Zusammenfassung
Aufgrund des rasanten technologischen Wandels sind technologieorientierte Unternehmen gefordert, auf Technologie- und Marktveränderungen rasch zu reagieren. Um zukünftig konkurrenzfähig zu bleiben, ist es daher notwendig die Innovationsgeschwindigkeit des Unternehmens zu verbessern.
Technologieprognosen ermöglichen Unternehmen den Verlauf von Technologie zu prognostizieren und den Reifegrad einer Technologie zu bestimmen. Die systematische Analyse der Erkenntnisse führen unter anderem zu einem kontrollierten Innovationsanstoß von Produktentwicklungsprojekten.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Innovationsstrategie- und Prozessgestaltung nach erfolgter Technologiereifebestimmung. Die Technologiephase, das Risiko und die Marktattraktivität werden über Technologieportfolios bewertet. Aufgrund der Erkenntnisse können die einzelnen Phasen des Innovationsprozesses technologisch- und marktorientiert gestaltet werden. Die Definition von geeigneten Innovations- und Marktstrategien unter der Berücksichtigung der vorherrschenden Technologiephase ist wesentlich für den Markterfolg von potentiellen Innovationen.
Abstract
Due to the fast changing nature of technology, technically oriented companies are challenged to react very fast when technology and market changes happen. In order to stay competitive in the future, it is necessary to improve the speed of innovation in a company.
Technology forecasts allow companies to predict technological trends and to define the quality of these trends. This systematic analysis of these findings leads to a controlled impulse to start a product development project.
The following research deals with the creation of these innovation strategies and to the organization of the innovation process after a technology forecast. The technology phase, the risk and the market attractiveness are assessed through such technological portfolios. Due to these findings it is possible to define the single steps of the innovation process, technologically- and market oriented. The definition of suitable innovation- and marketing strategies, considering a current or particular technological phase, is crucial for the market success of potential innovations.
II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Forschungsmethode 2
2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen 3
2.1 Theorie, Technologie, Technik 3
2.2 Zusammenhang Theorie, Technologie und Technik. 3
2.3 Technologielebenszyklus 4
2.4 S-Kurven Modell von McKinsey 5
2.5 Technologieprognose 6
2.6 Technologieprognose im Innovationsmanagement 7
3 Implikation der Technologieprognose auf das Innovationsmanagement 8
3.1 Auswirkungen auf den Innovationsprozess 8
3.1.1 Gestaltung der Phasen des Innovationsprozesses 10
3.1.2 Kreativmethode TRIZ und WOIS 11
3.2 Technologieportfolios 12
4 Innovationsstrategien 16
4.1 Eigenerstellung- oder Akquisitionsstrategie (Make or Buy) 16
4.2 Timingstrategie, Pionier- versus Folgerstrategie 17
4.2.1 Angebotsseitige Vorteile der Pionierstrategie 17
4.2.2 Nachfrageseitige Vorteile der Pionierstrategie 18
4.2.3 Vorteile der Folgerstrategie. 18
4.2.4 Empirische Erkenntnisse der Pionierforschung 19
4.3 Eingliederung der Innovationsstrategien in das S-Kurven Modell 20
III
5 Produkt-, markt- und wettbewerbsorientierte Positionierungsstrategien 23
5.1 Positionierung durch die Marktfeldstrategie 23
5.2 Wettbewerbsstrategie nach Porter 25
5.3 Produktportfolio 27
6 Technologieorientierte Strategie- und Prozessgestaltung 29
7 Fazit 31
8 Literaturverzeichnis 32
9 Anhang 34
IV
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Zusammenhang Theorie, Technologie und Technik
Abb. 2-2: Technologielebenszyklus von Arthur D. Little
Abb. 2-3: S-Kurven Modell von McKinsey
Abb. 2-4: Produktpositionierung im S-Kurven Modell
Abb. 3-1: Integration Technologie- und Innovationsmanagement
Abb. 3-2: Technologie-Kompetenz Portfolio
Abb. 3-3: Vorgehensweise zur Ermittlung von Innovationsprioritäten
Abb. 4-1: Innovationsstrategien im S-Kurven Modell
Abb. 5-1: Wettbewerbsstrategien nach Porter
Abb. 5-2: Growth-Share-Matrix
Abb. 6-1: Vorgehensmodell bei der Gestaltung des Innovationsprozesses
V
Abkürzungsverzeichnis
TLZ Technologielebenszyklus F&E Forschung und Entwicklung SGF Strategische Geschäftseinheiten TtM Time to Market
Tabellenverzeichnis
Tab. 4-1: Empirische Erkenntnisse der Pionierforschung ......................................... 20 Tab. 5-1: Marktfeldstrategien, Ansoff Matrix ............................................................. 24 Tab. 6-1: Strategien in den Phasen des Technologielebenszyklus .......................... 30
VI
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die Markterschließung mit Innovationen trägt einen sehr hohen Betrag zur Wachstums- und Profitabilitätssteigerung eines Unternehmens bei. Nachhaltige Innovationen bedürfen gewisser Schutzmechanismen, um diese bei der Positionierung auf konkurrierenden Märkten gegen potentielle Konkurrenten zu verteidigen. Es gilt demnach den Wettbewerbsvorteil gegenüber Nachahmern zu bewahren. Laut einer Studie die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF 2003 veröffentlicht wurde, wird der zeitliche Vorsprung am häufigsten genutzt, noch vor Geheimhaltung, Patenten, komplexer Gestaltung und Marke.
