Eine Hausarbeit im Modul „Internationale Wirtschaft“ für die Europäische Fernhochschule Hamburg vorgelegt am 29. Juni 2010 durch René Müller
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Außenwirtschaftliche Grundlagen 5
2.1 Zahlungsbilanz 5
2.1.1 Teilbilanzen der Zahlungsbilanz 6
2.2 Wechselkurssysteme 7
2.2.1 Flexible Wechselkurse 8
2.2.2 Feste Wechselkurse 8
2.2.3 Nominaler Wechselkurs 8
2.2.4 Realer Wechselkurs 9
2.3 Auswirkungen der Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz.9
2.3.1 bei festen Wechselkursen 9
2.3.1.1 Leistungsbilanzüberschuss 9
2.3.1.2 Leistungsbilanzdefizit 9
2.3.2 auf flexible Wechselkurse 10
3 Erdölexportierende Länder 11
3.1 Die OPEC 11
3.2 Russland und Norwegen 13
3.3 Wirtschaftliche Eckdaten 14
3.3.1 Außenhandel 14
3.3.2 Wechselkurssysteme erdölexportierender Länder. 15
3.3.3 Inflationsrate in den erdölexportierenden Ländern.17
3.4 Zusammenfassung 18
4 Die USA 19
4.1 Leistungsbilanzdefizit 19
4.2 Ursachen für das Handelsbilanzdefizit 19
4.3 Zusammenfassung 22
5 Das globale Ungleichgewicht 23
5.1 Ursachen für das globale Ungleichgewicht 23
5.2 Verlauf des globalen Ungleichgewichtes 24
6 Zusammenfassung 26
Abbildungsverzeichnis 27
Literaturverzeichnis 27
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1 Einleitung
Der Chefökonom einer deutschen Großbank behauptet, dass der Einfluss erdölexportierender Länder auf das amerikanische Defizit in der Leistungsbilanz größer sei, als in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde.
Diese Arbeit versucht dieser Aussage auf den Grund zu gehen und die Relevanz dieser Aussage zu prüfen.
Einflüsse auf Leistungsbilanzdefizite können sehr komplex sein und deshalb gestaltet sich die Ursachenforschung eher schwierig. Im Falle der USA können aber einige Hauptfaktoren ausfindig gemacht werden, die hier aufgezeigt und analysiert werden sollen. Auch die Wechselkurspolitik der erdölexportierenden Länder spielt hier eine Rolle. Außerdem soll aufgezeigt werden, inwieweit die erdölexportierenden Länder am globalen Ungleichgewicht beteiligt sin. Auch hier gibt es vielschichtige Ursachen und Gründe für das Ungleichgewicht. Diese Arbeit konzentriert sich deshalb nur auf den Einfluss der erdölexportierenden Länder.
Dazu werden zunächst außenwirtschaftliche Grundlagen gelegt. Danach wird eingegrenzt, wer die erdölexportierenden Länder sind um dann die Lage der USA zu analysieren.
Da es den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, alle Grundlagen und Ausführungen bis ins kleinste Detail zu erörtern, sei an dieser Stelle auf das Literaturverzeichnis und die Vermerke im Text hingewiesen, um einen tieferen Einblick in das Themengebiet zu bekommen.
4
2 Außenwirtschaftliche Grundlagen
2.1 Zahlungsbilanz
Die Zahlungsbilanz eines Staates gibt Auskunft über das Ausmaß der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Darüber hinaus kann man an ihr ablesen, wie sehr die nationale Volkswirtschaft mit anderen Volkwirtschaften verflochten ist.
