Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
2 Computergestützte Gruppenarbeit. 2
2.1 Grundlagen 2
2.2 Workgroup Computing 3
2.3 Workflowmanagementsysteme 3
2.4 Beurteilung des automatisierten Workflows. 4
3 Implementierung eines WfMS mit Legacy Problem. 5
3.1 Einführung eines WfMS 5
3.2 Legacy Problem 6
3.3 Migration von Legacy Systemen 7
4 Integration von Legacy Systemen und Wrapping. 8
4.1 Prozessteuerung. 8
4.2 Applikationsaufruf 9
4.3 Datenübergabe 11
4.4 Aufrufmechanismen 12
4.5 Wrapper-Technologie für das Legacy Problem 13
5 Anwendungsbeispiel Auftragseingang 14
6 Fazit und Ausblick 15
Literaturverzeichnis V
II
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: WORKFLOW REFERENZ MODELL DER WFMC (WWW.WFMC.ORG)
ABBILDUNG 2: AUFRUFKONZEPTE DER WFMS ARCHITEKTUR (NACH GRAEBER 1997, 3)
ABBILDUNG 3: KOMMUNIKATION EINES WRAPPERS (EIGENE DARSTELLUNG)
III
Abkürzungsverzeichnis
API Application program interface, Anwendungsprogramm Schnittstelle BPR Business Process Reengineering, Überarbeitung der Geschäftsprozesse CSA Client-Server-Architektur CSCW computer supported cooperative work, computerunterstützte Gruppenarbeit DBS Datenbanksystem DV Datenverarbeitung EAI Enterprise Application Integration, Integration von Unternehmens-Software IT Informationstechnologie LAN Local Area Network, Lokales Netzwerk LgS Legacysystem, altgedientes Hard- oder Softwaresystem OO objektorientiert PEA Program Execution Agent, Programmausführungsagent PES Program Execution Server, Programmausführungsdienst SW Software WfMC Workflow Management Coalition WfMS Workflowmanagementsystem
IV
1 Einleitung
Ein gutes Geschäftskonzept wird nur zum nachhaltig erfolgreichen Unternehmen, wenn alle mit der Leistungserstellung und Vermarktung verbundenen Aktivitäten geordnet, schnell, flexibel und optimiert ablaufen. Der für die Erfüllung verschiedener gesetzlicher Vorschriften notwendige organisatorische Aufwand der Erstellung, Sammlung und Archivierung von Daten und Dokumenten ist eine weitere Herausforderung. Workflowmanagementsysteme (WfMS) können hier substanzielle Wettbewerbsvorteile schaffen (s. Österle/Vogler 1996). Die Einführung solcher Systeme in Geschäftsprozesse etablierter Unternehmen bringt jedoch auch Nachteile mit sich und wirft teils erhebliche Probleme auf. Gegenstand dieser Seminararbeit ist eines der auftretenden Probleme, die Einbindung von Legacy-Systemen 1 (LgS) in WfMS Architekturen.
Zur Vereinfachung bzw. Lösung dieses Problems wird aufgeführt, welche betriebswirtschaftlichen Überlegungen bezüglich Integration bestehender Software (SW) bei der Implementierung des WfMS anzustellen sind, welche Merkmale SW aufweisen muss um vollständig integriert werden zu können und wie es möglich ist, nicht-anpassungsfähige SW in den Workflow zu integrieren. Zu letzterem wird außerdem eine SW vorgestellt, die beispielhaft die Integrationsfähigkeit demonstriert.
