Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Der Beginn der Gastarbeit in Deutschland 4
1.1. Anwerbung 4
1.2. Das Rotationsprinzip 5
1.3. Gründe für eine Arbeitsmigration 6
2. Das Leben im Gastland 7
2.1. Der Begriff Integration 7
2.2. Ausländerpolitik 7
2.3. Die Schwierigkeiten der Immigranten 12
2.4. Nach dem Anwerbestopp 13
3. Aufgaben der Sozialen Arbeit in der Migration. 14
3.1. Die Grundlagen. 14
3.2. Die Profession 15
3.3. Die Praxisfelder 16
3.4. Lebensweltorientierung 17
Schluss 18
Anhang 19
Literaturverzeichnis 22
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Einleitung
Im Rahmen von Modul 12 beschäftigte ich mich mit dem Thema Migration. Da ich selber in der dritten Generation einer Immigrantenfamilie lebe, wollte ich mich näher mit dieser Thematik befassen. Mir stellt sich die Frage, wie sich die Generation meines Großvaters gefühlt hat, als diese nach Deutschland eingereist ist. Viele dieser „Gastarbeiter“ wurden zu Einheimischen und haben sich in Deutschland eine neue Existenz gegründet.
Dieses Thema interessiert mich schon allein aus dem Grund, weil ich mich selber als Bürgerin dieses Landes fühle und meine Eltern immer Abgrenzungen machen. Obwohl die Immigration viele Jahre zurück liegt, kann sich meine Familie nicht mit diesem Land identifizieren und wenn die Rede von der Heimat ist, dann ist die Türkei damit gemeint. Zudem ist deutsche Sprache, bei einigen aus der Generation meiner Eltern und Großeltern, von Mangel. Ich kann mir nicht vorstellen, wie manche Menschen so viele Jahre in einem Land gelebt haben, ohne dass die Sprache erlernt wurde.
Ich beschäftige mich in dieser Arbeit zusätzlich mit der Frage, warum zu der Zeit der Einwanderung, die Integration nicht von Bedeutung war. Außerdem stelle ich mir die Frage, welchen Schritt die Soziale Arbeit gegangen ist, um die Klientin bzw. den Klienten zu erreichen. Welche Maßnahmen hätten damals getroffen werden müssen um die heutigen Probleme nicht zu haben?
Ich werde überwiegend die männliche Form benutzen, weil die Gruppe der Arbeitsmigranten zum größten Teil aus Männern bestand.
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1. Der Beginn der Gastarbeit in Deutschland
1.1. Anwerbung
Zwischen 1955 und 1973 wurden „Gastarbeiter“ von der Bundesregierung angeworben, um die Wirtschaft Mithilfe der Arbeitsimmigranten aufzubauen. Auf diesem Weg sind Millionen Menschen legal nach Deutschland immigriert. Unter den legal immigrierten Menschen, befanden sich zirka 860.000 Frauen und Männer aus der Türkei. Viele dieser Menschen kamen mit dem Gedanken, dass sie einige Jahre Geld verdienen und anschließend wieder zurück in ihr Land gehen würden. (Vgl. Schramkowski 2007, S. 34)
Die Menschen hatten keine Absichten, sich auf Dauer im Gastland niederzulassen. Das Geld verdienen war für die Arbeitsimmigranten die höchste Priorität, demnach war die Kultur und Tradition im neuen Land nicht von Bedeutung.
Die „Gastarbeiter“ wurden, damit sie sich nicht an das Leben in ihrem Gastland gewöhnen und keinen Kontakt mit den Einwohnern aufbauen, in Unterkünfte einquartiert, die ziemlich nah an der Fabrik waren, in denen sie arbeiten und die Möglichkeit des Erlernens der deutschen Sprache, war ihnen demnach nicht gegeben, weil sie hauptsächlich unter ihren Landsleuten waren. (Vgl. Schramkowski 2007, S. 34) Das Gastland bemühte sich ebenfalls nicht darum, dass die Zugewanderten das fremde Land kennen lernten. Die Ansicht, dass der Aufenthalt befristet ist, wurde von den Zuwanderern, als auch vom Gastland vertreten. Die Arbeitsimmigranten verrichteten Tätigkeiten, bei denen die Vergütung nicht hoch lag, was den langfristigen Aufenthalt nicht erleichterte. Politisch war eine Integration oder ein Daueraufenthalt nicht geplant. Die „Gastarbeiter“ sollten jährlich nach einem Rotationsprinzip 1 ausgetauscht werden. Bis 1960 war die Familienzusammenführung verboten und die Aufenthaltsgenehmigung war auf bestimmte Gebiete beschränkt. (Vgl. Schramkowski 2007, S. 35)
1.2. Das Rotationsprinzip
Die Gastarbeiter bekamen in Deutschland einen Arbeitsvertrag, der auf ein Jahr begrenzt wurde. Die Immigranten sollten in ihr Heimatland zurückkehren, nachdem ihr Vertrag abgelaufen ist. Sowohl die Gewerkschaften, als auch die Arbeitgeber kritisierten dieses Rotationsprinzip, weil die Arbeitskräfte ständig neu eingearbeitet und angelernt werden mussten, deshalb verlangten sie längerfristige Arbeitsverträge, wodurch ebenfalls die zusätzlichen Kosten gemieden werden sollten. (Vgl. Schädel 2002, S. 50)
