4. Die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen 37
5. Contracting zur Energieeinsparung privater Haushalte in Deutschland 41
5.1. In Mietwohnungen 41
5.2. In Eigenheimen 49
5.2.1. Eigenheim-Contracting 50
5.2.2. Mini-BHKW als Contracting-Modell 52
5.3. Experteninterviews zu Contracting bei privaten Haushalten 54
5.4. Lösungsansätze: Änderungen im Mietrecht und
Transaktionskostenreduktion 57
6. Fazit 60
Literaturverzeichnis 61
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Endenergieverbrauch nach Sektoren in der BRD 2008. Eigene
Darstellung nach Statistisches Bundesamt (2009), S.10. ............................................... 2 Abbildung 2: Energienachfrage der Haushalte nach Anwendungsbereich 2007. Eigene
Darstellung nach AG Energie Bilanzen (2009), S. 10. ..................................................... 3 Abbildung 3: Betriebskostenspiegel 2008/2009. Quelle: DMB (2008), DMB (2009):
Betriebskostenspiegel für Deutschland. ........................................................................ 3 Abbildung 4: Altersstruktur der Wärmeerzeugungsanlagen. Eigene Darstellung nach Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (2008), S. 14. .................................... 4 Abbildung 5: Beheizungsart der Wohneinheiten. Eigene Darstellung nach Statistisches
Bundesamt (2008), S. 14. ............................................................................................... 5 Abbildung 6: Verwendete Energieart für die Wärmeversorung in Tsd. Wohnungen. Eigene Darstellung nach Statistisches Bundesamt (2008), S. 15. ................................... 6 Abbildung 7: Wohneinheiten (Miet- und Eigentümerwohneinheiten) in Tsd. nach Größe. Eigene Darstellung nach Statistisches Bundesamt (2008), S. 32. ....................... 7 Abbildung 8: Wohngebäude nach Anzahl der Wohneineiten und Art der Nutzung. Eigene Darstellung nach Statistisches Bundesamt (2008), S. 18-19. ............................. 7 Abbildung 9: Beziehung zwischen Contractor und Contracting-Nehmer. Eigene
Darstellung. .................................................................................................................. 10 Abbildung 10: Energiewirtschaftliche Umwandlungskette. Eigene Darstellung nach
Meinefeld (2004), S. 69. ............................................................................................... 14 Abbildung 11: Häufigkeiten der Contracting Varianten (2008). Eigene Darstellung
nach VfW (2008). .......................................................................................................... 16 Abbildung 12: Beispiel - Arbeitspreise für Nahwärme. Eigene Darstellung nach Hennig
(2006). .......................................................................................................................... 17 Abbildung 13: Einspar-Contracting, Laufzeitmodell. Eigene Darstellung nach
Bemmann/Schädlich (2002), S. 30. .............................................................................. 19 Abbildung 14: Einspar-Contracting, Beteiligungsmodell. Eigene Darstellung nach
Treckmann (2006), S.11. ............................................................................................... 20 Abbildung 15: Integriertes Energie-Contracting. Quelle: Bleyl-Androschin (2009), S.
