Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abk ürzungsverzeichnis VI
1. Liebes Tagebuch 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung dieser Arbeit 2
1.3 Gliederung und Aufbau 3
2. Grundlegung 4
2.1 Moskau - „einmal hin und zurück“ 5
2.2 Introspektion. 5
2.3 Wie wirklich ist Wirklichkeit. 6
2.4 Ich empfinde, also bin ich 8
3. Emotionalität im Fokus von „Lernen“ 10
3.1 Exkurs Emotionale Kompetenz 10
3.2 Stress aushalten 11
3.3 Selbstlernkompetenz als Ziel 11
4. Das Introspektionstagebuch 15
4.1 Der Aufbau des Tools ISPT 15
4.2 Fragen und Antworten - ein innerer Dialog 16
4.3 Der Teufelskreis 17
4.4 Der Babuschka-Effekt 17
4.5 Fazit 18
5. Zusammenfassung 20
5.1 Rückblick 21
5.2 Ausblicke 21
II
Literaturverzeichnis ....................................................................................... 23 Anlage 1 Das Tagebuch ................................................................................ VIII Anlage 2 Hinweise ........................................................................................... IX Anlage 3 Fragen in Beziehung ........................................................................ X Anlage 4 Ermöglichung .................................................................................. XI
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Der Introspektionsprozess
Abbildung 2 Spinnwebe Selbstlernkompetenz - ein fiktiver Lernbezug
Abbildung 3 Zusätzliche Hinweise zum Tool
IV
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Fragebogen Ausschnitt 13
Tabelle 2 Das Introspektionstagebuch VIII
Tabelle 3 Beziehung / Anschlussfähigkeit der Fragen X
Tabelle 4 Ermöglichung XI
V
Abkürzungsverzeichnis
Anm.d.V. Anmerkung des Verfassers Aufl. Auflage bzgl. bezüglich EB Erwachsenenbildung EI Emotionale Intelligenz EK Emotionale Kompetenz ISPT Introspektionstagebuch m. E. meines Erachtens na not applicable (nicht verfügbar) PC Personalcomputer S. Seite s. siehe Sp. Spalte
VI
1. Liebes Tagebuch…
…so - oder so ähnlich beginnen Tagebücher von Kindern und Heranwachsenden. Das Ziel dieser ist, sich einfach einem Medium zu offenbaren. Rückblickend, aber auch nach vorne schauend, tragen sie Ihre Erlebnisse, Hoffnungen, Wünsche und Träume ein. Erwachsene gehen ähnlich vor mit ihren privaten 1 Tagebüchern - auch hier wird Ähnliches eingetragen. Nicht immer in chronologischer Form werden der Tag, die Woche oder eine sonstige Zeitsequenz bzgl. des Erlebten und das Erlebte selber beschrieben. Die Form und Wortwahl, wie auch das Medium als solches (Buch, Loseblattsammlung, etc.) sind je nach Gusto des Verfassers verschieden. Die Motive zum Führen eines Tagebuches (Lebenskrisen bewältigen, persönliche Verarbeitung von Handlungen, Rückblicke, etc.) von Erwachsenen sind ebenso unterschiedlich wie vielfältig. Allen ist jedoch eines gemeinsam, dass Reflexionen über Erfahrenes zu Geschehnissen geschrieben werden und dabei (nachträglich) gelebte bewertete Gefühlslage. Weiterhin - sich selber aufmunternde Worte zuzugestehen und vor dem eigenen Angesicht Rechenschaft, Sinn und Handlungsmöglichkeiten sich zu offenbaren. Es gibt Tagebücher unterschiedlichster Zielsetzung, wie Schwangerschaftstagebücher oder auch nur einfache Tagebücher in Form von Protokollen (z.B.: Miktionsprotokoll, Patientenakten). Insofern haben Tagebücher dieser Couleur eine Verwendung, die in strukturierter Form einen Verlauf anzeigt, der Rückschlüsse auf eventuelle Veränderungen erlaubt. Ebenso finden diese Einsatz in der Therapie bzw. immer da, wo es wichtig erscheinen könnte, (Leidens) Situationen zu dokumentieren (nach bestimmten Taxonomien), die wichtig sind. Dezidierte Auswertungen erlauben danach eine Ermöglichung zu Interventionen.
