Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
1 Einleitung. 3
1.1 Problemstellung 3
1.2 Vorgehensweise. 3
1.3 Ereignisse des Vulkanausbruch 3
2 Auswirkungen / Vorkommnisse 5
2.1 Entstandene Probleme 5
2.2 Besondere Vorkommnisse. 6
2.3 Auswirkungen auf die Wirtschaft. 7
2.4 Beispiel Lufthansa 11
2.5 Verlagerung der Transportwege 12
2.6 Vergleich zu anderen Katastrophen. 12
2.7 Vergleich der Vorgehensweisen. 13
2.8 Präventionsmaßnahmen für Unternehmen 13
2.9 Standardisierung im Ernstfall 14
3 Fazit und Ausblick 15
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1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema „Der Vulkanausbruch auf Island und die wirtschaftlichen Folgen“. Die Problemstellung besteht aus der konkreten Darstellung der wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Wirtschaft und spezielle Folgen für einzelne Unternehmen.
1.2 Vorgehensweise
Der Studierende wird im ersten Teil der Seminararbeit eine chronologische Auflistung der Ereignisse darstellen. Danach geht der Studierende auf die besonderen Vorkommnisse ein. Die entstandenen Probleme für die Wirtschaft werden anschließend aufgezeigt. Die wirtschaftlichen Folgen stellt der Studierende nochmal am Beispiel der Deutschen Lufthansa A.G. dar. Im Anschluss an das Beispiel wird der Studierende noch Vergleiche zu anderen Umweltkatastrophen und deren Folgen ziehen. Auf Grundlage der zusammengetragenen und ausgewerteten Informationen werden Präventionsmaßnahmen dargestellt. Zum Schluss der Seminararbeit wird ein abschließendes Fazit gezogen.
1.3 Ereignisse des Vulkanausbruch
Der Vulkan Eyjafjallajökull brach am 21.März 2010 aus, nachdem er zuvor 200 Jahre lang
keinen Ausbruch verzeichnete 1 . Viele schaulustige Menschen versammelten sich rund um den Vulkan um das Naturschauspiel mitzuerleben. Am 14. April 2010 intensivieren sich die
Aktivitäten des Vulkans 2 . Durch die dadurch entstehende Hitze schmilzt der Gletscher auf dem Eyjafjallajökull. Das Gletscherwasser strömt den Vulkan hinab und überflutet eine Schnellstraße, welche daraufhin zum Teil von Mitarbeitern der ortsansässigen Verkehrsbetriebe teilweise eingerissen wurde, um dem Wasser den Abfluss ins Meer zu
erleichtern. Dieser kontrollierte Abbau verhindert größere Schäden an der Straße 3 . Menschen in der Umgebung wurden nach dem zweiten Ausbruch des Vulkans aus ihren Häusern
evakuiert 4 . Bei dem zweiten Ausbruch des Eyjafjallajökull wurden sehr große Mengen Lava Asche in die Luft geschleudert. Die erste Folge war die Sperrung des isländischen Luftraumes
1 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294.html
2 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-2.html
3 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-4.html
4 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-5.html
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darauf folgt der norwegische Luftraum 5 . Fachleute sprechen von einer Intensivierung des Ausbruchs durch die Wechselwirkung zwischen Eis und Lava. Die Kombination verstärkt die
Rauchbildung 6 . Am 15. April 2010 schließt der Flughafen London-Heathrow 7 . Einen Tag danach, am 16. April 2010, fallen circa 60 Prozent der europäischen Flüge aus. In
Deutschland schließt der letzte Flughafen in den Abendstunden 8 . Die Auswirkungen des Ausbruchs sind zu diesem Zeitpunkt weltweit anhand von hunderttausenden festsitzenden
Passagieren festzustellen 9 . Die gestrandeten Passagiere setzten ihre Reisen zum Teil mit Fähren, Bussen oder per Bahn fort. Am 19. April 2010 werden die ersten Flugverbote gelockert und einige Maschinen starten im Sichtflug. Der Kapitän des Flugzeuges entscheidet
über einen Start oder über das Verweilen am Boden 10 . In Deutschland konnten einige Flüge mit Sondergenehmigungen am 20. April 2010 stattfinden. Das Flugverbot wird in Deutschland am 21. April 2010 um 11.00 Uhr aufgehoben und der reguläre Flugverkehr im
Passagier- und Frachtbereich kann wieder aufgenommen werden 11 . Am 4. und 7. Mai 2010 kommt es erneut zu Einschränkungen bei Transatlantikflügen und zeitweise werden die
Flughäfen in Irland und Schottland gesperrt 12 , am nächsten Tag dehnt sich die Sperrung auf Teile Spaniens, Portugals und Frankreichs aus 13 . Die deutschen Flughäfen München, Stuttgart, Friedrichshafen und Augsburg sind am 9. Mai wieder gesperrt 14 . Nachdem der Flugverkehr in Deutschland wieder freigegeben wurde, zieht am 11. Mai 2010 erneut eine Aschewolke über den Süden Europas und verursacht Flugeinschränkungen in Spanien,
Marokko und Portugal 15 . Der 16. Mai 2010 verzeichnet neue Ausbrüche des Vulkans und damit verbunden ist der Zusammenbruch des Flugverkehrs in Nordeuropa 16 .
