2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Begriffliche Klärung 3
2.1 Die Schule als Institution und ihre Organisation. 3
2.2 Funktion von Schule 4
3. Sprachliche Handlungsmuster. 5
3.1 Vorüberlegungen. 5
3.2 Das Frage - Antwort - Muster 6
3.3 Das Aufgabe - Lösung - Muster. 6
4. Die verschiedenen Formen der Instruktion und ihre Vorraussetzungen 7
4.1 Die lehrerzentrierte Form 7
4.1.1 Der Lehrervortrag. 7
4.1.2 Das Lehrgespräch. 8
4.1.3 Die turn - Organisation 9
4.2 Die schülerzentrierte Form 9
4.2.1 Die Diskussion 9
4.2.2 Die Gruppenarbeit 9
4.2.3 Die turn - Organisation. 10
5. Zusammenfassung. 10
6. Anhang: Auszüge aus Transkripten 12
7. Literaturverzeichnis 13
3
1. Einleitung
Die Institution Schule ist heute ein wichtiger Gegenstand öffentlicher Diskussionen und wissenschaftlicher Disziplinen. Kaum ein Gebiet des gesellschaftlichen Handelns erfährt so viel wissenschaftliche Beachtung.
Kommunikation hat einen großen Stellenwert im täglichen Leben unserer Gesellschaft. Ein großer Teil menschlicher Erfahrungen vollzieht sich verbal und somit spielt auch die institutionelle Kommunikation eine besondere Rolle in unserem Leben, da wir sie alle täglich erleben z.B. in der Schule, am Arbeitsplatz oder auch beim Gang zum Amt. In der Schule findet Wissensvermittlung primär verbal statt.
Diese Arbeit beschäftigt speziell mit der sprachlichen Kommunikation im Unterrichtsprozess und nicht mit Interaktionen, die außerhalb stattfinden (z.B. Pausengespräche), oder außersprachlichen Kommunikationsformen wie Tonhöhe, Gestik, Mimik oder Rhythmus. Sprache soll nicht nur als einfache Sprachverwendung, sondern als sprachliches Handeln betrachtet werden.
Den theoretischen Rahmen bilden die funktionale Pragmatik, die Beiträge der Sprechakttheorie nach Austin und Searle, die Diskursanalyse und die Ausführungen von Ehlich und Rehbein. Der Aufbau der Arbeit ist Folgender: Zuerst soll der Begriff der Schule als Institution geklärt werden und in diesem Zusammenhang ihre Funktion erläutert werden. Kapitel drei beinhaltet die verschiedenen sprachlichen Handlungsmuster und soll darstellen, wie der Lehrer im Unterricht sprachlich handelt und welche Handlungsmuster er benutzt. In Kapitel vier geht es dann um die verschiedenen Instruktionsformen, die der Lehrer zur Wissensvermittlung einsetzt.
2. Begriffliche Klärung
2.1 Die Schule als Institution und ihre Organisation
Institutionen sind gesellschaftliche Apparate, die als Träger gesellschaftlicher Ordnung öffentlich anerkannt und garantiert sind. Sie sind jeweils einem bestimmten Aufgabenfeld zugeordnet und dienen somit verschiedenen gesellschaftlichen Zwecken. 1 Jede Institution verfügt über spezifische Agenten, das Personal, und Klienten, die die Angebote der Institution nutzen. In diesem Zusammenhang gibt es somit auch besondere Rechte, Pflichten und auch Einschränkungen für beide. 2
1 vgl. Brockhaus
2 vgl. Ehlich/Rehbein (1980a)
4
Die Institution Schule ist eine zentrale Einrichtung unserer Gesellschaft mit dem Zweck, den nachfolgenden Generationen das nötige „fachliche, soziale und kulturelle Wissen einer Gesellschaft zu vermitteln.“ 3
Das heißt also, dass Unterricht unter staatlicher Aufsicht steht und somit auch die Institution Schule Einfluss auf ihn ausübt. Als Träger dieser Institution Schule können wie bereits erwähnt der Staat, aber auch gesellschaftliche Gruppen wie z.B. die Kirche oder Privatpersonen fungieren.
Zur Organisation der Institution Schule in Deutschland ist zu sagen, dass alles streng geregelt ist. Das heißt, dass z.B. für Schüler die allgemeine Schulpflicht gilt, Lehrer befinden sich im Schulsystem als Beschäftigte und die Unterrichtsinhalte und Methoden sind vorgegeben. Die Rollenverteilung ist genau festgelegt, d.h. Schüler und Lehrer stehen sich in einer Lehr - Lern
- Situation gegenüber wobei der Lehrer die Rolle des Lehrenden und der Schüler die des Lernenden einnimmt. Weitere organisatorische Rahmenbedingungen sind z.B.:
a) Es besteht ein Klassenraum mit i.d.R. einem Lehrer und 25-30 Schülern
b) Die Lerngruppe oder Schulklasse befindet sich auf dem selben Leistungsniveau und ist altershomogen
c) Die Aufteilung des Schuljahres in Halbjahre und die Aufteilung der Schulstunden in 45 Minuten
d) Es gibt in jeder Unterrichtsstunde eine Eröffnungs- - und Abschlussphase
Erst durch diese und noch weitere Bedingungen, die hier nicht mehr genannt werden sollen, ist es möglich Unterricht als „institutionelles Geschehen“ 4 stattfinden zu lassen und eine Unterrichtsöffentlichkeit zu schaffen.
2.2 Funktion von Schule
Wie bereits erwähnt hat die Institution Schule die Aufgabe Kindern und Jugendlichen das soziale, fachliche und kulturelle Wissen einer Gesellschaft zu vermitteln. Sie hat also eine gesellschaftliche Funktion. Als weitere Funktionen von Schule wären folgende zu nennen:
a) Die Qualifikationsfunktion
Die Schüler sollen Fähigkeiten und Kenntnisse zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erwerben, die sie in ihrem späteren Berufs- und Privatleben zum Einsatz bringen.
3 vgl. Becker - Mrotzek/Vogt (2001,S.9)
4 vgl. Becker - Mrotzek/Vogt (2001,S.5)
Arbeit zitieren:
S. C., 2006, Sprache in der Institution Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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