Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis 3
Abk ürzungsverzeichnis. 3
1 Einleitung. 4
2 Die Rolle und die Entwicklung der Landwirtschaft in Portugal und Spanien. 4
2.1 Großräumige Gliederung der Iberischen Halbinsel 5
2.1.1 Klima und Vegetation 6
2.1.2 Geologie und Topographie. 7
2.1.3 Böden und ihre Nutzung 7
2.1.4 Politische Gliederung 8
2.2 Historische Entwicklung 9
2.2.1 Landwirtschaft in der Antike 9
2.2.2 Entwicklung in der Landwirtschaft im ersten Jahrtausend n. Chr. 10
2.2.3 Koloniale Expansion und deren Auswirkung auf Portugal und Spanien
11
2.2.4 Die Rolle der Landwirtschaft bis zur Neuzeit. 12
2.3 Entwicklung der Landwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert 13
2.3.1 Portugal bis 1986 13
2.3.2 Gegenwärtige Entwicklung und Rolle der Landwirtschaft in Portugal 14
2.3.3 Spanien bis zum Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 17
2.3.4 Aktuelle Entwicklung und Rolle der spanischen Landwirtschaft 17
2.3.5 Die Auswirkungen der EU auf die iberische Landwirtschaft 19
3 Schluss und Ausblick. 20
4 Literaturverzeichnis 22
2
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Landwirtschaftliche Betriebe in der Europäischen Union
Tabelle 2: Landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Europäischen Union in Hektar
Abbildung 3: Satellitenbild der Iberischen Halbinsel
Abbildung 4: Landwirtschaftliche Fläche nach Betriebsgröße in Portugal.
Tabelle 5: Eigenschaften der landwirtschaftlichen Fläche im Vergleich zur
Gesamtfläche 2005 - Portugal
Tabelle 6: Dauer- und Intensivkulturen in Hektar 2005 - Portugal
Abbildung 7: Landwirtschaftliche Fläche nach Betriebsgröße in Spanien
Tabelle 8: Eigenschaften der landwirtschaftlichen Fläche im Vergleich zur
Gesamtfläche 2005 - Spanien Tabelle 9: Dauer und Intensivkulturen in Hektar 2005 - Spanien
Abkürzungsverzeichnis
BRD - Bundesrepublik Deutschland
EFTA - European Free Trade Association EIB - Europäische Investitionsbank ERDF - European Regional Development Fund EU - Europäische Union
EWG - Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (bis 1993, dann EU) IWF - Internationaler Währungsfond z.B. - zum Beispiel z. T. - zum Teil
3
1 Einleitung
Die iberische Halbinsel gilt als eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Millionen von Touristen verbringen dort jedes Jahr ihren Urlaub. Neben dem sonnigen Wetter, den Sehenswürdigkeiten und der abwechslungsreichen Natur und Landschaft gehören auch iberische Speisen und Getränke zu den Hauptattraktionen der Halbinsel. Ein wichtiger Faktor, der sowohl die Landschaft als auch die Gesellschaft Iberiens seit Jahrtausenden geprägt hat, ist die Landwirtschaft. Seit mehreren tausend Jahren kultiviert der Mensch die Landschaft der iberischen Halbinsel, um dort nutzbares Acker- und Weideland zu schaffen und zu erhalten. Kaum ein Gebiet der Erde war so vielen exogenen Veränderungen im Bezug auf Kultur, Religion und ethnischer Herkunft unterworfen. Jeder neue Einwanderer oder Eroberer hat auch die Landwirtschaft geprägt und weiterentwickelt. Da die Neuankömmlinge immer aus anderen Klima- und Kulturräumen kamen, brachte jeder eine andere Mentalität, Motivation und Fleiß für die Landwirtschaft mit. Betrachtet man also die Entwicklung der Landwirtschaft, die in dieser Arbeit herausgearbeitet werden soll, ist also hier in erster Linie die Verschmelzung verschiedener landwirtschaftlicher Methoden unter Einfluss bestimmter exogener und endogener Faktoren zu erkennen. Aus diesem Grund werde ich zu Beginn der Arbeit die wichtigsten Faktoren für die Landwirtschaft erläutern und dann mit der historischen Rückschau auf die Entwicklung des Agrarsektors beginnen. Um den gewünschten Rahmen einzuhalten und um gleichzeitig das Abschweifen in andere Themen zu verhindern wird in dieser Arbeit nur die eigentliche Landwirtschaft behandelt. Themen wie Fischerei, Vieh- und Forstwirtschaft werden daher nur für relevante Zusammenhänge erwähnt. Schließen möchte ich dann mit der Rolle und Entwicklung der Landwirtschaft in Portugal und Spanien im 19. und 20. Jahrhundert. Hier möchte ich besonders auf die vergangenen drei Jahrzehnte Bezug nehmen und so versuchen den Einfluss der Liberalisierung der Märkte nach der Demokratisierung und den Beitritt zur Europäischen Union für die Landwirtschaft in Spanien und Portugal aufzuzeigen.
