Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Aufbau der Arbeit II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Informelles, politisches Lernen in digitalen Räumen - Stand der Forschung 3
2.1 Informelles Lernen im sozialen Umfeld 3
2.2 Der Kontext - Lernen in digitalen Räumen 5
2.3 Der Lernende - Mittelpunkt des informellen Lernprozesses 7
3. Ausgewählte Anwendungen des Web 2.0 - Besonderheiten, Lernmöglichkeiten,
Konsequenzen für die Kompetenzentwicklung 9
3.1 Social Communities 9
3.2 Wikipedia 11
3.3 Weblogs 12
4. Der Kompetenzerwerb informeller politischer Bildung 14
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 16
6. Literaturverzeichnis 18
I
Abkürzungsverzeichnis BPB Bundeszentrale für politische Bildung ebd. ebenda Vgl. Vergleiche et al. et alia (und andere)
III
1. Einleitung
„Web 2.0: Politische Bildung in 140 Zeichen?“ - unter diesem Titel veranstaltete die Bundeszentrale für politische Bildung im Februar 2010 eine Fachtagung, in der sie der Frage nachging, „… in wie weit die neuen Kommunikationsformen des Internets eine Möglichkeit sind, Partizipation und gesellschaftliches Engagement zu befördern“. Aus Sicht des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung müssten „…einerseits die Möglichkeiten des modernen Internets auf die Formate der politischen Bildung übertragen (werden und) andererseits Kompetenzen vermittel(t) (werden), um die gebotenen Inhalte einordnen und sich die eigene Meinung dazu bilden zu können“ (Bundezentrale für politische Bildung 2010).
Diese Aussagen zeigen: Der Umgang mit Medien des Web 2.0 als auch die Frage nach ihrer Nutzbarmachung für die politische Bildung beschäftigen die Fachwelt. Dahinter liegt die Grunderkenntnis, dass sich der Umgang mit den neuen Medien verändert und daraus neue Potentiale für die politische Bildung und das politische Lernen entstehen können. Aber was versteckt sich hinter dem Begriff „Web 2.0“? Dieser Begriff steht synonym für einen Wandel der Online-Welt durch sogenannte Social Software. Sie bringt Menschen via Internet 1 miteinander in Verbindung, schafft neue Kommunikationswege, neue Formen der Kooperation und Kollaboration - kurz ein neues Verständnis von Internet. Versucht man zu verstehen, wie Erwachsene online Lernenbietet der Blick auf das Lernen im Informellen ein nutzbares Analysekonzept. Es fragt danach, wie Erwachsene lernen - auch online.
Vieles 2 was ein erwachsener Mensch in seinem Leben lernt, findet im Informellen statt, außerhalb von Bildungsinstitutionen, selbstgesteuert, bewusst oder unbewusst. Lernen im Kreis von Freunden, bei der Suche nach einer Problemlösung. Ein Großteil dieser Lernprozesse wird heute von neuen Medien angestoßen oder entwickelt sich in der Auseinandersetzung mit diesen.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Schnittmenge aus Web 2.0, politischer Erwachsenenbildung und informellen Lernen. Folgende Leitfragen stehen dabei im Zentrum der Analyse:
- Wie findet informelles Lernen im Web 2.0 statt?
1 Hier wird bewusst auf den Computer als „Zwischenstation“ verzichtet. Internetzugänge werden heute von mobilen Zugängen aus möglich gemacht- beispielsweise auch über das Mobiltelefon. 2 Zur Auseinandersetzung über die „Quantitäten informellen Lernens“ sei der gleichnamige Beitrag von Matthias Rohs aus dem Jahr 2009 in Brodowski, M.; Devers-Kanoglu, U.; Overwien, B., et al. (Hrsg.) (2009): Informelles Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Opladen empfohlen.
1
- Welche Kompetenzen werden beim informellen Lernen im Web 2.0 mit Blick auf die politische Erwachsenenbildung entwickelt?
- Ist Social Software eine geeignete Vermittlungs- und Aneignungsform für die politische Erwachsenenbildung?
- Inwieweit entsprechen die im Web 2.0 erworbenen Kompetenzen den Anforderungen der politischen Erwachsenenbildung? Die Arbeit verfolgt folgende drei Ziele:
1. Informelles Lernen soll als ein Zugang zur politischen Erwachsenenbildung dargestellt und dessen Bedeutung im Kontext des Web 2.0 hervorgehoben werden.
2. Es werden verschiedene Anwendungen aus der Social Software vorgestellt. Im Vordergrund stehen dabei deren Nutzungspotentiale für Lernende und die Konsequenzen für die Kompetenzentwicklung in der politischen Bildung.
3. In der Schlussbetrachtung soll schließlich der Frage nachgegangen werden: Hype oder nachhaltiges, selbstorganisiertes Lernen? Kann politische Erwachsenenbildung das informelle Lernen über Web-2.0.-Medien wirksam einsetzen? Der Schwerpunkt der Ausarbeitungen liegt in der Analyse der Wechselwirkungen in-formellen Lernens in „digitalen Räumen“ auf die politische Erwachsenenbildung. Die Arbeit stützt sich auf neuere wissenschaftliche Untersuchungen zu dieser Fragestellung. Im Fokus steht dabei die private Nutzung des Internets für die Entfaltung der politischen Persönlichkeit - ausgeblendet werden professionelle Angebote der politischen Kommunikation von Parteien und Organisationen. Auch werden Prozesse des informellen Lernens im Zusammenhang mit E-Learning-Plattformen ausgeblendet. 3 Zunächst wird in Kapitel zwei der begriffliche und definitorische Rahmen gelegt. Dabei wird das Feld des informellen Lernens in digitalen Räumen für die politische Bildung ausgeleuchtet. In Kapitel drei werden schließlich drei ausgewählte Anwendungen des Web 2.0 heraus gegriffen und auf ihre Lernmöglichkeiten hin analysiert. Kapitel vier fasst schließlich die Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs für die politische Erwachsenenbildung zusammen und bewertet sie abschließend.
3 Diese definitorische Festlegung verneint allerdings nicht die Lernpotentiale von Web-2.0-Medien einge-bunden in E-Learning-Formaten. Im Gegenteil: viele E-Learning-Plattformen stellen leider immer noch zu selten die NutzerInneninteressen in den Vordergrund. Eine Integration von Web-2.0-Elementen stellt die Interessen der Teilnehmenden viel stärker in den Vordergrund. E-Learning ist mehr als der „Download von Content“ Eine lesenswerte Gegenüberstellung des E-Learning 1.0 zum E-Learning 2.0 stellt die Darstellung von Ehlers „Web 2.0 - E-Learning 2.0 - Quality 2.0“ dar (Vgl. Ehlers 2008, S. 13).
2
Arbeit zitieren:
Christine Streichert-Clivot, 2010, Informelles Lernen im Web 2.0 und dessen Bedeutung für die politische Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag GmbH
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