Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1 Religiosität im Wandel
3
1.2 Das Bedürfnis nach Spiritualität 5
1.3 Herausforderung der evangelischen Kirche 7
2. Spiritualität: Ein Begriff zwischen christlicher Frömmigkeit und Esoterik 8
2.1 Abgrenzung: Christliche Spiritualität - esoterische Spiritualität
9
2.2 Abgrenzung: Christliche Spiritualität - Frömmigkeit
10
3. Die Evangelische Kirche: Spiritualität oder protestantische Nüchternheit? 11
3.1 Merkmale der evangelischen Spiritualität. 15
3.1.1 Konzentration auf Jesus Christus 16
3.1.2 Konzentration auf die Individualität des Glaubens 19
3.1.3 Konzentration auf das Handeln in der Gesellschaft
22
3.2 Zwischenfazit: Evangelische Spiritualität im Wandel der Zeit
24
4. Die Freikirchen Deutschlands: Wahre christliche Spiritualität? : 26
4.1 Spiritualität des charismatischen Pfingstlertums: Konzentration auf den Heiligen Geist 28
4.2 Spiritualität der Baptisten: Konzentration auf die Glaubensgemeinde 32
4.3 Spiritualität des Quäkertums: Konzentration auf die spirituelle Erfahrung 34
4.4. Zwischenfazit: Freikirchliche Spiritualität im Wandel der Zeit 37
5. Evangelische Spiritualität jenseits der Hauptströmung 38
5.1Konzentration auf den dreieinigen Gott: Spiritualität im Gebet und in der Meditation 38
5.2 Konzentration auf die Gemeinschaft: Spiritualität des Kirchentags 39
5.3 Karitatives Handeln aus der Spiritualität: Spiritualität in evangelische Kommunitäten 40
6. Fazit 42
7. Literaturverzeichnis 44
2
1. Einleitung:
1.1 Religiosität im Wandel
„Die Sehnsucht boomt, aber die Kirchen schrumpfen.“ 1 Mit diesen Worten beschreibt Günther Nenning, österreichischer Journalist und Religionswissenschaftler, sehr treffend den seit einigen Jahren zu beobachtenden Wandel der Religiosität in unserer Gesellschaft.
Beschrieben werden kann dieser Wandel einerseits durch den Prozess der Säkularisierung. Die Institution Kirche verliert an Bedeutung. Die großen Volkskirchen haben schon lang nicht mehr den Sitz im Leben der Menschen, den sie noch vor Jahrzehnten einnahmen. Von den 24,8 Millionen Mitgliedern 2 der evangelischen Kirche besuchten im Jahr 2007 im Schnitt etwa eine Million Menschen 3 den wöchentlichen Sonntagsgottesdienst. Dies entspricht lediglich einem Anteil von 4 % der Kirchenmitglieder. Im Jahr 1963 dagegen besuchten noch 15% der Mitglieder den sonntäglichen Gottesdienst der evangelischen Kirche.
Eine ähnlich negative Entwicklung lässt sich auch in den kontinuierlich sinkenden Mitgliederzahlen der Volkskirchen beobachten. Jedes Jahr verlieren beide Volkskirchen zwischen 200.000 und 300.000 Mitglieder 4 . Allein die evangelische Kirche musste seit dem Jahr 1973 den Austritt von 5,2 Millionen Menschen verkraften. 5
Dem Prozess der Säkularisierung gegenüber steht die Entwicklung, die Max Horx als eine „Respiritualisierung“ 6 unserer Gesellschaft beschreibt. Obgleich die Bänke in den Kirchen zunehmend leer bleiben und seit den letzten 40 Jahren immer weniger Menschen innerhalb der Institution Kirche ihre geistliche Heimat finden, scheint die Sehnsucht nach spirituellen Erfahrungen so groß wie nie zuvor zu sein.
1 Günther Nenning, Gott ist verrückt. Die Zukunft der Religion, Düsseldorf 1997, 19.
2 Vgl. Evangelische Kirche Deutschlands, Evangelische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten
zum kirchlichen leben, Hannover 2008, 4.