19. ................................................................................................................................. 26 Abbildung 16: Energieliefer-Contracting: Projektablauf. Eigene Darstellung in
Anlehnung an EnergieAgentur NRW (2007), S. 9. ........................................................ 27
III
Abbildung 17: Positionen der Eigenregiekosten. Quelle: Otto (2000), S. 5. ................ 28 Abbildung 18: Relevante Rechtsnormen für Contracting. Eigene Darstellung nach DIN
8930-5 (2003), S. 3-5. ................................................................................................... 30 Abbildung 19: Zugehörigkeit der Unternehmen (Selbsteinordnung). Quelle:
BMVBS/BBSR (2009a), S. 18. ........................................................................................ 34 Abbildung 20: Contracting im Wohnungsbereich. Eigene Darstellung nach
Thamling/Seefeldt/Glöckner (2010). ............................................................................ 35 Abbildung 21: Transaktionskosten für Wärmeliefer-Contracting: Absolutwerte und in Relation zu Anlageninvestitionen. Quelle: BMVBS/BBSR (2009c), S. 50. ..................... 39 Abbildung 22: Vorgehensweise zur Bestimmung des Contracting-Potentials. Eigene
Darstellung nach BMVBS/BBSR (2009), S. 66-89. ......................................................... 45 Abbildung 23: Elemente der Dienstleistung Eigenheim-Contracting. Quelle:
Auer/Freund/Schrattenecker (2006), S. 36. ................................................................. 51
IV
Abkürzungsverzeichnis
AG Arbeitsgemeinschaft BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BDH Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie und Umwelttechnik BGH Bundesgerichtshof BHKW Blockheizkraftwerk BMVBS Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung BRD Bundesrepublik Deutschland DIN Deutsches Institut für Normung e.V. e.V. eingetragener Verein EK Eigenkapital EVU Energieversorgungsunternehmen GHD Gewerbe, Handel, Dienstleistungen kWh Kilowattstunde NIÖ Neue Institutionenökonomik o.A. ohne Autor PECU Bundesverband Privatwirtschaftlicher Energie-Contracting-Unternehmen e.V. TGA Technische Gebäudeausrüstung USA United States of America VfW Verband für Wärmelieferung
V
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Contracting. Eigene Darstellung nach Wollf/Jagnow
(2004), S.6. .................................................................................................................... 12 Tabelle 2: Contracting Begriffe Übersicht. Eigene Darstellung nach ASUE (2005), S. 4-
5. ................................................................................................................................... 23 Tabelle 3: Wärmeliefer-Contracting: Investitons- und Transaktionskosten nach
Leistungsklassen. Quelle: BMVBS/BBSR (2009b), S. 21. ............................................... 39 Tabelle 4: Eigenregie vs. Wärmeliefer-Contracting: Entscheidungskriterien. Quelle:
BMVBS/BBSR (2009c), S. 54. ........................................................................................ 40 Tabelle 5: Berechnungsformel für Energie-Einsparpotentiale. Quelle: Ruhland/Herud
(2009), S.103-105. ........................................................................................................ 42 Tabelle 6: Prognose der Energieeinsparpotentiale (2008-2015). Quelle:
Ruhland/Herud (2009), S. 127. ..................................................................................... 44 Tabelle 7: Prognose des Energiebedarfs bezogen auf den gesamten relevanten
Wohnbestand. Quelle: Ruhland/Herud (2009), S. 127. ............................................... 44 Tabelle 8: Prognostizierte Marktdurchdringung von Contracting. Quelle:
Ruhland/Herud (2009), S. 134. ..................................................................................... 44 Tabelle 9: Hebbare Contracting Potentiale. Quelle: Ruhland/Herud (2009), S. 134.... 45 Tabelle 10: Zuordnung der Nutzwärme-Teilmengen zu den Contracting-Potentialgruppen. Quelle: Bremer Energie Institut in BMVBS/BBSR (2009c), S. 80. ... 47 Tabelle 11: Endenergie-Einsparpotentiale durch Anlagenmodernisierung. In Anlehnung an Bremer Energie Institut in BMVBS/BBSR (2009c), S. 83. ...................... 47 Tabelle 12: Gutachtenvergleich. Ruhland/Herud vs. BMVBS/BBSR. Eigene Darstellung.
...................................................................................................................................... 48
VI
1. Einleitung
Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ein wichtiges Thema der heutigen Zeit. Besonders deutlich wird dies durch die jährlich stattfindenden UN-Klimakonferenzen. Deutschland hat das im Kyoto-Protokoll vereinbarte Klimaziel bereits erreicht. Dennoch hat die Bundesregierung beschlossen die Treibhausgasemissionen weiter zu senken. Im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm sollen die deutschen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40% weiter reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen sind nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern auch private Haushalte gefragt einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Für jeden Einzelnen wird der sparsame Umgang mit Energie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten immer wichtiger. Gegenstand dieser Arbeit ist die Untersuchung von Möglichkeiten und Potentialen, die zu einer Energieeinsparung bei privaten Haushalten führen. Das Konzept des Contracting soll dabei im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und als Umsetzungsinstrument dienen.
