Inhaltsverzeichnis
Vorwort Seite 3
Auschwitz das Symbol des Holocaust Seite 3
Die Bedingungen im KZ Seite 5
Res ümee Seite 7
Literaturverzeichnis Seite 8
2
Vorwort
Mein Name ist Markus Santner, und studiere Wirtschaftspädagogik im fünften Semester. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Einführung in die Sozialgeschichte“ möchte ich das leidige Kapital „KZ Auschwitz“ näher vorstellen. Zur Vorbereitung auf dieses Thema habe ich mir ein deutsches Konzentrationslager angesehen, nämlich das KZ Dachau bei München. Jedes KZ und jeder Insasse hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Leid, dennoch sollte man sich vor Augen führen, dass man sich nicht jedes kleinste Detail der grausamen Zeit merken kann und dies ist auch nicht notwendig. Dennoch hat man als Verantwortungsvoller Bürger die Pflicht, sich mehr oder weniger mit dieser Materie zu befassen. Warum Konzentrationslager gebaut wurden, und wie die Bedingungen in diesen „Gefängnissen“ waren, sollte als Basiswissen angesehen werden. Aus Eigeninteresse lese ich viel über die Gräuel dieser damaligen Zeit, um eventuell verstehen zu können, wie „normale“ Menschen sich zu Bestien entwickeln können.
Doch bis dato habe ich oft keine Antworten auf meine Fragen gefunden, ganz davon zu schweigen, dass meine Fragen mit zunehmenden Interesse für dieses Thema laufend steigen. In meiner Arbeit über das KZ Auschwitz werde ich versuchen, die Entstehungsgeschichte des KZ beziehungsweise das „Leben“ im Lager und die „Sinnhaftigkeit des Ganzen“ näher vorzustellen.
Auschwitz das Symbol des Holocaust
Das Konzentrationslager Auschwitz wurde erst sehr spät gegründet. Es entstand im Mai 1940 1 Das KZ Auschwitz war ursprünglich als Lager für Personen gedacht, denen man, im Sinne der Nazis, nur „leichte und korrigierbare Vergehen vorwarf“ 2 . Für die Wahl des Standortes Auschwitz für ein neues KZ gab es mehrere Gründe.
Himmler war als Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkswachstums verantwortlich. Er wollte die Stadt Auschwitz zum Mittelpunkt der deutschen Siedlungspolitik im neuen deutschen Osten machen. Die Stadt Auschwitz sollte zu einer „District Capital“ ausgebaut werden.
In diesem Zusammenhang waren im großen Stil Industrienansiedlung für Auschwitz geplant 3 . Um das Stammlager Auschwitz I und das Lager Auschwitz II - Birkenau entstanden zwischen 1942 und 1944 rund 50 Außenlager 4 .
1 Gutmann, Yisreal: Auschwitz - An Overview, In: Gutmann, Berenbaum: Anatomy of the Auschwitz Death Camp, New York 1994, S. 6. (im folgenden zitiert als “Gutman/Berenbaum”)
2 Gutmann, in: Gutman/Berenbaum, S.6.
3 van Pelt, in: Gutman/Berenbaum, S.94.
4 Krakowski, Shmuel: The Satellite Camps, in: Gutmann/Berenbaum, S.50. (im folgenden zitiert als „Krakowski“)
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Diese reinen Zwangsarbeiterlager dienten der dort ansässigen Industrie zur Versorgung mit Zwangsarbeitern (unter anderem die IG Farben, Deutsche Erd- und Steinwerke (DEst), Herman-Göring-Werke, um nur einige der größten zu nennen und der Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze.
Das erste und wahrscheinlich bekannteste dieser Außenlager war das so genannte Buna -Lager der Buna Werke (IG Farben), welches später in Auschwitz III - Monowitz umbenannt wurde 5 .
Mindestens 28 dieser Außenlager arbeiteten direkt oder indirekt für die Rüstungsindustrie 6 . Im März 1941 wurde mit Hinblick auf den Russlandfeldzug der Bau des Lagers Auschwitz II, besser bekannt unter den Namen Auschwitz - Birkenau, beschlossen 7 . Das Lager Birkenau war als reines Kriegsgefangenenlager konzipiert und sollte nur vorübergehende Einrichtung darstellen 8 .
Die Kriegsgefangenen sollten als Zwangsarbeiter den Plänen Himmlers dienen 9 . Am 25.09.1941 wurde die Übergabe von 100.000 russischen Kriegsgefangenen durch die Wehrmacht an die SS beschlossen. Als die ersten 10.000 Sowjets in Auschwitz eintrafen, war noch kein Lager für diese Kriegsgefangenen vorhanden.
Sie sich ihre Unterkünfte selber bauen 10 . Bis zu diesem Zeitpunkt unterscheid sich Auschwitz nicht sonderlich von anderen Konzentrationslagern. Ein Wendepunkt in der Geschichte von Auschwitz stellt der September 1941 dar. In diesem Monat wurden zum ersten Mal Menschen vergast. 850 Menschen, 200 Kranke und 650 sowjetische Kriegsgefangene, waren die ersten Opfer dieser neuen Form des Massenmordes 11 .
Diese ersten Vergasungen waren nur ein Experiment, das auf die Initiative des Stellvertretenden Lagerkommandanten Karl Fritsch zurückging. Die „Endlösung“ war dabei noch nicht im Blick der Verantwortlichen. Lediglich Lagerkommandant Rudolf Höss erkannte in der neuen Form des Massenmordes die „Antwort auf die Judenfrage“ 12 . Diese neue und wesentlich effektivere Methode des Massenmordes stellte die Lagerkommandantur aber vor neue Probleme. Wohin mit den Toten? Massengräber wären Anfangs zwar eine Möglichkeit gewesen, aber spätestens seit der Wannseekonferenz vom 20.01.1942 mussten neue Kapazitäten hinsichtlich Vergasung und vor allem hinsichtlich der Beseitigung der Toten geschaffen werden 13 .
Man entschied sich schließlich die Toten einfach zu verbrennen. Dies hatte natürlich den „Vorteil“, dass die Öffentlichkeit keine Toten zu Gesicht bekam, da die Asche im Falle von Auschwitz in umliegende Teiche geschüttet wurde (vgl. Teresa Swiebocki , Auschwitz, Stimmen aus der Tiefe, Seite 57).
5 Krakowski, in: Gutmann/Berenbaum, S.52.
6 Czech, Danuta: KL Auschwitz: An Historical Outline, Warschau 1987, S.30f, zitiert nach: Gutman, in: Gutman/Berenbaum, S.18.
7 van Pelt, in: Gutman/Berenbaum, S. 114.
8 van Pelt, in: Gutmann/Berenbaum, S. 139.
9 van Pelt, in: Gutmann/Berenbaum, S. 114.
10 van Pelt, in: Gutman/Berenbaum, S. 118.
11 Krakowski, in:Gutman/Berenbaum, S. 84.
12 Krakowski, in:Gutman/Berrenbaum, S. 84.
13 Hilberg, Raul: Auschwitz and die Final Solution, in: Gutman/Berenbaum, S. 85f. (im folgenden als „Hilberg“ zitiert)
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Arbeit zitieren:
Mag. Markus Santner, 2004, Das Konzentrationslager Auschwitz: Entstehung und Hintergründe, München, GRIN Verlag GmbH
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