Gliederung 2
Einleitung 3
Der Beatles-Sound und sein Instrumentarium/ Equipment 3
Die frühe Schaffensperiode - Die Entstehung des „Beatles-Sounds“ 3
Die mittlere Schaffensperiode - Die neuen Möglichkeiten im Studio 8
Die späte Schaffensperiode - Die Beatles als Studioband 9
Abschlie ßende Betrachtung 11
Literatur - und Quellenverzeichnis 13
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Einleitung
Als Anfang der 60er Jahre die Beatles ausholten, um den Rock´n Roll und sein Erscheinungsbild neu zu definieren, ahnte vermutlich noch niemand, wie wegweisend diese Veränderungen sein würde. In einer Zeit, in der die europäische und im Speziellen die englische Popmusik weitgehend von US-amerikanischen Einflüssen beherrscht war, schufen sie einen eigenen Sound, der sich von dem anderer Bands ihrer Zeit deutlich unterschied.
Neben den Möglichkeiten der aufkommenden Studiotechnik war es auch die Wahl des Instrumentariums, die den Sound ihrer Musik maßgeblich beeinflußte. Der Klang eines Instrumentes und gegebenenfalls seiner elektronischen Verstärkung ist für den Gesamtsound nicht zuletzt deshalb von entscheidender Bedeutung, weil er das Ausgangsmaterial jedweder Klanggestaltung ist. Klang und musikalische Struktur bedingen sich in der Regel gegenseitig und so war nicht nur der Sound ihrer Musik sondern auch die Musik selbst letztlich ein Abbild des Instrumentariums bzw. Equipments, das den Beatles zu einem Zeitpunkt zur Verfügung stand. Diese Seminararbeit hat es zum Ziel aufzuzeigen, wie sich der Sound der Musik der Beatles, bedingt durch die Wahl der Instrumente, Klangerzeuger und Verstärker sowohl auf der Bühne als auch im Studio, über die Jahre ihres musikalischen Schaffens entwickelt hat. Sie basiert im Wesentlichen auf dem Nachschlagewerk „Der Beatles Sound. Die Fab Four und ihre Instrumente - auf der Bühne und im Studio“ aus dem Jahr 2002 von Andy Babiuk, der sich dieser Thematik eingehend gewidmet hat.
Der Beatles-Sound und sein Instrumentarium/ Equipment
Die frühe Schaffensperiode - Die Entstehung des „Beatles-Sounds“
Ende der 50er Jahre beherrschte der Skiffle die musikalische Szene Englands und zahlreiche, meist jugendliche Amateurmusiker fanden sich in Bands zusammen, um diese Musik zu spielen. Es war nicht zuletzt die Verwendung billiger, oft einfach konstruierter Instrumente, die für diese Musik typisch waren und sie deshalb besonders für Jugendliche interessant machte; unter ihnen George Harrison, John Lennon und Paul McCartney.
Mühten sie sich anfangs noch mit einfach konstruierten Instrumenten wie der Akustikgitarre „Champion“ der Marke Gallaton ab, wurde es bald an der Zeit, sich ein
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besseres Equipment anzuschaffen, das sich elektronisch verstärken ließ. So erwarb Paul McCartney 1961 ein Instrument, das den Sound der Beatles über viele Jahre prägen sollte: den „Beatles-Bass“. Speziell als Linkshänder-Bass ausgelegt war der Violin-Bass 500/1 von Höfner mit einem dünnen Hals und einer niedrigen Saitenlage versehen, die das Spielen erleichterte. Er bot einen obertonreichen Basston mit prägnanten Mitten, der auch in höheren Lagen seinen Bass-Charakter nicht verlor. Paul nutzte meist den Hals-Pickup, der einen noch weicheren und volleren Klang erzeugte. Als Verstärker diente ein „Selmer Truvoice“ mit 16 Watt Leistung. Während sich George Harrison für die markante Form einer elektrischen „Futurama“-Gitarre begeisterte, entschied sich John Lennon für eine „Rickenbacker 235“, einer amerikanischen E-Gitarre, die durch eine niedrige Saitenlage das Spielen vereinfachte. Darin wurde bei Lennon wie auch bei McCartney bereits das Bestreben erkennbar, ihre musikalischen Ideen auch auf ihren Instrumenten so gut wie möglich selbst umsetzen zu wollen.
Pete Best, bis 1962 Schlagzeuger bei den Beatles, spielte ein „Premier“-Set mit einer besonders großen 26-Zoll-Bassdrum mit lautem und druckvollem Sound, der bald als „Atomic-Beat“ bekannt wurde. Schon während ihres ersten Engagements in Hamburg eigneten sich die Beatles eine prägnante und rhythmusbetonte Spielweise an, um der lauten Umgebung eines Clubs gerecht zu werden 1 .
George Harrison, der sich wie kein anderer Beatle für die klanglichen Eigenheiten seiner Gitarren interessierte, kaufte sich in Liverpool seine - wie er selber sagte„erste gute Gitarre“, eine „Gretsch Duo Jet“, die als Halbresonanzgitarre einen sehr tiefen und warmen Klang besaß, der durch Single-Coil-Pickups um brillante Höhen ergänzt wurde.
Rockbands mit elektrischen Gitarren waren Anfang der 60er Jahre noch eher unbekannt und so gab es auch kaum adäquate Verstärker, die die klanglichen Feinheiten dieser Instrumente wiedergeben konnten. Besonders die
Gesangsverstärker waren mit 30 bis 35 Watt in ihrer Leistung zu schwach, um einen ausgewogenen und transparenten Gesamtsound auf der Bühne zu ermöglichen. Um den Bass zu verstärken war es üblich, einen möglichst lauten Gitarren-Amp zu benutzen, dessen Lautsprecher für diese tiefen Frequenzen allerdings nicht ausgelegt waren und einen eher dröhnenden und undefinierten Sound verursachten. Paul ließ sich deshalb von einem Freund eine Bass-Box mit größeren 15-Zoll-Lautsprechern bauen, die als „Coffin“ bekannt wurde. In Kombination mit dem Verstärker des „Truvoice“ prägte dieser den sogenannten Beatles-Sound maßgeblich.
1 vgl. Andy Babiuk, Der Beatles Sound. Die Fab Four und ihre Instrumente - auf der Bühne und im Studio,
hrsg. v. PPV Medien, 2002, S.50 f.
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Arbeit zitieren:
Master of Arts Roland Mahler, 2006, Die “Geheimwaffen” der Beatles, München, GRIN Verlag GmbH
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