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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Jugend 4
3. Faktoren der Sozialisation. 5
4. Medien im Jugendalltag 5
4.1. Musik. 6
4.2. Zeitung und Buch 7
4.3. Film 8
4.4. Fernsehen 8
4.5. Computer 10
5. Problematik des Medienkonsums der Jugendlichen 11
5.1. Realitätsflucht zur Bewältigung des Alltags. 12
5.2. Isolation. 13
5.3. Problemlagen und Dilemmata nach Baacke 13
6. Fazit 15
7. Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Medien werden heutzutage immer wichtiger im alltäglichen Leben und gewinnen auch immer mehr an Einfluss. Gerade Jugendliche stehen vor einer großen Bandbreite an medialen Angeboten. „Jugend ist zu einem bedeutenden ökonomischen Faktor geworden, den die Kulturindustrie als Massenkonsum zu kanalisieren und zu verwerten versucht.“ (Berg & Kiefer 1986,17) Das Angebot wird immer größer, denn junge Menschen wachsen nicht mehr nur noch mit einem Fernseher, Radio und Tageszeitungen auf, sondern hören CDs über eine Musikanlage oder Discman, beziehen ihre Musik aus dem Internet, schauen sich DVDs und Videos an, spielen und arbeiten am Computer oder kommunizieren mit ihren Freunden per sms (short message service). Viele junge Menschen nutzen die Medien nicht ausschließlich als Informationsvermittler, sie dienen oft auch als Identifikationsbestandteil und sind fester Bestandteil im Tagesablauf. „Heranwachsende nutzen die Medien, weil diese in unterschiedlichem Ausmaß kommunikationsrelevante Bedürfnisse zu befriedigen vermögen. Es handelt sich dabei nicht nur um Informations- und Orientierungsbedürfnisse, sondern ebenso sehr, wenn nicht noch stärker, um eine breite Palette von emotionalen, sozialen und integrativen Bedürfnissen.“ (Saxer, Bonfadelli & Hättenschwiller 1980 in Berg & Kiefer 1986, 18) Diese Reichweite neuer und alter Medien und deren Einfluss auf die Kinder- und Jugendzeit wird immer häufiger zum Thema von Studien, Erhebungen und wissenschaftlichen Arbeiten und soll auch in dieser Hausarbeit erläutert werden. Es geht dabei um die Frage welchen Einfluss Medien auf die Jugend ausüben und wie letztere damit umgehen. „Diese je spezifischen Erwartungen und Fertigkeiten im Umgang mit den verschiedenen Massenmedien können als Medienkompetenz bezeichnet werden. Ihre je spezifisch individuelle Ausprägung ist mitentscheidend darüber, inwieweit die Heranwachsenden die Medien eigenaktiv und kreativ zur Bedürfnisbefriedigung, Problemlösung oder zur Alltagsbewältigung ganz allgemein zu nutzen vermögen, oder ob sie die Medien vor allem als Unterhaltungsmittel, zur Ablenkung von Problemen und zur Realitätsflucht verwenden.“ (Berg & Kiefer 1986, 20). Weiter sollen in dieser Arbeit Probleme, die sich im Umgang mit Medien ergeben können, beschrieben werden.
2. Jugend
Der Begriff „Jugend“ ist jedem ein Begriff die genaue Bestimmung, was man darunter versteht fällt dennoch recht schwer.