3 Vgl. Evangelische Kirche Deutschlands, Evangelische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten
zum kirchlichen leben, Hannover 2008, 14.
4 Vgl. Christina Sticht, Die Rolle der Kirchen in Deutschland,
http://www.goethe.de/ges/phi/dos/rkd/de2012816.htm, 18.04.2010
5 Vgl. Christina Sticht, Die Rolle der Kirchen in Deutschland,
http://www.goethe.de/ges/phi/dos/rkd/de2012816.htm, 18.04.2010
6 Vgl. Matthias Horx, Der ersten große deutsche Trendreport, München 1993,
Zit. nach:: Ulrich Körtner, Wiederkehr der Religion. Das Christentum zwischen neuer Spiritualität
und Gottesvergessenheit, Gütersloh 2006, 17.
3
Die Sehnsucht nach Spiritualität prägt unsere Gesellschaft. Jeder zehnte 20- bis 29jährige Deutsche meditiert und ebenfalls jeder zehnte Deutsche zwischen 40 bis 49 Jahren betreibt Yoga. 7 Spirituelle Bücher, wie Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“, das mit 2,7 Millionen verkauften Exemplaren zu einem der erfolgreichsten Sachbücher der Nachkriegszeit gehört 8 , dominieren die Bestsellerlisten.
Die Sehnsucht nach Spiritualität prägt das Leben Vieler in unserer Gesellschaft. Nach einer empirischen Studie der Indentity Foundation und der Universität Hohenheim können 60% der Deutschen als spirituell bezeichnet werden. 9
Diese beiden Entwicklungen innerhalb der Religiosität, die Säkularisierung und die Respiritualisierung unserer Gesellschaft, scheinen sich auf den ersten Blick zu widersprechen. War doch noch in den frühen Jahren der Bundesrepublik die Institution Kirche Monopolträger der Spiritualität. Heute suchen die Menschen zunehmend in neuen Formen der Religiosität nach der spirituellen Befriedigung. In ihrem Zentrum stehen die „Astrologie in trivialen oder höheren Formen, Psychokulte aller Art, Reinkarnationsglauben in vielen Spielarten, Reinkarnationstherapien, magisch-okkulte Praktiken, Hexenglaube, mythologisch sich begründender Feminismus, Faszination von östlicher Spiritualität und Mystik in unzähligen Facetten (…)“ 10
7 Vgl. Paul Zulehner, Gottes Sehnsucht. Spirituelle Suche in säkularer Kultur, Ostfildern 2010, 17.
8 Vgl. o. V., Kiosk-Kerkeling. Der Erfolg ist erklärbar und hat auch etwas Trauriges,
http://www.zeit.de/2008/03/KA-Kerkeling, 18.04.2010
9 Vgl. Paul Zulehner, Gottes Sehnsucht. Spirituelle Suche in säkularer Kultur, Ostfildern 2010, 11.
10 Peter Zimmerling, Faszination Heiliger Geist. Ursachen und Hintergründe für die Attraktivität
charismatischer Bewegungen, in: Martin Forster, Hanspeter Jecker (Hg.), Fazination Heiliger Geist.
Herausforderung charismatischer Frömmigkeit, Neufeld 2005, 16
4
1.2 Das Bedürfnis nach Spiritualität
Es ist kaum von der Hand zu weisen, dass sich insbesondere die evangelische Kirche in der vergangenen Zeit zu sehr auf die theologische Seite der Religion konzentriert hat. So stellte Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands in den Jahren 2003 bis 2009, fest, dass die evangelische Kirche verlernt habe, in Gott zu ruhen, in seiner Liebe einzukehren und seine Gegenwart zu erahnen. 11 Die Tatsache, dass viele Menschen ihren Glauben nicht nur theologisch wissenschaftlich durchdenken, sondern auch aktiv erleben wollen, trat in den Hintergrund.
