Executive Summary
In dieser Seminararbeit werden die jeweiligen Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen und die damit verbundenen divergierenden Zielsetzungen analysiert. Die zentralen Fragen sind: • Wie wird der Erfolg definiert? • Welche Entwicklungen werden als Erfolgreich angesehen? • Welche Unternehmen sind erfolgreicher?
Die Finanzkrise aus dem Jahr 2007 war der Startschuss zu einer Diskussion um fehlende Moralische Werte bei der Formulierung von Unternehmenszielen. Besonders das Shareholder und das Stakeholder-Modell wurden in diesem Rahmen verglichen und sollen die jeweilige Zielsetzung erörtern.
Insbesondere die vielen verschiedenen Definitionsansätze eines Familienunternehmens werden in der Literatur eingehend behandelt, und werden im Rahmen der Seminararbeit näher gebracht, um die unterschiedlichen Unternehmensphilosophien möglichst verständlich begründen zu können.
Die ausgewerteten wissenschaftlicher Untersuchungen kommen in Bezug auf die betriebswirtschaftliche Erfolgsmessung zu unterschiedlichen Ergebnissen. Zwar überwiegt die Anzahl der Ergebnisse bei denen die Familienunternehmen eine bessere Performance aufweisen, jedoch attestieren auch einige Studien den Nicht-Familienunternehmen Überlegenheit bei verschiedenen Performance-Kennzahlen. Nach der Betrachtung der unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse schließt die Arbeit mit dem Fazit, dass nicht eindeu- tig geklärt werden kann, welche Konzepte erfolgreicher sind.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung. 1
1.1 Einführung in die Thematik. 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 2
2. Grundlagen 3
2.1 Definitionen und Formen von Familienunternehmen 3
2.2 Abgrenzung von Familienunternehmen und Nicht-
Familienunternehmen 5
3. Definitionen von Erfolg. 7
3.1 Erfolgsdefinitionen von Nicht-Familienunternehmen. 7
3.2 Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen 9
4. Performance-Vergleiche auf Basis wissenschaftlicher
Studien 11
5. Erfolgsdeterminanten von Familienunternehmen. 14
5.1 Kontinuität als erfolgsversprechendes Führungsmotiv 14
5.2 Der langfristige Erfolg von Familienunternehmen am
Beispiel der Krisenresistenz 15
6. Fazit 177
7. Literaturverzeichnis VI
8. Anhang IX
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zum Familieneinfluss - Kontinuum von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen...................... 4 Abbildung 2: Familienunternehmen in der KMU-Forschung .............. 6 Abbildung 3: Anzahl Familienunternehmen vs. Nicht-
Abbildung 4: Eigentümer und Unternehmenssicht der Rentabilität..... 8 Abbildung 5: Shareholder Value Modell ............................................. 9 Abbildung 6: Stakeholder Value Modell............................................ 10 Abbildung 7: Entwicklung deutscher Indizes von 2003 bis 2007 ...... 12 Abbildung 8: Swiss Family Index (SFI) im Vergleich zum Swiss Nonfamily Index ................................................................. 12 Abbildung 9: Vergleich der Eigenkapitalquote von im CDAX ge-
Abbildung 10: Kategorisierung der Definitionen von Familienunternehmen in ausgewählten Publikationen.......................IX Abbildung 11: Rechnerischer Ansatz zur Definition eines Familienunternehmens ...................................................................IX Abbildung 12: Gegenüberstellung von Stakeholder und Shareholder Modell .......................................................................... X
III
Abkürzungsverzeichnis
CDAX: Composite Dax CEFS: Center for Entrepreneurial and Financial Studies DAX: Deutscher Aktienindex GEX: German Entrepreneurial Index IfM: Institut für Mittelstandsforschung KMU: Kleine und mittlere Unternehmen NSFI: Swiss Nonfamily Index ROA: Return on Assets ROE: Return on Equity SFI: Swiss Family Index
1
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
