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Inhalt
1. Einleitung 2
2. Definition von Lebensqualität 3
3. Definition von Glück 3
3.1 Philosophische Gedankengänge über Glück 4
3.2 Klassifizierung von Glück 5
3.3 Glücksfaktoren - Geld alleine macht nicht glücklich 6
3.4 Vier Säulen der Glücksforschung 8
3.4.1 Die Soll-Wert-Theorie 8
3.4.2 Das Anpassungsprinzip 8
3.4.3 Das relative Einkommen 8
3.4.4 Die hedonistische Tretmühle 9
4. Definition von Reichtum 10
4.1 Material wealth’ und relational wealth’ 11
5. Reichtum und Lebensqualität 12
5.1 Höheres Einkommen - höhere Lebensqualität ? 13
5.1.1 Sehnsüchte 13
5.1.2 Anstellungsstatus 14
5.1.3 Einkommenslevel 15
5.1.4 Geschlecht 16
5.1.5 Familienstand 16
5.2 Einkommen und Einkommensziele 17
5.2.1 Liebe zu Geld und Jobzufriedenheit 17
5.2.2 Liebe zu Geld und Einkommen 18
5.2.3 Liebe zu Geld und Lebensqualität 18
6. Das Wohlstandsparadoxon 19
6.1 Wohltätigkeit macht glücklich 20
7. Schlussbemerkungen 20
8. Literatur 22
8.1 Internetquellen 23
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„Der Reichtum reicht dem Seewasser: Je mehr man davon trinkt, umso durstiger wird man.“ (Arthur Schopenhauer)
1. Einleitung
Für die Mehrheit der Menschen ist Wohlstand, mit dem Glück und Zufriedenheit verbunden wird, das oberste Ziel, das mit aller Kraft und oft sogar blindlings verfolgt wird, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass Geld allein nicht glücklich machen kann. Experten wissen, dass sich hinter Reichtum weit mehr als materieller Reichtum verbirgt, nämlich Freiheit, Lebensfreude und Lebensqualität. Reichtum alleine reicht daher nicht aus, um ein glückliches, zufriedenes Leben führen zu können, denn auch ein Leben in überdimensional großem Wohlstand kann kaum Glücksgefühle hervorrufen, wenn der Mensch weder frei ist noch Lebensfreude empfindet.
Wohlstand ist ein Zustand, der durch materielle Sicherheit, geistiges Wachstum und angenehmes soziales Umfeld beeinflusst wird und kann nicht mit Geld als einzigem Parameter verglichen werden, obwohl Geld natürlich eine wichtige Voraussetzung für die Schaffung von Freiheit darstellt.
Die noch sehr junge empirische Glücksforschung, mit der sich Biologen, Psychologen, Soziologen sowie Ökonomen beschäftigen, befasst sich intensiver mit dieser Thematik und legt eine zumindest differenziertere Betrachtungsweise dar. Sie erkennt, dass die Menschen in den modernen westlichen Industrieländern trotz der positiven wirtschaftlichen Entwicklung (das Pro-Kopf-Einkommen hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt) in den letzten Jahren kaum glücklicher geworden sind und sogar mit Lebensqualitätseinbußen zurechtkommen müssen und sucht nach einer Erklärung für dieses ‚Wohlstandsparadox’ (vgl. DAHL, 2008).
Um dieses Thema in seiner Gesamtheit (besser) erfassen zu können, werde ich einige Begriffe definieren, die damit in Zusammenhang stehen, die vier Säulen der Glücksforschung und philosophische Gedankengänge über Glück darlegen, auf die Klassifizierung von Glück (Stoizismus, Freude, Zufriedenheit etc.) eingehen und einige Theorien über die Beziehung von Einkommen und Lebensqualität/Glück sowie Erkenntnisse der Glücksforschung anhand von Studienergebnissen präsentieren.
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2. Definition von Lebensqualität
Lebensqualität als subjektiver Indikator wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet: als Wohlbefinden (subjektives oder psychisches Wohlbefinden), Glück oder als Lebenszufriedenheit, Begriffe, die zwar streng genommen unterschiedliche Bedeutungen haben, generell jedoch als Synonyme verwendet werden (vgl. PALOMAR, 2005). Auch für DIENER (1984) beinhaltet Lebensqualität Glück, Lebenszufriedenheit und Optimismus (positive affects). Menschen mit einem hohen Grad an Wohlbefinden, so LI-PING TANG (2007) sind zufrieden mit ihrer Arbeit, der Gesundheit, dem Familienstand, der finanziellen Situation und den Freundschaften und zeigen sich optimistisch. Gesundheit, Vitalität, Weisheit, Mut, ein klarer Kopf, die Möglichkeit zu lieben und geliebt zu werden, gute Beziehungen, materieller Komfort, Weltfrieden sowie ein Leben ohne Gefahren - das versteht DIWAN (2000) unter Lebensqualität. Ein Leben, wo jeder im Einklang mit sich selbst, mit der Natur und der Gesellschaft lebt. Ein friedvoller Zustand wie dieser verlangt nach Harmonie in allen drei Bereichen. Lebensziele und qualitativ hochwertige Beziehungen zu anderen Menschen haben großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Hieraus geht hervor, dass nicht nur materielle Güter sondern auch nichtmaterielle Güter von großer Bedeutung für das subjektive Wohlbefinden sind, die nicht unterschätzt werden dürfen.
