Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Konzept des Empowerments 4
3. Förderung des Menschen durch das Empowerment 6
4. Das doppelte Mandat 8
5. Die Professionalität eines Berufes 10
6. Das Klientel der Sozialen Arbeit 13
6.1. Freiwilliges Klientel 13
6.2. Pflichtklientel 13
7. Schluss 15
Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich die Vorgehensweise das Empowerments nah bringen, welches häufig zwischen Hilfe und Kontrolle steht. Mit dem Empowermentkonzept soll einem Menschen geholfen werden, sich aus der Unmündigkeit zu erheben und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Vielmehr möchte ich herausarbeiten, in welcher Lage die Soziale Arbeit sich befindet, wenn das Handeln zwischen Hilfe und Kontrolle abläuft und was dies bedeutet.
Der Aufbau dieser Arbeit sieht wie folgt aus. Zu Beginn erläutere ich in Kapitel zwei an welcher Stelle das Konzept des Empowerment eingesetzt wird. Ich gehe darauf ein, wann einige Menschen Hilfe von außen benötigen, um wieder in eine Lebenssituation zu gelangen, in der sie ihr Leben selbstständig gestalten können.
Daran angeknüpft werde ich in Kapitel drei darauf eingehen, wie das Ziel der Sozialen Arbeit beim Empowerment umgesetzt wird. Ich setzte mich damit auseinander, welche Schwerpunkte die Sozialarbeiterin bzw. der Sozialarbeiter legt, damit ein Mensch gefördert werden kann. Angeschlossen an den Punkt, werde ich in Kapitel vier das doppelte Mandat schildern, welches sich ergibt, wenn die Soziale Arbeit aus zwei unterschiedlichen Standpunkten aus handelt. Im darauf folgenden Kapitel gehe ich auf die Professionalität eines Berufes ein und versuche auszuarbeiten, welchen Platz eine Sozialarbeiterin bzw. ein Sozialarbeiter einnimmt. In Kapitel sechs werde ich das Klientel der Sozialen Arbeit beschreiben, welches sich durch die beiden Seiten, der Hilfe und Kontrolle, ergibt. Dieses Kapitel habe ich noch einmal unterteilt und werde zunächst das freiwillige Klientel beschreiben, welches durch die Hilfe zustande kommt und anschließend beschreibe ich das Pflichtklientel, welches sich aus der Kontrolle ergibt.
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2. Das Konzept des Empowerments
Das Wörterbuch liefert viele Begriffsdefinitionen für Power (sic!), welches ein Teil von Empowerment ist. Den Schwerpunkt auf Stärke (sic!) oder Durchsetzungskraft (sic!) gelegt, sagt aus, dass Menschen ihr Leben
eigenständig gestallten können (vgl. Herriger 2006, S. 13).
Mit dem Empowerment - Konzept sollen Menschen darin gestärkt werden, autonom zu handeln und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen zu können. Demnach sollen Menschen Selbstermächtigung erlernen. „Selbstermächtigung will sagen, dass alle Menschen in der Lage sind, die für sie relevanten persönlichen und gesellschaftlichen Belange selbst in die Hand zu nehmen und zu verändern“ (Armbruster 2006, S. 180). Einige Menschen sind jedoch nicht in der Lage, ihre vorhandenen Ressourcen eigenständig zu nutzen und an diesem Punkt setzt das Empowerment ein und hilft den Menschen, die nicht in der Lage sind, die eigenen Fähigkeiten neu zu entdecken und mit diesen die Krisensituationen zu überwinden. Wenn Menschen sich in
Lebenssituationen befinden, die strukturiert überwunden werden müssen, begeben sich einige Menschen in die Obhut der Sozialen Arbeit, damit die Lebenskrisen Schritt für Schritt bewältigt werden können. Wobei die Soziale Arbeit die Bewältigungsschritte nicht selbst in Angriff nimmt, sondern lediglich eine Hilfe leistet, damit ein Mensch die Lösung der Situation selbst erkennt.
„Ein allgemein akzeptierter Begriff von Empowerment, der sowohl den wissenschaftlichen Diskurs, als auch die psychosoziale Praxis verbindlich anleiten könnte, existiert nicht“ (Herriger 2006, S. 13).
Für einige Menschen bedeutet Empowerment ein Weg zu einem besseren Leben, da Menschen durch dessen Konzept sich von der Unterdrückung lösen können. Viele Menschen, die mit dem Konzept des Empowerment in Berührung kommen, können ihre Eigenmacht zurückgewinnen und lernen wieder selbst bestimmend zu agieren (vgl. Herriger 2006, S. 13).
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Empowerment setzt an dem Punkt an, an welchem sich Menschen ohnmächtig wegen ihrer Handlungsunfähigkeit fühlen. „Ob nun in der Arbeit mit strafentlassenen Menschen, mit dissozialen Straßenkindern, mit langzeithospitalisierten Patienten psychiatrischer Einrichtungen oder mit allein stehenden wohnungslosen Menschen - stets ist es schmerzliche Erfahrung des Verlustes von Selbstbestimmung und Autonomie, die den biographischen Nullpunkt der Lebensgeschichten dieser Menschen markiert und die Ausgangspunkte für die Suche nach Auswegen aus der Ohnmacht ist“ (Herriger 2006, S. 54). Wenn einige Menschen in ihrer Handlung begrenzt und eingeschränkt sind, dann führt dies zu einer Unmündigkeit und einer Unfähigkeit zu Kommunizieren. Das Empowerment - Konzept hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen aus dieser Situation heraus zuholen (vgl. Herriger 2006, S. 72). „Der Klient präsentiert Probleme, persönliche Schwierigkeiten, bestimmte Defizite, ist - allgemein gesprochen - hilfebedürftig“ (Stark 1996, S. 26). Das Empowerment verfolgt das Ziel, die Benachteiligung dadurch auszugleichen, dass diese durch die Ressourcen eines Individuums ausgetauscht werden (vgl. Galuske 2007, S. 262).
„Der Blickwinkel richtet sich hier gezielt auf die Ressourcen und Stärken der Menschen, auf ihre Potentiale zur Lebensbewältigung und -gestaltung - auch unter den eingeschränkten Bedingungen des Mangels oder vor dem Hintergrund vielfältiger persönlicher und sozialer Defizite“ (Stark 1996, S.108). Ein Mensch bringt demnach die notwendigen Ressourcen mit, muss jedoch wieder erlernen, auf diese zurückzugreifen. Die Soziale Arbeit ist bei diesem Vorgang lediglich ein Hilfsinstrument, welches Möglichkeit und Raum bietet, um die Fähigkeiten wieder entdecken zu können, sowie üben und in den Lebensalltag verankern, so dass die Ressourcen bei Bedarf sicher abgerufen werden können.
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Arbeit zitieren:
Funda Dastan, 2010, Empowerment, München, GRIN Verlag GmbH
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