Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
2. Musikauswahl 3
3. Verhältnis von Musik und anderen Tonebenen 4
4. Verhältnis von Musik und Bild. 4
5. Verhältnis von Musikrhythmus und Schnittrhythmus 6
6. Soziale Faktoren 7
6.1 Musik und Protagonisten 7
6.2 Musik und Zuschauer. 8
7. Fazit 9
Anhang S 11
1. Einleitung
Bei der vorliegenden Seminararbeit handelt es sich um eine eigenständige Analyse und Interpretation des Einsatzes von Musik in dem Film TRAINSPOTTING. Eine Basis dafür bieten einige der
filmmusikwissenschaftlichen Theorien von Diedrichsen und Chion, die im Seminar behandelt wurden und auf die an späterer Stelle näher eingegangen wird. Außerdem werden noch Literaturen zur Hilfe herangezogen, die Fakten und weiterführende Überlegungen zum Film beinhalten. Das Werk von Regisseur Danny Boyle aus dem Jahr 1996 thematisiert das trostlose, aber auch skurrile Leben einer Gruppe junger Heroinabhängiger in Edinburgh. Ewan McGregor spielt den Erzähler und Protagonisten Mark Renton, der zusammen mit seinen Freunden durch Drogenmissbrauch und kriminelle Handlungen einen negativen Lebensstil einschlägt. Allerdings ist er durchaus bereit sich von diesem loszusagen. Seine ersten Versuche schlagen jedoch fehl. Erst als Mark nach einem Diebstahl verhaftet wird, einer Gefängnisstrafe nur knapp entgeht und nachdem er wegen einer Überdosis Heroin in der Notaufnahme behandelt werden muss, gelingt es ihm sein Leben zu ändern. Seine Eltern zwingen ihn zu einer strengen Entzugsmaßnahme. Anschließend verlässt er Edinburgh, zieht nach London und arbeitet dort als Immobilienmakler. Seine Freunde Begbie, Sick Boy und Spud überreden ihn jedoch noch einmal zu einem lukrativen Verkauf einer größeren Menge Heroin. Anstatt aber das Geld aus diesem Handel mit den anderen zu teilen, entschließt sich Mark eines Morgens mit der gesamten Summe zu fliehen.
John Hodges Drehbuch zu TRAINSPOTTING basiert auf dem gleichnamigen Roman von Schriftsteller Irvine Welsh aus dem Jahr 1993. Produzent Andrew McDonald finanzierte TRAINSPOTTING ausschließlich durch Gelder von der Produktionsfirma Channel Four Films, die ein Budget von 2,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellte (vgl. Gordinier, 1996, S. 1). Polygram vertrieb TRAINSPOTTING in Großbritannien und investierte, trotz des relativ niedrigen Budgets des Films, 800.000 britische Pfund in die Vermarktung (vgl. Nelmes, 2003, S. 38). Das Geschäft sollte sich jedoch lohnen. TRAINSPOTTING spielte 1996 international über 72 Millionen US-
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Dollar ein (vgl. Petrie, 2004, S. 101). Der Film erhielt eine Oscarnominierung und gewann 18 verschiedene Filmpreise (vgl. TRAINSPOTTING in der Internet Movie Data Base).
Eine Filmmusikanalyse zu diesem erfolgreichen und bekannten Film bietet sich somit an. Nach dieser Einleitung erfolgt ein Kapitel zur Auswahl der Filmmusik. In den weiteren Kapiteln wird die eigentliche Filmmusikanalyse anhand ausgewählter Sequenzen oder Szenen vorgenommen. Dazu gehören das Verhältnis der Musik zu anderen Tonebenen des Films, das Verhältnis von Musik und Bild, das des Musikrhythmus zum Schnittrhythmus und die Verbindung zwischen der Musik und den Protagonisten sowie dem Zuschauer. Abschließend erfolgt ein Fazit.