Im ersten Teil wird der Energieverbrauch privater Haushalte in Deutschland detailiert untersucht und dargestellt. Ein Ausführlicher Überblick über Contracting bildet die Basis zum weiteren Verständnis. Als theoretischer Bezugsrahmen für die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Contracting-Vorhaben gegenüber einer Energieversorgung in Eigenregie dient die Transaktionskostentheorie. Abschließend wird auf Grundlage der aktuellen Literatur das Einsparpotential durch Contracting genauer beleuchtet. Zudem sollen Experteninterviews wesentliche Probleme und Hemmnisse bei der Verbreitung von Contracting für Privathaushalte herausstellen. Die Formulierung von möglichen Lösungsansätzen rundet die wissenschaftliche Arbeit ab. Ziel dieser Ausarbeitung ist die Eignung von Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten zu überprüfen.
Im Folgenden soll der Energieverbrauch privater Haushalte in Deutschland betrachtet werden.
1
2. Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland
2.1 Endenergieverbauch und Energienachfrage
Um Einsparpotentiale erkennen zu können, ist eine Betrachtung des statistischen Datenmaterials zu Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in der BRD notwendig. Unter dem Begriff der Endenergie ist die Energie zu verstehen, die letztlich vom Endverbraucher bezogen wird. Umwandlungsverluste und nichtenergetischer Verbrauch werden dabei nicht erfasst.
Wie in Abbildung 1 dargestellt ist die Industrie mit 29%, gefolgt vom Verkehrssektor mit 28% der größte Endenergieverbraucher. Allerdings nehmen die privaten Haushalte, die für die Untersuchung von besonderem Interesse sind, mit 27% einen erheblichen Anteil am Gesamtendenergieverbrauch ein. Der Gesamtverbrauch aller Sektoren beträgt 9127 Petajoule also 2535,27 TWh. 1 Dementsprechend haben die privaten Haushalte im Jahr 2008 zirka 685,53 TWh Endenergie verbaucht.
Abbildung 1: Endenergieverbrauch nach Sektoren in der BRD 2008. Eigene Darstellung nach Statisti-
1 Vgl.Statistisches Bundesamt (2009), S. 10.
2
Bei der genaueren Untersuchung ist zu erkennen, dass die Energienachfrage der Haushalte (Abbildung 2) zu 70% auf Raumwärme entfällt. Hier lassen sich Effizienzpotentiale vermuten.
Abbildung 2: Energienachfrage der Haushalte nach Anwendungsbereich 2007. Eigene Darstellung nach
AG Energie Bilanzen (2009), S. 10.
Der Deutsche Mieter Bund (DMB) veröffentlicht jährlich für das vorherige Abrechnungsjahr einen Betriebskostenspiegel (Abbildung 3), der die Kosten verschiedener Positionen pro m² und Monat auflistet. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Heizkosten nehmen den größten Kostenanteil ein. Zudem sind die Kosten im Vergleich zwischen 2008 und 2009 enorm angestiegen.
Abbildung 3: Betriebskostenspiegel 2008/2009. Quelle: DMB (2008), DMB (2009): Betriebskostenspie-
2 gel für Deutschland.
2 Um die Abbildung übersichtlich zu halten wurden nur die drei Positionen mit den höchsten
Kosten abgebildet.
3
Struktur der Heizungsanlagen
Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie und Umwelttechnik e.V. (BDH) gibt an, dass die rund 38 Mio. Wohnungseinheiten in Deutschland von 17 Mio. Heizungsanlagen beheizt werden. 2 Mio. dieser Anlagen sind veraltert und verbrauchen 30% mehr Energie als ein moderner Brennwertkessel. 3
Genauere Informationen über die Art der Heizungsanlagen liefert die jährliche Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks. So sind im Jahr 2008 6,1 Mio. Ölfeuerungsanlagen und 7,9 Mio. Gasfeuerungsanlagen überprüft worden. Dabei wurde ein enormer Erneuerungsbedarf festgestellt: 12% der Ölfeuerungsanlagen und 6,1% der Gasfeueranlagen sind älter als 25 Jahre. 4
Abbildung 4: Altersstruktur der Wärmeerzeugungsanlagen. Eigene Darstellung nach Bundesverband
des Schornsteinfegerhandwerks (2008), S. 14.
