0. Inhaltsverzeichnis
0. Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Ein alter Konflikt 4
3. Darstellung der beiden Lehren 5
3.1. Evolutionstheorie 6
3.2. Schöpfungsdarstellung des AT(Hauptsächlich Gen 1,1-2,4) 7
4. Resümee 11
5. Literaturverzeichnis 14
2
1. Einleitung
Ä'LH *UXQGODJH DOOHU :LVVHQVFKDIW VROO GXUFK HLQHQ FKULVWOLFKHQ 7KHLVPXV
HUVHW]W ZHUGHQ³ 1 So lautet die Forderung einer neuen Bewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das heißt, eigentlich ist sie gar nicht so
neu, denn bereits im Jahre 1999 setzte die Schulbehörde in Kansas durch, GDVV /HKUHU GLH 7KHPHQ Ä8UNQDOO³ XQG Ä(YROXWLRQ³ QLFKW PHKU LQ 3UIXQJHQ
behandeln dürfen
2
. Inzwischen hat sich die Tabuisierung der
Darwinschen Evolutionstheorie auf den Schulalltag ausgedehnt und das nicht nur in Kansas, sondern bereits in 20 der 50 Bundesstaaten diskutieren (und teilweise praktizieren) die Schulräte mit ZDFKVHQGHP(QWKXVLDVPXVHLQHQÄFKULVWOLFKHQ%LRORJLHXQWHUULFKW³ Natürlich treffen diese neuen Unterrichtsinhalte nicht bei allen Schülern und Eltern gleichermaßen auf uneingeschränkte Zustimmung. Viele Eltern machen sich Sorgen, dass die Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu einseitig und zu christlich fundamental geprägt werden könnte. Aus diesem Grund klagten in Dover, Pennsylvania HOI 0WWHU XQG 9lWHU ÄZHLO LKUH .LQGHU YRQ UHOLJL|VHQ Eiferern in der Biologiestunde angestachelt, zu Hause voller Hass über die $EVWDPPXQJVOHKUH KHU]RJHQ³ 3 Der Richter gab dieser Anklage Recht, was der Bewegung zum christlichen Biologieunterricht jedoch keinen Abbruch tat, REZRKOÄGLH9HUIDVVXQJGHU9HUHLQLJWHQ6WDDWHQ>HV@YHUELHWHWUHOLJL|VH,QKDOWH
DQ|IIHQWOLFKHQ6FKXOHQ]XOHKUHQ³ 4
Es bleibt abzuwarten, welche Lehre sich in den Klassenzimmern der US amerikanischen Bevölkerung durchsetzen wird. Fraglich ist jedoch, ob eine einseitig christliche Weltanschauung ohne die Kenntnis von
wissenschaftlichen Theorien, welche zum Großteil sogar archäologisch belegt sind, in der heutigen Welt bestand haben kann. Es drängt sich die Frage auf, ob es überhaupt eine Wahlmöglichkeit zwischen der Schöpfungslehre und der Evolutionstheorie geben kann oder ob es sich hierbei nicht um völlig verschiedene Sachbereiche handelt.
1 Blech, Jörg: Darwins Werk, Gottes Beitrag, Der Spiegel 52/2005, S. 137
2 vgl. Blech, Jörg: Darwins Werk, Gottes Beitrag, Der Spiegel 52/2005, S. 141
3 Blech, Jörg: Darwins Werk, Gottes Beitrag, Der Spiegel 52/2005, S. 137
4 ebd.
