financial Times Deutschland vom
Anlage 2 Erweiterter Katalog der Mobbinghandlungen
Anlage 3 Kosten, die durch Mobbing entstehen Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund) Anlage 2 Gesetz zum Schutz der Beschäftigten vor sexueller
Anlage 3 Auszüge aus dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
- 1 - 1. Einleitung
„Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff muss den Medienkonzern verlassen. Bei einer Sondersitzung berief der Aufsichtsrat den 49-Jährigen am Sonntag völlig überraschend ab“ 1 , informierte die Wirtschaftspresse in einer Schlagzeile am 29.07.2002. Weiter heißt es: „Als Grund für die Trennung nannte der Konzern "unterschiedliche Auffassungen über die künftige Strategie von Bertelsmann und die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat"“ 2 . Schlagzeilen wie diese findet man häufig in der Wirtschaftspresse. Oft sind die Hintergründe dabei jedoch vielschichtiger als es auf den ersten Blick erscheint und nur vordergründig von wirtschaftlicher Natur. Auch in diesem Fall von Bertelsmann-Chef Middelhoff könnten die Gründe hierfür eher im Zwischenmenschlichen liegen und mit ökonomischen Zielkonflikten nicht alleine zu erklären sein.
Diese Problematik wollen wir in dieser Arbeit in den Vordergrund stellen und die vielseitigen Möglichkeiten der Verhaltensweisen zwischen Menschen in der Organisation aufzeigen. Dazu will diese Hausarbeit die Begriffe des Themas „Macht und Politik in der Organisation“ zunächst definieren und dann über Machtgrundlagen, Machtdurchsetzung und Machtmissbrauch in der Organisation informieren.
1 Meier, L.: Middelhoff verlässt Bertelsmann. Financial Times Deutschland: 29.07.2002.
2 Vgl. Anlage 1, S. 51f.
- 2 - 2. Begriffsdefinitionen
Um über Macht und Politik in der Organisation informieren zu können, sollen zunächst wichtige Begriffe und Bestandteile des Themas definiert und erläutert werden.
2.1. Macht
Dennis H. Wrong 3 definiert Macht als „…die Fähigkeit einer Person, erwünschte und vorhersehbare Effekte bei anderen zu erzeugen“ 4 und sieht Macht somit als die Fähigkeit zu beeinflussen. Dieser Ansatz wird soziologisch konkretisiert durch die Definition von Max Weber 5 : „Macht ist die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht“ 6 . Wie der Begriff „Chance“ bereits zeigt, definiert sich Macht nicht notwendigerweise durch ihre aktive Ausübung. Macht kann auch passiv in Form von Machtpotential bestehen.
2.2. Politik
Politik stellt nach Max Weber „…das Streben nach Machtanteil oder der Beeinflussung der Machtverteilung“ 7 dar und beschreibt demnach ein zielgerichtetes Verhalten zur Erlangung und Ausübung von Macht. Politik und Macht sind demzufolge miteinander verbunden.
3 Dennis H. Wrong: Professor (emeritiert 1995) der Soziologie, New York University.
4 Wrong, D. H. (1995): Power. S.2.
5 Max Weber: Soziologe und Sozialpolitiker, gestorben 1920 in München.
6 Weber, M. (1980): Wirtschaft und Gesellschaft. S. 28f.
7 Weber, M. (1980): Wirtschaft und Gesellschaft. S. 31.
- 3 - 2.3.Organisation
Zum einen kann Organisation als Gegenstück zur Planung, also als ein gesamtbetrieblicher Prozess der Realisierung und des Vollzugs von Ordnung („etwas organisieren“), angesehen werden 8 .
Darüber hinaus kann Organisation jedoch auch als Sammelbezeichnung für sämtliche zielgerichtete soziale Systeme verstanden werden. In diesem Sinne wäre die Unternehmung selbst eine Organisation 9 . Für das Thema dieser Arbeit soll Organisation in diesem Sinne verstanden werden.
2.4. Machtsituationen in der Organisation
Die Organisation als ein soziales System ist - wie jede Gemeinschaftdominiert von der Verschiedenheit ihrer Organisationsmitglieder. Daher ist davon auszugehen, dass verschiedene und vielfältige Meinungen, Ansichten und Überzeugungen aufeinander treffen. In einem sozialen Prozess versuchen dann die Organisationsmitglieder ihre Ziele und Werte in diesem Gefüge durchzusetzen. Wie im vorangegangenen Abschnitt aufgezeigt wurde 10 , kann die Fähigkeit diese durchzusetzen, als Macht bezeichnet werden und somit erscheint klar, dass in einer Organisation notwendigerweise mannigfaltige Machtsituationen auftreten müssen.
2.5. Politisches Verhalten in der Organisation
Politisches Verhalten in der Organisation lässt sich definieren als jene Aktivitäten, die nicht zu den formalen Rollenanforderungen der Organisation gehören, sondern die Verteilung von Vergünstigungen und Belastungen innerhalb der Organisation beeinflussen sollen 11 .
Organisationsmitglieder verhalten sich folglich politisch, wenn sie durch ihr Verhalten nach Macht streben oder Macht ausüben.
8 Vgl. Gutenberg, E. (1983): Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. S. 235.
9 Vgl. Bühner, R. (1999): Betriebswirtschaftliche Organisationslehre. S. 4
10 Vgl. Kapitel 2.1, S. 2.
11 Robbins, S. (2001): Organisation in der Unternehmung. S. 425.
- 4 - 3. Machtgrundlagen
3.1. Einleitung
In Kapitel 2 wurden die Begriffe zum Thema dieser Arbeit definiert. In den folgenden Abschnitten wird nun ein Überblick über die Grundlagen der Macht gegeben.