Zum allgemeinen Verständnis werden im Kapitel 2 Grundlagen zur SW-Unterstützung von Gruppenarbeit, im speziellen WfMS, und deren Funktionsweise vermittelt. Kapitel 3 geht auf die technische Vorgehensweise zur erfolgreichen Implementierung eines WfMS in ein existierendes Unternehmen ein. Daraus abgeleitet wird das Legacy Problem, für das die vorhandenen Migrationstechniken vorgestellt werden. Kapitel 4 erläutert im Detail die Integration eines LgS in eine WfMS Architektur im Detail. Der besonderen Bedeutung der Wrapper Technologie wird dabei Kapitel 4.5 gerecht. Des weiteren wird im Kapitel 5 die praktische Umsetzung dieser Technologie im Rahmen eines Beispielfalles erklärt. Die zugehörige SW ist Bestandteil des Referates zu dieser Seminararbeit. Abschließend wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick gewagt.
1 Legacy (engl.: Vermächtnis, Erbe) Systeme bezeichnen allgemein veraltete, überholte Systeme. Hier steht es für Software
samt zugehöriger Daten, deren Eignung für die Verwendung in computerunterstützter Gruppenarbeit (CSCW), insbesondere
WfMS, unzureichend ist.
1
2 Computergestützte Gruppenarbeit
2.1 Grundlagen
Die fortschreitende Durchdringung der verwaltenden Tätigkeiten in Unternehmen und Behörden durch informationstechnologische (IT) Dienste und Geräte ermöglicht die Verbreitung neuer Formen des Zusammenarbeitens und des gemeinsamen Nutzens von Ressourcen. Diese Entwicklung ist Folge der kontinuierlich verbesserten Hard- und Software, sowie der verstärkten Wahrnehmung der möglichen Effizienzsteigerungen durch solche Systeme in der Wirtschaft (vgl. Götzer 1995, 12).
Technische Komponenten werden nicht mehr allein stehend beurteilt, sondern sind integraler Bestandteil der gesamten Datenverarbeitung(DV)-Systemlandschaft. Eine solche Landschaft zeigt heute eine dezentrale (verteilte) Architektur. Götzer (vgl. 1995, 30) nennt als zentralen Vorteil der hierbei angewandten Client-Server-Architektur (CSA), also verteilter Datenhaltung und verteilten Applikationen, die nah am Nutzer platzierbare Funktionalität und die verbesserte Verfügbarkeit.
Ein lokales Netzwerk (Local Area Network, LAN) verbindet alle hierfür benötigten Systeme. Als Systeme sind typischerweise anzutreffen: • Zentraler Server • Dezentrale Server • Clients (Arbeitsplatzsysteme) .
Zentrale Server halten unternehmensweit benötigte, zentrale Daten und operative Anwendungssysteme. Die dezentralen Server dienen der Speicherung abteilungsbezogener Daten und zur Bereitstellung lokaler Dienste, wie Druck- oder Kommunikationsserver. Auf den Clients laufen die Applikationen des individuellen Arbeitsplatzes samt zugehöriger Ablage auf einer individualisierbaren Oberfläche (vgl. Götzer 1995, 31). Flexibilität ist ein großer Vorteil der CSA. Die Ausrichtung auf minimale Zentralisation der Daten und Applikationen führt zu überschaubaren Teilsystemen, die schneller angepasst, gewartet, ergänzt und skaliert werden können. Dieser Vorteil wird jedoch mit dem Manko des „Mitschleppens“ von Hard- und Software erkauft, die nicht dem Zwang zur Erneuerung oder des Ersetzens erlag und daher kurz mit dem Attribut „altgedient“ bezeichnet werden kann. Diese „Legacy“ Systeme können beim Einrichten, Ändern oder Erweitern der DV-Systemlandschaft zu Problemen führen. Das Alter verwendeter SW in DV-Systemen großer Unternehmen beträgt heute durchschnittlich 12 Jahre und läuft auf Rechnern vergangener Generationen, mit nicht standardisiertem oder gar proprietärem Betriebssystem (vgl. Serain 1999, 2).
2
Arbeit zitieren:
Matthias Grabe, 2002, Integration von Legacy-Systemen in eine WFMS Architektur, München, GRIN Verlag GmbH
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