Inhaltsverzeichniss
1. Einleitungg 1
2. ZurrStärkeeZweiterrKammern::EineeÜbersichttüberreinnunübersichtlichesGebiet. 2
3. StatischeeKlassifikationen::BequemeeSchematamittTücken. 5
4. DynamischeeModelle::GedulddunddTimingg--DieeStärkee„schwacher““Kammern. 8
5. Schlussfolgerungen:: Überr Sinnn undd Unsinnn vonn „starken““ undd „schwachen““
Kammernn. 12
6. Literaturverzeichniss 15
11
1. Einleitungg
DieeInstitutionnderrZweitennKammerfindettsichhüberalllauffderrWelt..Sieeist,,wennnauchh mitt unterschiedlichenn Tendenzen,, inn allenn politischenn Systemenn vertreten:: sowohll in föderalstaatlichenn (Brasilien,, USA)) undd zentralistischenn (Chile,, Frankreich 1 )) Präsidialdemokratien,,alssauchhinnföderalistischh(Australien,,Deutschland))unddunitarischh (Großbritannien,, Italien)) gestaltetenn parlamentarischenn Regierungssystemen. 2 Dementsprechendd variierenn Zweitee Kammern hinsichtlichh ihrerr Machtfülle,, Funktionn sowiee politischenn Bedeutungg imm Gesetzgebungsprozesss zumm Teill erheblich.. Beii demm Versuchh sichh systematischh mitt demm langg vernachlässigtenn Forschungsfeldd derr Zweiten Kammerr auseinanderzusetzen,, wirdd inn derr Literaturr daherr häufigg vonn „starken““ und „schwachen““ Zweitenn Kammernn gesprochen.. Aufgrundd derr Vielfaltt bezüglichh dess jeweiligenn konstitutionellenn Kontextess undd derr unterschiedlichenn politischenn Kultur, inn welchee Zweitee Kammernn eingebettett sind,, stelltt sich diee Frage,, inwiefernn einn Vergleichh ZweiterrKammernnhinsichtlichhihrerrStärkeeüberhaupttsinnvolllist..
Umm diess richtigg beurteilenn zuu können,, istt ess notwendigg diee bisherigee Debattee inn derr Literaturr komprimiertt darzustellen. Derr erstee Abschnittt derr Arbeitt wirdd daherr einenn kurzenn Überblickk überr diee wichtigstenn Ansätzee geben.. Diesee Skizzee dientt alss Grundlagee fürrdennzweitennundddrittennTeil,,inndenenessdarummgeht,,dieStärkennunddSchwächennderr verschiedenenn Herangehensweisen herauszuarbeiten.. Aufgrundd dieserr Analysee wirdd im VerlauffderrArbeittdeutlich,,dasssdieeDebatteeüberrdieeStärkeeZweiterrKammernnzumTeill unstrukturiertt geführtt wird.. Ziell derr Arbeitt istt ess deshalb,, diee Diskussionn neu zuu strukturierennunddaufzuzeigen,,dasssichhdieeThematikkderrStärkeeZweiterrKammernnnicht auffeinerreinzelnennEbeneediskutierennlässt,,wieediessbisherrderrFalllist..
Natürlichh istt ess offensichtlich,, dasss jee stärker einee Zweitee Kammerr ist,, siee alsoo zumm BeispiellüberrdieeMöglichkeitteinessabsolutennVetossverfügtt(dieeniederländischeeEerstee Kamer,,derrdeutscheeBundesrat),,sieeeinennumsoogrößerennEinflusssimmpolitischennProzesss hat.. Diesee Logikk lässtt sichh jedochh nichtt unbedingtt inn umgekehrterr Richtungg fortführen..
1 Frankreichh zähltt zuu denn sog.. semiipräsidentiellenn Systemen,, daa ess sowohll präsidialdemokratische Elementee (z.B.. Direktwahll dess Präsidenten) alss auchh parlamentarischee Merkmalee (z.B.. Abberufbarkeitt derr Regierung) aufweist..
2 AlleeföderalennSystemebesitzennZweiteeKammern..
22
„Schwache““ Zweitee Kammern,, diee nurr einn aufschiebendess (suspensives)) Vetorecht besitzenn (dass britischee Housee off Lords,, derr französischee Sénat 3 ),, habenn nichtt zwangsläufigg nurr einenn geringenn oderr garr überhaupt keinen Einflusss auff diee Gesetzgebung.. Hierr könnenn erheblichee Unterschiedee inn derr Stärkee vonn „schwachen““ Zweitenn Kammern auftreten,, diee vonn dynamischenn Faktorenn inn denn spezifischenn VerhandlungsprozessennzwischennbeidennKammernnabhängen....
Meinee Thesee lautett demnachh wiee folgt:: Diee Debattee zurr Messungg derr Stärkee Zweiterr Kammernn brauchtt einee Strukturierungg inn zweii Ebenen,, diee getrenntt voneinanderr diskutierttwerdennsollten..DieeersteeEbeneewirdalssstatischeEbeneebezeichnet,,dieesich mittderrkonstitutionellennStärkeeZweiterrKammernninndemokratischennSystemennbefasst,, währenddauffderrzweitenndynamischenEbeneederrpotentielleeEinflusssZweiterrKammernn auffdennpolitischennProzesssuntersuchttwird..DennndieeStärkeeeinerrZweitennKammerrgibtt nichttimmerAuskunfttüberrderenntatsächlichennEinfluss...