Ziel dieses Kapitels ist es, die Beziehung zwischen Macht und Abhängigkeit aufzuzeigen und die Möglichkeiten des Individuums, in der Organisation Macht zu erlangen, zu steigern und zu verteilen im Einzelnen darzustellen.
3.2. Macht und Abhängigkeit
Abhängigkeit entsteht, wenn eine Person etwas besitzt (eine Leistung oder Ressource), was eine andere Person benötigt oder begehrt: besitzt z.B. A etwas, das B begehrt, so ist B von A abhängig.
Der Grad der Abhängigkeit wird dabei bestimmt durch die Möglichkeit dieser Person, Alternativen zu nutzen: besitzen A und C etwas, das B begehrt, so ist die Abhängigkeit von B gegenüber A geringer als wenn A alleiniger Anbieter wäre (Ausgangsfall). Das Ausmaß der Abhängigkeit steht somit im umgekehrten Verhältnis zur Menge alternativer Bezugsquellen 12 , d.h. zur möglichen Nutzung von fremden Bezugsquellen (hier: C), die nicht zu einer Abhängigkeit von einer Person (hier: A) führen.
Die Abhängigkeit einer Person von einer anderen Person verleiht dieser eine hohe Fähigkeit die abhängige Person zu beeinflussen. Diese Fähigkeit zu beeinflussen kann - wie im vorangegangenen Abschnitt erläutert 13 - als Macht bezeichnet werden. Macht entsteht demnach aus einer Abhängigkeitsbeziehung und wird in ihrem Ausmaß bestimmt durch das Angebot alternativer Bezugsquellen.
12 Vgl. Robbins, S. (2001): Organisation der Unternehmung. S. 417f.
13 Vgl. Kapitel 2.1, S. 2.
- 5 - 3.3.Quellen der Macht
Eine Abhängigkeitsbeziehung, als die zentrale Grundlage der Macht, kann zwischen Personen oder Gruppen aus ganz verschiedenen Quellen entstehen. Die Grundlage der Abhängigkeit, und somit das Potential der Macht einer Person oder Gruppe innerhalb einer Organisation, lässt sich nach fünf Arten klassifiziert 14 :
3.3.1. Macht durch Bestrafung
Eine Grundlage für die Macht eines Individuums kann dessen Möglichkeit sein, physische Sanktionen (Strafen) anzuwenden oder anzudrohen. Aus Angst vor den zu erwartenden Folgen erlangt die Person, die über diese Sanktionen verfügen kann, eine Machtstellung und drängt andere Personen in eine Abhängigkeit. Die Durchsetzung des Willens wird demnach nicht durch Einsicht oder Adaption des Willens erreicht, sondern lediglich durch Fügung aus Furcht vor den negativen Folgen der Sanktionen. Entscheidend für die Wirkung dieser Machtgrundlage ist die Größe, bzw. das Ausmaß der
14 Vgl. Robbins, S. (2001): Organisation in der Unternehmung. S. 415ff.
- 6 - Bestrafungsowie die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch tatsächlich verwirklicht wird.
Angewendet auf das Beispiel der Abhängigkeitsbeziehung zwischen A und B bedeutet dies, dass A den Abhängigen B in Situationen versetzen kann, die von diesem als negativ empfunden werden. So könnte A z.B. eine Entlassung von B beantragen, seine Versetzung in die Wege leiten oder ihm eine schlechte Beurteilung erteilen.
3.3.2. Macht durch Belohung
Eine ganz ähnliche Machtbasis, jedoch mit umgekehrter Intention kann entstehen, wenn sich das Individuum aus Hoffnung auf Belohnung fügt. Im Gegensatz zur Macht durch Bestrafung werden hier Vorteile in Aussicht gestellt oder zugesichert.
Im Bezug auf das Beispiel der Abhängigkeitsbeziehung zwischen A und B bedeutet dies (analog zur Macht durch Bestrafung), dass A den Abhängigen B in Situationen versetzen kann, die B als positiv empfindet. So könnte A z.B. den Stundenlohn von B erhöhen, ihm Freizeit gewähren, eine Beförderung vorschlagen oder ihm durch soziale Zuwendung sein Wohlwollen ausdrücken. A könnte auch Situationen wieder aufheben, die von B als unangenehm empfunden werden (z.B. frühere Strafen).
3.3.3. Macht durch Vorbild
Nicht durch autoritäre, sondern durch persönliche Faktoren wird Macht bestimmt, wenn sich andere Personen einem Individuum fügen, weil sie es bewundern oder ihm nachstreben wollen. Im Gegensatz zur Macht durch Bestrafung/Belohnung begibt sich das Organisationsmitglied hier nicht in eine erzwungene autoritäre, sondern in eine freiwillige emotionale Abhängigkeitsbeziehung. Dies bedeutet nicht, dass bei der Machtposition durch Vorbild nicht auch Aspekte der Bestrafung und Belohnung eine Rolle spielen. Jedoch ist der entscheidende Unterschied, dass sich in diesem Fall die Sanktionen nicht auf
Arbeit zitieren:
Ralf Schmid-Gundram, 2003, Macht und Politik in der Organisation, München, GRIN Verlag GmbH
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