Die obige Abbildung zeigt, dass die meisten Heizungsanlagen zwischen dem 01.01.88 und dem 03.10.90 errichtet wurden. Demnach sind ein Großteil der Anlagen 20 Jahre oder älter. Hier sind umfangreiche Einsparmöglichkeiten gegeben, die sich im Vergleich zu anderen Maßnahmen besonders schnell auszahlen. 5 Insgesamt werden 5,9 Mio. Heizungsanlagen mit Öl und 7,7 Mio. mit Gas befeuert. Eine detailiertere Aufschlüsselung nach der Beheizungsart liefert Abbildung 5. Block-/Zentralheizungen
3 Vgl. BDH (2009), S. 11.
4 Vgl. Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (2008), S. 13.
5 Vgl. Hopfensberger/Onischke/Spöth (2009), S. 83.
4
machen mit 72% den größten Anteil aus. Unter einer Blockheizung ist ein zentrales Heizsystem für die Versorgung ganzer Häuserblocks zu verstehen. Die Heizungsquelle befindet sich in bzw. an einem der Gebäude des Blocks. Zentralheizungen befinden sich direkt innerhalb eines Gebäudes (meistens im Keller) und versorgen sämtliche Wohneinheiten. Fernheizungen versorgen über isolierte Leitungen ganze Wohnbezirke mit Wärme aus einem zentralen Fernheizwerk. Einzel- oder Mehrraumöfen beheizen nur den jeweiligen Raum in dem sie installiert sind (z.B. Kachelofen). Etagenheizungen sind Heizanlagen für die Versorgung sämtlicher Räume einer Wohnung (z.B. Gastherme). 6
Abbildung 5: Beheizungsart der Wohneinheiten. Eigene Darstellung nach Statistisches Bun-
desamt (2008), S. 14.
Darüber hinaus soll eine Erhebung über die verwendeten Energiearten weitere Erkenntnisse bringen. Aus Abbildung 6 geht hervor, dass Gas und Heizöl die meist verbreiteten Energiearten sind und speziell der Bereich der erneuerbaren Energien noch ausbaufähig ist.
6 Vgl. Statistisches Bundesamt (2008), S. 7-9.
5
Abbildung 6: Verwendete Energieart für die Wärmeversorung in Tsd. Wohnungen. Eigene
Darstellung nach Statistisches Bundesamt (2008), S. 15.
2.2 Wohnsituation
Neben der Struktur der Heizungsanlagen stellt sich die Frage nach der Art der Nutzung für die Wohneinheiten. Laut dem Mikrozensus 2006 des Statistischen Bundesamts werden 58% der Wohneinheiten in Deutschland von Mietern und 42% von Eigentümern bewohnt. 7 In Deutschland gibt es also deutlich mehr Mieter als Eigenheimbesitzer.
7 Vgl. Statistisches Bundesamt (2008), S. 19.
6
Abbildung 7: Wohneinheiten (Miet- und Eigentümerwohneinheiten) in Tsd. nach Größe. Eigene Dar-
stellung nach Statistisches Bundesamt (2008), S. 32.
Für die Durchführung Contracting ist besonders die Größe der Mieteinheiten von Bedeutung (siehe Abbildung 7). Wohnungseinheiten zwischen 60 m² und 80 m² machen mit 9.087.000 Einheiten den größten Teil aus. Wohneinheiten mit 120 m² und mehr kommen auch häufig vor, werden allerdings eher von Eigentümern bewohnt.
Abbildung 8: Wohngebäude nach Anzahl der Wohneineiten und Art der Nutzung. Eigene Darstellung
Abbildung 8 stellt vor allem zwei Dinge deutlich dar: Eigentümerwohnungen bestehen überwiegend aus einer Wohneinheit. Mieterwohneinheiten bestehen besonders häufig aus Wohngebäuden mit 3-6 und 7-12 Einheiten.
