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Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business

Title: Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business

Seminar Paper , 2002 , 29 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Ralph Schneider (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit werden ausgesuchte Probleme im Bereich des Internet-
accounting beschrieben. Ziele dieser Arbeit sind (1) die Darstellung von
idealtypischen Geschäftsmodellen bzw. -prozessen im Rahmen des e-Business,
(2) die Beschreibung möglicher kritischer Bereiche bei Anwendung von bestehenden
nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften für solche
Unternehmen sowie (3) deren Abbildung in der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit wird insbesondere
auf der exemplarischen Darstellung der beiden zuletzt genannten Punkte liegen. In der vorliegenden Arbeit werden die Leistungs- und Geschäftsbeziehungen
bzw. präziser die verschiedenen Modelle und Möglichkeiten von Handelsaktivitäten
zwischen mindestens zwei Unternehmen mit der Absicht der Erzielung von
Einkünften in den Vordergrund gestellt. Die detaillierten Prozesse zur Abwicklung
von Geschäften wie e-Customer Relationship Management (e-CRM: Kundenbeziehung-/
bindung), e-Supply Chain Management (e-SCM: Prozess-
/Wertschöpfungskette) oder e-Procurement (Unterstützung der Einkaufsabteilungen)
werden nicht weiter berücksichtigt.1 Die Analyse erstreckt sich über die
Rechnungslegungsvorschriften des HGB, der IAS und der US-GAAP.
Sowohl junge, innovative Unternehmen in der Frühphase als auch ertragsstabile
Unternehmen in der Spätphase der Finanzierung2 der sogenannten New Economy
haben in der jüngsten Zeit, präziser seit dem zweiten Quartal 2000 bis
zum heutigen Zeitpunkt erhebliche Kursverluste erlitten. Die Kapitalmarktorien tierung ist in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: [...]

1 Für eine umfangreiche und aktuelle Darstellung wird exemplarisch auf das folgende Sammelwerk
verwiesen: Pepels, W. (Hrsg.) (2002): E-Business-Anwendungen in der Betriebswirtschaft.
In diesem Zusammenhang wird auch von einem „Electronic Workflow“ gesprochen.
Vgl. etwa Siegler, J. (2001): Bilanzierung von Webdateien. S.21ff.
2 Für einen idealtypischen Verlauf von Finanzierungsphasen vergleiche etwa: Schefczyk, M.
(2000): Erfolgsstrategien deutscher Venture-Capital-Gesellschaften. S. 37

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Aufgabenstellung

1.2 Abgrenzungen und ökonomische Bedeutung

2 Geschäftsmodelle

2.1 Definitionen elektronischer Aktivitäten

2.2 Bestandteile eines Geschäftsmodells

2.3 Arten von Geschäftsmodellen

2.3.1 Darstellung nach der Art der Teilnehmer

2.3.2 Darstellung nach der Verrichtung

3 Analyse kritischer Faktoren im Rahmen des Internet-accounting

3.1 Allgemeine Ziele und Prinzipien der Rechnungslegungsvorschriften

3.2 Identifikation kritischer Faktoren in der Bilanz und der GuV-Rechnung

3.3 Anwendung von bestehenden nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf ausgewählte Positionen

3.3.1 Bilanzposten: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

3.3.2 Posten der GuV-Rechnung: Umsatzerlöse

3.4 Bewertung kritischer Faktoren durch Abbildung in der Bilanz und GuV

3.4.1 Bilanzposten

3.4.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

3.4.1.2 Computer Software

3.4.2 Posten der GuV-Rechnung

3.4.2.1 Umsätze

3.4.2.2 Ausgewählte Kosten für rein wirtschaftliche Vorteile

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen (HGB, IAS, US-GAAP) für Unternehmen des e-Business, identifiziert dabei kritische Bilanz- und GuV-Positionen und analysiert deren Abbildung sowie Bewertung im Rahmen von Geschäftsmodellen der New Economy.

  • Darstellung idealtypischer Geschäftsmodelle und E-Commerce-Prozesse
  • Identifikation kritischer Faktoren bei der Bilanzierung für Internet-Unternehmen
  • Vergleichende Analyse nationaler und internationaler Rechnungslegungsvorschriften
  • Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände, insbesondere Goodwill und Software
  • Analyse der Erlösrealisierung und Aufwandserfassung bei Internet-Dienstleistern

Auszug aus dem Buch

3.4.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

Seit Mitte der neunziger Jahre wird eine neue Fusions- und Übernahmewelle beobachtet, die sich schwerpunktmässig auf Unternehmen der sogenannten New Economy, insbesondere auf Telekommunikations- Medien-, Software- und Internetfirmen konzentriert. Unternehmen dieser Branchen ziehen somit das externe Wachstum der internen Wertschaffung vor. Diese Vorgehensweise lässt sich z.B. aufgrund der schnelleren Erreichung strategischer Ziele rechtfertigen.

