Kurzfassung
Diese Hausarbeit gibt zunächst einen Überblick über die wichtigsten Arten und das Wesen der aufgrund steigender Kreditausfallrisiken in der Praxis wieder an Relevanz gewinnenden Covenants (Neben- oder Zusatzabsprachen) bei der Ausgestaltung von Kreditverträgen zwischen Firmenkunden und Banken.
Anschließend wird der Focus auf die Wirkungsweise von Covenants aus Sicht der Gläubigerbanken hinsichtlich des von ihnen primär verfolgten Zieles der Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Insolvenzfalls gelegt. Hier wird insbesondere auf Gestaltungsmöglichkeiten aber auch Grenzen und Risiken bei der Nutzung von Covenants eingegangen. Dabei zeigt sich, dass den Vorteilen der mittels Covenants angestrebten Kreditrisikoreduzierung aufgrund der mitunter komplexen Auswirkungen von vereinbarten Covenants auch Rechtsrisiken entgegenstehen können, so dass eine sorgsame Vorgehensweise bei der Ausgestaltung entsprechender Kreditverträge geboten ist.
II
Inhaltsverzeichnis
KURZFASSUNG II
INHALTSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
1 EINLEITUNG 1
2 WESEN UND KLASSEN VON COVENANTS 2
2.1 NON-FINANCIAL COVENANTS 3
2.1.1 INFORMATION COVENANTS 3
2.1.2 POSITIVE COVENANTS 4
2.1.3 NEGATIVE COVENANTS 4
2.2 FINANCIAL COVENANTS 5
3 WIRKUNGSWEISE VON COVENANTS AUS SICHT DER GLÄUBIGER 7
3.1 RISIKOFRÜHERKENNUNG 8
3.2 EINFLUSSNAHME AUF DEN SCHULDNER 9
3.2.1 UNMITTELBARE UND MITTELBARE BEEINFLUSSUNG UNTERNEHMERISCHER ENTSCHEIDUNGEN 9
3.2.2 ANPASSUNG VON ZINSKONDITIONEN 10
3.2.3 NACHBESICHERUNG 10
3.2.4 WEITERE SANKTIONEN 11
3.3 GRENZEN VON COVENANTS 12
4 FAZIT 14
LITERATURVERZEICHNIS 15
RECHTSQUELLENVERZEICHNIS 16
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
bspw. beispielsweise
ggf. gegebenenfalls
i. d. R. in der Regel
im Sinne des i. S. d.
InsO Insolvenzordnung
KWG Kreditwesengesetz
LBO leveraged buy-out
Mindestanforderungen an das Risikomanagement MaRisk
unter anderem u. a.
Vgl. Vergleiche
IV
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: ARTEN VON COVENANTS 2
ABBILDUNG 2: ENTSTEHUNG DER WIRKUNG VON COVENANTS 7
ABBILDUNG 3: FRÜHZEITIGE KRISENIDENTIFIKATION SCHAFFT GRÖßEREN HANDLUNGSSPIELRAUM 8
1 Einleitung
Während die vorwiegend im angelsächsischen Raum etablierten Covenants bei der Ausgestaltung von Kreditverträgen zwischen Unternehmen und inländischen Kreditinstituten in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Finanzierung von Unternehmensakquisitionen im Rahmen sog. leveraged buy-outs (LBOs) an Bedeutung verloren haben, 1 erleben sie nunmehr in Folge der sich als Nachwirkung der weltweiten Finanzmarkts und Wirtschaftskrise ab-zeichnenden steigenden Kreditausfallrisiken 2 ein Comeback. 3 Die vermehrte Vereinbarung dieser nicht standardisierten und auch als vertragliche Neben oder Zusatzabreden bezeichne-ten Verhaltensvorschriften für Kreditnehmer ist neben den Lehren aus der Vergangenheit auch Ausfluss des im Rahmen externer Vorgaben 4 optimierten Kreditrisikomanagements der Banken. 5
Covenants, die sich zunächst in die Klassen der Non-Financial Covenants und der Financial Covenants unterteilen lassen, zielen dabei in erster Linie auf eine Reduzierung der Insolvenzeintrittswahrscheinlichkeit ab, indem sie ihre Wirkung frühzeitig auf der Informations, Hand-lungs- und Sanktionsebene des Kreditnehmers entfalten. 6
Entsprechende Möglichkeiten zur Einflussnahme auf den Kreditnehmer aber auch Grenzen und Risiken bei der Ausgestaltung von Kreditverträgen und der Wirkung von Covenants werden in dieser Hausarbeit exemplarisch aufgezeigt.
1 Vgl. Hoffmann (2007), S. 414.
2 Die von der Creditrefom Wirtschaftsforschung im Dezember 2009 herausgegebene Studie „Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen in Deutschland“ weist bereits einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen von 29.580 in 2008 um 16,0% auf prognostizierte 34.300 Insolvenzen in 2009 aus.
3 Vgl. Mausbach (2009), S. 255.
4 Insbesondere die MaRisk und Basel II (Eigene Anmerkung).
5 Vgl. Weitnauer (2005), S. 1444.
6 Vgl. Terstege/ Ries (2008), S. 626 ff.
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Arbeit zitieren:
Carsten Menzel, 2010, Covenants in Kreditverträgen, München, GRIN Verlag GmbH
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