2.3 Zusammenfassung
Das dargestellte Datenmaterial zeigt, wo Contracting für private Haushalte theoretisch am meisten Energie einsparen könnte. Klar zu erkennen ist der enorme Energieverbrauch zur Bereitstellung von Raumwärme. Aufgrund der Altersstruktur der Heizungsanlagen in Deutschland ergibt sich ein Modernisierungsbedarf. Werden die Beheizungsanlagen auf den neusten Stand der Technik gebracht, lassen sich höhere Jahresnutzungsgrade erzielen. Die meisten derzeit installierten Heizungsanlagen haben einen solchen Jahresnutzungsgrad von 75%. Mit Contracting könnte sich dieser auf bis zu 90% erhöhen. 8 Diese Modernisierung hätte auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen zur Folge.
Die wichtigsten Daten zu Energieverbauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland für das Jahr 2008 sind: S 685 TWh Endenergieverbrauch S davon 479 TWh für Raumwärme S in 38 Mio. Wohneinheiten
S mit 17 Mio. Heizungsanlagen
8 Vgl. Geißler (2009), S. 29.
8
3. Grundlagen des Contracting
3.1 Ziel, Zweck und Möglichkeiten von Contracting
Der Grundidee von Contracting ist, alle Aufgaben rund um die Energieversorgung an einen Dienstleister abzugeben. In der Literatur wird dies als Outsourcing der Energie-versorgung beschrieben. Contracting ist als eine Erscheinungsform der hoch entwickelten, arbeitsteiligen Volkswirtschaft zu verstehen. 9 Dabei ist zwischen dem Contractor, welcher die Dienstleistung anbietet und dem Contracting-Nehmer, der die Dienstleistung einkauft, zu unterscheiden. 10 Der Contractor erledigt Beschaffung und Betrieb der Energieversorgungsanlage und sorgt damit für sinkende Energieverbräuche. 11 Um dies gewährleisten zu können, erfolgt eine Professionalisierung in der Bereitstellung von Nutzenergie wie Wärme, Kälte, Licht, Strom oder Dampf. 12 Außerdem kann Contracting als Finanzierungsform von Investitionen im Energiebreich betrachtet werden. Ein Contractor modernisiert zum Beispiel auf eigene Kosten die technischen Anlagen zur Wärmeversorgung eines Kunden und erhält dafür einen Anteil der dadurch eingesparten Betriebskosten. 13
Contracting ist nicht als einheitliches Produkt zu verstehen, sondern als verschiedenartig ausgestaltbare Dienstleistung. 14 Aufgrund dieser Gestaltungsspielräume gibt es in der Regel für jedes Contracting-Projekt individuelle Verträge zwischen den Vertragspartnern. Contracting kann für beide Seiten ein lukratives Geschäft sein. Bei geschickter Planung und Ausführung ist so die Entstehung einer Win-Win-Situation möglich. 15 Abbildung 9 stellt vereinfacht die beschriebenen Austauschbeziehungen zwischen Contractor und Contracting-Nehmer dar.
9 Vgl. Wohlgemuth (1997), S. 13.
10 Vgl. Scheuermann (2007), S. 41.
11 Vgl. Bulczak (2008).
12 Vgl. o.A. (2000), S. 31.
13 Vgl. Röhrich (1997), S. 312.
14 Vgl. Freund (1999), S. 34.
15 Vgl. Ruppelt (2003), S. 509.
9
Arbeit zitieren:
Jan Hader, 2010, Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Energie-Contracting aus der Perspektive der Prinzipal-Agenten-Theorie
Diplomarbeit, 98 Seiten
Analyse der Rolle des Energie-Contracting für mittelständische Unterne...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 19 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Allgemeines: Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Allgemeines: neuer Titel erschienen: Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland
Jan Hader hat einen neuen Text hochgeladen
Public Private Partnerships in Deutschland
Das Handbuch. Mit einem Regist...
Rudolf Scharping, Thomas Eßer, Frank Baumgärtner
Markt- und nichtmarktmäßige Aktivitäten privater Haushalte
Mikrotheorie, Mikrodaten, Mikr...
Joachim Merz
Performance Contracting auf Industriegütermärkten
Eine Analyse der Eintrittsents...
Christian Kleikamp
Die Teilnahme des Strom-Contractings am Belastungsausgleich nach dem E...
Hanns-Christian Fricke
0 Kommentare