5 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-7.html
6 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-9.html
7 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-10.html
8 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-12.html
9 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-13.html
10 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-18.html
11 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-22.html
12 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-24.html
13 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-25.html
14 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-26.html
15 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-28.html
16 http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-30.html
4
2 Auswirkungen / Vorkommnisse
2.1 Entstandene Probleme
Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island brachte viele verschiedene Probleme mit sich, mit denen zuerst nicht gerechnet werden konnte. Demnach konnten sich die Unternehmen und auch die betroffene Bevölkerung nicht vorbereiten. In vielen Bereichen bildete sich eine Problemkette, denn ein gelöstes Problem warf in der Ausnahmesituation ein neues Problem auf. Der Transport über den Luftverkehr stand circa 5 Tage lang nicht zur Verfügung. Und die betroffenen Unternehmen mussten ad hoc handeln. Somit standen Übergangslösungen zur Verfügung die nicht ideal für alle Beteiligten waren. Alle nordeuropäischen Flughäfen mussten nacheinander geschlossen werden. Damit kam es zu einem Zusammenbruch des kompletten Flugverkehrs im genannten Bereich. Die Fluggesellschaften konnten ihre Flüge nicht ausführen, was zur Folge hatte, dass Passagiere an ihren Reisezielen oder gar am Heimatflughafen „gestrandet“ waren. Diese Passagiere mussten von den Fluggesellschaften vorsorgt werden. Die Urlauber, die nicht mehr nach Hause transportiert werden konnten, wurden mit weiteren Hotelübernachtungen an ihren Reisezielen versorgt. Zum Zeitpunkt als noch nicht alle nordeuropäischen Flughäfen gesperrt waren, wurden die Flüge zu anderen Flughäfen, zum Teil außer Landes, umgeleitet. In diesen Fällen mussten die Reisen via Bahnverkehr fortgesetzt werden. Die sogenannten „gestrandeten“ Passagiere an den Flughäfen führten zu einer Überfüllung der Wartehallen und des gesamten Flughafengebäudes. Ein erhöhter Personalbedarf seitens der Flughafenbetreiber und der der Airlines war die Folge. Die Ungewissheit der Reisenden betraf hauptsächlich die
Informations- und Servicecenter der Fluggesellschaften 17 .Die Fluggesellschaften und die Flughäfen waren gezwungen ihre Dienstpläne zu ändern, um diese Ausnahmesituation zu bewältigen. Die Versorgung innerhalb des Flughafens mit Lebensmitteln und Getränken musste sichergestellt werden. Nicht nur der Personenverkehr war betroffen, sondern auch der
Warenverkehr 18 . An den Flughäfen standen zeitweise einige tausend Tonnen Fracht, deren Beförderung ebenfalls nicht möglich war. Das Personal der jeweiligen Fluggesellschaft musste weitaus mehr Lagerfläche schaffen, als eigentlich zur Verfügung stand. Der normale Warenverkehr bei Fluggesellschaften lässt eine Planung der Lagerkapazitäten zu, aber in dieser besonderen Situation konnten diese Lagerpläne nicht weiter verfolgt werden. Die Lieferverzögerung und der daraus resultierende Lieferstopp durch die Schließung der
17 http://www.welt.de/wirtschaft/article7216447/Island-Vulkan-verbrennt-taeglich-Hunderte-Millionen.html
18 http://webtv.internationaltransportforum.org/
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Arbeit zitieren:
Florian Biesken, 2010, Der Vulkanausbruch in Island und die wirtschaftlichen Folgen, München, GRIN Verlag GmbH
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