2. Musikauswahl
Die Musik, die im Film entweder diegetisch oder extra-diegetisch zu hören ist, stellt einen Querschnitt populärer Musikgenres der 1980er bis zur ersten Hälfte der 1990er Jahre dar. Damit wird der populärkulturelle Wandel zwischen diesen Dekaden aufgezeigt. Der Soundtrack bedient sich dazu präexistenten Popsongs und formiert sich so zu einem Sampler. Auf eigens für den Film komponierte Lieder oder gar einen Score wird verzichtet. Vor allem typisch britische beziehungsweise im Vereinigten Königreich entwickelte Musikstile und britische Künstler sind in der Auswahl vertreten. So finden beispielsweise der Punkrock und New Wave der 1980er oder der Britpop und Techno der 1990er Beachtung. Namentlich werden diese Genres durch Künstler und Bands wie Iggy Pop, New Order, Pulp oder Underworld repräsentiert. Im Sinne Diederichsens wird eine Montage der Popmusik in die Filmwelt vollzogen, was eine Grundposition des Sampling ist. Im Gegensatz zu seiner These, ist dieses Zitieren aber bewusst von den Machern des Films vorgenommen worden (2005, S. 142f). Die Lebensgefühle der verschiedenen Subkulturen, welche durch die Musik vertreten werden, spiegeln sich in der Filmmusik wieder, was im Abschnitt „Musik und Protagonisten“ noch genauer beschrieben wird. Grundsätzlich sei hierzu festgehalten, dass die Stilrichtungen und Texte einiger Lieder zum Drogenthema des Films passen.
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Zum Beispiel wird Techno-Musik häufig in Verbindung mit Drogenkonsum gebracht.
3. Verhältnis von Musik und anderen Tonebenen
Die Untersuchung der Musik in Verbindung zu den anderen Tonebenen -Sprache und Geräusche - gibt nach Chion Aufschluss über ihre Stellung in einem Film. Er nennt das die „Konsistenz“ der Musik. Je dichter ihre Konsistenz, das heißt ihre akustische Verständlichkeit, desto größer ihre Bedeutung (1994, S. 189f).
Unter den Tonebenen in TRAINSPOTTING nimmt die Musik einen wichtigen Rang ein. Sie ist anderen Ebenen, ausgenommen der Sprache, meistens übergeordnet. Hierbei ist jedoch eine genauere Betrachtung des Verhältnisses zwischen Diegese und Extra-Diegese notwendig. Die extra-diegetische Ich-Erzählerstimme Mark Rentons ist, wenn sie auftritt, die höchste Tonebene und steht somit auch über der Musik. Zwei anschauliche Beispiele hierfür bieten die beiden Diskothek-Szenen des Films. Erstens jene in einem Club in Edinburgh (00:19:12 - 00:22:32) und zweitens jene in London (01:03:48 - 01:04:37). In beiden Fällen ist die diegetische Musik, welche in den Clubs gespielt wird, so laut, dass diegetische Stimmen und Geräusche nicht oder nur leise zu vernehmen sind. Diegetische Stimmen hingegen sind extra-diegetischer Musik zwar übergeordnet, werden aber teilweise von diegetischer Musik sogar übertont. Bestes Beispiel hierzu sind wiederum einige Einstellungen der Diskothek-Szene in Edinburgh (00:19:23 - 00:20:48). Die Musik bleibt lauter als der diegetische Dialog zwischen Tommy und Spud, der zum besseren Verständnis latent ironisch mit Untertiteln versehen wird, womit die laute Musik in der Diskothek berücksichtigt wird.
4. Verhältnis von Musik und Bild
Die Analyse audiovisueller Interaktionen im Film gibt weiteren Aufschluss über die Signifikanz der Filmmusik, vor allem aber erklärt sie ihre Funktion (vgl. Chion, 1994, S. 190f).
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Arbeit zitieren:
Roman Milenski, 2010, Filmmusikanalyse zu dem Film "Trainspotting", München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Funktionen der Filmmusik in Roman Polanskis 'Der Pianist'
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