Gliederung:
Einleitung
1. Das Unternehmen Google
1.1 Wie alles begann - historischer Abriss der ersten Jahre
1.2 Die Geschäftsidee und Firmenphilosophie
2. Das Geschäft mit der Suche
2.1 Initial Public Offering (IPO) von Google 2004
2.2 Online- Werbeagentur (AdWords und Adsense)
3. Google- Das Internetwarenhaus
3.1 Google Web Search Features - kurzer Überblick
3.2 Google Services and Tools
3.2.1 GMail - Rückschlag für Google
3.2.2 Google Desktop- Eroberung des Desktops
3.2.3 Google Talk
3.2.4 Software- Programm Google Earth
3.2.5 Google Earth zwischen Wissenschaft, Spielzeug und Kommerz
4. Blick in die Zukunft
5. Fazit
6. Literatur
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Einleitung
Was ist das Geheimnis der Suchmaschine, die von einigen sogar mit dem Internet gleichgesetzt wird?
Google startet als Suchmaschine mit innovativer Technologie, versucht sich als email- Provider, erobert den Desktop, bietet kostenlos Satellitendaten an. Was ist von Google in Zukunft zu erwarten?
Das Unternehmen hat es geschafft weltweit einen großen Nutzerstamm an sich zu binden und dessen Vertrauen durch Transparenz seiner Vorgehensweise zu gewinnen. Treu dem Motto „Don´t be evil“ gewährleistet das Unternehmen eine strikte Trennung zwischen kommerziellen und generellen Webseiten bei der Suchabfrage - doch durch Werbeanzeigen erwirtschaftet es seinen Umsatz. Wie passt das zusammen?
Google befindet sich einerseits auf einer Suche nach ständig neuen kostenlosen Dienstleistungsangeboten für seinen Nutzer und anderseits weitet es sein Angebot für Unternehmen, kundenorientiert, gezielt und im richtigen Moment ihre Werbung zu schalten, aus. Wer ist der eigentliche Kunde von Google?
Im ersten Teil der Hausarbeit soll das Unternehmen Google dargestellt, ein Überblick über die Phase der Entstehung bis zur Gründung gegeben sowie auf die Philosophie des Unternehmens kurz eingegangen werden.
Im folgenden Abschnitt mit dem Titel „Das Geschäft mit der Suche“ wird das Geschäftsmodell von Google, Inserenten den innovativen Service eines gezielten Marketings anzubieten, näher beleuchtet und auf den Börsengang des Unternehmens, der offen legte, wie profitabel das ehemalige Start- up- Unternehmen geworden war, eingegangen. Der dritte Teil soll das umfassende, grundsätzlich kostenlose Dienstleistungsangebot von Google für seine Nutzer der Suchmaschine umreißen, wobei besonders auf das Software- Programm Google Earth eingegangen wird. Nachdem abschließend kurz auf mögliche, zukünftige Geschäftsideen des Unternehmensgiganten eingegangen wird, folgt das Fazit.
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1. Das Unternehmen Google
„They named their search engine Google, for the biggest number they could imagine. But it wasn´t big enough. How can it be so many things? It´s Goooooooooogle.” 1
Larry Page und Sergey Brin gründeten am 7. September 1998 das Unternehmen “Google Inc.“, welches sich mit einem Börsenwert von 79,6 Milliarden 2 US- Dollar zu einem Unternehmensgiganten entwickelt hat. Die Internetsuchmaschine „Google“ des Unternehmens bietet ihren Nutzern Zugang zu einem Index, der über 8 Milliarden 3 URL´s (Uniform Resource Locator 4 ) umfasst und ist somit die weltweit größte Suchmaschine des Internets 5 .
Ihren Namen bekam die Suchmaschine angelehnt an den mathematischen Begriff „g-o-o-g-o-l“ 6 , der eine Zahl mit einer 1 und 100 Nullen bezeichnet. Mit ihrem kostenlosen Angebot für den Nutzer hat Google die Möglichkeit von Individuen, sich Zugang zu Informationen zu beschaffen, grundlegend vergrößert und revolutioniert.
Mittlerweile betreibt das Unternehmen Google das „größte Computersystem der Welt“ 7 mit einer Kapazität über die keine andere Gesellschaft verfügt. Laut John Hennessy (Spitzeninformatiker und Präsident der Stanford Universität) ist Google einzigartig unter den spezialisierten Software- und Hardware- Unternehmen der Welt, weil es in beiden Bereichen marktführend ist. 8
Die Marke Google hat sich in der Öffentlichkeit etabliert, die schlichtgestaltete weiße Webseite, in dessen Mitte das bunte Firmenlogo platziert ist, hat Millionen von
1 http://www.wired.com/wired/archive/12.03/google.html, abgerufen am 24.03.2006.
2 Vise, D.A., S. 286.
3 Vgl. http://www.google.de/intl/de/press/facts.html und “It is the most visited search site.”
4 „URLs identifizieren eine Ressource über ihren primären Zugriffsmechanismus (häufig http oder ftp) und den Ort (engl. location) der Ressource in Computernetzwerken.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator, abgerufen am 30.03.2005.
5 “It is the most visited search site.”, http://economist.com/displaystory.cfm?story_id=2384623, abgerufen am 28.3.2005.
6 Der Begriff „Googol“ wurde 1938 durch den amerikanischen Mathematiker Edward Kasner etabliert, der seinen neunjährigen Neffen Milton Sirotta aufforderte, ein Wort für die Zahl zu erfinden. Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Googol, abgerufen am 26.3.2006.
