Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender
Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business I
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einführung 1
1.1 Aufgabenstellung 1
1.2 Abgrenzungen und ökonomische Bedeutung. 1
2 Geschäftsmodelle 2
2.1 Definitionen elektronischer Aktivitäten 2
2.2 Bestandteile eines Geschäftsmodells 3
2.3 Arten von Geschäftsmodellen 4
2.3.1 Darstellung nach der Art der Teilnehmer 4
2.3.2 Darstellung nach der Verrichtung. 5
3 Analyse kritischer Faktoren im Rahmen des Internet-accounting 6
3.1 Allgemeine Ziele und Prinzipien der Rechnungslegungsvorschriften 6
3.2 Identifikation kritischer Faktoren in der Bilanz und der GuV-Rechnung. 7
3.3 Anwendung von bestehenden nationalen und internationalen
Rechnungslegungsvorschriften auf ausgewählte Positionen. 8
3.3.1 Bilanzposten: Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlageverm ögens. 8
3.3.2 Posten der GuV-Rechnung: Umsatzerlöse 9
3.4 Bewertung kritischer Faktoren durch Abbildung in der Bilanz und GuV 10
3.4.1 Bilanzposten 10
3.4.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) 10
3.4.1.2 Computer Software. 12
3.4.2 Posten der GuV-Rechnung 15
3.4.2.1 Umsätze 15
3.4.2.2 Ausgewählte Kosten für rein wirtschaftliche Vorteile 18
4 Zusammenfassung und Ausblick 19
Literaturverzeichnis und Internetverzeichnis der verwendeten Links 21
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business II Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Kriterien zu immateriellen Vermögensgegenständen im
internationalen Vergleich ............................................................8 Tabelle 2: Merkmale der GuV-Rechnung im internationalen Vergleich ............9 Tabelle 3: Ansatzvorschriften für Computer-Schutzrechte im internationalen Vergleich in Anlehnung an von Keitz (1997) .................................13 Tabelle 4: Ansatzvorschriften für Computer-Softwarekopien im internationalen Vergleich in Anlehnung an von Keitz (1997)...........14 Tabelle 5: Ansatzvorschriften für rein wirtschaftliche Kosten im internationalen Vergleich in Anlehung an von Keitz (1997) ............18
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business III Abkürzungsverzeichnis
Abs. Absatz AICPA American Institute of Certified Public Accountants AIN Accounting Interpretations (AICPA) APB Accounting Principles Board APBO Accounting Principles Board Opinion (APB) AsSEC Accounting Standards Executive Committee bzw. Beziehungsweise c.p. Ceteris paribus DAX Deutscher Aktienindex e. V. eingetragene Verein e-[...] electronic-[...] EBIT Earnings before Interest and Taxes EDI(FACT) Electronic Data Interchange (For Administration, Commerce and Transport) EITF Emerging Issue Task Force (FASB) EPS Earnings per Share (Gewinn je Aktie) et al. et alii etc. et cetera f. Folgende FAS Financial Accounting Standard FASB Financial Accounting Standards Board ff. Fortfolgende GKV Gesamtkostenverfahren GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung GuV-Rechnung Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber html. Hypertext Markup Language http: Hypertext Transfer Protocol IAS International Accounting Standards (IASC)
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business IV IASC International Accounting Standards Committee inkl. Inklusive KapAEG Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz o.V. ohne Verfasser S. Seite SAB Staff Accounting Bulletins SEC Securities and Exchange Commission SFAC Statement of Financial Accounting Concepts (FASB) SFAS Statement of Financial Standards (FASB) SOP Statement of Position (AsSEC des AICPA) u.a. unter anderem, und andere UKV Umsatzkostenverfahren US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles v. von, vom Vgl. Vergleiche z. B. zum Beispiel Zfbf Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business 1
1 Einführung
1.1 Aufgabenstellung
In der vorliegenden Arbeit werden ausgesuchte Probleme im Bereich des Internet-accounting beschrieben. Ziele dieser Arbeit sind (1) die Darstellung von idealtypischen Geschäftsmodellen bzw. -prozessen im Rahmen des e-Business, (2) die Beschreibung möglicher kritischer Bereiche bei Anwendung von bestehenden nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften für solche Unternehmen sowie (3) deren Abbildung in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit wird insbesondere auf der exemplarischen Darstellung der beiden zuletzt genannten Punkte liegen.
