INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 3
1 EINFÜHRUNG 4
1.1. PROBLEMSTELLUNG 5
1.2. GANG DER UNTERSUCHUNG 5
2. FORMEN UND KLASSIFIZIERUNG VON LEASINGVERHÄLTNISSEN 6
1.1 BEGRIFF UND FORMEN DES LEASINGS 6
2.2. BILANZIELLE BEHANDLUNG VON LEASINGVERHÄLTNISSEN 7
2.3. KLASSIFIZIERUNG VON LEASINGVERHÄLTNISSEN 8
3. BEWERTUNG VON OPTIONEN IN LEASINGVERHÄLTNISSEN 10
3.1. Bewertung günstiger Kaufoptionen / Bargain purchase option test 10
3.2. KRITISCHE BETRACHTUNG DER BEWERTUNG GÜNSTIGER KAUFOPTIONEN 11
3.3. BEWERTUNG GÜNSTIGER MIETVERLÄNGERUNGSOPTIONEN 13
3.4. KRITISCHE BETRACHTUNG DER BEWERTUNG GÜNSTIGER MIETVERLÄNGERUNGSOPTIONEN 13
3.5. KRITISCHE BETRACHTUNG VON KAUF- UND MIETVERLÄNGERUNGSOPTIONEN ALS BEURTEILUNGSHILFE
ZUR LEASINGKLASSIFIKATION 14
3.6. REFORMVORSCHLÄGE DER G4 1-WORKING GROUP 15
4. FAZIT UND AUSBLICK 16
LITERATURVERZEICHNIS 18
LITERATURVERZEICHNIS 18
2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Entwicklung der Leasing-Investitionen in Deutschland ...................................... 4 Abbildung 2: Klassifizierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17 ..................................... 10
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
bspw. : beispielsweise ff. : folgende FASB : Financial Accounting Standards Board Hrsg. : Herausgeber IAS : International Accounting Standards IASB : International Accounting Standards Board IASC : International Accounting Standards Committee IFRS : International Financial Reporting Standards Nr. : Nummer S. : Seite u.a. : unter anderem usw. : und so weiter vgl. : vergleiche z.B. : zum Beispiel1.
3
1 Einführung
In Deutschland hat das Leasing als Finanzierungsalternative in den letzten Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewonnen. Wie die unten stehende Abbildung zeigt, ist die Leasingquote 1 von 5,4% im Jahre 1979 auf 18,0% im Jahre 2007 gestiegen. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 57,4 Milliarden Euro war die Leasingbranche im Jahre 2007 der größte Investor in Deutschland. 2
Leasinggeschäfte ermöglichen einer Vielzahl von Unternehmen, ohne eine Verschlechterung ihrer Bilanzkennzahlen zu erwirken, zusätzliche Investitionen zu tätigen. Neben dieser Finanzierungsfunktion werden dem Leasing weitere Vorteile zugesprochen: Planungssicherheit aufgrund fest vereinbarter Leasingzahlungen, Risikoverringerung der Überalterung von Investitionsgütern, Liquiditätsschonung, Flexibilität der Leasingvertragsgestaltung, steuerliche Vorteile von Leasingvereinbarungen und
Schonung der Bankkreditlinie infolge der möglichen Nichtbilanzierung von Leasingverhältnissen. 4
1 Die Leasingquote gibt den Anteil der Leasinginvestitionen an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen eines Jahres wieder.
2 Vgl. Peters (2009), S. 3.
3 Siehe Peters (2009), S. 3.
4 Vgl. Peters (2009), S. 4.
4
1.1. Problemstellung
Basierend auf dem Umstand Leasingvereinbarungen flexibel gestalten zu können, entstehen erhebliche Auslegungsmöglichkeiten bezüglich der Einordnung eines Leasingverhältnisses. Die Folge ist, dass Leasingvereinbarungen häufig unsachgemäß als Operate Leasing klassifiziert werden, wodurch die Vermögensgegenstände sowie die korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Leasingbeziehungen nicht in der Bilanz des Leasingnehmers erfasst werden und somit unberücksichtigt bleiben. Die Folge ist, dass Bilanzen systematisch verkürzt ausgewiesen werden. Somit wird das Ziel der IFRS, den aktuellen und potentiellen Investoren ein zuverlässiges Bild der Vermögens-, Finanz- und Erfolgslage einer Unternehmung zu vermittel, häufig verfehlt. Ermöglicht wird dieser Sachverhalt durch die in IAS 17 unzureichend präzise formulierten Bilanzierungshilfen zur Leasingklassifizierung in Form von Beispielen und Indikatoren.
