Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Das Millenniums-Projekt 5
2.1 Die MDGs - alte Forderungen neu verpackt 5
2.2 Die konkreten Ziele 6
2.3 Die Umsetzung verlangt eine globale Strategie 6
2.4 Interdependenzen innerhalb der MDGs 7
3 Ziel 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers 8
3.1 Wann ist ein Mensch arm? 8
3.2 Armutsbekämpfung als zentrales Millenniumsziel 10
3.3 Die Lage der Länder südlich der Sahara 11
4 Umsetzung der MDGs in den Ländern südlich der Sahara 12
4.1 Entwicklungsstand in Subsahara 12
4.2 14
Die MDGs als „Mogelpackung“?
4.3 Zwei grundlegende Probleme bei der Umsetzung der MDGs 15
4.4 Ein veränderter Umgang ist nötig 17
5 Fazit 18
6 Quellenverzeichnis 21
6.1 Literaturverzeichnis 21
6.2 Internetquellen 21
2
1. Einleitung
Armut und soziale, politische sowie ökonomische Ungleichheit sind weltweit zentrale Themen. Gerade die Globalisierung macht diese Ungleichheiten immer deutlicher und verstärkt sie noch. In den vergangenen Jahrzehnten gab es deshalb immer wieder Bemühungen, die Unterschiede zwischen den sogenannten Entwicklungs- und Industrieländern auszugleichen. Dennoch sind viele Kampagnen häufig im Sande verlaufen. Ein neues Projekt, dass sich es sich zum Ziel gesetzt hat, Armut, Hunger und Krankheiten weltweit zu reduzieren, wurde 2000 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen - die Millennium Development Goals (MDGs).
Die vorliegende Arbeit „Reduzierung von Armut und Hunger in den Ländern südlich der Sahara - die Millenniumsziele“ beschäftigt sich mit den Millenniumsentwicklungszielen - insbesondere mit der Fragestellung, inwieweit die MDGs tatsächlich zur Reduzierung von Armut beitragen können. Hierbei soll es also hauptsächlich um die Zielvorgabe 1 gehen - mehrwürde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Auch liegt der Focus lediglich auf den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Zu Beginn der Ausarbeitung wird das Millenniums-Projekt beschrieben - es werden organisatorische Details, einzelne Ziele sowie die Interdependenzen innerhalb der Zielvorgaben genannt. Um eine genaue Vorstellung von der Armutsproblematik zu gewinnen, geht es in Punkt drei zunächst generell um die Frage „Wann ist ein Mensch arm?“. Daraufhin folgt eine detaillierte Beschreibung der Zielvorgabe 1: „Beseitigung der extremen Armut und des Hungers“, sowie eine Darstellung der gegenwärtigen Situation in den Subsahara-Staaten.
Kapitel vier der Arbeit beschäftigt sich schließlich mit der Umsetzung der MDGs in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Dabei wird zunächst ein Überblick über den Entwicklungsstand 2007 gegeben, woraufhin eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage der Realisierbarkeit des Millenniums-Projekts sowie dessen Defizite und
Verbesserungsmöglichkeiten erfolgt.
3
Abschließend werden zentrale Punkte im Fazit resümiert, es erfolgt eine kritische Reflexion der Fragestellung und weiterführende Probleme werden aufgezeigt.
4
2. Das Millenniums-Projekt
Im September 2000 trafen sich die führenden Weltregierungen auf dem UN-Millennium-Gipfel in New York, um über die aktuelle Weltlage zu beraten. Dabei verfassten sie am Ende der Sitzung eine Erklärung - die Millennium Declaration. Darin versprachen die 189 Unterzeichnerstaaten, eine Umwelt zu schaffen - auf nationalem sowie globalem Niveau - „which is conducive to development and to the elimination of poverty“ 1 (förderlich zur Entwicklung und zur Beseitigung von Armut).
2.1 Die MDGs - alte Forderungen neu verpackt
Auf Grundlage der Erklärung des Millennium-Gipfels und verschiedenen Konferenzen aus den 1990er Jahren, darunter auch der World Food Summit (WFO) von 1996 - dieser setzte sich die Reduzierung von Hunger um die Hälfte bis 2015 zum Ziel -, entstanden die Millennium Development Goals (MDGs). Neu waren die Forderungen der MGDs nicht, vielmehr stellten sie eine Zusammenführung zahlreicher Beschlüsse und Absichtserklärungen dar. Wirklich neuartig hierbei waren jedoch die hohe Zahl der zustimmenden Akteure sowie die Konkretisierung der Ziele anhand von messbaren Indikatoren und zeitlich begrenzten Vorgaben. Insgesamt sind mehr als 250 Experten aus der ganzen Welt am Projekt Millennium beteiligt, darunter Wissenschaftler, Forscher, politische Entscheidungsträger, Vertreter von nichtstaatlichen Organisationen, Organisationen der UN, die Weltbank, der Internationale Währungsfond und Fachleute des Privatsektors 2 . Verteilt auf zehn Arbeitsgruppen entwickelten sie in einem unabhängigen Beratungsgremium acht Ziele - die Millennium Development Goals. Diese zerfallen noch in über 20 Teilziele bzw. differenziertere Zielvorgaben 3 . Zu jeder Zielvorgabe wurde ein Set von Indikatoren erarbeitet. Mithilfe dieser soll in regelmäßigen Zeitabständen überprüft werden, ob und in welchem Maße die Ziele umgesetzt wurden.
1
„FAO and the challenge of the Millenium Development Goals“, 2005
2 Vgl. UN: Über das Milleniums-Projekt
3 Vgl. UN: MDG Report 2008, S. 4
5
2.2 Die konkreten Ziele
Die konkreten Ziele des Millenniums-Projekts sind folgendermaßen formuliert:
„Ziel 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers Ziel 2: Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung Ziel 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern Ziel 6: Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft“ 4 Jedem Ziel gehören noch Unterziele an sowie Indikatoren - insgesamt haben die UN-Expertenteams 48 Indikatoren entwickelt.
2.3 Die Umsetzung verlangt eine globale Strategie
Zur Umsetzung der Zielvorgaben sei eine globale Strategie der Armutsbekämpfung von Nöten, d.h. die Millenniumsziele müssten Bestandteil nationaler und internationaler Bemühungen sein 5 . Als Politikempfehlungen legen die Vereinten Nationen den Schwerpunkt deshalb auf drei Handlungsstrategien: Zum Ersten sollen die MDGs als politische Mindestziele in den Entwicklungsländern verfolgt werden 6 . Zum zweiten sind die Geberländer dazu aufgefordert, ihre finanziellen Hilfen deutlich aufzustocken. Die entwickelten Länder sollen insgesamt 0,7 Bruttonationaleinkommens 7 Prozent ihres für die öffentliche
Entwicklungshilfe aufwenden - bislang lag diese bei 0,25 Prozent 8 . Der dritte Punkt bezieht sich auf den zeitlichen Rahmen innerhalb dessen die MDGs erreicht werden sollen. Nach Vorbild der WFO haben sich die Vereinten Nationen 2015 zum Stichjahr gesetzt. „Selbst in den ärmsten
4
Vgl. UN: Offizielle Liste der Indikatoren für die Millenniums-Entwicklungsziele
5 Siehe UN: Über das Millenniums-Projekt,
6 Vgl. ebd.
7 Vgl. ebd.
8 Vgl. UN: Die Krise
6
Arbeit zitieren:
Katrin Maiterth, 2009, Reduzierung von Armut und Hunger in den Ländern südlich der Sahara, München, GRIN Verlag GmbH
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