7 Vise, D.A.,S.16.
8 Ebda., S.16.
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Internet- Explorer- Startseiten erobert und ist spätestens seit der Aufnahme des Verbs „googlen“ in den deutschen Duden, aus der Öffentlichkeit nicht mehr wegzudenken.
1.1 Wie alles begann - historischer Abriss der ersten Jahre von Google
Larry Page und Sergey Brin begegneten sich im Frühjahr 1995 als Doktoranden an der Stanford Universität, nach Pages Studiumsabschluss in Computertechnik und Betriebswirtschaftlehre (1995) in Michigan und Brins in Mathematik und Informatik (1993) in Maryland. Sie entwickelten eine enge Freundschaft und zogen im Januar 1996 mit anderen Informatikstudenten und Dozenten zusammen in ein Büro. Im Herbst 1998 trafen sie sich mit Andy Bechtolsheim 9 und stellten ihm das Konzept ihrer neuen Internet- Suchtechnolgie vor. Bechtolsheim war von dem Konzept begeistert und stellte den beiden Google- Gründern einen Scheck von 100.000 Dollar aus, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, wie mit der Geschäftsidee Profit erzielt werden kann 10 . Am 7. September 1998 gründeten Page und Brin offiziell Google Inc. mit einem Startkapital von umgerechnet 810.000 Euro in einer Garage in der Nähe des Menlo Parks und brachten die erste Testversion auf den Markt. Im Februar 1999 bezog Google mit acht Angestellten ein Büro in Palo Alto, verarbeitete ca. 100.000 Suchanfragen pro Tag und gewann neben Mundpropaganda u.a. durch die Erwähnung in PC Magazine an Popularität. „Im Laufe des Jahres schwoll die Zahl der Anfragen auf 500.000 pro Tag, und die Firmengründer wussten, dass sie eine erhebliche Summe benötigten, um ihr System kontinuierlich zu erweitern.“ 11 Es stellte sich das Problem einen ernsthaften Anleger zu finden, der die Suchtechnologie ohne konkretes Geschäftsmodell bewerten und von einer
9 Andreas (Andy) von Bechtholsheim ist ein aus Deutschland stammender Informatiker und Unternehmer, der im Silicon Valley lebt und arbeitet. Über seinen Geschäftspartner David Chriton lernte er die Stanford-Studenten Larry Page und Sergey Brin 1998 kennen. (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Andy_Bechtolsheim, abgerufen am 27. März 2006); Er ist bekannt als legendärer Investor in eine Reihe von erfolgreichen Start- up- Unternehmen. (vgl. Vise, D.A., S. 54.)
10 „Er (Bechtholsheim) ging die verschiedenen Möglichkeiten durch: etwa die, einen Kundenstamm durch die kostenlose Überlassung der Google- Suchmaschine auszubauen, um dann mit Anzeigen oder dem Verkauf eines Produktes Geld zu verdienen. Larry und Sergey hatten einen instinktive Abneigung gegen Werbung, verbunden mit einer tiefsitzenden Angst, dass die Suchergebnisse damit beeinträchtigt würden“, Vise, D.A., S. 56.
11 Vise, D.A., S. 69.
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Zusammenarbeit überzeugt werden musste. Am 7. Juli 1999 erklärten sich Kleiner Perkins und Sequoia Capital bereit 25 Millionen Dollar in Google Inc. zu investieren, unter der Bedingung, dass ein erfahrender Manager für die Firma angeheuert wird.
1. 2 Geschäftsidee und Firmenphilosophie
Geschäftsidee
Den Grundstein zur Unternehmensgründung legte die Erfindung des Link- Rating-Systems „PageRank“, ein System der Beurteilung von Webseiten. Zur Informationsbeschaffung aus dem Internet benutzten die Forscher neben anderen Suchmaschinen (wie WebCrawler, Lycos, Infoseek etc.), die Suchmaschine AltaVista, die zwar bessere und schnellere Suchergebnisse lieferte, aber nicht zufrieden stellte. Dabei fiel Page auf, dass neben einem Verzeichnis von Webseiten, AltaVista auch Resultate zu scheinbar nebensächliche Informationen, so genannten Links, liefert um zu anderen Webdokumenten zu gelangen 12 . Brin und Page beginnen 1996 damit Weblinks herunterzuladen, um darüber die Daten des Internets zu analysieren. 1997 entwickeln sie die primitive Suchmaschine „BackRub“, die sich auf die konventionellen Suchmaschinen- Technologien stützt, aber mit Hilfe von Pages Link- Ranking- System („PageRank“), welches Webseiten auf die die meisten Links verweisen einen höheren Rang verleiht, die Suchabfrage optimiert. Der Suchmaschinen- Prototyp „Backrub“ wurde erstmals intern von Page, Brin und Motwani (Professor mit dem Brin in einer Forschungsgruppe arbeitet) an der Stanford Universität eingesetzt und dem Universitätspersonal unter der Adresse google.stanford.edu zur Verfügung gestellt. Die neue Suchmaschine, die qualitativ bessere Suchergebnisse erzielte, gewann mit ihrem nutzerfreundlichem, einfach gestalteten Design zunehmend an Popularität. Der allein durch Mundpropaganda erzielte Anstieg der Nutzer, zwang Page und Brin ihre Datenbank zu erweitern und nach Finanzierungsmöglichkeiten für den Unterhalt ihres Systems zu suchen. Doch die Anstrengungen und Versuche 1998 ihre innovative Technologie an u.a. AltaVista für rund 1 Million Dollar zu verkaufen, scheiterten.
12 Vgl.: Vise, D.A., S. 46 f..
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Arbeit zitieren:
Diplom Geographin Diana Lantzen, 2006, Google - ein Geschäftsmodell auf der Suche, München, GRIN Verlag GmbH
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