Deutschland war zu der Zeit der Gastarbeit noch dabei, sich wirtschaftlich vom 2. Weltkrieg zu erholen, deswegen wurden unnötige Kosten vermieden, was dazu führte, dass die Aufenthaltsdauer, von den bereits eingereisten Arbeitsimmigranten, verlängert wurde. Die Betriebe profitierten von den ständig zuwandernden ausländischen Arbeitskräften, da diese bereit waren, einfache Tätigkeitsbereiche zu übernehmen, somit wurde ein betrieblicher Aufstieg garantiert. Auf der anderen Seite entstand das stillschweigende Bleiberecht. Die Bundesregierung stimmte zu, dass die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis durch die Ausländerbehörden und die Arbeitsämter regelmäßig um zwei Jahre verlängert wurde. Dadurch hatten nicht nur die Arbeitsimmigranten einen längerfristigen Aufenthalt, sondern sie brachten auch ihre Ehepartner und Kinder in die neue Heimat, anschließend folgten auch die Geburten von ausländischen Kindern in der Bundesrepublik. Das Rechts- und Sozialstaatprinzip besagte, dass den Ausländern, wenn diese einen längerfristigen Aufenthalt und eine verlängerte Aufenthaltserlaubnis bekamen, ein Vertrauensschutz zugesprochen wurde. Der Aufenthalt, welcher länger als fünf Jahre Bestand hatte, wurde zur unbefristeten Aufenthaltserlaubnis. Demnach würde eine Verweigerung des weiteren Aufenthalts rechtlich Probleme mit sich bringen. (Vgl. Schädel 2002, S. 51)
Mit dieser Verlängerung fing der Umbruch für die „Gastarbeiter“ an, die ihre Heimat langsam aber sich änderten. Denn der Nachzug der restlichen Familienmitglieder führte dazu, dass sich der Wunsch vom Geldverdienen im Gastland, wandelte. Dadurch, dass die Kinder in der neuen Heimat die
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Schule besuchten, entstand die Vorstellung davon, dass diese einen guten Schulabschluss erreichen würden.
1.3. Gründe für eine Arbeitsmigration
Der Grund, weshalb zahlreiche Menschen aus der Türkei nach Deutschland zum Arbeiten immigriert sind, liegt in der sozialen Lage der türkischen Gesellschaft. In dem Land herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, die Einkünfte sind gering und die Entwicklungsperspektive sieht schlecht aus. Immigrieren bedeutet für die Menschen, Geld verdienen. Bevor sich die Arbeitsimmigranten in ein fremdes Land begaben, haben diese schon Erfahrungen mit der Arbeitsimmigration innerhalb ihres eigenen Landes gemacht. Die Arbeitssuchenden wechselten ihren Wohnsitz von einer ländlichen Gegend in die Stadt und erhofften sich eine verbesserte ökonomische Bedingung. Diese Ereignisse gehören zu den persönlichen, individuellen Push - Faktoren, weswegen eine Gelegenheit der Arbeitsimmigration nach Deutschland genutzt wurde. Zudem erhofften sich die Türkei bzw. bestimmte Bereiche des Landes, einen Vorteil durch die Arbeitsemigration. Die erhöhten Divisionseinnahmen spielten dabei eine große Rolle, die dadurch zustande kommen sollte, indem die Emigranten die verdiente Geldsumme in ihre Heimat überweisen würden und außerdem wären diese bei der Rückkehr besser ausgebildete Arbeitskräfte. Das Letztere war auch ein Grund, weshalb die türkische Regierung, zusätzlich zu Anwerbeversuchen der deutschen Unternehmen, ein Arbeitsabkommen mit Deutschland geschlossen hat. Diese Ereignisse sind die gesellschaftlichen Push - Faktoren. Der Pull - Faktor ergab sich aus dem Interesse des Anwerbelandes, Arbeitskräfte sollten angeworben werden. Bereits Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurden, aufgrund eines Arbeitskräftemangels, Anwerbeabkommen mit Italien, Griechenland und Portugal arrangiert, dies weitete sich anschließend auf die Türkei aus. (Vgl. Schädel 2002, S.30 ff.) Arbeitsimmigranten hatten nicht die Absicht, in einem fremden Land ein neues Leben zu beginnen. Vielmehr bestand das Vorhaben darin, genug Geld zu verdienen, um in dem eigenen Land ein besseres Leben
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Arbeit zitieren:
Funda Dastan, 2009, Die Geschichte der Gastarbeiter, München, GRIN Verlag GmbH
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