Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Massenkommunikation und Wissensvermittlung. 3
2.1 Entwicklung der Massenkommunikation 4
2.3 Das Konzept „Wissen“ 4
3 Medienwirkungsforschung - das Problem der Medienwirkungen. 4
3.1 Begriff 6
3.2 Theorien 6
3.3 Dimensionen 8
4 Mediennutzung, Wissen und Bildung 10
4.1 Medienrezeption 10
4.2 Medien als Ressource 12
5 Praktische Relevanz für die Bildungswissenschaft 13
5.1 Medienpädagogische Perspektiven 14
5.2 Bildungswissenschaftliche Perspektiven 15
6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick 17
Literaturverzeichnis 19
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Tägliche Mediennutzung 2009 nach Selbsteinschätzung 3
Tabelle 2: Nutzungsgründe der Onliner für ein bestimmtes Medium 2009. 11
Tabelle 3: Haushaltsausstattung der Onliner und Offliner mit technischen
Ger äten 2009 14
Tabelle 4: Medienunabhängiges Interesse an ausgewählten Themenfel-
dern 16
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Dimensionen der Medienwirkung 9
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1 Einleitung
Die vorliegende Ausarbeitung stellt die Relevanz von Wirkungsvermutungen von Medien für medienpädagogische und bildungswissenschaftliche Überlegungen dar. Kommunikations- und bildungswissenschaftliche Theorien und Modelle bilden den Rahmen, um die leitende Forschungsfrage „Wie sieht der Einfluss von Massenkommunikation auf Wissensvermittlung aus?“ zu untersuchen. Wesentlich für die Darstellung der Relevanz ist die Auseinandersetzung mit Konzepten und Ansätzen der Medienwirkungsforschung und den daraus resultierenden Möglichkeiten, Wissensvermittlung über Massenmedien zu steuern. Neben den theoretischen Ausführungen werden mögliche Perspektiven für die Bildungswissenschaft aufgezeigt.
Die im Text verwendeten männlichen Formulierungen (z.B. Rezipienten, Bildungswissenschaftler) verstehen sich nicht als wertend geschlechtsspezifisch, sondern als neutrale Formulierungen, die im Sinne einer vereinfachten Lesbarkeit verwendet werden.
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2 Massenkommunikation und Wissensvermittlung
Man kann davon ausgehen, dass die Menschen in Deutschland täglich zwischen sechs und acht Stunden Massenmedien nutzen, wie aus Tabelle 1 mit Daten der ARD/ZDF Studie aus dem Jahr 2009 hervorgeht.
Tabelle 1: Tägliche Mediennutzung 2009 nach Selbsteinschätzung
mehrmals täglich/täglich - Angaben in Prozent
* Durchschnitte auf Basis der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren unabhängig davon, ob sie das Medium nutzen oder nicht.
**nur bei Onlinern abgefragt
Aus: ARD/ZDF(2009): ARD/ZDF-Online-/Offlinestudie 2009
Unter dem Begriff „Massenmedien“ werden mediale Kommunikationsprodukte subsumiert, die eine bestimmte Zahl an Rezipienten erreichen und dadurch spezifische gesellschaftliche Effekte auslösen können. Geordnet nach ihrer Entstehungsgeschichte zählen dazu Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk, Fernsehen und Internet (Erler 2009, S. 03-2). Erst bei Restriktionen im Zugang zu Medien, der Beeinträchtigung ihrer Funktionalität oder wenn sie zum Beispiel ganz ausfallen würden, wird deutlich, wie sehr sich Massenmedien im Alltag in der Produktion und Verteilung von Information sowie als Orientierungs- und Entscheidungshilfe etabliert haben (Erler 2009, S. 03-3). Menschen erfahren und lernen viel durch die Nutzung von Massenmedien (Bonfadelli 2004, S. 249). Diese Annahme setzt jedoch voraus, dass Medien überhaupt Wirkungen auf Menschen haben, welche nach Schulz (1982) „in einem weiten Sinn alle Veränderungen (bezeichnen), diewenn auch nur partiell oder in Interaktion mit anderen Faktoren - auf Medien zurückgeführt werden können.“
Im Folgenden wird ein kurzer historischer Abriss zur Entwicklung der Massenkommunikation gegeben und abschließend soll auf die Komplexität des Wissensbegriffs eingegangen werden.