In den folgenden Ausführungen wird daher der Frage nachgegangen, durch welche Ungenauigkeiten solche Gestaltungsspielräume entstehen, indem die in den Klassifizierungskriterien genannten Kauf- und Mietverlängerungsoptionen kritisch bewertet werden.
1.2. Gang der Untersuchung
Nach der Einführung zum wirtschaftlichen Stellenwert des Leasings, beschäftigt sich der Grundlagenteil mit den grundsätzlichen Erscheinungsformen und der bilanziellen Behandlung von Leasingverhältnissen und gibt eine Übersicht darüber, welche Klassifizierungskriterien der IAS 17 zu deren Einordnung vorgibt. Darauf aufbauend werden im Hauptteil die in den Klassifizierungskriterien genannten Kauf- und Mietverlängerungsoptionen näher beleuchtet, indem sowohl ihre Bewertung als auch ihre Aussagekraft bezüglich einer adäquaten Leasing-einordnung kritisch betrachtet werden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick.
5
2. Formen und Klassifizierung von Leasingverhältnissen
1.1 Begriff und Formen des Leasings
Der IAS 17.4 definiert „ ...ein Leasingverhältnis als eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder einer Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum überträgt.“ 5 Das Leasing stellt somit eine entgeltliche Gebrauchs- oder Nutzungsüberlassung dar, welche je nach Vertragsgestaltung in Richtung von Mietverträgen oder Mietkaufverträgen tendieren kann. Zusätzlich beeinflusst die Form des Leasingvertrags die bilanzsteuerliche Behandlung, die sich grundsätzlich an der Zuordnung des Leasinggegenstandes zum wirtschaftlichen Eigentümer ausrichtet. 6 Leasingverhältnisse sind nicht gesetzlich geregelt und gründen sich auf die Vertragsfreiheit und einigen Erlassen der Finanzverwaltung, sowie höchstrichterlichen Entscheidungen. 7
Mit dem Finanzierungsleasing, Operate-Leasing und dem Sale-and-lease-back als Leasing-sonderform lassen sich grundsätzlich drei Arten von Leasinggeschäften unterscheiden. Das Finanzierungsleasing zeichnet sich durch festgesetzte Grundmietzeiten aus, innerhalb derer keine der beiden Vertragsparteien kündigen darf. 8 Die Grundmietzeit liegt hierbei zumeist zwischen 60 bis 80% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, wie sie sich aus den AfA-Tabellen der Finanzverwaltung ergibt. 9 Leasingverträge können so ausgestaltet sein, dass sie sich entweder während (Vollamortisationsverträge) oder erst nach Ablauf (Teilamortisationsverträge) der Grundmietzeit amortisieren. Falls sich ein Objekt während seiner Leasingdauer nicht vollständig bezahlt macht, muss sich der Leasinggeber nach Ablauf dieser Frist um eine wirtschaftliche Weiterverwendung bemühen, wofür sich sogenannte Second-Hand-Leasingverträge sowie Leasingverträge mit Optionsrechten eignen. 10 Verträge im Rahmen eines Operate-Leasings werden für eine im Vergleich zu der üblichen Einsatzdauer des Objektes kurze Nutzungsdauer abgeschlossen oder sind bei einem Vertragsabschluss ohne festgelegte Dauer von beiden Vertragsparteien kurzfristig kündbar. 11 Der Leasinggeber kann nicht davon ausgehen, dass sich das Leasingobjekt innerhalb der Vertragslaufzeit amortisiert, welches im Allgemeinen erst dann der Fall ist, falls eine „Kette“ mehrerer
5 Siehe IAS 17.4 (2008).
6 Vgl. Kußmaul (2006), S. 40.
7 Vgl. Kroll (2000), S. 80.
8 Vgl. Kruschwitz (2007), S. 165.
9 Vgl. Bitz / Stark (2008), S. 118.
10 Vgl. Kruschwitz (2007), S. 165.
11 Vgl. Bitz / Stark (2008), S. 117.
6
Arbeit zitieren:
Timm Witt, 2010, Kritische Betrachtung der Bewertung von Optionen in Leasingverträgen nach IFRS, München, GRIN Verlag GmbH
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