3. Definition von Glück
Jeder Mensch hat abhängig vom sozialen und kulturellen Umfeld sowie von der Erziehung eine konzeptionelle Vorstellung von einem glücklichen Leben. Während für den einen das Einkommen von immenser Wichtigkeit für sein Wohlbefinden ist, misst der andere dem wenig bis keine Bedeutung zu. Heterogenität ist daher in der Beziehung zwischen Einkommen und Glück bei unterschiedlichen Menschen zu erkennen, was auch damit zusammenhängen kann, dass die Vorstellung von Glück individuell unterschiedlich ist. LAYARD (2005, S.17) drückt sich sehr vereinfacht aus und meint: „Glück ist, wenn wir uns gut fühlen, und Elend bedeutet, dass wir uns schlecht fühlen“. Glück oder Zufriedenheit hängt nicht davon ab, was wir besitzen, sondern wie wir uns gegenüber dem, was wir besitzen, fühlen. Wir können uns daher mit wenig glücklich fühlen, aber auch mit vielem miserabel (vgl. LI-PING TANG, 2007).
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Soziologische Studien zeigen, dass Glück als beständiges Merkmal von der Persönlichkeit des Individuums abhängt (vgl. PALOMAR, 2005).
3.1 Philosophische Gedankengänge über Glück
Seit vielen Jahren beschäftigten sich Philosophen immer wieder mit der Frage, was Glück ist und wie man einen solchen Zustand aufrechterhalten kann. In Anlehnung an philosophische Ideen ist eine Typologie von acht konzeptionellen Referenzen für Glück entstanden, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden. ROJAS (2007) unterscheidet innere und äußere Faktoren, die als Hauptgrundlage für ein glückliches Leben gesehen werden. Die so genannten inneren Voraussetzungen eines Menschen kommen aus seiner
Persönlichkeitsstruktur (seiner Einstellung und Motivation) und lassen sich nicht von äußeren Bedingungen beeinflussen. Andere philosophische Schulen sagen, dass Glücksgefühle aufgrund von äußeren Faktoren entstehen. Das Einkommen einer Person wird in enge Verbindung mit den äußeren Faktoren gebracht, was heißt, dass das Einkommen bei Personen mit einer Orientierung an äußeren Faktoren einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Personen mit einer Orientierung auf innere Werte sind daher von Gehaltserhöhungen weniger beeindruckt.
Gemäß der Klassifizierung von Psychologen wird in intrinsische und extrinsische Faktoren unterteilt, beruhend auf einer Selbsteinschätzungstheorie und in Anlehnung an einige humanistische und existentielle Theorien. Menschen mit extrinsischen Werten messen materiellem Erfolg (Wohlstand und Eigentum), Image sowie Popularität große Bedeutung zu, während intrinsisch orientierte Menschen Selbst-Akzeptanz sowie Zugehörigkeitsgefühl hoch schätzen (vgl. ROJAS, 2007).
Die Mehrheit der Menschen ist der Ansicht, dass mit zunehmendem Einkommen das Glück steigt. Diese Tatsache gilt jedoch in ihrer Komplexität nur noch für die Menschen in den Entwicklungsländern, wo die Lebensqualität schon mit einer geringen Geldmenge stark verbessert werden kann. In den wohlhabenden Ländern hängt das Glück mehr von den persönlichen Beziehungen, einem guten Gesundheitszustand und der Berufszufriedenheit ab. Trotz des Wohlstands sind die Menschen in den zivilisierten Ländern nicht glücklich, sondern leiden an emotionaler Armut verursacht durch ‚consumerism’ (DIWAN, 2000, S.328) und dem Zusammenbruch des Familienlebens.
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3.2 Klassifizierung von Glück (vgl. ROJAS, 2007 aus RODRÌGUEZ, 2001)
Die Aufzählung und Erklärung dieser acht Glücksfaktoren sollen helfen, die Beziehung zwischen dem Einkommen einer Person und ihrem Glücksempfinden besser zu verstehen. 1. Gelassenheit (innerer Faktor)
Eine stoische Person ist glücklich ungeachtet ihrer äußeren Faktoren, da Glück für sie ein Fall von mentaler Einstellung und innerem Willen ist und ihrer Meinung nach Lebensharmonie langfristig nur durch Verzicht, Härte und Mäßigung erreicht werden kann. 2. Tugend (innerer Faktor)
Das Leben nach ethischen und moralischen Prinzipien (alles gut und richtig machen) wird als Indikator für Glück gesehen. 3. Vergnügen/Genuss (äußerer Faktor)
Die zwei bedeutendsten philosophischen Schulen unterscheiden hier zwischen Hedonismus und Utilitarismus. Hedonisten betonen, dass freudvolles, genussvolles Leben der Sinn und Zweck des Lebens überhaupt ist und die Utilitaristen betonen die Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen als Lebensziel sowie die Fähigkeit von Gütern, diese Grundbedürfnisse zu befriedigen. 4. Carpe diem (eher äußerer Faktor)
Nütze den Tag! Hier wird der zeitliche Aspekt von Glück betont und es wird empfohlen, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren und sich nicht von der Zukunft abhängig zu machen. Dieser Kultur geht es um sofortige Genugtuung und Mäßigung. 5. Zufriedenheit (äußerer Faktor)
Zufriedenheit beinhaltet Aspekte, die in der Natur des Seins und des Habens liegen. Das Interesse liegt auch darin, die Wünsche und Bedürfnisse sowie die Erwartungen zu erfüllen. Ein zufriedenes Leben kann geführt werden, wenn die Bedingungen, die für ein erfülltes Leben stehen, gegeben sind.
Arbeit zitieren:
Susanne Altmann, 2008, Reichtum und Lebensqualität, München, GRIN Verlag GmbH
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