3
2. Ein alter Konflikt
'LH)UDJHÄ0XVVPDQGLH%LEHOZ|UWOLFKQHKPHQ"³LVWIDVWVFKRQVRDOWwie die Wissenschaft selbst. Denn immer wieder brachten Forscher Informationen über die Schöpfung ans Licht, die sich nicht mit dem Wortlaut der Bibel decken konnten. Die Forscher hatten dann mit dem schweren Los zu kämpfen, dass ihre Erkenntnisse, trotzt aller Beweise als falsch oder gar als Blasphemie angesehen wurden, was schlimme oder gar tödliche Folgen für die Forscher mit sich bringen konnte. So ging es zum Beispiel auch Galileo Galilei (1564-1642) als sich die Kirche heftig gegen seine Behauptungen wehrte und ÄDXWRULWlU XQG RKQH 2IIHQKHLW IU GHQ GLH 'LQJH HUNOlUHQGHQ 9HUVWDQG DQ GHU Ä:|UWOLFKNHLW³ GHU ELEOLVFKHQ $XVVDJH EHU VHLQH (QWVWHKXQJ XQG VHLQ (QGH
IHVWKLHOW³ 5
Charles Darwin trafen seine Erkenntnisse über die Entwicklung der Welt und der Lebewesen vermutlich noch härter. Der junge Theologe, der die Forschung zunächst nur als Hobby betrieben hatte, war sich schnell darüber im Klaren, dass er mit seinen Funden an den Grundfesten des Glaubens wackelte. Obwohl er selbst auf seiner ersten WeltreiVH ÄGLH EHW|UHQGH )OOH der Tier- XQG 3IODQ]HQZHOWHLQ]LJGXUFK HLQHQ6FK|SIHU]XHUNOlUHQ³ 6 wusste, schrieb er doch einige Monate und viele Beobachtungen später in sein 1RWL]EXFKÄ'HU7HXIHOLQ*HVWDOWGHV3DYLDQVLVWXQVHU*URYDWHU³ 7 Obwohl er sein BuFKÄ(QWVWHKXQJGHU$UWHQ³QRFKUHFKWFKULVWOLFKEHHQGHWKDW mit den Worten:
Es ist wahrlich etwas Erhabenes um die Auffassung, daß der Schöpfer
den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder gar nur einer
HLQ]LJHQ )RUP HLQJHKDXFKW KDW XQG GD >«] aus einem so schlichten
Anfang eine unendliche Zahl der schönsten und wunderbarsten Formen
entstand und noch weiter entstehen 8 ,
schlugen seine Erkenntnisse - wie von ihm erwartet - hohe Wellen. 1860 jedoch konnte er seinen ersten Sieg gegen die Ablehnung seiner Theorie von Seiten der Kirche vermelden, als der Bischof der anglikanischen Kirche,
5 Kaiser, Philipp: Evolutionstheorie und Schöpfungsverständnis, S. 221
6 Blech, Jörg: Darwins Werk, Gottes Beitrag, Der Spiegel 52/2005, S. 139
7 AaO., S.140
8 Joha, Zdenko: Schöpfungstheorie und Evolutionslehre, S.39 f.
4
Samuel Wilberforce, in einem öffentlichen Wortgefecht Darwins Freund und Wortführer Thomas Henry Huxley unterlegen war. 9 Ä,VW GHU 0HQVFK HLQ $IIH RGHU HLQ (QJHO"³ 10 brachte der englische Premierminister Benjamin Disraeli die Diskussion zwischen der von der Kirche gepredigten Schöpfungslehre und der von Darwin vertretenen
Abstammungslehre auf den Punkt. Erst Papst Pius XII gestand in seinem 5XQGVFKUHLEHQÄhEHUGLH]HLWJHPlH)RUVFKXQJGHUELEOLVFKHQ6WXGLHQ³YRP
30. September 1943 ein, dass die Auslegung der biblischen Texte sozusagen im Geiste zurückkehren [muss] in jene fernen Jahrhunderte
des Orients und mit Hilfe der Geschichte, der Archäologie, der
Ethnologie und anderer Wissenschaften genau bestimmen, welche
literarischen Arten die Schriftsteller jener alten Zeit anwenden wollten
und in Wirklichkeit anwandten. 11
Papst Johannes Paul II sagte bei einer Predigt am 15. November 1980 im .|OQHU'RPÄ:LUIUFKWHQQLFKt, ja wir halten es für ausgeschlossen, daß eine Wissenschaft, die sich auf Vernunftsgründe stützt und methodisch gesichert fortschreitet, zu Erkenntnissen gelangt, die in Konflikt mit der *ODXEHQVZDKUKHLWNRPPHQ³ 12
Die Kirche hat sich also über die Jahre zu einem offeneren Umgang, ja sogar zu einer Kooperation mit der Wissenschaft durchringen können. Dennoch trifft man immer wieder auf die Frage: Stimmt das, was in der Bibel steht oder das, was uns die Wissenschaft beweisen kann?
3. Darstellung der beiden Lehren
Um sich hierüber ein Urteil machen zu können ist es nötig sich beide Lehren zunächst zu betrachten:
9 vgl. Blech, Jörg: Darwins Werk, Gottes Beitrag, Der Spiegel 52/2005, S. 140
10 ebd.
11 Kaiser, Philipp: Evolutionstheorie und Schöpfungsverständnis, S. 222
12 AaO., S. 223
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Arbeit zitieren:
Dörte Schabsky, 2010, Gott gegen Darwin, München, GRIN Verlag GmbH
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