Inhaltsverzeichnis
1. Kennzeichnung des Gegenstands 3
2. Analyse der Sprecher
2.1. Konstituierung 3
2.2. Charakterisierung 3 - 4
3. Analyse der Angesprochenen
3.1. Konstituierung 4
3.2. Charakterisierung 5
4. Ort und Zeit 5 - 6
5. Analyse der Sprechweisen
5.1. Individuelle Sprechweise 6
5.2. Übergeordneter Code 7
6. Verhältnis von Text und Musik 7
7. Literaturverzeichnis 7
8. Anhang 7 - 8
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1. Kennzeichnung des Gegenstands
In dem Lied „Balu“ der Band Kettcar, erzählt das lyrische Ich von der Beziehung zu einem ihm nahestehenden und von ihm geliebten Menschen, also seinem festen Lebenspartner. Die Beziehung ist, aufgrund der Verschiedenheit der beiden, relativ kompliziert und droht zu scheitern. Vergessen wäre dieser Zustand erst, wenn sich der Partner des lyrischen Ichs mehr auf die Realität besinnen würde und so Einheit zwischen den beiden ermöglicht wird.
2. Analyse der Sprecher
2.1 Konstituierung
Es gibt nur einen Sprecher, somit handelt sich um eine unilaterale Kommunikation. Dieser wird im Text einerseits direkt konstituiert, was durch die Verwendung des Personalpronomens „ich“ (Zeile 1, 5, 10 etc.) geschieht, andererseits gibt es hier auch eine indirekte Konstituierung des Sprechers durch das immer wieder vorkommende Personalpronomen „wir“ (Z. 12, 16, 29 etc.).
2.2 Charakterisierung
Gleich zu Anfang des Liedtextes kann man erkennen, dass der Sprecher ein Mann ist. Er setzt sich mit der Figur aus dem „Dschungelbuch“ „Balu der Bär“, also einem männlichen Charakter, gleich (Z. 2). Zu sonstigen Äußerlichkeiten lassen sich keine weiteren konkreten Anhaltspunkte finden.
Mehr hingegen lässt sich zu den Charakterzügen, und vor allem der Gefühlslage, des Sprechers feststellen. Insgesamt ist er in einer sehr melancholischen Stimmung. Aufgrund der komplizierten Beziehung zu seinem Lebenspartner, beginnt er zu resignieren, was man an seinen Aussagen „manche sagen es wär’ einfach, ich sage es ist schwer“ (Z. 1), sowie „manche sagen es wär’ einfach, ich sage es ist heikel“ (Z. 19), merkt. Der Sprecher hat das Gefühl geringwertiger als sein Partner zu sein. Während er ihn mit der ehemaligen Hollywood-Schauspielerin „Audrey Hepburn“ (Z. 2) und der schillernden Welt von „New York City“ (Z. 20) vergleicht, beschreibt er sich selbst, wie bereits erwähnt, als
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„Balu der Bär“ und die Ruhrgebiets-Kulisse von „Wanne-Eickel“ (Z. 20), was die Gegensätzlichkeit der beiden zeigen soll. Diese beiden Synonyme weisen aber auch auf seine Persönlichkeit hin. „Balu der Bär“ kann man als Ausdruck für Gemütlichkeit und Unbeschwertheit oder Sorglosigkeit ansehen, während Wanne-Eickel für Bodenständigkeit und Realismus steht. Ein weiteres Merkmal dafür, dass er ein Realist ist, stellt die Aussage „ich glaub was ich seh’“ (Z. 9, 26) dar. Er ist ein ebenso unstrukturierter Mensch ohne großartige Konzepte. Sein Partner „schmiedet Pläne“ (Z. 3), welche er „umwirft“ (Z. 6). Der Sprecher führt ein eher unruhiges Leben, worauf „ich fang an zu tanzen“ (Z. 5) hindeutet. Er gibt zu, dass die „Dinge“ (Z. 21) in der Beziehung nicht „ganz“ (Z. 22) sind, und er einen Anteil daran trägt, denn er hat diesen „Lebenslauf mit den Händen eines Tanzbären gebastelt“ (Z. 23), was seine Ungeschicktheit symbolisieren soll. Außerdem fehlt es ihm an Selbstbewusstsein, da er sich als jemanden bezeichnet der sonst wenig begreift. Hinweis hierauf ist die Bemerkung „endlich mal etwas, das ich fast versteh’“ (Z. 10, 27). Weiterhin ist er kein romantischer Mensch. Er sagt „vergiss Romeo und Julia“ (Z. 38), deren Geschichte für Romantik steht, und fragt „wann gibt’s Abendbrot“ (Z. 39), was dann als der unromantischer Gegensatz zu „Romeo und Julia“ gedeutet werden kann. Allerdings ist er treu, was man an seinem Versprechen „ich werd’ immer für dich da sein“ (Z. 43) erkennt.
3. Analyse der Angesprochenen
3.1 Konstituierung
Das Lied hat einen Angesprochenen, und dieser wird durch den Sprecher konstituiert. Wie schon beim Sprecher selber, gibt es auch hier eine direkte und indirekte Konstituierung. Direkt wird der Angesprochene durch das Personalpronomen „du“ (Z. 2, 9, 15 etc.) konstituiert. Die indirekte Konstituierung erfolgt durch mehrere Faktoren. Zum einen durch das Personalpronomen „wir“ (Z. 12, 16, 29 etc.), zum anderen durch die Anrede des Sprechers „sag an was wir hier haben“ (Z. 12, 29), und seine Fragen wie etwa „wann gibt’s Abendbrot?“ (Z. 39) oder „bist du dabei?“ (Z.44).
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Arbeit zitieren:
Roman Milenski, 2007, Binnenpragmatische Analyse des Lieds „Balu“ von Kettcar, München, GRIN Verlag GmbH
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