Anders gehen da jene Gruppen vor, die der neuen Religiosität zuzuordnen sind. Sie verbindet, trotz der unübersehbaren Fülle an Weltanschauungen, religiösen Theorien und Praktiken, die sich in ihnen finden, dass sie gezielt auf das Bedürfnis der Menschen nach Spiritualität eingehen. Durch die Esoterik werden übersinnliche Mächte erfahrbar, okkulte Praktiken geben das Gefühl mit dem Jenseits in Kontakt treten zu können und fernöstliche Religionspraktiken haben das Ziel, Geist und Körper in Einklang zu bringen. Es wird etwas erfahrbar gemacht, was über das weltliche Leben hinaus geht und was von den Menschen als Ausweg aus der rationalen Gesellschaft empfunden wird.
Mit diesem Vorgehen der neureligiösen Gruppen wird eine große Sehnsucht der Menschen in der modernen Gesellschaft befriedigt. Diese Sehnsucht in der heutigen Zeit ist als Protest gegen die Gesellschaft, gegen die Erniedrigung und Verwertung des Menschen als Humankapital und gegen den Materialismus, zu verstehen 12 .
Der Mensch der Moderne vermisst jenen Teil in seinem Leben, der nicht durch das produktive Handeln in der Gesellschaft bestimmt wird und der als ein geistlicher beschrieben werden kann. Es wird ihm bewusst, dass ihm in der Hektik und Versachlichung der modernen Gesellschaft etwas verlorengegangen ist.
11 Vgl. Wolfgang Huber, „In deinem Lichte schauen wir das Licht“ - Quellen und Perspektiven
christlicher Spiritualität, Festvortrag zum 25jährigen Jubiläum des Stifts Urach,
http://www.ekd.de/vortraege/051022_huber_urach.html, 18.04.2010
12 Vgl. Ulrich Körtner, Wiederkehr der Religion. Das Christentum zwischen neuer Spiritualität
und Gottesvergessenheit, Gütersloh 2006, 18.
5
Die Sehnsucht nach Spiritualität kann daher als Sehnsucht nach Ganzheitlichkeit verstanden werden, als die Sehnsucht die Vorzüge der modernen Gesellschaft mit dem Geistlichen verbinden zu können. Das spirituelle Leben, so die Hoffnung des Menschen, vereint, was innerhalb unserer Gesellschaft getrennt ist. Ersehnt wird die Vereinigung „von Geist und Materie, von Ästhetik und Logik, (…)[und] von Menschlichem und Göttlichem (…)“ 13 . Spiritualität bildet somit einen Gegenpol zu den Belastungen der konsumorientierten und materiellen Gesellschaft.
Obgleich die Sehnsucht nach Spiritualität als Protest gegen die Gegebenheiten der modernen Gesellschaft verstanden werden kann, ist der Wunsch nach geistlicher Ausrichtung des Lebens gleichsam auch charakteristisch für die heutige Zeit.
Zu erklären ist dies mit den erlebnisorientierten Lebensentwürfen des modernen Menschen. „Der kleinste gemeinsame Nenner von Lebensauffassungen in unserer Gesellschaft ist die Gestaltungsidee eines schönen, interessanten, subjektiv als lohnend empfundenen Lebens“ 14
Der moderne Mensch will sich nicht den von außen herangetragenen Vorschlägen zur Gestaltung seines Lebens beugen, will nicht die verlangte Produktivität zum Inhalt seines Lebens machen, sondern ein schönes erlebnisreiches Leben führen. 15 Er will außergewöhnlich leben, will sich von anderen Menschen abgrenzen. All diese Wünsche des modernen Menschen können durch die Spiritualität befriedigt werden. Durch den hohen Erlebniswert spiritueller Praktiken, wie das in Kontakttreten mit einer transzendenten Macht, findet der Mensch der Moderne jenen „Kick“, den er benötigt, um sein Leben als außergewöhnlich und spannend zu empfinden.
13 Ulrich Körtner, Wiederkehr der Religion. Das Christentum zwischen neuer Spiritualität
und Gottesvergessenheit, Gütersloh 2006, 19.
