Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
Tabellenverzeichnis 3
1 Thematische Einführung 4
2 Fragestellung und Arbeitshypothesen 7
3 Verwendung von Paneldaten 8
4 Der Datensatz 9
5 Strukturgleichungsmodelle. 10
6 Operationalisierung der Forschungsfrage 11
7 Modellspezifikation 13
8 Ergebnisse und Interpretation 17
8.1 Interpretation der Parameter 17
Interpretation des Deteminationskoeffizienten (r 2 ) 18
8.2
8.3 Interpretation des Chi-Quadrat-Test 19
9 Prüfung des Modells 20
9.1 Freiheitsgrade 20
9.2 Goodness of Fit-Index (GFI) 20
9.3 Root Mean Square Error of Approximation (RMSEA) 21
9.4 Root Mean Residual (RMR) 22
10 Fazit 23
Anhang A: Ausführliche Ergebnisse. 24
A.1 Modellspezifikation. 24
A.1.1 Kreuzverzögertes Modell 24
A.1.2 Querschnittsmodell 24
A.1.3 Dynamisches Modell. 25
A.1.4 Vollgepacktes Modell 26
A.1.5 Vollgepacktes Modell mit Autokorrelation 27
Literaturverzeichnis 28
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Konzepte und Mechanismen der Integration. 5
Abbildung 2: Frage zur Sprach- und Schreibkompetenz. 11
Abbildung 3: Frage zur Berufsposition 12
Abbildung 4: Grundmodell. 12
Abbildung 5: Kreuzverzögertes Modell. 13
Abbildung 6: Querschnittsmodell. 14
Abbildung 7: Einfaches dynamisches Modell 14
Abbildung 8: Vollgepacktes Modell 15
Abbildung 9: Vollgepacktes Modell mit Autokorrelation der Fehler 16
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht der Ergebnisse 17
Tabelle 2: Freiheitsgrade. 20
Tabelle 3: GFI und AGFI 21
Tabelle 4: RMSEA. 21
Tabelle 5: RMR 22
3
1 Thematische Einführung
„Migration hat, wie überall auf der Welt, auch in Deutschland eine lange Geschichte. Die Gründe dafür sind seit Jahrhunderten im Kern die Gleichen - das Streben nach einem besseren Leben für sich selbst und die Nachkommen, die Furcht vor politischer, ethnischer oder religiös motivierter Verfolgung oder die gewaltsame Vertreibung.“ 1 Nach Ende des zweiten Weltkrieges und mit Einsetzten des Wirtschaftswunders wuchs der Bedarf an Arbeitskräften. Diese wurden als Gastarbeiter aus vielen Regionen Europas an-geworben. Der Begriff Gastarbeiter impliziert bereits, dass der Aufenthalt als „Gast“ nur von begrenzter Dauer ist und nach Beendigung der Arbeitstätigkeit die Rückkehr ins Heimatland erfolgt. 2 Daher wurden zu dieser Zeit auch keine besonderen Bemühungen unternommen, diesen Personenkreis in das bestehende Gesellschaftssystem zu integrieren. Die erwartete Rückkehr der Gastarbeiter blieb zu einem großen Teil jedoch aus, so dass diese heute bereits in dritter und vierter Generation in Deutschland leben und ihnen zusätzlich viele Familienangehörige aus dem Heimatland gefolgt sind. 3
Da sich aus den ursprünglichen Gastarbeitern somit dauerhafte Gesellschaftsmitglieder entwickelt haben, bestehen auch der Wunsch und die Notwendigkeit ihrer Integration in das Gesellschaftssystem.
Integration wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge definiert als „ein langfristiger Prozess (…,) [dessen Ziel es ist] alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland leben in die Gesellschaft einzubeziehen. Zuwanderern soll eine umfassende und gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen ermöglicht werden. Sie stehen dafür in der Pflicht, Deutsch zu lernen sowie die Verfassung und die Gesetze zu kennen, zu respektieren und zu befolgen.“ 4
„Diese Integration findet innerhalb der vorgegeben strukturellen Bestimmungen der Aufnahmegesellschaft statt“ 5 und wird je nach Autor in unterschiedlich viele Teilbereiche und Aspekte gegliedert. Die vorliegende Arbeit wird sich in ihren Ausführungen auf die Beschreibung der Unterteilung Lookwoods in Systemintegration und Sozialintegration und die darauf auf-
1 http://www.zuwanderung.de/cln_115/nn_1068532/DE/Zuwanderung__hat__Geschichte/ Zeitstrahl/Zeitstrahl__node.html?__nnn=true (14.08.09, 17:17)
2 vgl. http://www.zuwanderung.de/cln_115/nn_1068540/DE/Zuwanderung__hat__Geschichte/ Anwerbung/Anwerbung__node.html?__nnn=true (14.08.09, 17:19)
3 vgl. ebd.
