INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 1
2 GESUNDHEITLICHE RISIKEN IM RETTUNGSDIENST 2
2.1 Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems 2
2.2 Weitere Erkrankungen 4
2.2.1 Psychische Belastung 4
2.2.2 Arbeits- und Wegeunfälle 5
2.2.3 Verletzungsarten bei Arbeits- und Wegeunfällen 7
2.2.4 Infektionskrankheiten 8
2.3 Anerkannte Berufskrankheiten 8
3 GESUNDHEITSMANAGEMENT 10
3.1 Aufbau der Wirbelsäule 10
3.2 Prävention im Rettungsdienst 13
3.2.1 Rücken schonendes Arbeiten im Rettungsdienst 13
3.2.2 Reduktion der psychischen Belastung 15
3.2.3 Vorbeugung vor Infektionen 16
3.2.4 Fit für den Rettungsdienst 17
3.3 Persönliche Schutzausrüstung im Rettungsdienst 18
4 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK 20
5 LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS A
5.1 Bücher A
5.2 Online Quellen A
II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Prävalenz von ärztlich diagn. Erkrankungen, nach Lebensalter.
Abbildung 2: Körperliche Beschwerden.
Abbildung 3: Verteilung der Unfälle nach verletztem Körperteil.
Abbildung 4: Aufbau der Wirbelsäule
Abbildung 5: Bandscheibenbelastung
Abbildung 6: Einstiege in Rettungswagen
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Arbeits- und Wegeunfälle.
III
Einleitung
1 Einleitung
Der „demographische Wandel“ ist ein Begriff, der meist in der Politik, und dort im Besonderen im Zusammenhang mit den sozialen Sicherungssystemen, genannt wird. Hinter diesem Begriff stehen die Veränderung der Altersstruktur einer Bevölkerung sowie deren Zusammensetzung. Beeinflusst wird die Altersstruktur von der Geburtenbzw. Sterberate einerseits, sowie durch die immer älter werdende Bevölkerung andererseits. Auch die Zuwanderung meist jüngerer Menschen aus anderen Staaten bzw. die Abwanderung teils älterer Menschen beeinflussen die Altersstruktur wesentlich. 1
Neben der Politik und den sozialen Sicherungssystemen sind jedoch alle in einem Wirtschaftsraum zusammenlebenden Subjekte (Staat, Haushalte und Unternehmen) von dieser Thematik betroffen. So müssen sich bereits heute Unternehmen damit beschäftigen, wie ein Arbeitsplatz in der Zukunft gestaltet sein sollte, damit die Wirtschaft auch mit einer alternden Belegschaft weiterhin im globalen Umfeld wettbewerbsfähig bleibt.
Die Gesundheit der immer älter werdenden Mitarbeiter gewinnt somit mehr und mehr an Bedeutung. Hiervon sind die Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht ausgenommen; im Gegenteil - gerade im Rettungsdienst kommt es darauf an, dass das eingesetzte Personal kurzfristig körperlichen Höchstleistungen sowie physischem und psychischem Stress gewachsen ist. Im besonderen Maße ist hier das Muskel-Skelett-System betroffen, da der Patiententransport (Patient und Trageeinrichtung) eine besondere körperliche Belastung darstellt. 2
Der Autor wird in dieser Arbeit den Schwerpunkt auf die Wirbelsäulenbelastung im Rettungsdienst und deren Folgen legen, und die weiteren gesundheitlichen Risiken wie z. B. Erkrankungen durch psychische Belastungen, Unfälle oder Infektionskrankheiten nur peripher behandeln.
1 Vgl. ec.europa, URL: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=502&langId=de (10.07.2010).
2 Vgl. Gebhardt, Klußmann, Maßbeck, Topp, Steinberg, 2006, S. 9.
Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst
2 Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst
Das Personal im Rettungsdienst gilt als besonders gefährdete Gruppe für physische und psychische Belastungen. Derzeit gibt es ca. 47.000 hauptberuflich Beschäftigte im deutschen Rettungsdienst. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Rettungsassistenten (berufliche Ausbildung), die die primäre Besatzung von Notfall-Rettungsmitteln stellen. 3 Neben den Rettungsassistenten gibt es Rettungssanitäter sowie Rettungshelfer mit geringerer Ausbildungstiefe.
Der Beruf des Rettungsassistenten ist erst seit 1989 staatlich anerkannt. 4 Im Folgenden werden die häufigsten Erkrankungen näher erläutert.