Neben der Auskunftsfunktion besitzt die Zahlungsbilanz eine Kontrollfunktion, wenn die Zahlungsfähigkeit einer Volkswirtschaft beurteilt werden soll. 1
Die Zahlungsbilanz erfasst alle Transaktionen, die innerhalb eines Jahres zwischen Inländern und Ausländern getätigt werden. Sie ist stets ausgeglichen, obwohl ihre Teilbilanzen nie ausgeglichen sind. 2 Man kann die Zahlungsbilanz in Aktiva und Passiva unterteilen. Auf der Aktiv-Seite werden alle Zahlungen, die zu Einnahmen in Inland führen, aufgegliedert. Hier stehen die beiden Teilbilanzen Leistungsbilanz und Bilanz der Vermögensübertragung. Auf der Passiv-Seite werden alle Zahlungen aufgeführt, die eine Ausgabe für das Inland bedeuten. Die Passiv-Seite umfasst die Teilbilanzen Kapitalbilanz, welche die Devisenbilanz beinhaltet und den Restposten. 3 Die Abb. 1 zeigt den schematischen Aufbau einer Zahlungsbilanz.
1 vgl. Meyers Großes Taschenlexikon (2006)
2 vgl. Rolf Dubs (1998)
3 vgl. www.bpb.de ; zuletzt besucht am 20.06.2010
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Abb. 1 Zahlungsbilanz
2.1.1 Teilbilanzen der Zahlungsbilanz
Die Leistungsbilanz auf der Aktivseite beinhaltet x die Handelsbilanz, welche die Importe und Exporte von Waren enthält,
x die Dienstleistungsbilanz, die den Import und Export von Serviceleistungen anzeigt (z.B. Reiseverkehr), x die Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, welche über die Grenzgänger-Einkommen 4 informiert, x und die Bilanz der laufenden Übertragungen, die wiederkehrende Zahlungen anzeigt, für die es keine Gegenleistung gibt (z.B. Zahlungen an die EU)
4 Grenzgänger-Einkommen bedeutet Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, das
Inländern aus dem Ausland und Ausländern aus dem Inland zufließt(vgl. Meyers
Großes Taschenlexikon (2006) und www.wirtschaftslexikon24.net; zuletzt besucht am
20.06.2010
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In der Bilanz der Vermögensübertragung werden einmalige Transaktionen geführt, für die es keine Gegenleistung gibt (z.B. Schuldenerlasse für andere Staaten). Die Passivseite umfasst folgende Bilanzen:
Die Kapitalbilanz erfasst alle Transaktionen, die grenzüberschreitend Kapital bewegen. Dabei werden in der Devisenbilanz, als Teil der Kapitalbilanz, Veränderungen der Währungsreserven einer Zentralbank erfasst.
Im Restposten werden unter anderem alle nicht geklärten Transaktionen erfasst. Außerdem werden Ungleichgewichte in der Zahlungsbilanz durch ihn ausgeglichen. 5
Wenn man von Ungleichgewichten spricht, meint man Überschüsse oder Defizite in der Leistungsbilanz. Diese werden durch Kapitalzufluss vom Ausland, bzw. durch Kapitalabfluss ins Ausland ausgeglichen (welcher sich in der Kapitalbilanz niederschlägt). Dieser Kapitalfluss hat Auswirkungen auf den Wechselkurs eines Staates, der wiederum Auswirkungen auf das Ungleichgewicht haben kann (siehe Kapitel 2.4).
2.2 Wechselkurssysteme
Ein Wechselkurs drückt das Wertverhältnis einer Währung zu einer anderen aus. Dabei unterscheidet man zwischen Preisnotierung - Wert der inländischen Währung im Vergleich zu einer Einheit ausländischer Währung - und Mengennotierung - Wert der ausländischen Währung im Vergleich zu einer Einheit inländischer Währung. 6 Grundsätzlich kann man Wechselkurse zum einen in feste und flexible Wechselkurse einteilen. Zum anderen unterscheidet man reale und nominelle Wechselkurse.
5 Duden Wirtschaft A-Z (2009)
6 vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de; zuletzt besucht am 08.06.2010
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Arbeit zitieren:
René Müller, 2010, Die erdölexportierenden Länder und ihr Einfluss auf das Leistungsbilanzdefizit der USA und auf das globale Ungleichgewicht, München, GRIN Verlag GmbH
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