1.1 Problemstellung
Gerade in den Zeiten der aktuellen, oft getriebenen Schnelllebigkeit von persönlichen Werten und der oft überwertenden Arbeitslast wird so ein privates Tagebuch nicht mehr als ein festes Ritual angesehen. „Schreiben“, als Mittel zum Zwecke der Selbstreflexion, scheint einer atavistischen Literaturgattung zu frönen (vgl. Müller-Commichau 2007, S.83). Wenn Menschen jedoch einem bestimmten Leidensdruck ausgesetzt sind
1 Veröffentliche Tagebücher aus Nachlässen, wie das von Anne Frank, Goethe oder Schiller
(URL: http://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/goethe-und-schiller-
archiv/abteilungen/editionen/goethes-tagebuecher.html [Stand: 28.03.2010]
1
- oft nicht (mehr) wissen resp. nachvollziehen können im Detail, was ihr aktuelles Leben / Situation erschwert, dann kann eine schematisierte, auf eine bestimmte Dauer angelegte, Introspektion (Selbstbeobachtung) sich als hilfreich erweisen. Ob im Arbeitsprozess oder im Lernprozess selber, ist es manchmal erforderlich, sich zu vergegenwärtigen „warum es so ist, wie es ist“ und die für sich dann viablen Schlüsse zu ziehen, die angemessen resp. aushaltbar dem Mensch erscheinen und basierend auf eventuell erkennbaren Kausalitäten sich nachhaltig verändern (lassen). Gerade in der Erwachsenenbildung, und hier meine ich expressis verbis diesen nebenberuflich ausgelegten Fern-Studiengang und seine Zielsetzung im Bereich Ermöglichungsdidaktik, sind Lernstrategien erforderlich, die den Selbstlerner erfolgreich machen. Lernstrategien sollen ihm Wege aufzeigen können, mit Problemen „rund ums Lernen“ (Blockaden etc.) umzugehen (vgl. Arnold 2008a, S. 71); meint eine Förderung der Selbstlernkompetenz. Bezogen auf diese Förderung stellen sich im Zusammenhang mit o.g. Darlegungen Fragen, die m.E. eine valide Gerichtetheit erlauben, wie: Kann das Auslaufmodell „Tagebuch“ für die Beschreibung von Symptomen dienen und in der Folge zu Diagnosezwecken nutzbar sein i.S.v. Selfcoaching 2 (vgl. auch ebenda)?
Kann, aufgrund von verfügbaren Zeiten, so ein Tagebuch in einer Form existieren geschrieben und gepflegt werden, damit der zeitliche Aufwand nicht ausufert und somit motivationale Aspekte nicht leiden?
Und wie kann so eine, auf eine bestimmte Dauer ausgelegte, Introspektion prozessual ablaufen?
1.2 Zielsetzung dieser Arbeit
Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Bereich der EB, der Selbstlernkompetenz, sowie der notwendigen Literatur im Umfeld, soll diese Förderung, im Rahmen von „Lernstrategien“ eine Ermöglichung derselben in den Vordergrund stellen. Die Handlung der Introspektion als solche (also das Innehalten - und die Reflexion), die emotionale wie auch kognitive Wertung (unter konstruktivistischen Gesichtspunkten), als auch die Emergenz selbige erlauben in dem Zusammenhang von Self- 2 Unterdem Begriff „Self-Coaching“ wird verstanden, dass der Coachee mittels einer Methode,
einer Anleitung, sich ohne aktive Hilfe Dritter selber coachen kann, (vgl. auch Eichhorn 2002, S.
89).
2
Coaching zu sprechen. Dementsprechend will diese Arbeit hier ein Tool-Set vorstellen, dies dann als ein unterstützendes Element der Emotionalen Kompetenz innerhalb der Selbstlernkompetenz fungierten kann.
Ich will aufzeigen, dass mittels einer geeigneten Frage- und Antworttechnik Erwachsene sich „schnell“ ein dokumentiertes Bild ihres „gefühlten Problemszenarios“ erarbeiten können. Und eine der darauf folgenden Nebenwirkung kann dann eine gelungene Intervention resp. ein Perspektivenwechsel sein. Unterstützend kann hier ein von mir entwickeltes Introspektionstagebuch in Excel 3 (ISPT) mit vordefinierten Fragen und Antworten sein, mit denen sich das Individuum a) identifiziert und b) eine erste Diagnose / Wertung / Einsichten und Erkenntnisse zulässt - die dann c) zu möglichen Interventionen seitens des Individuum führen kann. Es gestattet (via Tabellenkalkulation) individuelle und schnelle Auswertmöglichkeiten und somit aggregierte Sichten, die Zusammenhänge erklärbar machen (können).
1.3 Gliederung und Aufbau
Diese Arbeit ist in ihrem Aufbau nach dem kumulierten Prinzip strukturiert. Theisen (1992) führt hierzu aus: “Nach dem kumulierten Prinzip folgt zwar auch ein schrittweises Ansammeln einzelner Argumentationselemente, hier entsteht aber zunächst eine Reihung, die der zusammenfassenden bzw. kommentierenden Schlussbemerkung dagegen aufbaunotwendigerweise bedarf“ (Theisen 1992, S. 124-125). Alle Kapitel sind durch geeignete Übergänge gebunden, sodass ein logischer Zusammenhang über alle Kapitel sich wie ein roter Faden zieht. Dazu erläutere ich im Kapitel 2 die basalen wissenschaftlichen Termini des (emotionalen / radikalen) Konstruktivismus, dessen Sichtweise im Kontext dieser Arbeit notwendig sind. Das Kapitel 3 setzt den Fokus auf das Thema „Selbstlernkompetenz“ in die Umgebung dieses Studiengangs Erwachsenbildung. Anschließend erklärt Kapitel 4 das ISPT auf Basis genuiner eigener Erkenntnisse und erläutert die Rezeption des Tools selber. In der anschließenden Zusammenfassung reflektiere ich die Ergebnisse - auch unter kritischer Würdigung und ich gebe einen Ausblick auf mögliche noch offene Fragen.
3 Das Tabellenkalkulationstool „EXCEL“ ist ein Produkt und eingetragenes Warenzeichen der
Microsoft Corporation
3
Arbeit zitieren:
Johann Marek, 2010, „Der Babuschka-Effekt“, München, GRIN Verlag GmbH
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