Die bilanzielle Darstellung des Goodwill erscheint äusserst schwierig, weil „der Goodwill als Konglomerat einer Vielzahl von immateriellen Faktoren nicht nur besonders abstrakt, sondern zudem in hohem Maße unsicher ist.“ Es ist eine Trennung von selbsterstellten und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten vorzunehmen. Die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Auf- und Ausbau des Kundenstamms, der Organisationsstruktur, der Managementqualität und des Know How von Mitarbeitern wird als originärer Goodwill bezeichnet. Der Ansatz selbsterstellter Güter unterliegt nach §248 Abs. 2 HGB einem Aktivierungsverbot. Im Standard IAS 38 werden explizit Beispiele von Kosten genannt, welche einem Aktivierungsverbot unterliegen. Für die US-GAAP besteht nach APBO 17 in Verbindung mit AIN-APB 17 gemäss den Kriterien Identifizierbarkeit, bestimmte Nutzungsdauer und Trennbarkeit vom Unternehmen ein Ermessensspielraum zum Bilanzansatz, ein Verbot tritt in Kraft, falls die genannten Kriterien nicht erfüllt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung definiert die Aufgabenstellung der Arbeit und grenzt den Untersuchungsgegenstand sowie die wirtschaftliche Bedeutung für Unternehmen des E-Business ab.

2 Geschäftsmodelle: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Definitionen elektronischer Geschäftsaktivitäten und differenziert Geschäftsmodelle nach Teilnehmern und Verrichtungsarten.

3 Analyse kritischer Faktoren im Rahmen des Internet-accounting: Hier werden die Ziele der Rechnungslegung untersucht, kritische Bilanz- sowie GuV-Positionen identifiziert und die Anwendung nationaler wie internationaler Normen auf diese Faktoren analysiert.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert den Zielkonflikt zwischen Bilanzierungswahlrechten und der Notwendigkeit kapitalmarktorientierter Transparenz.

Schlüsselwörter

Internet-Accounting, Rechnungslegung, E-Business, Geschäftsmodelle, Goodwill, Bilanzierung, GuV-Rechnung, Immaterielle Vermögensgegenstände, HGB, IAS, US-GAAP, New Economy, Kapitalmarkt, Umsatzrealisierung, Softwarebilanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Probleme bei der Anwendung bestehender Rechnungslegungsnormen auf die spezifischen Geschäftsmodelle und Bilanzierungsbedürfnisse von Unternehmen im Bereich des E-Business.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Einordnung von E-Commerce-Geschäftsmodellen, die Analyse von Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, IAS und US-GAAP sowie die spezifische Bilanzierung von immateriellen Gütern und Umsatzerlösen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob und wie klassische Rechnungslegungsnormen die wirtschaftliche Realität von Internet-Unternehmen abbilden können und welche kritischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Analyse der Rechnungslegungssysteme (HGB, IAS, US-GAAP) in Kombination mit einer theoretischen Einordnung von Geschäftsmodellvarianten des E-Business.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Identifikation kritischer Faktoren, den internationalen Vergleich der Bilanzierung von Goodwill und Software sowie die Diskussion der Erlösrealisierung unter Berücksichtigung von Brutto- und Nettobasis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Internet-Accounting, E-Business, Goodwill, Rechnungslegung, Bilanzierung und New Economy sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Warum stellt die Bilanzierung des Goodwills eine besondere Herausforderung dar?

Der Goodwill wird als abstraktes Konglomerat immaterieller Faktoren betrachtet, dessen Abbildung aufgrund seiner Unsicherheit und der Trennung zwischen originär und derivativ erworbenen Werten hohe Anforderungen an die Rechnungslegung stellt.

Welche Bedeutung hat die Diskussion um "Gross vs. Net" im E-Commerce?

Diese Diskussion ist entscheidend für den Ausweis von Umsatzerlösen bei Händlern und Brokern, da sie bestimmt, ob Transaktionen auf Bruttobasis oder lediglich als vermittelte Provision (Nettobasis) ausgewiesen werden müssen.

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Details

Title
Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business
College
University of Wuppertal
Grade
2,7
Author
Ralph Schneider (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V15407
ISBN (eBook)
9783638205238
Language
German
Tags
Internet-Accounting Prüfung Eignung Rechnungslegungsnormen Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralph Schneider (Author), 2002, Internet-Accounting: Prüfung der Eignung bestehender Rechnungslegungsnormen für Unternehmen des e-Business, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15407
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