4 http://www.integration-in-deutschland.de/cln_117/nn_278852/SubSites/Integration/DE /04__Service/Lexikon/__Function/glossar-catalog,lv2=278880,lv3=974684.html (14.08.09, 17:33)
5 Han, Petrus: Soziologie der Migration. 2., überarb. und erw. Aufl.. Stuttgart: Lucius & Lucius, 2005, S. 338
4
bauenden Formen der Sozialintegration von Esser stützen. Letztere sollen im Folgenden kurz dargestellt werden.
Abbildung 1: Konzepte und Mechanismen der Integration 6
Systemintegration meint die Integration einzelner gesellschaftlicher Subsysteme, Sozialintegration meint die Integration einzelner Individuen. 7
Esser unterscheidet im Bereich der Sozialintegration in vier verschiedene Formen, die alle in einem gewissen Zusammenhang miteinander stehen. 8
1. Kulturation
2. Platzierung
3. Interaktion
4. Identifikation
Kulturation ist ein Bestandteil der Sozialisation und meint das Vorhandensein und den Erwerb von kognitiven und sozialen Wissensbeständen und Fähigkeiten. 9 Dieser Teil des Humankapitals, z.B. die Kenntnis über gesellschaftliche Normen und Werte, ist dann von Be-
6 Quelle:http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-40.pdf, (14.08.09, 18:00), S. 21
7 vgl. ebd., S. 3
8 vgl. ebd. S, 8 - 13
5
deutung, wenn es um die Teilhabe an Transaktionen oder die Besetzung gesellschaftlicher Positionen geht. 10
Platzierung meint die Über- oder Einnahme einer bestimmten gesellschaftlichen Position, z.B. eines Berufes. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Kulturation, die in gewisser Weise die Voraussetzungen für die Platzierung schafft, bzw. die Besetzung einer gesellschaftlichen Position und den Ausbau der sozialen und kognitiven Kompetenzen begünstigt. 11 Esser bezeichnet die Platzierung als den wohl wichtigsten Mechanismus zur Integration in die Gesellschaft. 12
Mit dem Begriff der Interaktion, ist ein „Spezialfall des sozialen Handelns [gemeint], bei dem sich die Akteure wechselseitig über Wissen und Symbole aneinander orientieren.“ 13 Aus diesem Handeln entstehen Kommunikation und Kontakte, die die Akteure in Netzwerke einbinden (Sportvereine etc.). 14
„Integration durch Identifikation ist dann gegeben, wenn sich die Akteure in besonderer Weise mit dem System verbunden fühlen und sich mit diesem identifizieren“ 15 - ein Wir-Gefühl entwickeln. Hierbei lassen sich drei Teilbereiche unterscheiden, die an dieser Stelle nur kurz genannt und nicht weiter erläutert werden sollen.
1. Werte
2. Bürgersinn
3. Hinnahme 16
9 vgl. Simonson, Julia: Individualisierung und soziale Integration. 1. Aufl.. Wiesbaden: Dt. Univ.-Verl., 2004, S. 125
10 vgl. ebd.
11 vgl. ebd., S. 126
12 vgl. http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-40.pdf, (14.08.09, 18:00), S. 10
13 vgl. ebd.
14 vgl. Simonson, Julia: Individualisierung und soziale Integration. 1. Aufl.. Wiesbaden: Dt. Univ.-Verl., 2004, S. 126
15 Simonson, Julia: Individualisierung und soziale Integration. 1. Aufl.. Wiesbaden: Dt. Univ.-Verl., 2004, S. 127
16 vgl. http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-40.pdf, (14.08.09, 18:00), S. 12-14
6
2 Fragestellung und Arbeitshypothesen
Aus den PISA-Studien geht hervor, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund im Allgemeinen geringere Kompetenzen aufweisen. Daraus ergeben sich Fragen nach dem Maß der sozialen Integration von Zuwanderern in Deutschland. 17
Wie oben dargestellt zeigt sich das Maß der Integration zum Teil daran, in wie weit Personen über Wissen und Fertigkeiten verfügen, das sie für ein erfolgreiches Leben in der Gesellschaft benötigen. 18
„Unter den benötigten Fertigkeiten ist die Beherrschung der Sprache des Einwande-rungslandes [in Wort und Schrift] für Zuwanderer besonders wichtig, da sie die Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss und einen ökonomisch und sozial günstigen Arbeitsplatz entscheidend mitbestimmt.“ 19
Es ist nun davon auszugehen, dass die aufgezeigten Defizite nicht nur bei Jugendlichen im Schulpflichtigenalter vorliegen, sondern auch bei Zuwanderern der vorherigen Generation, also Ihren Eltern, nachgewiesen werden können.
Aus diesen Defiziten, einen der Integrationsbereiche betreffend, können auch Nachteile in anderen Integrationsbereichen, wie z.B. der Besetzung von Berufspositionen (Platzierung) resultieren. In unserer Gesellschaft ist das Nachgehen einer Erwerbsarbeit ein wichtiges Kriterium für die gesellschaftliche Teilhabe und auch bei Esser kommt der Platzierung sehr große Bedeutung im Rahmen der Integration zu.
