Inhalt
II Abbildungsverzeichnis 5
III Tabellenverzeichnis 6
IV Abkürzungsverzeichnis 7
1. Einleitung 8
2. Topographische Einordnung der deutschen Nordseeküste 10
2.1 Schleswig-Holsteinische Nordseeküste 10
2.2 Niedersächsische Nordseeküste 11
3. Formung der Nordseeküstenlandschaft im Quartär 13
3.1 Norddeutschland zwischen Tertiär und Quartär 13
3.2 Norddeutsches Pleistozän 14
3.3 Küstenholozän 18
3.3.1 Globale Veränderungen 18
3.3.2 Entwicklung der Nordseeküsten 18
4. Vorherrschendes Klima im Nordseeküstenbereich 21
4.1 Niederschlag 21
4.2 Luft- und Wassertemperatur 22
4.3 Bewölkung 24
4.4 Wind 24
5. Wind - klimatisches Kriterium für Formungsprozesse 26
5.1 Wellen: Motor der Küstenformung 26
5.1.1 Entstehung von Wellen 26
5.1.2 Wellenbrechen 27
5.1.3 Praxisbeispiel der Küstenformung: Verlagerung der Insel
Spiekeroog 28
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5.2 Naturereignis Sturmfluten 31
5.2.1 Eigenschaften des Phänomens Sturmflut 31
5.2.2 Historie der Sturmfluten an der Nordseeküste 33
6. Zukunft der deutschen Nordseeküste in Gefahr: Szenarien 36
6.1 Klimaerwärmung und Erliegen des Golfstroms 38
6.2 Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg 40
6.3 Meereserwärmung und regionale Klimaveränderungen 43
7. Zusammenfassung 45
Literaturverzeichnis 46
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II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Das schleswig-holsteinische Küstengebiet
Abbildung 2: Das niedersächsische Küstengebiet
Abbildung 3: Verbreitung des Eem-Meeres
Abbildung 4: Klimadiagramm von List/Sylt
Abbildung 5: Klimadiagramm von Norderney
Abbildung 6: List auf Sylt - Niederschlag
Abbildung 7: List auf Sylt - Tagesmaximumtemperatur
(Sommerereignistage)
Abbildung 8: List auf Sylt - Tagesmaximumtemperatur
(Winterereignistage)
Abbildung 9: Sonnenscheindauer in Stunden
Abbildung 10: Monatsmittlere Windgeschwindigkeit in Büsum
(Mittel 1976 bis1986)
Abbildung 11: List auf Sylt - maximale Windgeschwindigkeit
(Tage mit starkem Wind)
Abbildung 12: Beziehung zwischen Windstärke und Wellenhöhe
Abbildung 13: Entwicklung der Insel Spiekeroog
zwischen 1650 und 1960
Abbildung 14: Globale Meeresströmungen
Abbildung 15: Januartemperaturen auf gleichem Breitengrad
Abbildung 16: Konzentration des arktischen Meereises
1979 und 2003
Abbildung 17: Jahresmitteltemperaturen von List auf Sylt im
Vergleich zu den Jahren 1996-2006, 2020,
und 2060
Abbildung 18: Jahresmitteltemperaturen 1961-1990, 2020 und 2060
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III. Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Grundgliederung des Quartärs in Norddeutschland 17
Tabelle 2: Unterscheidung des Sturmflutengrades 30
Tabelle 3: Chronik der Nordsee-Sturmfluten 34
- 6 -
IV. Abkürzungsverzeichnis
8k-Event: Kaltphase im Holozän vor 8200 Jahren
Abbildung Abb.:
Arctic Climate Impact Assessment. Sie ist eine Studie, die vom ACIA:
beziehungsweise bzw.: °C : Grad Celcius CO 2 : Kohlenstoffdioxid
Intergovernmental Panel on Climate Change spielt eine IPCC:
Kilometer pro Stunde km/h: Meter pro Sekunde. m/s: Milimeter mm: mindestens mind.: nach Christi Geburt n. Chr.:
Normalnull. Referenzwert für Höhenangaben der Erdoberfläche. NN:
SE-Richtung: Süd-Ost-Richtung
SRES-Szenarien: ,,Special Report on Emission Scenarios” der IPCC unter anderem u.a: United States US: und so weiter. usw.: vor Christi Geburt v. Chr.:
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1. Einleitung
,,Klimawandel“, ,,Klimaerwärmung“, ,,Klimakatastrophe“, ,,Klimaveränderung“, ,,globale Erwärmung“ etc. sind Begriffe, die am Ende des 20. Jahrhunderts geprägt wurden und seit den Anfängen des 21. Jahrhunderts zum medialen Alltag gehören. Die Klimaforschung steht so stark in den öffentlichen Diskussionen wie keine andere Wissenschaft, denn das Thema betrifft die Menschen und ihre Umgebung. Forscher, Politiker, diverse Formen der Medien, Umweltorganisationen, Lobbyorganisationen der Wirtschaft und auch nur Interessierte analysieren und interpretieren ihre Ergebnisse auf ganz unterschiedliche Art und Weise, sodass es für den normalen Bürger ,,Max Mustermann“ oft schwierig ist, verlässliche Informationen von den ,,Horrorszenarien“ zu trennen. Besonders anfangs des 21. Jahrhunderts diskutierten und stritten die Akteure über die Ursache des Klimawandels. Die einen hielten die Temperaturanstiege für ein ausschließlich natürliches Phänomen, andere Akteure sprachen ,,vom Menschen verursachte Klimaerwärmung“. Doch mindestens seit dem Weltklimabericht im Jahre 2007 des zwischenstaatlichen Klimabeirates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist der lang diskutierte Klimawandel aktenkundig und es ist damit nicht mehr zu leugnen, dass der Mensch das Weltklima entscheidend beeinflusst und dass es in den nächsten Jahrzehnten zu gravierenden globalen Veränderungen kommen wird. Folgerungen und Zukunftsszenarien über den Klimawandel beruhen auf Messdaten, Modelle und auf ein physikalisches Verständnis der Wissenschaftler, sodass die Sorge um die Veränderungen unseres Planeten begründet ist. Die zum Beispiel stark ansteigenden Treibhausgase in unserer Atmosphäre beruhen auf gemessene Daten aus den antarktischen Eisbohrkernen, die deutlich aussagen, dass die CO 2 -Konzentration nie so hoch war seit einer Millionen Jahre. Weiterhin bestätigt die Tatsache, dass die Jahre 1998 und 2001 bis einschließlich 2005 die sechs wärmsten seit den Aufzeichnungen 1861 waren (RAHMSTORF & SCHELLNHUBER 2007 6 : 8). Unser Klima wird wärmer und wird laut Modellen in den nächsten Jahrzehnten Rekordtemperaturen erreichen, wenn die Menschen nicht im Begriff sind, Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
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Verschiedene Zukunftsszenarien des Klimawandels konnten gegenwärtig von Wissenschaftlern auf regionale Bereiche der Erde ausgelegt werden. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Veränderung der deutschen Nordseeküste anhand von klimatischen Einflüssen. Dabei sollen im Wesentlichen die Fragen geklärt werden, wie sich der Bereich der Nordseeküste während der erdgeschichtlichen Klimaschwankungen entwickelt hat, wie die Küste gegenwärtig dem Seegang und den Stürmen ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des heutigen regionalen Klimas, und zuletzt welche Zukunftsszenarien im Bezug auf die Klimaerwärmung für die deutsche Nordseeküste entwickelt wurden.