14 Gerhard Schulze, Die Erlebnis-Gesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart,
--- Frankfurt a.M./New York 1992,37
15 Vgl. Peter Zimmerling, Evangelische Spiritualität. Wurzeln und Zugänge, Göttingen 2003, 134.
6
1.3 Herausforderung der evangelischen Kirche
Die Ursache dafür, dass immer weniger Menschen ihr religiöses Leben innerhalb der evangelischen Kirche ausleben, kann in der Nichtbefriedigung dieser Sehnsucht nach Spiritualität gesehen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass viele Menschen in der Religiosität der evangelischen Kirche keine Verbindung mehr vom Weltlichen und Göttlichen sehen können.
Die Evangelische Kirche scheint ihren Anhängern zu wenig Raum zu geben, in dem Gott wirklich emotional begegnet werden kann. Dadurch verpasst die Evangelische Kirche die Möglichkeit als Pol gegenüber den Widrigkeiten der modernen Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Weiter führt dieses Versäumen dazu, dass der erlebnisorientierte Mensch der heutigen Zeit das Christentum innerhalb der Volkskirchen als langweilig und ermüdend empfindet. Er fühlt sich nicht unterhalten, ist emotional nicht ergriffen und findet in der Religiosität der evangelischen Kirchen nicht den geistigen „Kick“, den er in der Esoterik und Spiritualität der neuen Religiosität erfährt.
Will sich die evangelische Kirche aus dieser Entwicklung der ständig sinkenden Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung befreien, ist es notwendig sich dem Thema Spiritualität zu nähern. Es muss erkannt werden, dass die Religiosität den Bedürfnissen der Menschen angepasst werden muss. Zu diesen Bedürfnissen gehört unweigerlich auch die Befriedigung des Verlangens nach Spiritualität. Daher muss die evangelische Kirche sich ihrer eigenen Spiritualität bewusst werden. Sie muss die aus ihrer Lehre entstandene Form der Spiritualität den Bedürfnissen der heutigen Zeit anpassen ohne dabei den in den christlichen Glauben zu findenden Ursprung aufzugeben.
Ein Vorbild für diese Verbindung des christlichen Glaubens mit der Befriedigung des Bedürfnisses nach Spiritualität in der heutigen Zeit könnte in der Betrachtung freikirchlicher Gemeinden gefunden werden. Sie praktizieren eine andere Form der christlichen Spiritualität und können entgegen dem Trend der Kirchenaustritte und dem zunehmenden Desinteresse am sonntäglichen Gottesdienst in den letzten Jahren eine steigende Mitgliederentwicklung vorweisen.
7
Besonders beachtlich sind hierbei die Entwicklungen der Gesamtmitglieder sowie die Anzahl der Gottesdienstbesucher in den Gemeinden, die sich im „Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden“ (BFP) zusammengeschlossen haben:
Waren im Jahr 1996 noch 28.000 Menschen Mitglied einer Gemeinde im BFP, verdoppelte sich die Mitgliederzahl im Jahr 2009 fast auf 44.102 Mitglieder. Gingen 1996 85.500 erwachsene Mitglieder zu den Gottesdiensten, stieg diese Zahl im Jahr 2009 auf 132.306. 16
In der hier vorliegenden Arbeit möchte ich die Frage stellen, ob innerhalb freikirchlicher Gemeinden eine Form der christlichen Spiritualität zu finden ist, die den Bedürfnissen der Menschen in der heutigen Zeit eher nachgeht, als jene Form, die innerhalb der evangelischen Kirche praktiziert wird. Dazu möchte ich, nachdem ich den Begriff Spiritualität hinreichend beschrieben habe, Eigenschaften der evangelischen Spiritualität herausarbeiten. Diese Eigenschaften sollen anschießend ausgewählten Formen freikirchlicher Spiritualität gegenüber gestellt werden um mögliche Auswege aus der mangenden Akzeptanz der evangelischen Kirche aufzuzeigen.
