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Öffentliche versus private Produktion öffentlicher Leistungen

Título: Öffentliche versus private Produktion öffentlicher Leistungen

Trabajo de Seminario , 2003 , 21 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Matthias Grabe (Autor)

Economía - Finanzas
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Das Ausmaß der Steigerung der Staatsquote in den westlichen Industrieländern führt
regelmäßig zu Forderungen nach Privatisierung, Abbau von Bürokratie und Rückzug des
Staates aus verschiedenen Gebieten des öffentlichen Lebens. Doch steht zu befürchten,
dass die in der Öffentlichkeit oftmals polemisch geführte Debatte mehr zerstören als bewirken
könnte. Eine sachliche Analyse der Gründe für staatliches Eingreifen in die Wirtschaft
muss die Grundlage für Entscheidungen bilden.
Öffentlichen Güter können, wenn ihre Bereitstellung durch das Auftreten von Marktversagen
gefährdet ist einen solchen Grund liefern. Sie haben deshalb zentrale Bedeutung
für diese Arbeit. Stellt der Staat sie bereit, um die Folgen des Marktversagens zu korrigieren,
entstehen dabei neue Probleme und Unvollkommenheiten. Um einen Teil dieser
Probleme in den Griff zu bekommen, kann sich die Rolle des Staates auf die Bereitstellung
beschränken. Die Produktion kann dann im privaten Sektor erfolgen. Dieses Vorgehen,
die Bedingungen sowie die Vor- und Nachteile der privaten bzw. öffentlichen
Produktion sind Gegenstand dieser Arbeit.
Das zweite Kapitel definiert grundlegende Begriffe, gibt Indikationen für staatliches
Eingreifen und erklärt den wichtigen Unterschied zwischen Bereitstellung und Produktion.
Im Punkt 3.1 wird die staatliche Produktion untersucht. Der Charakteristik folgt die
Nennung der wesentlichen Vor- und Nachteile. Analog ist das Vorgehen für die private
Produktion im Punkt 3.2. Abschließend wird auf die Empirie vergleichender Untersuchungen
zum Thema eingegangen. Eine Zusammenfassung am Ende der Arbeit stellt die
wichtigsten Aussagen noch einmal in kompakter Weise dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 RECHTFERTIGUNG DER THEMENSTELLUNG

2 THEORIE DER ÖFFENTLICHEN AUSGABEN

2.1 DEFINITIONEN UND GRUNDELEMENTE

2.2 PARETO-EFFIZIENTES MARKTGLEICHGEWICHT

2.3 MARKTVERSAGEN IM FALL ÖFFENTLICHER GÜTER

2.4 STAATLICHE INTERVENTION ZUR ÜBERWINDUNG DES MARKTVERSAGENS

2.5 BEREITSTELLUNG VERSUS PRODUKTION

3 ÖFFENTLICHE ODER PRIVATE LEISTUNGSERSTELLUNG – EINE VERGLEICHENDE ANALYSE

3.1 STAATLICHE EIGENPRODUKTION

3.1.1 Charakteristik

3.1.2 Vorteile

3.1.3 Nachteile

3.2 PRIVATE PRODUKTION

3.2.1 Charakteristik

3.2.2 Vorteile

3.2.3 Nachteile

3.3 EMPIRIE

4 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlicher Bereitstellung und der tatsächlichen Produktion öffentlicher Leistungen, um zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen private Akteure eine effizientere Erbringung gewährleisten können als der Staat. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, wie Marktversagen korrigiert werden kann, ohne dabei durch bürokratische Ineffizienz neue Unvollkommenheiten zu schaffen.

  • Grundlagen der Theorie öffentlicher Güter und Marktversagen
  • Differenzierung zwischen Bereitstellung und Produktion
  • Vergleichende Analyse von staatlicher Eigenproduktion und privater Produktion
  • Diskussion von Effizienzkriterien und Anreizstrukturen
  • Empirische Evidenz zur Leistungseffizienz im Sektorenvergleich

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Nachteile

Effizienzvergleiche der Produktion zwischen privatem und öffentlichem Sektor sollen den Vorwurf der ineffizienten Produktion des Staates stützen. Es fällt leicht groteske Fälle öffentlicher Mittelverschwendung für die Industrienationen zu finden. Für Deutschland bieten sich die Rechnungshöfe und die Offenlegungen des Bundes der Steuerzahler als Quelle an.

Als Grund für die Effizienzunterschiede sind in erster Linie unterschiedliche organisatorische Anreize zu nennen. Private Unternehmen sind immer der Gefahr eines Konkurses ausgesetzt, öffentliche dagegen können im Notfall mit staatlicher Subventionierung rechnen. Die als Folge für den privaten Bereich existente Verlustobergrenze bewirkt eine wirksamere Negativauslese von Managementpersonal und eine gedrosselte Lohnpolitik. Manager öffentlicher Unternehmen neigen eher dazu Forderungen der Gewerkschaften nachzugeben. Dementsprechend sind die gezahlten Löhne und Gehälter in ihrem Sektor durchschnittlich höher, oder die Arbeitsintensität niedriger. Mit der gleichen Begründung sind die oftmals über Jahre von den öffentlichen Unternehmen eingefahrenen Verluste zu erklären.