Die vorliegende Arbeit greift den vermuteten Zusammenhang zwischen der Kulturation und der Platzierung auf und widmet sich der Frage nach dem Einfluss der Sprachkompetenzen von Migranten und ihrer Platzierung in der Zuwanderungsgesellschaft. Den vorangegangenen Ausführungen folgend, soll die Hypothese untersucht werden, dass Sprachkompetenzen eine positive Wirkung auf die Platzierung der Migranten in der Zuwanderungsgesellschaft haben. Es müsste sich beispielsweise zeigen, dass Personen, die über höhere Sprachkompetenzen verfügen, ebenfalls eine höhere Platzierung einnehmen als Personen mit geringeren Sprachkompetenzen.
Da sich die Sprachkompetenzen jedoch möglicherweise nicht sofort auf die Platzierung auswirken, ist es notwendig den Zeitaspekt mit zu berücksichtigen und sich nicht auf eine reine Querschnittsbetrachtung zu beschränken.
17 vgl. Walter, Oliver: Kompetenz und Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshin-tergrund. Wie lassen sich Unterschiede erklären? In Allemann-Ghionda. Christina / Pfeiffer, Sas-
kia [Hrsg.]:Bildungserfolg, Migration und Zweisprachigkeit - Perspektiven für Forschung und Ent-
wicklung. Berlin: Frank & Timme, 2008, S. 71
18 vgl. ebd.
19 ebd.
7
Verwendung von Paneldaten 3
Für die vorliegende Analyse soll ein Datensatz verwendet werden, dem nicht eine oder mehrere Querschnittserhebungen zu Grund liegen, sondern der auf Paneldaten basiert. Die Verwendung von Paneldaten bietet den Vorteil, dass sie die Betrachtung der Entwicklung einzelner Untersuchungseinheiten im Zeitverlauf ermöglichen und somit nicht nur eine Momentaufnahme der Situation sondern auch Tendenzen, Muster und Dynamiken aufzeigen können. 20
Durch die spezielle Gestaltung von Panelerhebungen, die in der zeitlichen Abfolge gleich bleibenden Untersuchungseinheiten und erhobenen Merkmale, bergen jedoch auch einige Probleme. Hier wären z.B. der Panel-Effekt oder die Panelmortalität zu nennen. Ersteres meint die Einflüsse, die durch die wiederholte Befragung der Probanden verursacht werden und somit zu einer Veränderung im Reaktions- und Antwortverhalten führen 21 und somit die Aussagekraft des Panels mindern. Zweitere, die Panelmortalität, bezeichnet den Aus- bzw. Wegfall einzelner Untersuchungseinheiten zwischen zwei Erhebungswellen und ist in sofern problematisch, da sie zu systematischen Verzerrungen führen kann. Ein weiterer Aspekt, der ebenfalls als problematisch betrachtet werden könnte, ist die Konstanz der Messinstrumente. Sie ist notwendig, um die einzelnen Erhebungswellen vergleichbar zu erhalten. Andererseits unterliegen aber auch Begrifflichkeiten etc. dem gesellschaftlichen Wandel, was eine Anpassung des im Rahmen einer Panelanalyse verwendeten Messinstrumentes notwendig macht. 22 An dieser Stelle ergibt sich somit ein Konflikt, bei dem eine klare Bewertung der Entscheidung für oder wider der Konstanthaltung der Messinstrumente nicht ohne weiteres möglich ist.
Auf Aspekte den Aufwand, die Kosten etc. betreffend soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden, da diese keinen direkten Einfluss auf die Qualität bzw. Aussagekraft der gewonnen Daten nehmen.
Trotz der Argumente die gegen die Verwendung von Paneldaten sprechen, erweisen Sie sich für die vorliegende Fragestellung als geeignet, da gerade die intraindividuellen Veränderungen ein wichtiger Aspekt der Fragegestellung sind und auch die Problematik der konstanten Messinstrumente bei der engen Folge der ausgewählten Erhebungswellen, 2001 und 2003, eher keiner besonderen Beachtung bedarf.
20 vgl. Moosmüller, Gertrud: Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung. München [u.a.]: Pearson Studium, 2004, S. 227
21 Dieter Grunow, Stichwort: Panel-Effekt. In: Fuchs-Heinritz, Werner [Hrsg.]: Lexikon zur Soziologie. 3., überarb. Aufl., Opladen: Westdt. Verlag, 1994, S. 484
22 vgl. Schnell, Rainer: Methoden der empirischen Sozialforschung. 6., völlig überarb. und erw. Aufl.. München [u.a.]: Oldenbourg, 1999, S. 229
8
Arbeit zitieren:
Dipl. Soz-Wiss Janina Tatan, 2009, Der Einfluss der Sprachkenntnisse von Migranten auf ihre Platzierung in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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