Inhaltsangabe zur Hausarbeit
1. Einleitung Seite 1
2. Biographischer Abriss zum Leben der Alice SalomonSeite 2
3. Die Theorie der Sozialen Arbeit nach Alice Salomon Seite 5
4. Begriff, Aufgaben und Ziele der Staatlichen Wohlfahrtspflege Seite 7
5. Die Soziale Arbeit und das Geschlecht Seite 9
6. Soziale Arbeit als Profession Seite12
7. Fazit Seite14
8. Literaturverzeichnis Seite15
1. Einleitung
Diese Hausarbeit entstand im Modul Theorien der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Erfurt.
Das Ziel der Hausarbeit ist es, auf theoretische Gedankengänge zur frühen Entwicklung des Berufsfeldes der Sozialen Arbeit, aus dem Blickwinkel der Alice Salomon einzugehen und biographische Aspekte, welche ihren Weg beeinflussten hervorzuheben..
Für Aussenstehende fast unbekannt, ist Salomon eine der Begründerinnen der Profession Soziale Arbeit und spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Frauenbewegung, sowie der staatlichen Wohlfahrtspflege in zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Theorien legte sie einen Grundstein zur Weiterentwicklung der Profession, als Basis für ein ethisch und fachlich korrektes Handeln im Sinne der Klienten.
Um dieses Thema bearbeiten zu können, wurde Fachliteratur verwendet, welche sich mit den Theorien der Sozialen Arbeit, des Lebens der Alice Salomon, sowie deren Arbeit beschäftigt.
2. Biographischer Abriss zum Leben der Alice Salomon
Alice Salomon wird am 19. April 1872 als viertes Kind in einer jüdischen, Berliner Familie geboren. Ihre Erziehung obliegt weitestgehend der Mutter Anna Salomon, da ihr Vater Albert Salomon durch seine Arbeit als Kaufmann oft auf Reisen ist. Im Alter von 6 Jahren besucht sie die christliche „Höhere- Töchter- Schule“, darf allerdings den Religionsunterricht nur eingeschränkt besuchen. Alice Salomon beendet die Schule im Alter von 15 Jahren.
Danach beginnt für sie eine Zeit des, wie sie sagt „unnützen Wartens“, welches sie mit vielen anderen Frauen ihres Alters teilt.(vgl.1) So schließt sie sich im Jahr 1893 Jeanette Schwerins „Mädchen- und Frauengruppe für soziale Hilfsarbeiten“ an. Sie findet dort ihre Erfüllung in der Betreuung junger Arbeiterinnen und somit wächst ihre Begeisterung für die Ideen der Frauenbewegung. Im Jahr 1899 tritt sie die Nachfolge der verstorbenen Jeanette Schwerin an, mit deren Hilfe sie schon ein Heim für Fabrikarbeiterinnen gegründet und einen Jahreskurs für „ehrenamtliche Arbeit in der Wohlfahrtspflege“ ins Leben gerufen hat. Sie widmet sich von nun an der Wohlfahrtspflege und verzichtet, in diesem Sinne auch auf ein Leben mit eigener Familie. (vgl.2)
Sie stellt einen Antrag auf Zulassung zu einem Gaststudium und kann sich im Sommer 1902 in den Fächern Sozialwissenschaften und Nationalökonomie, welche zur damaligen Zeit der Fachausbildung für die Soziale Arbeit gleichkam, an der Friedrich- Wilhelm Universität- Berlin einschreiben.(vgl.3) Ihre Leitidee zum Studium war der systematische Hintergrund, welcher der praktischen Wohlfahrtspflege voraus ging. Dies beinhaltete, Kenntnisse in Rechtskunde und Ökonomie der Gesellschafts- , sowie der Armutsstrukturen. 1906 schließt Alice Salomon ihr Studium erfolgreich mit dem Themenschwerpunkt der ungleichen Entlohung von Mann und Frau ab.
Nur 2 Jahre später gründet sie in Berlin die Soziale Frauenschule. (vgl.4) __________________________________________________________________ 1)Breuer, Sabrina: Alice Salomon und ihre Bedeutung für die soziale Arbeit, Seite3 2)Borrmann, Stefan; Engelke, Ernst; Spatscheck, Christian: Theorien der Sozialen Arbeit, Seite 236 3)Breuer, Sabrina: Titel s.o. , Seite 6
4.)Berger; Manfred: Alice Salomon- Pionierin der sozialen Arbeit und der Frauenbewegung, Seite 35
Im Jahr 1914 konvertiert Alice Salomon zum christlichen Glauben, nachdem sie ihre Mentorin Lady Isabell Aberdeen kennen gelernt hat, welche im internationalen Frauenbund als Schriftführerin fungiert.
In der Zeit des 1. Weltkriegs führt sie, als Humanistin, eine leitende Position in einem Kriegsamt aus.
Drei Jahre später übernimmt sie den Vorsitz der „Konferenz sozialer Frauenschulen Deutschlands“.(vgl.5)
In den folgenden Jahren erscheinen ihre Bücher „Soziale Frauenbildung und soziale Berufsarbeit“ und „Soziale Diagnose“, in welchem methodische Konzepte auf Basis der Erkenntnisse von Mary Richmond aufgeführt sind. Im Jahr 1920 beendete Alice Salomon auch ihre Arbeit beim BDF. Ein Jahr zuvor sollte sie den Vorsitz übernehmen, was ihr von Gertrud Bäumer, der ehemaligen Vorsitzenden aus religiösen Gründen verwehrt wurde.(vgl.6) Nach der Gründung der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit 1925 schreibt sie den „Leitfaden der Wohlfahrtspflege“. (vgl. 7) Aufgrund ihrer schlechten Gesundheit übergibt Alice Salomon die Leitung der von ihr gegründeten Schule an Charlotte Dietrich ab. 1932, im Jahr ihres 60. Geburtstages, erhält sie den Ehrendoktortitel der medizinischen Fakultät der Friedrich- Wilhelm- Universität, sowie eine Ehrung durch das preussische Staatsministerium. Die soziale Frauenschule erhält ihr zu Ehren den Namen „Alice- Salomon- Schule für Sozialarbeit“.(vgl.8) Bereits ein Jahr später werden ihr aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln alle öffentlichen Ämter aberkannt, die Akademie geschlossen und es werden keine Artikel von ihr mehr veröffentlicht Sie wird 1937 vor die Alternative der Ausreise oder Konzentrationslager gestellt. (vgl.9)
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5.)Breuer: Alice Salomon und ihre Bedeutung für die soziale Arbeit, Seite 7
6.)Berger: Alice Salomon-Pionierin der sozialen Frauenarbeit und
Frauenbewegung, Seite 63
7.)Borrmann, Engelke; Spatschek:Theorien der sozialen Arbeit, Seite 237
8.)Breuer: Alice Salomon und ihre Bedeutung für die soziale Arbeit, Seite 8
9.)Borrmann, Engelke, Spatschek: Theorien der sozialen Arbeit, Seite 238
Arbeit zitieren:
Janin Seifert, 2010, Alice Salomons Theoretische Gedanken zur Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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