1.2 Abgrenzungen und ökonomische Bedeutung
In der vorliegenden Arbeit werden die Leistungs- und Geschäftsbeziehungen bzw. präziser die verschiedenen Modelle und Möglichkeiten von Handelsaktivitäten zwischen mindestens zwei Unternehmen mit der Absicht der Erzielung von Einkünften in den Vordergrund gestellt. Die detaillierten Prozesse zur Abwicklung von Geschäften wie e-Customer Relationship Management (e-CRM: Kundenbeziehung-/bindung), e-Supply Chain Management (e-SCM: Prozess/Wertschöpfungskette) oder e-Procurement (Unterstützung der Einkaufsabteilungen) werden nicht weiter berücksichtigt. 1 Die Analyse erstreckt sich über die Rechnungslegungsvorschriften des HGB, der IAS und der US-GAAP.
Sowohl junge, innovative Unternehmen in der Frühphase als auch ertragsstabile Unternehmen in der Spätphase der Finanzierung 2 der sogenannten New Economy haben in der jüngsten Zeit, präziser seit dem zweiten Quartal 2000 bis zum heutigen Zeitpunkt erhebliche Kursverluste erlitten. Die Kapitalmarktorien
1 Für eine umfangreiche und aktuelle Darstellung wird exemplarisch auf das folgende Sammelwerk verwiesen: Pepels, W. (Hrsg.) (2002): E-Business-Anwendungen in der Betriebswirtschaft. In diesem Zusammenhang wird auch von einem „Electronic Workflow“ gesprochen. Vgl. etwa Siegler, J. (2001): Bilanzierung von Webdateien. S.21ff.
2 Für einen idealtypischen Verlauf von Finanzierungsphasen vergleiche etwa: Schefczyk, M. (2000): Erfolgsstrategien deutscher Venture-Capital-Gesellschaften. S. 37
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business 2
tierung ist in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Zum einen bietet der Kapitalmarkt potenziellen Investoren einen interessanten Exitkanal. 3 Zudem werden nicht-börsennotierte Unternehmen mit gelisteten Unternehmen im Rahmen von Branchenstrukturanalysen verglichen. 4 Andererseits bietet der Kapitalmarkt Unternehmen die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung. Es wird daher die Sichtweise eines externen Investors wie z.B. eines Analysten, eines Portfoliomanagers oder eines privaten Investors eingenommen. Diese Gruppen haben ein unmittelbares Interesse an der Abbildung der „wahren“ wirtschaftlichen Verhältnisse eines Unternehmens in der Bilanz und der GuV-Rechnung, da sich die entsprechenden Veröffentlichungen, wie z.B. die Berichterstattung von Umsatzerlösen direkt auf ihre Beteiligungsverhältnisse auswirken. 5 Für eine kompakte Darstellung der Thematik wird auf die Konzernebene weitestgehend verzichtet. Kritische Bereiche werden daher anhand ausgewählter Positionen auf Ebene von Einzelabschlüssen verdeutlicht. Für das bessere Verständnis von kritischen Positionen folgt eine kurze Übersicht von Geschäftsmodellen dargestellt.
2 Geschäftsmodelle
2.1 Definitionen elektronischer Aktivitäten
Es existiert keine einheitliche Definition. Auch die begriffliche Trennung von e-Business und e-Commerce ist äusserst fliessend. Es werden daher mehrere Definitionen des Begriffes Electronic Commerce (e-Commerce) aufgeführt. Der Begriff e-Business lässt sich annähernd mit innerbetrieblichen Leistungsabläufen in einem Unternehmen oder die Verknüpfung von Geschäftsprozessen zwischen zwei oder mehrerer Unternehmen beschreiben. Weiter gefasst, lässt sich e-Business als Abwicklung sämtlicher geschäftlich relevanter Vorgänge über Tele