Eine allgemeingültige Definition oder einen festgelegten Altersabschnitt des Jugendalters gibt es aber nicht oder bezieht sich lediglich auf bestimmte Bereiche mit gezielter Fragestellung. So lautet der Titel Dieter Baackes Buch über die „Einführung in die Probleme des Jugendalters“ auch: „die 13-18 -jährigen“. Jugend bezeichnet ganz allgemein „die Übergangsphase vom Kindheits- zum Erwachsenenalter. Dabei geht es für den Jugendlichen insbesondere um die Übernahme von vielfältigen Erwachsenenrollen wie Berufsfindung, die Übernahme von politischen Rechten und Verpflichtungen, Kontakte und Erfahrungen mit dem gleichen oder anderen Geschlecht, Ablösung vom Elternhaus und das Zusammenleben mit anderen, aber auch die Gründung einer eigenen Familie.“ (Schäfer 1982 in Berg & Kiefer 1986, 14)
Der Beginn der Jugendzeit ist schon deswegen schwer zu definieren, da mit ihm oft das Einsetzten der Pubertät gemeint ist und diese ganz verschieden und individuell bei den Heranwachsenden eintritt. Das gerade dieser Abschnitt eines Menschen mit dem Beginn der Lebensphase Jugend gleich gestellt wird, liegt vor allem an den vielen gemeinsamen Merkmalen während der Pubertät. Erikson ist auch der Meinung, dass die Jugend mit dem Einsetzen der Pubertät beginnt, „weil durch die Veränderungen des Leibes, plötzliche Wachstumsschübe usw. Infragestellungen bisheriger kindlicher Vertrautheiten und eine ’Neuorganisation’ des Ich, der sozialen Beziehungen, der Werte und Interessen verbunden sind.“ (Hillmann 1994, 396)
Das Einsetzten der Pubertät, das also von den meisten auch als Beginn der Jugendzeit beschrieben wird findet, durch die über die Jahrzehnte beobachtbare Vorverlegung der Geschlechtsreife, immer früher statt und wird heute mit der Abgrenzung 12-14 Jahren umrissen. Mit diesem Alter verlagern sich die Interessen, der eigene Standpunkt wird gefunden, es werden neue Bezugspunkte gesucht und beinhaltet auch oft Ablehnung der Erwachsenengesellschaft. (Luger 1985, 18f)
Das Ende der Jugendzeit ist, gegenüber des Beginnes, noch umstrittener: für viele ist die volle Geschlechtsreife ausschlaggebend für andere die Volljährigkeit und für weitere die Selbstständigkeit (Auszug, abgeschlossene Ausbildung, eigenes Einkommen etc.) Die genannten Aspekte könne zwar das Ende des Jugendalters anzeigen, jedoch zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten. „Diese Probleme haben
dazu geführt, daß verschiedene Jugendforscher der eigentlichen Jugendzeit eine Phase der Postadoleszenz anfügen. Die jungen Erwachsenen sind in soziokultureller Hinsicht mündig und selbstständig, verharren aber in wirtschaftlicher Abhängigkeit. Dieser Aufschub der vollen ökonomischen Unabhängigkeit kann sich bis Mitte 20 oder sogar bis in die späten 20er Jahre hineinziehen (SINUS-Institut 1984). Unklar ist dabei, welche Teile der Jugend in welchem Ausmaß und wie freiwillig an dieser Lebensform praktizieren.“ (Berg & Kiefer 1986, 15)
3. Faktoren der Sozialisation
Sozialisation steht für die Entstehung und Bildung der eigenen Persönlichkeit aufgrund von Interaktionen mit anderen Menschen und der sozialen Umwelt. Verhaltensweisen oder allgemeine Ansichten anderer Menschen aus ihrem Umfeld werden von Kindern oft übernommen, dies geschieht entweder bewusst oder unbewusst
Besonders wichtig und prägend im Leben der Jugendlichen ist die Familie. Auch wenn die Eltern mit höherem Alter der Kinder an Einfluss verlieren, sind sie doch die wichtigsten Bezugspersonen.
Die bedeutsamsten Bezugspersonen nach den Eltern sind wohl die Gleichaltrigen, die auch Peergroups genannt werden. In dieser Gruppe von Freunden kann sich der Jugendliche selber ausprobieren und hilft bei der Identitätsentwicklung und eigenen Verhaltensentwürfen.
Weitere wichtige Einflussfaktoren sind auch Geschwister, das Milieu, in dem man aufwächst und die Schule. Auch Medien haben einen nicht geringen Einfluss und sind eines der wichtigsten jugendkulturellen Merkmale. (Hillmann 1994, 805) Auch Medien spielen im Alltag, in der Schule und bei Freunden eine große Rolle, worauf im Folgenden weiter eingegangen werden soll.
4. Medien im Jugendalltag
„Der Jugendalltag wird immer mehr zu einem ’Medienalltag’.“ (Luger 1985, 9) Das Angebot der Medien wird immer größer und immer mehr Haushalte sind mit einem großen Medienangebot ausgestattet. Die Jugendlichen wachsen mit diesen auf und lernen mehr oder weniger mit diesen umzugehen. Im Folgenden sollen die größten und einflussreichsten Medien kurz dargestellt und ihre Reichweite erläutert werden. Anhand einer aktuellen Studie soll gezeigt werden, wie wichtig ein
Arbeit zitieren:
Christiane Senftleben, 2005, Medienkompetenz im Jugendalter, München, GRIN Verlag GmbH
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