2 Die Rolle und die Entwicklung der Landwirtschaft in
Portugal und Spanien
Im Vergleich zur BRD hat die Landwirtschaft in Spanien und Portugal einen großen Stellenwert. Dies liegt schon begründet in der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe. Hatte Deutschland 2003 ca. 412000 Betriebe, so hatte das wesentlich kleinere Portugal ca. 360000 und Spanien sogar ca.1140000 Höfe (siehe Tab.1). Die Zahl der Betriebe ist allerdings nicht besonders aussagekräftig, wenn man ihr nicht noch die landwirtschaftlich genutzte Gesamtfläche gegenüberstellt. Vergleicht man nun die Zahlen von Tabelle 2 mit
4
den Zahlen Tabelle 1 ist festzustellen, das Portugal ähnlich viele Betriebe wie Deutschland hat, aber nur ca. 22 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche.
Tab. 1: Zahl der Betriebe in der EU - 15 1 Tab. 2: Landwirtschaftl. Fläche in der EU - 15 2
Beim Vergleich zwischen Deutschland und Spanien ist der Unterschied nicht ganz so markant, dennoch müsste Spaniens Landwirtschaft fast die doppelte Fläche bewirtschaften um die gleichen Betriebsgrößen wie Deutschland zu erreichen.
2.1 Großräumige Gliederung der Iberischen Halbinsel
Um einen Überblick über die unterschiedlichen Nutzungsformen in der Landwirtschaft auf der iberischen Halbinsel zu erreichen, ist es notwendig, Faktoren wie klimatische Einflüsse, natürliche Vegetation, Topographie, Geologie zu betrachten. Weiterhin ist bei der Analyse des Agrarsektors wichtig die politische Gliederung zu erfassen und die politischen und kulturellen Gegebenheiten in den Überblick einzubeziehen. Die iberische Halbinsel ist zum großen Teil von Meer umgeben. Nur der Nordosten ist mit Kontinentaleuropa verbunden 3 . Hier allerdings bildet der Gebirgszug der Pyrenäen ein großes natürliches Verkehrshindernis, das die politische, sowie kulturelle Grenze zu Westeuropa markiert (vgl. Breuer, 2008: S.10). Wichtig für die großräumige Gliederung Iberiens sind auch die exponierte Lage zwischen zwei bedeutenden Meeren und die relative Nähe zur afrikanischen Küste (siehe Abbildung 1). Das Mittelmeer im Osten der Halbinsel und der Atlantik im Westen machten die iberische Halbinsel schon immer zu einer Brücke für Handel und Kultur. Besonders in der Antike und in der frühen Neuzeit nahmen alle größeren politischen und kulturellen Umwälzungen auf der Halbinsel ihren Anfang im Mittelmeerraum. Erst mit der Entdeckung Amerikas und dem Aufbau gewaltiger Kolonialreiche in Übersee gewann der Atlantik an Bedeutung.
1 Gurrath, 2006: S. 39
2 Gurrath, 2006: S. 40
3 Bei mehr als 5000 km Außengrenze sind nur rund 700 km mit Europa verbunden,
5
2.1.1 Klima und Vegetation
„Das Klima, d.h. der mittlere Zustand der Atmosphäre über einem Gebiet während eines längeren Zeitraumes, bildet die übergeordnete ökologische Determinante für mögliche Agrarsysteme. Die klimatische Differenzierung der Erde bildet den Rahmen, in den sich die Bodennutzung einzupassen hat.“ (Arnold, 1997: S. 32)
Das Klima der iberischen Halbinsel ist stark diversifiziert. Dies liegt besonders an den vorherrschenden Windrichtungen und der großen topographischen Vielfalt der Halbinsel. Der Norden und Nordwesten der Halbinsel steht unter dem starken Einfluss von maritimen Luftmassen. Diese bringen neben humiden Klima auch gemäßigte Temperaturen. Im Norden Iberiens können jährliche Niederschlagsmengen von bis zu 1600 mm pro Jahr fallen (vgl. Chatel, 2006: S. 20) Die Zentralen Hochebenen im Süden und Südosten Iberiens werden
2006: S. 20). Abb. 3: Iberische Halbinsel 4 Die Temperaturen schwanken im
zeitlichen Jahreslauf nicht besonders stark. Hier macht sich der Einfluss der Meeresbedeckung bemerkbar. Allerdings sind die zentralen Hochebenen und Hochgebirge leichtem Kontinentalklima ausgesetzt. Daher können im Winter die Temperaturen auch über längere Zeiträume hinweg unter den Gefrierpunkt sinken. Dies kann dazu führen, dass subtropische Gebirge wie die Sierra Nevada 5 im Süden der Halbinsel schneebedeckt sind (Oranger Kasten Abb. 1). Ohne anthropogene Einflüsse würde das Gebiet des Mediterranraumes mit Wald bedeckt sein 6 . So hat aber die Abholzung, Brandrodung und Kultivierung der Böden die Vegetation nachhaltig beeinflusst. Auch in Spanien und Portugal
4 http://de.wikipedia.org/wiki/Sierra_Nevada_(Spanien) aufgerufen am 10.04.2009
5 Sierra Nevada heißt zu deutsch „schneebedecktes Gebirge“
6 Große Teile der iberischen Halbinsel wären mit immergrünen Eichenwäldern als Schlussgesellschaft bedeckt.
Die nördlichen Küstengebiete hätten als Pflanzendecke sommergrüne Laubwälder.
6
Arbeit zitieren:
Harald Leutner, 2009, Die Rolle und die Entwicklung der Landwirtschaft in Portugal und Spanien, München, GRIN Verlag GmbH
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