3 Als Exitkanal wird die Art des Verkaufs von Unternehmensanteilen bezeichnet.
4 Vgl. Porter, M. (1999): Spitzenleistungen erreichen und behaupten. S.32
5 Die Wirkungskette ist speziell bei börsennotierten Unternehmen sichtbar. Bei Stagnation oder Rückgang der publizierten, erwarteten Umsätze bzw. Gewinne pro Aktie (EPS: Earnings Per Share) sinkt der Unternehmenswert, definiert als Anzahl der Aktien*aktuellen Aktienkurs, da das Verfehlen von Gewinnprognosen zu einem Abschlag des Aktienkurses führt. Vgl. etwa Brealey, R. A. und Myers, S. C. (1996): Principals of Corporate Finance. S. 67 ff. sowie Küting, K.(2002): Tiefes Mistrauen. in: Capital Ausgabe Mai 2002, S. 36, der in diesem Zu- sammenhang vom entstandenen Earnings-Game zwischen Managern und Analysten spricht.
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business 3
kommunikationsnetze bezeichnen. 6 In der Literatur werden beispielsweise die Verkürzung von Durchlaufzeiten, Konkurrenzbeobachtung oder die Erschliessung neuer Zielgruppen dem web-basierten e-Commerce zugeschrieben. 7
„Electronic Commerce ist die über Telekommunikationsnetzwerke elektronisch realisierte Anbahnung, Aushandlung und Abwicklung von Geschäftstransaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten.“ 8 In einer rudimentären Form handelt es sich um den Austausch von e-Mail-Nachrichten, weitergehende Entwicklungen befassen sich mit dem automatisiertem Datenaustausch zwischen Anwendungen wie beispielsweise EDI(FACT) 9 oder des World Wide Web-basierten e-Commerce. 10 Administrative Vorgänge wie Zugriffs-, Abrechnungs-, Sicherheits-, Verzeichnisdienste u.a. werden ebenso dem Bereich des e-Commerce zugeschrieben. 11 Allgemeiner wird „Unter Electronic Commerce [...] der Handel mit Waren, Dienstleistungen und Informationen mit Hilfe moderner Informations-und Kommunikationstechnologie (Mediendienste) verstanden, insbesondere unter Nutzung des Internets“ 12 verstanden. Es wird daher im Verlauf lediglich der Begriff des e-Commerce verwendet.
2.2 Bestandteile eines Geschäftsmodells
Ein erfolgreiches Geschäftsmodell (business modell oder business design) besteht aus den vier strategischen Kernelementen: Kundenselektion, Gewinnerzielung, Differenzierung/strategische Absicherung und Aktionsfeld. 13 Der Wert eines Business Design wird an den folgenden fünf Kennziffern gemessen: Um
6 Vgl. Beitrag Holler, E. (1999) in: Handbuch electronic commerce: Kompendium zum elektronischen Handel. S. 243f.
7 Vgl. Strauß, R. E. und Schroder, D. (1999): Electronic Commerce - Herausforderungen aus Sicht der Unternehmen in: Management-Handbuch Electronic Commerce., S. 73
8 Vgl. a.a.O., S. 62
9 Electronic Data Interchange (for administration, commerce and transport), vgl. etwas Hansen, H. R. (1997): Arbeitsbuch Wirtschaftsinformatik. S.109
10 Es wird daraufhingewiesen, dass das World Wide Web (WWW) lediglich ein Internetdienst darstellt. Das WWW wird irrtümlicherweise mit dem Internet gleichgesetzt. Vgl. Küting, K. et al. (2001): Internet und externe Rechnungslegung. S. 25
11 Vgl. Strauß/ Schroder (1999), S. 62
12 Vgl. Gora, W. (1999): Handbuch electronic commerce. S. 1
13 Slywotzky, A. J. et al. (1998) Die Gewinnzone. S. 21ff.
Arbeit zitieren:
Ralph Schneider, 2002, Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business, München, GRIN Verlag GmbH
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