Imm abschließendenn Teill werdenn diee Kernpunkte wertendd zusammengefasstt undd darauf aufbauenddbisherrvernachlässigteeParameterrerarbeitet....
2. Zurr Stärkee Zweiterr Kammern:: Einee Übersichtt überr einn unübersichtlichessGebiett
„Theree aree manyy varietiess off bicamerall arrangements.”, wiee Sartorii bereitss richtigg anmerktee (1997:: 184).. Wass zeichnett nunn alsoo einee „starke““ Zweitee Kammerr aus?? Wiee schonninnderrEinleitunggdeutlichhwurde,,mussserstteinmallgeklärttwerden,,wassmittdemm Begrifff Stärkee überhauptt ausgedrücktt werdenn soll.. Soo untersuchenn beispielsweise Lijphart(1984,, 1999),, Nolte/Llanoss (2004),, Sartorii (1997)) undd Swendenn (2004)) diee konstitutionelle Stärkee Zweiterr Kammern.. Siee manifestiertt sichh inn Faktorenn wiee derr Machtfüllee(symmetrischhoderrasymmetrischzurrErstenKammer),derrZusammensetzungg (kongruentt oderr inkongruentt zurr Erstenn Kammer)) undd derr demokratischenn Legitimitätt (direkteeoderrindirekteeWahllderrSenatoren)..DieserrAnsatzzorientierttsichhannstatischenn institutionellennMerkmalen...
3 Beii verfassungsänderndenn Gesetzenn zum Senatt sowiee beii Verfassungsreformenn hat derr französischee Sénat jedocheinnabsolutessVetorecht.
33
Davonn zuu unterscheidenn sindd Verfassungspraxiss undd dynamischee Faktoren,, welchee diee Stärkee derr Einflussmöglichkeitenn Zweiterr Kammernn beeinflussenn können.. Kaiserr (1998) sprichttinndiesemmZusammenhanggvonn„institutionallregimes“::
„Thee talkk off institutionall regimess iss too emphasizee thee factt thatt political systemss aree basedd onn interrelatedd institutionall andd organisationall featuress thatt systematically structuree thee wayy politicall actorss makee decisions. Institutional regimess iss nott somethingg found inn thee reall worldd butt iss ann analyticall conceptt aboutt thee causess off conflictt orr cooperationn between
Tsebelis/Raschh(1995),,Tsebelis/Moneyy(1995,,1997),,Riescher/Rußß(2000))unddWhitakerr (2006))befassennsichhdaherrmittderrInteraktionnvonnErsterrunddZweiterrKammer,,ummauff diesee Weisee Aussagenn überr denn Einflusss Zweiterr Kammernn treffenn zu können.. Dieses Verständniss vonn Stärkee hatt einenn dynamischenn Charakter,, daa hierr Faktorenn wiee Zeitt sowiee Besonderheiten (z.B.. Dringlichkeitt oderr Wichtigkeit)) derr einzelnenn GesetzesvorlagenneineegroßeeRolleespielen..
WassdassForschungsfeldddessBikameralismussnunnsoounübersichtlichhmachttisttfolgendes.. Beidee Ansätzee befindenn sichh auff verschiedenenn Ebenen,, einerr statischenn undd einerr dynamischen,,welcheeunterschiedlicheeAnforderungenstellen,,dieebisherrinnderrDebattee jedochh nichtt ausreichendd berücksichtigtt wurden.. Soo kommtt ess zumm Beispiell zuu solchh gegensätzlichennÄußerungennwieedieseevonnSartoriiunddTsebelis/Money::
„(…)) ann extremelyy weakk bicameralismm leavess uss att thee edgee att whichh bicameralismmshadessintoounicameralismm(assinnBritain).“(Sartorii1997::188)
„Thiss weak Housee off Lordss wass ablee too affirmm itss politicall positionn andd too abortt legislationn underr bothh Conservativee andd Labourr governmentss (…).. For example,,theeLordssreturneddthee19744TradeeUnionnanddLabourrRelationssbill too thee Labourrcontrolledd Housee off Commonss onn threee separatee occasions,, ultimatelyresultingginntheefailureeofftheelegislation..(…))Suchhmaneuvers,,whichh actuallyy reversee floorr votes,, aree impossiblee inn aa unicamerall legislature.”” (Tsebelis/Moneyy1997::2))
DieeersteeAussageebasierttauffdennverfassungsrechtlichennGegebenheiten,,wobeiihierrdie BedeutunggdesssuspensivennVetossunterschätzttwirddbzw..alssVariableenichttausreichendd
4 ZitierttaussNolte/Llanoss(2004::131).
Arbeit zitieren:
Jana Schwenzien, 2007, Starke Kammer, schwache Kammer – Ein unvergleichlicher Vergleich?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Regieren in föderalistischen und zentralistischen Regierungssystemen
Föderalismus und Zentralismus ...
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Hausarbeit (Hauptseminar), 47 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche: neuer Titel erschienen: Starke Kammer, schwache Kammer – Ein unvergleichlicher Vergleich?
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche: neuer Titel erschienen: Starke Kammer, schwache Kammer – Ein unvergleichlicher Vergleich?
Jana Schwenzien hat einen neuen Text hochgeladen
E Hense
Vorderösterreichische Regierung und Kammer in Ensisheim und Freiburg b...
Veröffentlichungen der Staatli...
0 Kommentare