Ein weiterer negativer Anreiz ist der mangelnde Wettbewerb. Die entfallende Wahlmöglichkeit der Konsumenten führt zu Kosteneinsparungen an sonst kritischen Servicemerkmalen. Existiert nur ein Unternehmen für eine Leistung, kann es dieses Monopol entsprechend nutzen. Lange Wartezeiten auf Ämtern bewirken volkswirtschaftliche Kosten, die aber gegenüber den Kosten zusätzlichen Personals zur schnelleren Bearbeitung nicht im Haushalt auftauchen. Hinzu kommen negative individuelle Anreize. Demnach ist die Gewinnabhängigkeit der Managergehälter in öffentlichen Unternehmen nur selten so stark ausgeprägt wie in großen privaten Unternehmen. Allerdings wird in der Literatur einerseits argumentiert, dass die Höhe des Gehaltes weniger Einfluss auf den Arbeitseinsatz hat als allgemein angenommen, andererseits wird bemängelt, dass das Besoldungs- und Laufbahnrecht für wichtige öffentliche Bereiche wenig anreizkompatibel ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 RECHTFERTIGUNG DER THEMENSTELLUNG: Einführung in die Problematik der steigenden Staatsquote und die Notwendigkeit einer sachlichen Analyse staatlicher Eingriffe.

2 THEORIE DER ÖFFENTLICHEN AUSGABEN: Vermittlung der theoretischen Grundlagen über öffentliche Güter, Marktversagen und die Notwendigkeit staatlicher Bereitstellung.

3 ÖFFENTLICHE ODER PRIVATE LEISTUNGSERSTELLUNG – EINE VERGLEICHENDE ANALYSE: Detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile staatlicher Eigenproduktion versus privater Produktion unter Berücksichtigung von Anreizstrukturen.

4 ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Wiederholung der zentralen Erkenntnisse hinsichtlich der Wahl zwischen verschiedenen Organisationsformen der Leistungserbringung.

Schlüsselwörter

Öffentliche Güter, Marktversagen, Staatsquote, Bereitstellungsform, Produktion, Privatisierung, Effizienz, Anreizstrukturen, Allokationspolitik, Trittbrettfahrer, Wettbewerb, Outsourcing, öffentliche Hand, New Public Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Analyse, wie öffentliche Leistungen – also Güter, die der Staat zur Korrektur von Marktversagen bereitstellt – am effizientesten produziert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie öffentlicher Güter, die Unterschiede zwischen staatlicher Eigenproduktion und privater Leistungserstellung sowie die damit verbundenen Effizienz- und Anreizproblematiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung der Frage, ob eine staatliche Bereitstellung zwingend auch eine staatliche Produktion erfordert, oder ob private Akteure durch Wettbewerbsanreize bessere Ergebnisse liefern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, die durch den Rückgriff auf wohlfahrtsökonomische Modelle und eine Auswertung empirischer Studien zur Effizienz ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charakteristika, Vorteile und Nachteile der staatlichen Eigenproduktion sowie der privaten Produktion öffentlicher Güter, ergänzt durch eine empirische Betrachtung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Marktversagen, öffentliche Güter, Privatisierung, Effizienzsteigerung und das Spannungsfeld zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

Welche Rolle spielt die "Make-or-Buy"-Entscheidung in diesem Kontext?

Die "Make-or-Buy"-Entscheidung ist zentral für die Arbeit, da sie die Wahlmöglichkeit des Staates beschreibt, eine öffentliche Leistung entweder selbst zu produzieren oder als "Käufer" an private Dienstleister auszulagern.

Warum wird im Rahmen der privaten Produktion oft von "Anreizkontrakten" gesprochen?

Anreizkontrakte dienen dazu, dem privaten Produzenten Anreize zur Kosteneffizienz zu bieten, indem die Vergütung an die tatsächlich angefallenen Projektkosten gekoppelt wird, was dem Risiko von Kostenüberschreitungen entgegenwirken soll.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Öffentliche versus private Produktion öffentlicher Leistungen
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Curso
AVWL - Finanzierungs- und Bereitstellungsformen öffentlicher Güter
Calificación
2.0
Autor
Matthias Grabe (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
21
No. de catálogo
V15503
ISBN (Ebook)
9783638205924
Idioma
Alemán
Etiqueta
Produktion Leistungen AVWL Finanzierungs- Bereitstellungsformen Güter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Grabe (Autor), 2003, Öffentliche versus private Produktion öffentlicher Leistungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15503
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