Zur Bewahrung und Stärkung beschleunigter Innovationsprojekte ist das Wissen über Faktoren, die den Projektablauf bremsen, von höchster Bedeutung. Diese Fak-toren werden als Zeittreiber bezeichnet. Ziel ist es, diese Zeittreiber in Innovationsprojekte zu erkennen, zu verstehen und schnellstens zu überwinden. Der dadurch gewonnene Wettbewerbsvorteil erklärt sich durch beschleunigte Time to Market (TtM) Zeiten.
Zeit ist daher ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Hier wird zwischen Zeitpunktwahl und Nutzung von Zeitvorteilen unterschieden. Zeitpunktentscheidungen können einen hohen Einfluss zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit haben. Die Wahl des richtigen Zeitpunktes für den Produktentwicklungsbeginn, beim Wechseln von Strategie, Technologie und der Markteinführung von Produkten sind von entscheidender Bedeutung. 1
Durch die Betrachtung des technologischen Umfeldes von Unternehmen erkennt man, dass auch das Umfeld einem stetigen Wandel unterworfen ist. Die Beschleunigung des Wandels ist in allen Bereichen spürbar. Daraus resultierend entsteht jedoch eine zunehmende Unsicherheit bezüglich der Richtung der Veränderung. An- 1 Vgl.: Slama, Alexander (2006): Auf dem Weg zu schnelleren Innovationsprojekten. In: Fokus Innovation. Hrsg. Bullinger,
Hans-Jörg. München-Wien: Carl Hanser Verlag. S. 111 f.
1
gesichts des stürmischen technologischen Fortschritts, der laufenden Effizienzsteigerung in der Produktion und der laufenden Flexibilitätssteigerung, haben sich auch Produktlebenszyklen drastisch verkürzt. 2
1.2 Zielsetzung
Die Verteidigung gegenüber dem Wettbewerb und der rasante technologische Fortschritt in der Produktentwicklung bewirken kürzere Produktlebenszyklen. Daher ist es für zukunftsträchtige Unternehmen besonders wichtig, die Innovationsgeschwindigkeit zu steigern. Um konkurrenzfähige Produkte rechtzeitig am Markt einführen zu können, ist es wichtig, den Technologiestand des Unternehmens genau zu kennen. Durch diese Kenntnis kann der Innovationsprozess zur richtigen Zeit gestartet werden. Die Marktpositionierung kann in weiterer Folge schon in frühen Phasen berücksichtigt werden.
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, mit Hilfe der Technologiepositionsbestimmung Handlungsempfehlungen für die Strategie- und Prozessgestaltung abzuleiten.
Nichtziel ist die Technologieprognose bzw. das Vorgehen zur Technologiepositionierung. Der Ansatz für ein Vorgehensmodell zur Technologiepositionierung ist in der Bachelor-Arbeit von Wolfgang Knöbl, unter dem Titel Technologielebenszyklen im Innovationsmanagement, beschrieben.
Die Leserzielgruppe der vorliegenden Arbeit umfasst Innovationsmanager, Technologiebeauftragte bzw. Führungskräfte im F&E Bereich.
1.3 Forschungsmethode
Als Forschungsmethode wird die Literaturrecherche gewählt. Entnommene Literaturpassagen sind formal zitiert. Weiterführend enthält die Arbeit vom Autor eigens entwickelte Textpassagen.
2 Vgl.: Hammer, Richard/Hinterhuber, Hans (1996): Technologie- und Innovationsmanagement. Tools und Strategien für
Führungskräfte. Wien: Manz Verlag. S. 19 f.
2
2 Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Theorie, Technologie, Technik
Theorien sind bewährte Hypothesen, die miteinander in Beziehung stehen. Die Realität wird anhand der Theorie erklärt und in weiterer Folge in wissenschaftlichen Gesetzen festgehalten. 3
Als Technologie bezeichnet man wissenschaftliche Erkenntnisse über Ziel- und Mittelbeziehungen, die bei der Lösung praktischer Probleme von Unternehmen Anwendung finden. Theorien bilden das Fundament von Technologien. 4
Unter Technik versteht man die konkrete praktische Anwendung der Technologie in Produkten und Verfahren. 5
2.2 Zusammenhang Theorie, Technologie und Technik
Den allgemeinen Zusammenhang zwischen Theorie, Technologie und Technik stellt die Abb. 2-1 dar. Die Komplexität von Produkten spiegelt sich in der Kombination von Theorien, Technologien und Techniken wider. Ein Produkt basiert in der Regel auf mehreren Techniken, welche die praktische Anwendung von Technologien darstellen, die wiederum auf Theorien basieren. 6
3 Vgl.: Specht, Günter/Beckmann, Christoph/Amelingmeyer, Jenny (2002): F&E-Management. Kompetenz im Innovationsma-
nagement. 2. Auflage. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag. S. 12.
4 Vgl.: Specht (2002): F&E-Management. S. 12.
5 Vgl.: Specht (2002): F&E-Management. S. 12.
6 Vgl.: Specht (2002): F&E-Management. S. 13.
3
Arbeit zitieren:
Harald Petschnik, 2010, Die Technologieprognose im Innovationsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Sonstiges: neuer Titel erschienen: Die Technologieprognose im Innovationsmanagement
BWL - Sonstiges: neuer Titel erschienen: Die Technologieprognose im Innovationsmanagement
Harald Petschnik hat einen neuen Text hochgeladen
Pfade zu effizienten Prozessen. Prozessgestaltung im Krankenhaus
Michael Greiling, Theresa Muszynski
Prozessgestaltung in Gesundheitseinrichtungen
Von der Analyse zum Controllin...
Winfried Zapp
Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
Ein methodenintegratives Lehrb...
Walter Stotz, Ursula Hochuli Freund
0 Kommentare