Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Werteforschung in Japan 3
3. Historischer Hintergrund 4
3.1 Japan während der Meiji Zeit 4
3.2 Japan nach dem 2. Weltkrieg 5
4. Bedeutung der Arbeit in Japan 6
4.1 Das japanische Beschäftigungsmodell 6
4.2 Die Einstellung in ein Unternehmen 6
4.3 Das Verhältnis des Arbeitnehmers zum Unternehmen 7
4.4 Darstellung der Arbeit in Schulbüchern 8
4.6 Entwicklung bei den Jugendlichen 9
5. Motivation zur Arbeit 9
6. Fazit 11
Literaturverzeichnis 13
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1. Einleitung
Japan schaffte es seit dem Ende des 2. Weltkrieges, zu einem modernisierten Land mit einem weltweit einzigartigen Wirtschaftswachstum zu werden und der Kolonialisierung durch westliche Mächte zu entkommen. Diese wunderähnliche Entwicklung wird sowohl von japanischen als auch internationalen Wissenschaftlern mit vielfältigsten Hypothesen versucht zu erklären. Im Zusammenhang mit Japans Entwicklung zur Industrienation stehen in der internationalen Diskussion die einzigartigen japanischen Charaktereigenschaften im Vordergrund, die Japan zu seinem Erfolg verhalfen (NAKANO 1992: 59). Zu diesen Eigenschaften zählt u.a. das Bild des fleißigen, ausdauernden, genügsamen und firmentreuen Japaners, das in der europäischen Vorstellungswelt seit Jahrzehnten fest verhaftet ist (LINHART 1976: 11). In dieser Ausarbeitung geht es darum, einen historischen Überblick zu geben, in denen die verschiedenen Phasen umrissen werden, in denen der Faktor Arbeit eine Veränderung durchlief. Ferner wird auf die Werteforschung und ihre Ziele in Japan eingegangen. In einem weiteren Kapitel wird erläutert, welche Bedeutung die Arbeit für die Japaner hat. Dazu ist es notwendig, das japanische Beschäftigungsmodell zu erläutern und auf die Beziehung des Arbeitnehmers zum Unternehmen einzugehen, da dies zwei Faktoren sind, die für das Leben des Japaners von sehr großer Bedeutung sind und sich sehr von westlichen Modellen unterscheiden. Ein Kapitel beschreibt die Darstellung der Arbeit und des Berufes in japanischen Schulbüchern, wodurch ersichtlich wird, welche Werte den Jugendlichen dort vermittelt werden. Darüber hinaus wird auf die Entwicklung des Wertes der Arbeit bei den Jugendlichen eingegangen und welche Trends sich daraus für die Zukunft ergeben.
Die Arbeit stützt sich auf den Vergleich von Sekundärliteratur. Es geht darum, einen Überblick zu geben, welchen Wert die Arbeit für die Japaner hatte und hat und durch welche Fak-toren dies beeinflusst wurde.
2. Werteforschung in Japan
Die erste Phase der empirischen Werteforschung gab es in Japan in den späten 1940er und den 1950er Jahren. Dabei wurde vor allem nach kulturellen Grundwerten gesucht. Zu dieser Zeit sah man Werte als „weitgehend stabile und wandlungsresistente, allenfalls ganz langfristig veränderliche Orientierungen an“ (ÖLSCHLEGER et al. 1994: 55). Dem Wertewandel wurde zu diesem Zeitpunkt wenig Beachtung geschenkt.
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Die nächste Phase der empirischen Werteforschung begann in den 1970er Jahren und hält bis heute an. Diesmal steht die Untersuchung des Wertewandels im Vordergrund, der zur Zeit des schnellen gesellschaftlichen Wandels in den westlichen hoch industrialisierten Nationen Thema der öffentlichen Diskussion geworden war (ÖLSCHLEGER et al. 1994: 55). Das Thema sozialer Werte erfährt auf Grund des in den fünfziger Jahren beginnenden raschen Wandels in der japanischen Gesellschaft eine erste Blüte, die durch die Sonderveröffentlichungen der Zeitschrift Shiso zu „Wertvorstellungen der Gegenwart“ und „Werten innerhalb des Lebens“ eingeleitet wurde (ÖLSCHLEGER et al. 1994: 62).
Die aktuelle japanische Werteforschung ist gekennzeichnet durch eine breite Vermessung der japanischen Gesellschaft und einen internationalen Vergleich durch groß angelegte Umfragen, die von amtlichen Stellen und großen Forschungsinstituten durchgeführt werden (ÖLSCHLEGER et al. 1994: 63). Daher liegen uns für die Werte der Japaner erst seit einigen Jahrzehnten genauere Ergebnisse aus Umfragen vor.
3. Historischer Hintergrund
Da Japans einzigartiger wirtschaftlicher Erfolg automatisch mit dem hart arbeitenden Volk in Verbindung gebracht wird, ist es notwendig, einen kurzen zeitlichen Überblick zu geben, in welcher Situation sich Japan in der Meiji Zeit und nach dem 2. Weltkrieg befand, um darin die Notwenigkeit zur Arbeit erkennen zu können.
3.1 Japan während der Meiji Zeit
Das Jahr 1868 markiert in der japanischen Geschichte einen besonderen Wendepunkt. Nachdem die Amerikaner 1854 das erste Mal nach Japan kamen, um die Öffnung von Häfen um Handel baten und 1858 diese Öffnung erzwangen und somit Japan durch ungleiche Verträge in eine schwerwiegende Position brachten, kam es 1868 zur Meiji Restauration, in der das Schogunat, welches seit 1603 regiert hatte, abgeschafft wurde und ein einheitlicher Zentralstaat geschaffen wurde. Durch den wirtschaftlichen Druck, den die ungleichen Verträge für Japan brachten, setzte es sich die Regierung zum Ziel, das Land so schnell wie möglich zu modernisieren, um mit dem Westen gleichzuziehen. Hier lässt sich zum ersten Mal erkennen, dass in Japan von einer einheitlichen Arbeitsideologie gesprochen wird. Einige Interpretationsmodelle sagen, dass „in a quick response to the situation, the Japanese government adequately determined to create the ideology and doctrine to drive people to work hard and
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Arbeit zitieren:
Shalimar Krautscheid, 2008, Vom Wert der Arbeit in Japan, München, GRIN Verlag GmbH
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