2. Spiritualität:
Ein Begriff zwischen christlicher Frömmigkeit und Esoterik
Spiritualität ist in der heutigen Zeit, in der neben dem Christentum auch zahlreiche andere Religionsgemeinschaften und esoterische Gruppen diesen Begriff für sich beanspruchen, ein besonders präzisionsschwaches Wort. Okkulte Praktiken können mit dem Begriff „spirituell“ genauso beschrieben werden wie die fest in den christlichen Religion verankerten Traditionen des Abendmahls oder des Fastens. Fernöstliche Meditationstechniken gelten als „spirituell“, Bücher, die ihren Lesern Ratschläge zum Gestalten ihres Lebens geben, werden als „spirituell“ betitelt und selbst im Bereich der Medizin existieren Praktiken, wie bestimmte Formen der Massage oder des Meditierens, die den Begriff „spirituell“ für sich beanspruchen.
16 Vgl. Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Statistik - Zahlen,
http://www.bfp.de/wir-ueber-uns/zahlen-und-statistik.html, 12.05.2010
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Aufgrund der fast schon inflationären Nutzung des Begriffes „Spiritualität“ ist heute kaum noch nachvollziehbar, was mit diesem Wort ausgedrückt werden soll. „Spiritualität“ dient als Sammelbegriff für die unterschiedlichsten Formen der Sinnsuche. 17 Es ist daher notwendig die ursprüngliche Bedeutung des Wortes zu klären und die „christliche Spiritualität“ von der „esoterischen Spiritualität“ klar abzugrenzen.
2.1 Abgrenzung:
Christliche Spiritualität - esoterische Spiritualität Das zunächst im französischen Sprachraum verbreitete Wort „spiritualité“ 18 beschrieb die Frömmigkeitsübungen und das Gestalten des Lebens katholischer Mönche aus ihrem christlichen Glauben heraus. 19 Es ist sprachlich mit dem lateinischen Begriff „spiritus“ 20 verwandt, was ins Deutsche übersetzt mit „Geist“ beschrieben werden kann. Sowohl die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes als auch jede heute gängige Auffassung von „Spiritualität“ vereint, dass sie das Prinzip des Geistes entscheidend betonen.
Der Unterschied zwischen der christlichen ursprünglichen Bedeutung von „Spiritualität“ und dem, was viele Menschen heute unter diesem Begriff verstehen, ist das, was unter dem Wort „Geist“ verstanden wird.
Viele von den heute „spirituellen“ Lehren und Auffassungen beziehen sich auf den menschlichen Geist. Man meditiert, liest „spirituelle“ Bücher und belegt Yogakurse um mit sich und seinem Geist ins Reine zu kommen. „Christliche Spiritualität“ richtet sich dagegen auf den Heiligen Geist. 21 Es geht bei der christlichen Spiritualität, wie es Wolfgang Huber trefflich formuliert, also nicht darum, „dass wir uns selbst wohlfühlen, indem wir unserer religiösen Wellness ein Dienst tun“ 22 , sondern darum, dass eigene Leben durch den Heiligen Geist auf Gott auszurichten.
17 Vgl. Ulrich Körtner, Wiederkehr der Religion. Das Christentum zwischen neuer Spiritualität und
Gottesvergessenheit, Gütersloh 2006, 7.
18 Vgl. Josef Wohlmuth, Was heißt Spiritualität, in: Altmeyer,Theis, Woppowa (Hgg.),
Christliche Spiritualität lehren, lernen und leben, Bonn 2006, 43.
19 Vgl. Peter Zimmerling, Evangelische Spiritualität. Wurzeln und Zugänge, Göttingen 2003, 15.
20 Vgl. E. Richter, Art. Spiritualismus, in: RGG 5 (2005), 255.
21 Vgl. Josef Wohlmuth, Was heißt Spiritualität, in: Altmeyer,Theis, Woppowa (Hgg.),
Christliche Spiritualität lehren, lernen und leben, Bonn 2006, 43.
22 Wolfgang Huber, „In deinem Lichte schauen wir das Licht“ - Quellen und Perspektiven christlicher
Spiritualität, Festvortrag zum 25jährigen Jubiläum des Stifts Urach,
http://www.ekd.de/vortraege/051022_huber_urach.html, 18.04.2010
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Andreas Trittmaack, 2010, Protestantische Nüchternheit oder gelebte Spiritualität?, München, GRIN Verlag GmbH
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