2.1 Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems
Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehören zu den am häufigsten gesundheitlichen Erkrankungen in der westlichen Welt. Gerade im Rettungsdienst treten diese Beschwerden verstärkt auf. Ein Mensch wiegt im Durchschnitt 70 kg, zusammen mit dem Gewicht einer Trage (ca. 30 kg) wird so eine zu tragende Last von rund 100 kg erreicht. Auf den einzelnen Rettungsdienstmitarbeiter entfallen somit ca. 50 kg des zu tragenden Gewichts. Neben der eigentlichen Last führen zusätzlich eine ungünstige Körperhaltung (beim Heben oder in Treppenhäusern), als auch das Tragen über lange Wegstrecken zu zusätzlichen Belastungen respektive Erkrankungen. Häufig ist es jedoch der Fall, dass Patienten deutlich schwerer sind als das Durchschnittsgewicht von 70 kg und zusätzlich medizinisches Gerät transportiert werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass die zu hebenden Lasten aufgrund der Einsatzhäufigkeit und der Dauer der Schichtdienste zur erheblichen Belastung der Mitarbeiter beitragen. In den ersten Berufsjahren ist dies meist problemlos zu bewältigen. Mit zunehmendem Alter sowie ansteigenden Berufsjahren führt dies jedoch langfristig zu gesundheitlichen Beschwerden. Die folgende Abbildung 1 zeigt die einzelnen gesundheitlichen Erkrankungen mit ihrer jeweiligen Ausprägung.
3 Deutsches Rotes Kreuz, URL: http://www.drk-mettmann.de/erkrath/Krankentransportdienst.htm
(10.07.2010).
4 Vgl. Gesetzte-im-Internet: URL: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/rettassg/gesamt.pdf
(10.07.2010).
Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst
Die Abbildung verdeutlic ht im besonderen M aße die physische Belastung für die Mit-arbeiter im Rettungsdienst, die vor allem mit steigendem Alter z u Erkrankungen des Mus kel-Skelett-Systems führen können.
Bei den Beschwerden des Muskel--Skelett-Systems mu ss grundsätzlich zwi schen den einzelnen Beschwerdepunkten unterschieden werden. Die folgende Abbildu ng 2 zeigt, dass vor allem Beschwerden im unteren und oberen Be reich der Wirbelsäule und auch im Bereich der Kniegelenke angegeben werden. Unterschieden wird in Jahresprä-valenz (innerhalb der letzten 12 Monate) sowie in Punktprävalenz (der letzten sieben e). 5 Tage
5 Vgl. Gebhardt, Klußmann, M aßbeck, Topp, Steinberg , 2006, S. 59f.
Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst
Da der Beruf des Rettun gsassistenten noch relativ jung ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Besch werden m it zunehmendem Alt er exponentiell ansteigen wer-den. Die demographische Entwicklung wird di es vermutl ich noch beschleunigen.
2.2 Weitere Erkran kungen Neben Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bilden die folgenden Erk rankungen erhebliche Risiken für die Mitarbeiter im Rettu ngsdienst.
2.2.1 Psychische Belastung Die deutsche I ndustrienorm DIN EN ISO 10075-1 definiert psychische Belas tungen als die von außen auf die Psyche einwirkende F aktoren. Diese ergeben sich aus den Ar-beitsbedingungen, beispi elsweise:
• der Arbeitsaufgabe (Art und Umfang der Tätigkeit )
• der Arbeitsumgebung (z. B. Lärm)
• der Arbeitsorganis ation (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsabläufe)
• den sozialen Komponenten (z. B. Führungsstil, Betriebsklima) ware) 6 • den Arbeitsmitteln (z. B. Softw
6 Vgl. ergo-online, URL: http://www.ergo-ionl
Arbeit zitieren:
MSc Christian Bonack, 2010, Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Gesundheitswissenschaften: Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Gesundheitswissenschaften: neuer Titel erschienen: Gesundheitliche Risiken im Rettungsdienst
Christian Bonack hat einen neuen Text hochgeladen
Skills-Training bei Borderline- und Posttraumatischer Belastungsstörun...
Alice Sendera, Martina Sendera
Ratgeber Posttraumatische Belastungsstörung
Informationen für Betroffene, ...
Rita Rosner, Regina Steil
Sozialmedizin und Public Health
Ein Wörterbuch zu den Grundlag...
Jens-Uwe Niehoff, Bernard Braun
Posttraumatische Belastungsstörung
Leitlinie und Quellentext
Guido Flatten, Ursula Gast, Arne Hofmann, Wolfgang Wöller, Luise Reddemann, Torsten Siol
Posttraumatische Belastungsstörung und Substanzmissbrauch
Das Therapieprogramm «Sicherhe...
Lisa M. Najavits, Ingo Schäfer, Martina Stubenvoll, Anne Dilling
Posttraumatische Belastungsstörungen bei gefährdeten Berufsgruppen
Prävalenz - Prävention - Behan...
Frauke Teegen
Posttraumatische Belastungsstörung
Ein Manual zur Cognitive Proce...
Julia König, Patricia A. Resick, Regina Karl, Rita Rosner
0 Kommentare