„Der betriebswirtschaftliche ´wirkliche´ Gewinn erinnert an Schneewittchen: unvergleichlich wahr, aber leider auch unvergleichlich spröde, hinter sieben Bergen versteckt“ 1 Mehrmals täglich wird der Fernsehzuschauer über die aktuellen Börsenkurse der DAX-Unternehmen informiert und erfährt bis ins kleinste Detail, wie die Anleger auf unternehmerische Tätigkeiten reagieren. Die klassischen Familienunternehmen handeln stets im Schatten der großen börsennotierten Publikumsgesellschaften. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Familienunternehmen für gewöhnlich die große Bühne meiden und deswegen als „Hidden Champions“ tituliert werden (Braun 2009: 11). Bedenkt man, dass der Anteil der Familienunternehmen in Deutschland bei über 95 Prozent liegt und diese Unternehmen 57 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stellen und damit zu 42 Prozent an den Umsätzen sämtlicher Unternehmen in Deutschland beteiligt sind, muss man attestieren, dass die meisten von ihnen in Deutschland eher im Stillen agieren (IfM, 21.05.2010). Während die großen börsennotierten Publikumsgesellschaften durch ihre Quartalsberichte eindeutige Zahlen über das Wirtschaften nach außen dringen lassen, ist über den tatsächlichen Erfolg vieler Familienunternehmen nur wenig bekannt. Der Erfolg der Familienunternehmen ist in der Empirie besonders durch die börsennotierten Familienunternehmen auffällig geworden. Diese Unternehmen sind einerseits an der Börse gezeichnet, verfolgen aber weiterhin langfristige und nachhaltige unternehmerische Ziele
1 Der deutsche Ökonom Adolf Moxter im Vorwort seines Buches „Betriebs- wirtschaftliche Gewinnermittlung“ von 1982
2
und ähneln somit im Kern dem größten Teil den Familienunternehmen, welche im Volksmund dem Mittelstand zugerechnet werden.
1.2 Zielsetzung der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit behandelt die Unterschiede in der jeweiligen Erfolgsdefinition und den Erfolgsdeterminanten von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen. Hierbei soll besonders auf die differenzierte Interpretationsweise mit dem Begriff „Erfolg“ eingegangen werden. In diesem Zusammenhang soll neben den unternehmerischen monetären Erfolgszahlen auf die verschiedenen Unternehmensphilosophien eingegangen werden. In Zeiten der Krise und Rezession zeigt sich, dass die langfristige und nachhaltige Perspektive der Familienunternehmen, welche bis vor wenigen Jahren noch als „Auslaufmodell“ galt, eine entscheidende Determinante für den Erfolg sein kann.
Die Arbeit soll sich der Frage widmen, wie sich die Unternehmen hinsichtlich ihrer Zielorientierung unter dem Einfluss von Corporate Social Responsibility unterscheiden. Anhand verschiedener Forschungsergebnisse soll erläutert werden, inwiefern die Unternehmen, laut eigener Erfolgsdefinition, erfolgreich sind. Die verschiedenen Philosophien führen automatisch zu der Frage nach einer Messlatte für den jeweiligen Unternehmenserfolg. Oft bleibt unklar, wie der Erfolg definiert wird und welche Kriterien maßgebend sind, um ein Unternehmen als „erfolgreich“ bezeichnen zu können. Diese Frage soll im Rahmen der Betrachtung von Stakeholder- und Shareholder Modell beantwortet werden. Angesichts dieser divergierenden Unternehmensziele sollen anhand der beiden Modelle auch die Unterschiede in der Zielorientierung in Bezug auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit erörtert werden.
Die Börse zeigt die ökonomischen Unterschieden in der Performance von börsengezeichneten Familienunternehmen und Nicht-
Arbeit zitieren:
Peter Freesen, 2010, Erfolg von Familienunternehmen versus Nicht-Familienunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Aspekte variierender Partnerschaftszufriedenheit und ihre Faktoren
Psychologie - Sozialpsychologie
Wissenschaftlicher Aufsatz, 26 Seiten
BWL - Allgemeines: neuer Titel erschienen: Erfolg von Familienunternehmen versus Nicht-Familienunternehmen
Peter Freesen hat einen neuen Text hochgeladen
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