INHALTSVERZEICHNIS
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. 3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 4
1. EINLEITUNG 5
2. BEGRIFFSABGRENZUNG UND ORGANISATION DEUTSCHER SPORTVERBÄNDE. 5
2.1. BEGRIFFSABGRENZUNG VERBÄNDE. 5
2.2. DIE VERWALTUNG UND ORGANISATION IM SPORTSYSTEM. 6
2.2.1. Die öffentliche Sportverwaltung. 7
2.2.2. Selbstverwaltung des Sports 7
2.2.4. Verbandsautonomie. 11
2.2.3. Das Ein-Verbands-Prinzip 12
3. DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN EUROPÄISCHER POLITIK UND RECHTSPRECHUNG UND
DEN FUßBALLVERBÄNDEN. 13
3.1. ORGANISATION UND INTERDEPENDENZEN DER FUßBALLVERBÄNDE 13
3.1.1. Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) 13
3.1.2. Die UEFA (Union of European Football Associations) 14
3.1.3. Der Deutsche Fußball Bund (DFB) e.V. 14
3.1.4. Die Liga - Fußballverband e.V. (Ligaverband) 15
3.1.5. Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) 15
3.2. DER EINFLUSS DER NATIONALE UND INTERNATIONALEN RECHTSPRECHUNG AUF DIE
FU ßBALLVERBÄNDEPOLITIK IN DEUTSCHLAND 16
3.2.1. Der Fall Bosman / Das Bosman-Urteil 16
3.2.2. Konfliktäre Beziehung zwischen der Zentralvermarktung der Fernsehrechte und Art. 81 EGV. 22
4. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG 24
LITERATURVERZEICHNIS 26
2
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
A b s .
: Absatz
A r t .
: Artikel
b z g l .
: bezüglich
B F R
: Belgische Franc
BGB
: Bürgerliches Gesetzbuch
B M I
: Bundesministerium des Inneren
b s p w .
: beispielsweise
b z w .
: beziehungsweise
CVJM
: Christlicher Verein Junger Menschen
D F B
: Deutscher Fußball Bund
D F L
: Deutsche Fußball Liga
DOSB
: Deutscher Olympischer Sport Bund
D S B
: Deutscher Sport Bund
E G V
: Vertrag zur Gründung der Europäische Gemeinschaft
EuGH
: Europäischer Gerichtshof
f .
: folgende
ff.
: fortfolgende
FIFA
: Internationale Föderation des Verbandsfußballs
G G
: Grundgesetz
G W B
: Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
NOK
: Nationales Olympisches Komitee
UEFA
: Union of European Football Associations
URBSFA
S. : S e i t e z.B. : z u m B e i s p i e l
3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Übersicht der Sportverwaltung in Deutschland
Abbildung 2: Schematische Darstellung der Struktur des DOSB
Abbildung 3: Die zehn mitgliedsstärksten Sportverbände im Jahr 2007
Abbildung 4: Die Stellung des DFB bei der Organisation des deutschen Fußballs
Abbildung 5: Entwicklung des Ausländeranteils in der Fußball-Bundesliga
4
1. Einleitung
In Deutschland tritt der Staat keinesfalls als Organisator und Leiter des Sports auf, welcher sämtliche Dinge des Sports betreffend von oben nach untern bestimmen wollte. Die Beziehung zwischen Staat und Sport ist gerade umgekehrt von unten nach oben strukturiert. Dabei garantiert das Grundgesetz die Autonomie von Sportverbänden und -vereinen, die sich selbst verwalten können und sollen und aus diesem Grund als unabhängig gelten. Diese Selbstverwaltungsgarantie wird durch das Prinzip der Subsidiarität bestätigt, wonach der Staat nur dann mit materiellen und/oder ideellen Förderungsmaßnahmen eingreift oder legislativ tätig wird, falls die eigenen Kräfte der Sportverbände und -vereine nicht ausreichen oder die öffentliche Sicherheit und Ordnung es erfordern. 1 Während in den Anfangsjahren des modernen Sports (50er und 60er Jahre) der Einfluss des staatlichen Rechts sehr begrenzt war und lediglich in Einzelfällen bzgl. des Strafrechts oder zivilen Schadenersatzrechts zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit eine Rolle spielte, änderte sich dieses im Zuge der sukzessiven Kommerzialisierung des Sports. Je mehr der Sport zum Wirtschaftssektor avancierte, desto eher und notwendiger musste sich die Beurteilung des Sportbetriebs an normative Maßstäbe des materiellen Rechts orientieren. 2 Die folgende Arbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, inwieweit die den Sportverbänden gewährte Autonomie im Rahmen der Rechtsfindung undsetzung nicht nur nationalrechtliche Grenzen zu beachten hat, sondern sich auch an die Gewährleistung und Anforderungen des europäischen Gemeinschaftsrechts orientieren muss. 3 Zur Beantwortung dieser Frage wird der Deutsche Fußballbund exemplarisch als weltweit mitgliedsstärkster Fußballverband näher beleuchtet. Zunächst finden eine allgemeine Begriffsabgrenzung und eine Beschreibung der Verwaltung und Organisation deutscher Sportverbände statt. Anschließend wird speziell auf die Organisation und Interdependenzen der Fußballverbände eingegangen und anhand von ausgewählten Urteilssprüchen der Einfluss nationaler und internationaler Rechtsprechung auf den DFB kenntlich gemacht. Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung.