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2.1 Entwicklung der Massenkommunikation
Noch im 18. Jahrhundert fand bürgerliche öffentliche Meinungsbildung in Salons, Kaffeehäusern und Versammlungen statt. Medial vermittelte Kommunikation ersetzte im 19. und frühen 20. Jahrhundert diesen persönlichen Austausch (Erler 2009, S. 03-3). Die Loslösung von Zeit und Ort ließ die Medienöffentlichkeit eine „massenhaftere“ Menge an Menschen erreichen, was erst durch die Alphabetisierung der Bevölkerung ermöglicht wurde. Mit dem Vordringen der Massenmedien und einer Industrialisierung der Erlebnisproduktion entstand nach Schulze (2005, S. 461f) das individualisierte Publikum, welches sich vom lokalen, örtlich gebundenen, homogenen Personenkreis der früheren Zeit abhebt und unvermeidlich zur Kumulation von Publikumszugehörigkeiten führt. Bei dem steigenden Interesse am politischen Gebrauch von Massenmedien, der Ausweitung und Perfektionierung kommerzieller Werbung, der Ausweitung des Medienapparates war es nur plausibel, dass die Notwendigkeit erkannt wurde, sich mit den neuen Massenmedien wissenschaftlich auseinander zu setzen (Berg/Kiefer 1978, S.12).
2.3 Das Konzept „Wissen“
In der Auseinandersetzung mit Massenmedien und Wissensvermittlung ist es notwendig den Begriff des Wissens zu erfassen. Das Konzept „Wissen“ nimmt einen zentralen Stellenwert ein. Es ist sehr wichtig zu berücksichtigen, dass dieser Begriff einer sorgfältigen Differenzierung bedarf. Wissen bezeichnet nach Schraub/Zenke (2005, S. 594) „die im Gedächtnis einer Person gespeicherten und reproduzierbaren Beobachtungen, Erfahrungen, Kenntnisse und Einsichten über vielfältige Wirklichkeitsbereiche, die einerseits oft die Folge unbeabsichtigter Lernprozesse sind, andererseits aber auch die Voraussetzung für bewusste Lern-, Denk- und Problemlösungsprozesse, von denen aus ein Individuum die Welt interpretiert und auf sie verändernd einwirkt.“ Auf der Basis der Komplexität des Begriffes „Wissen“ wurden unterschiedliche Differenzierungen entwickelt, in denen einerseits nach Wissensbereichen, z.B. Alltags-, Praxis- oder Wissenschaftswissen
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und andererseits nach Wissenstypen, wie z.B. im Sinne von „Wissen über“ oder Fakten und Struktur- v oder Hintergrundwissen differenziert werden muss (Bonfadelli 2004, S. 258). Die qualitative Vielfalt mit der der Wissensbegriff belegt ist, macht ebenfalls deutlich wie schwierig es ist, Wissen zu messen. Andererseits weist diese Problematik auf die Notwendigkeit hin, Untersuchungen die mit dem Konzept „Wissen“ arbeiten, differenziert zu betrachten und bewerten.
3 Medienwirkungsforschung - das Problem der Medienwirkungen
Medienwirkungsforschung ist Teil der Rezeptionsforschung und hat das Ziel systematisch zu beschreiben, zu erklären und zu prognostizieren welche Folgen es hat, wenn bestimmte mediale Angebote von bestimmten Anbietern bestimmte Personen erreichen. Ronneberger (1971) stellte fest, dass die Wirkung von Massenmedien systematisiert werden können und die Möglichkeit der Differenzierung allgemeiner Wirkungen voneinander besteht. Er bezweifelte jedoch, ob das Zusammenspiel von unterschiedlichen Faktoren im Kommunikationsprozess der Massenmedien dazu führt, dass kausal nachweisbare Veränderungen beim Rezipienten steuerbar zu implementieren wären.
Diese Grundüberlegungen bieten einen Aufriss der Problematik. Vor diesem Hin-tergrund soll nun das Forschungsgebiet der Medienwirkungsforschung genauer beleuchtet werden. Am Anfang steht eine Begriffserklärung. Die Darstellung einer Auswahl von Theorien und die Darstellung der Dimensionen von Medienwirkungen vervollständigen den Einblick. Die Auswahl der Modelle soll sowohl einen zeitlichen Abriss, als auch eine Auflistung der Hauptforschungsrichtungen der Medienwirkungsforschung bieten.
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Arbeit zitieren:
Ute Lüger, 2010, Wissensvermittlung durch Massenkommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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