Die Arbeit gliedert sich insgesamt in sieben Teile, wobei Kapitel eins die Einleitung und Kapitel sieben die Zusammenfassung darstellen. Im zweiten Kapitel soll zunächst das Gebiet der deutschen Nordseeküste topographisch eingegliedert und beschrieben werden. Die darauffolgenden Teile der Arbeit werden in zeitlicher Abfolge aufgebaut. So werden im dritten Kapitel die Veränderungen der Küste in der Vergangenheit erläutert. Entscheidend für die Formung stellt dabei das Erdzeitalter des Quartärs mit seinen diversen Klimaschwankungen dar und weiterhin das darauffolgende Holozän, das bis heute anhält. Mit dem vierten Kapitel werden die heutigen Klimaelemente der Nordseeküste beschrieben und in dem darauffolgenden fünften Kapitel soll der Fokus schließlich auf dem für die Küste wichtigen Klimaelement Wind liegen, welcher Wellen und Stürme erzeugt und damit das Erscheinungsbild der deutschen Küste grundlegend ändert. Als Fallbeispiel soll in diesem Kapitel die Strandversetzung der Insel Spiekeroog herangezogen werden. Die Zukunft der deutschen Nordseeküste während des Klimawandels wird im sechsten Kapitel erläutert, die auf wissenschaftliche Forschungen von verschiedenen Autoren und Instituten basieren. Letzteres Kapitel stellt sich als besonders wichtig heraus, da dieses die aktuellen Diskussionen des Klimawandels mit einschließt.
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2. Topographische Einordnung der deutschen
Nordseeküste
Die Nordsee wird in der Geographie als das Schelfmeer des Atlantischen Ozeans definiert und gilt mit durchschnittlich weniger als 250 m Tiefe als sehr flaches Randmeer. Es grenzt im Westen an die Britischen Inseln und an die Grenze von Dover-Calais im Ärmelkanal, im Süden an Belgien, die Niederlande und Deutschland, im Osten an Dänemark und teilweise Schweden (Marstrand) und im Norden an die Halbinsel Stadlandet in Norwegen und an die Shetland-und Orkney-Inseln. Auf der einen Seite ist die Nordsee durch eine mittlere Tiefe von etwa 70 m in den Flachwasserbereichen des Wattenmeeres gekennzeichnet; auf der anderen Seite erreicht sie eine maximale Tiefe von 725 m in der Norwegischen Rinne. Die Wassertiefe nimmt generell von Süden nach Norden zum Atlantik hin zu. Das gesamte Gebiet der Nordsee umfasst mehrere Millionen Quadratkilometer und besitzt ein Wasservolumen von etwaigen 0,05 Millionen Kubikmetern (POTT 2003:10). Die Süd- und Südostküsten der Nordsee weisen das weltweit einzigartige Wattenmeer auf, welches die Flachküstenbereiche darstellen. Das Wattenmeer wurde im Juni 2009 wegen seiner Einzigartigkeit in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.
2.1 Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Das schleswig-holsteinische Küstengebiet wird in die Regionen Dithmarschen, Eiderstedt und Nordfriesland unterteilt. Die Küste Dithmarschens ist durch die breite Meldorfer-Bucht und die im Norden der Region existierende Eidermündung gekennzeichnet. Die Wattenbereiche dehnen sich vor ganz Dithmarschen aus, sowie vor den anderen beiden Regionen der schleswigholsteinischen Küste. Die Eidermündung trennt Dithmarschen von der nördlichen Region Eiderstedt. Vor der Küste Eiderstedts befinden sich die Sände St. Peter-Ordings und Westerhever. Die nördlichste Küstenregion ist Nordfriesland mit seinen Inseln Pellworm, Amrum, Föhr und Sylt und Halligen Süderoog, Norderoog, Hooge, Langeneß und Gröde. Infolge immer widerkehrender größerer Überschwemmungen in der Vergangenheit, wurden
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Arbeit zitieren:
Katharina Vandrei, 2009, Veränderung der deutschen Nordseeküste aufgrund klimatischer Einflüsse, München, GRIN Verlag GmbH
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