Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Definition 3
2.1 Geschichte der Zeichenlehre 3
2.2 Saussures sémiologie 4
3 Peirce semeiotic 5
3.1 triadische Relation und Semiose 5
3.2 Zeichentrichotomien 7
3.2.1 Eigenschaft von Zeichenträgern 8
3.2.2 Objekt-Beziehung 9
3.2.3 Interpretanten-Beziehung 10
4 Kritik 11
5 Quellen 12
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1 Einleitung
Die Lehre von den Zeichen ist so alt wie die Philosophie selbst. Zahlreiche Philosophen und Theoretiker befassten sich durch die Geschichte mit den Eigenschaften und der Wirkung von Zeichen. Doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlangte die Semiotik ihren Durchbruch und fand Anerkennung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Als Begründer der modernen Semiotik gelten der Schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure und der amerikanische Naturwissenschaftler und Philosoph Charles Sanders Peirce. So zeitnah sie ihre Zeichentheorien aufstellten, so unterschiedlich sind deren Herangehensweisen. Ziel dieser Hausarbeit ist es erstens, die Unterschiede dieser beiden Ansätze, der Saussurschen sémiologie und der semeiotic Pierce‘, aufzuzeigen, sowie zweitens einen einführenden Überblick über die Zeichentheorie von Charles S. Peirce im Speziellen zu verschaffen.
2 Definition
Unter Semiotik allgemein versteht man die Wissenschaft der Zeichen, ihrer Produktion und Wirkung. Sie ist interdisziplinär und interaktiv, d.h. die Lehre von den Zeichen wird nicht nur in philosophischen Disziplinen angewandt, sondern fachübergreifend in allen Bereichen von Natur- und Kulturwissenschaft.
Der semiotische Prozess - ein Sender übermittelt eine kodierte Nachricht an einen Empfänger, der sie entschlüsselt und interpretiert - ist Mittel zur Kommunikation im weiteren Sinn. Er bezieht sich nicht nur auf Sprache oder Schrift, sondern auf sämtliche kommunikativen und kognitiven Vorgänge. Semiotik untersucht also die Rolle von Zeichen als Teil des sozialen Lebens, ihre Natur und die Regeln, denen sie unterliegen.
2.1 Geschichte der Zeichenlehre
Bereits antike Philosophen wie Heraklit, Sokrates und Platon setzten sich intensiv mit der Bedeutung und Wirkungsweise von Zeichen auseinander. Schon hier wurden dem Zeichen mehrere Eigenschaften zugeteilt (vgl.
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Klawitter 1984, S.67). Platons dreiteilige Gliederung in Zeichen, Bedeutung und Objekt wurde im 20. Jhdt. von Peirce aufgegriffen. Die wissenschaftliche Betrachtung von Zeichen wurde durch die Epochen hinweg vertieft und durch verschiedene Herangehensweisen erweitert. Prägend für die Semiotik war auch die Epoche der Aufklärung. John Locke beispielsweise analysierte Zeichen innerhalb der Erkenntnistheorie und Immanuel Kant verknüpfte den Zusammenhang zwischen Begriffen und Gegenständen mit Zeichen (vgl. Klawitter 1984, S.68). Als Begründer der modernen Semiotik gelten Ferdinand de Saussure mit der sémiologie und Charles Sanders Peirce mit seiner semeiotic. Erst Umberto Eco gelang es im 20. Jhdt., Saussures Aspekte der Inhalts- und Ausdrucksseite in Peirce‘ Zeichentheorie mit ein zu beziehen und die Semiotik in ihrer aktuellen
kulturwissenschaftlich und ganzheitlich orientierten Form zu prägen (vgl. Schalk 1999, S.104).
2.2 Saussures sémiologie
Der schweizer Linguist Ferdinand de Saussure definiert sprachliche Zeichen als eine dyadische Struktur: Ein Zeichen ist eine von einer Sprachgemeinschaft festgelegte Verbindung aus Inhalt und Ausdruck. Für die Inhaltsseite, also einem geistigen Konzept eines Gegenstandes oder Sachverhalts, steht das Signifikat (signifié, das Bezeichnete). Der Signifikant (signifiant, das Bezeichnende) ist ein Zeichenträger, der die Vorstellung erst generiert. Das Zeichen unterliegt nach Saussure also einem arbiträren Prozess: ein Lautbild generiert eine Vorstellung. So impliziert beispielsweise das Wort „Baum“ als signifiant eine Vorstellung einer großen Pflanze mit dickem Stamm, Ästen und Blätterdach im Kopf des Empfängers (signifié) (vgl. Chandler 2006, S.19).
Weder Signifikat noch Signifikant haben ohne die Wechselwirkung mit dem jeweils anderen eine Funktion. Der Hinweis „offen“ an einer Restaurant-Tür hat nur dann seine entsprechende Wirkung, wenn die Bedeutung durch Konventionen bekannt ist („In diesem Restaurant können momentan Speisen und Getränke konsumiert werden“). Ein Signifikant kann in Paarung mit anderen Signifikaten Zeichen generieren, die eine völlig andere Inhaltsseite hervorrufen. Ein Zeichen ist
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Arbeit zitieren:
Samantha Weber, 2009, Die Zeichentheorie von Charles S. Peirce, München, GRIN Verlag GmbH
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Grundbegriffe und Relationen der Peirceschen Zeichentheorie
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K Oehler
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