2. Begriffsabgrenzung und Organisation deutscher Sportverbände
2.1. Begriffsabgrenzung Verbände
Im Gegensatz zum lokal verankerten, tendenziell kleineren Verein wird mit dem Begriff Ver-band umgangssprachlich eine größere und in sich differenzierte Organisation in Verbindung gebracht, deren Tätigkeit sich über lokale-, regionale-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene
1 Vgl. Grodde (2007), S. 455.
2 Vgl. ebenda, S. 22.
3 Vgl. ebenda.
5
erstrecken kann und die über mehrere angeschlossenen Mitgliederorganisationen verfügt. Verbände werden daher auch als Dachorganisation betrachtet. Mit der Verbandstätigkeit wird primär Interessenvertretung und heute zunehmend Lobbying assoziiert, wobei insbesondere an die Vertretung von Wirtschaftsinteressen gedacht wird. 4 Bei einem Sportverband handelt es sich somit um einen Zusammenschluss von mehreren Vereinen bzw. Verbänden einzelner Sportarten. In Deutschland sind die meisten Sportverbände fachlich auf eine Sportart beschränkt (Sportfachverband/Spitzenverbände, z.B. DFB). 5 Da der „klassische“ Sportverein in der Regel mehrere Sportarten anbietet (Mehrspartenverein), kann er auch mehreren (Spitzen-)Verbänden angehören.
2.2. Die Verwaltung und Organisation im Sportsystem
In der Bundesrepublik Deutschland steht die Sportverwaltung auf zwei Säulen, da der Sport einerseits öffentlich verwaltet wird und andererseits autonom ist und sich selbst verwaltet. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die Aufgliederung der öffentlichen Sportverwaltung und der Sportselbstverwaltung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
Abbildung 1: Übersicht der Sportverwaltung in Deutschland. 6
4 Vgl. Leif/Speth (2003), S. 7 ff.
5 Ausnahme bilden hier die Landessportbünde. Siehe hierzu auch Kap. 2.2.2.4.
6 Quelle: Hoffmann (2008), S. 146.
6
2.2.1. Die öffentliche Sportverwaltung
Die öffentliche Sportverwaltung erfolgt entsprechend dem föderalistischen Aufbau Deutsch-lands durch Bund, Länder und Gemeinden und ist für die Gewährleistung der strukturellen, materiellen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Organisation des als sozial und kulturell wertvollen anerkannten Sportgeschehens verantwortlich. 7 Das Bundesministerium des Inneren (BMI) koordiniert die Sportförderung des Bundes, die sich auf Aufgaben konzentriert, die den Sport als Ganzes betreffen und von den Ländern allein nicht gelöst werden können. Hierzu gehört insbesondere die Förderung des Spitzensports, aber auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Breitensport. Die Landesregierungen sind für den Bau und Erhalt von Sportstätten verantwortlich und legen die Förderstrukturen für den Spitzen- und Breitensport in ihren Bundesländern fest, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden. Das BMI und die Landesregierungen stehen über die Sportministerkonferenz der Länder in Kontakt, die somit auch als „Nahtstelle“ zwischen öffentlicher Sportverwaltung und der Sportselbstverwaltung dient. 8
2.2.2. Selbstverwaltung des Sports
Die Selbstverwaltung des Sports ist für die inhaltliche Ausgestaltung und Organisation des Sports verantwortlich. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören bspw. die Förderung des Sports, Regelungen überfachlicher Angelegenheiten, politische Interessenvertretung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsarbeit. Diese Arbeiten und Aufgaben werden vom Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB), den Landessportbünden, untergeordneten Sportkreisen und von den Fachverbänden vorgenommen. 9 Nachfolgend sollen die wichtigsten Organe näher beschrieben werden.
2.2.2.1. Der Deutsche Olympischer Sport Bund (DOSB)
In Deutschland liegt die Organisation des Sports im Wesentlichen in der Hand des Deutschen Olympischen Sport Bundes (DOSB), der im Jahr 2006 durch die Fusionierung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und dem Deutschen Sport Bund (DSB) entstanden ist. Auslöser der Fusion war das von vielen als unbefriedigend empfundene Abschneiden der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Athen 2004. In Folge dessen legte eine von DSB-Präsident Manfred von Richthofen und NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach berufene, paritätisch besetzte Strukturkommission im Frühjahr 2005 einen Bericht vor, der die Ziele der
7 Vgl. Große-Klönne (2000), S. 24.
8 Vgl. Hoffmann (2008), S. 145.
9 Vgl. http://www.bogenundpfeile/Verbaende/Verbandsstruktur.htm
7
Arbeit zitieren:
Timm Witt, 2010, Einfluss der Sportverbände, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände: neuer Titel erschienen: Einfluss der Sportverbände
Timm Witt hat einen neuen Text hochgeladen
Legislative, Exekutive, Rechtsprechung. Bund, Länder, Kommunen
Aufgaben, Organisation, Arbeit...
Wolfgang Heyde, Gebhard Ziller
50 Jahre EU - 50 Jahre Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu...
Franz Müntefering, Ulrich Becker
Die Auswirkungen der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs auf ...
Olaf Scholz, Ulrich Becker
Procedural Autonomy of EU Member States: Paradise Lost?
A Study on the "Functionalized...
Diana-Urania Galetta
Deutschland und Frankreich in der europäischen Integration: 'Motor' od...
Heinrich Siedentopf, Benedikt Speer
Der Einfluss der EuGH-Rechtsprechung auf die Unternehmensbesteuerung
Eine steuerplanerische und ste...
Gregor Josef Führich
0 Kommentare