Das
Triebmodell
nach
S. Freud
Studentin: Jennifer Knuth
Lehrveranstaltung: Erklärungsansätze menschlicher Aggression und ihr Beitrag zum Abbau aggressiven Verhaltens
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Instanzenmodell bzw. 4
Der psychische Apparat
3. Ersatzbefriedigungen 7
4. Abwehrmechanismen 8
5. Die Entwicklungsphasen 9
6. Aggressionen 11
7. Zusammenfassung 15
8. Bibliographie 16
2
Einleitung
Ich beschäftige mich in dieser Hausarbeit mit dem Triebmodell von Sigmund Freud. Diesbezüglich möchte ich zunächst allgemein die Theorie Freuds hinsichtlich des Instanzenmodells sowie die Ersatzbefriedigungen und Abwehrmechanismen des Menschen betrachten. Im weiteren Verlauf werde ich außerdem auf die nach Freud bedeutendsten Entwicklungsstadien der Persönlichkeitsentwicklung eingehen. Anschließend werde ich meine Untersuchungen spezifizieren, indem ich versuchen werde den Aspekt der Aggressionen auf dem Hintergrund der Theorie Freuds zu betrachten. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da S. Freud eine der bedeutensten Personen der Psychoanalyse ist. Außerdem finde ich seine Theorie sehr zugänglich, obwohl sie auch kritikwürdige Punkte beinhaltet. Auf die Biographie Freuds gehe ich in dieser Hausarbeit nicht ein, da sie für das Verständnis der Theorie nicht benötigt wird. Bezüglich der Aggressionen ist jedoch interessant zu wissen, dass Freud selbst anfangs nicht davon ausging, dass es im Menschen auch einen „bösen“ Trieb gibt, im Gegenteil sträubte er sich zunächst gegen diese Theorie und brachte Verständnis auf, für alle, die später Widerwillen hatten, seinen Gedanken zu folgen. Weiterhin finde ich es erwähnenswert, dass Anna Freud, die Tochter Sigmund Freuds, ebenfalls im Gebiet der Psychoanalyse tätig war. Im Gegensatz zu ihrem Vater hatte Anna Freud direkt mit Kindern zu tun, da sie von Beruf Lehrerin war. Mit den frühkindlichen Entwicklungsstadien hat sie sich ausführlich auseinandergesetzt, denn sie war nicht nur Praktikerin in Form ihres Berufes, sondern auch eine bewundernswerte Theoretikerin. In einer abschließenden Zusammenfassung werde ich nochmal die bedeutendsten Punkte dieser Hausarbeit zusammentragen.
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Das Instanzenmodell bzw. der psychische Apparat
S. Freud geht davon aus, dass der psychische Apparat eines Menschen aus drei Instanzen besteht. Jede dieser Instanzen hat ihre eigene Funktion, wobei diese Funktionen aneinander gebunden sind. Freud benennt die psychischen Instanzen mit ES, ICH und ÜBER ICH. Alle Vorgänge im psychischen Apparat sind unbewusst.
Unter dem Begriff ES fasst Freud die instinkthafte Energie zusammen, die er als Triebe bezeichnet. Diese Triebe sind Ursprung von allem menschlichen Handeln und somit grundlegend für die Persönlichkeitsbildung. Alle Triebe lassen sich nach Freud in zwei Klassen einteilen, in die Lebenstriebe und die Todestriebe. Im Bezug auf die Lebenstriebe ( Eros) hat Freud einen besonderen Schwerpunkt auf den Sexualtrieb gelegt, da dieser aus vielen verschiedenen Trieben zusammen gesetzt ist, und sich dadurch viele körperliche Bedürfnisse in Form erotischer Wünsche äußern. Die Form, in der sich die Lebenstriebenergie darstellt, bezeichnet Freud als Libido. 1 Während die Lebenstriebe das Leben erhalten wollen, sind die Todestriebe ( Thanatos) zerstörende Triebe. Die Basis für die Todestriebe war lediglich die Annahme, dass alles Leben sich im Sinne des Konstanzprinzips wieder der Stabilität der anorganischen Materie zuneigt. 2 Eros und Thanatos existieren in einem ewigen Konflikt. Beide versuchen den anderen zu überwinden und ihre Wünsche, ohne andere Faktoren zu berücksichtigen, zu erfüllen. Das ES ist dadurch der Vertreter des Lustprinzips. Die Triebe wollen ohne Rücksicht auf die Realität sofort erfüllt werden, um Unlust zu vermeiden und Lust zu gewinnen. Zur Erfüllung seiner Wünsche benötigt das Es einen Vermittler zur Realität außerhalb der Persönlichkeit: das ICH.
Das ICH ist der Vertreter des Realitätsprinzip. Seine Aufgabe ist die Umwelt wahrzunehmen und nach Möglichkeiten zur Erfüllung der Triebe zu suchen, unter der Berücksichtigung des ÜBER ICHs. Dabei ist es manchmal eine Behinderung für das ES, da es möglich ist, dass die Realität der Umwelt keine Möglichkeit zur Erfüllung der Triebe bietet. Obwohl das Ich abwägt zwischen ES, Umwelt und ÜBER ICH, hat es letztlich das Ziel, die Bedürfnisse des ES in der Realität umzusetzen.
1 Correll, Werner: Persönlichkeitspsychologie, eine Einführung in die Ludwig Persönlichkeitspsychologie von Freud bis Skinner. Donauwörth: Verlag Auer 1976. S. 19.
2 Correll, Werner: Persönlichkeitspsychologie, eine Einführung in die Ludwig Persönlichkeitspsychologie von Freud bis Skinner. Donauwörth: Verlag Auer 1976. S. 20..
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Arbeit zitieren:
Jennifer Knuth, 2003, Triebtheorie nach Sigmund Freud im Hinblick auf Aggressionen, München, GRIN Verlag GmbH
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