Enis Karahan Entstehung der Sprachvielfalt 13.02.09
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Literaturrecherche 2
3. Die Natur als Sprache 3
4. Sprechende Köpfe. 3
5. Erste Worte 5
6. Die Sprachgemeinschaft 6
7. Die Sprachvielfalt 7
8. Der Sprachwandel. 9
9. Dimensionen der Sprache 10
9.1 Die Zeit 11
9.2 Der Raum 12
9.3 Der Benutzer und sein Gebrauch 12
10. Unterscheidung des Denkens 13
11. Fazit 16
12. Quellen und Literaturverzeichnis 17
13. Abbildungsverzeichnis 18
Enis Karahan Entstehung der Sprachvielfalt 13.02.09
1. Einleitung
Die Hausarbeit folgt der Fragestellung warum existieren so viele Sprache und wie es überhaupt zu der Entstehung der Sprachvielfalt kam. Im Verlauf der Sprachentwicklung werden einige grundlegende und miteinander verbundene Fragen aufgeworfen. Welche Form hatte die Sprache zu beginn ihrer Entwicklung? Nicht ganz Unabhängig davon wann die Sprache sich zum ersten Mal entwickelte, stellt sich die frage, wie sich aus einer Nichtsprache eine Sprache verwandelte. Mein Hauptaugenmerk besticht in der Fragestellung wann und warum sich die vermutlich anfangs einheitliche Sprache auseinander entwickelte, so dass es heute etwa fünftausend Sprachen gibt und wie versteht sich die Sprache als Ausweis der Zugehörigkeit. Anhand dieser Leitfragen wird versucht das Wesen der Sprache zu beantworten.
In der Literatur zum Ursprung und Entwicklung der Sprache und bei einigen Sprachphilosophen lassen sich unzählige Theorien über die Sprachgeschichte aufstellen. Einige glauben an den Willen Gottes, der durch den Turm von Babel die Sprache in alle Länder verstreute, andere folgen den beweisen das die Gestik worüber sich die Sprache abhandeln ließ von Mensch zu Mensch anders interpretiert wurde und aus dem die Sprachvielfalt entstand. Am Wahrscheinlichsten begann die Sprache, als sich die ersten unserer Vorfahren über die Bedeutung ihrer Lautverbindungen einigten. Seit Jahrzehnte beschäftigen sich schon Wissenschaftler mit der Evolution der Sprache, sie schätzen, dass Menschen seit 100 000 bis 200 000 Jahren sprechen können. Leider sind das alles nur Vermutungen und beruhen nicht auf Fakten. Während aber in der Zeit Sanskrit Vedischen und Urindoeuropäischen von 15000 v. Chr. bis 2000 n. Chr. aufschlussreicher Quellen über die Entstehung der Sprachvielfalt bis zu unserer heutigen Zeitrechnung von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Lassen sich über Stammbäume, Artefakte, Mythen und anderen Spuren daraus wesentlich eindeutigere hinweise darauf geben wie aus einer Ursprache eine Vielzahl von Sprachen Entstanden ist. Die Denk- und Sprechfunktionen der ersten Menschen müssen sich gemeinsam entwickelt haben, weil die Zusammenfassung mehrerer Vorstellungen zu einer komplizierteren erst möglich ist, wenn dafür ein
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bestimmtes Lautzeichen gebildet wird welches sich durch einen ihn gegebenen Sinn von anderen Lautgebilde unterscheidet.
2. Literaturrecherche
Für die oben aufgelisteten Fragestellungen habe ich mich aus dem Grund entschieden, weil mein persönliches Interesse daran lag, zu erfahren warum in dieser Welt soviele Unterschiedliche Sprachen und Dialekte entstehen konnten. Des weiteren ist es interessant zu verfolgen wie sich die Sprache im Laufe der Zeit verändert hat, dass ein Anschluss an das Seminar (Aberglauben über die Vernunft bis zur Wahrscheinlichkeit
Paradigmenwechsel vom 16. bis 20. Jahrhundert) findet. Folge dessen bin ich über die Online Bibliothek der Leuphana Internetseite an meine Literarischen Quellen gekommen. Über das Suchverzeichnis gab ich zunächst Schlagwörter, wie Ursprung der Sprache, Entstehung der Sprache ein. Um meiner Fragestellung näher zukommen gab ich fortwährend weiter begriffe wie „Sprachvielfalt“ und „Sprachentstehung“ ein. Was mich zu den Ergebnis brachte, dass diese Quellen Ausschlaggebend für meine Fragestellung sind. Meine Hauptquellen bezog ich aus den Werken „Klatsch und Tratsch“, „Das Wunder der Sprache“ und „Neue Wissenschaften von alten Zeichen“.
Zu beginn meiner Arbeit konnte ich die Theorie aufstellen das die Sprache von unseren Urmenschen abstammt und das sich die Sprache von Ursprung zu Ursprung unterschiedlich entwickelte. Aber meine Theorien haben sich zum teil nur bewahrheitet. Überraschende Aspekte fand ich vor allem in der Religion wieder.
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3. Die Natur als Sprache
Durchquert eine Person einen Dichten Wald und steht nun fern ab von allen Handlungen, umgeben von gigantischen Bäumen. So führt diese Person eine Handlung aus, nämlich eine Handlung von Zusammenwirkender Subjekte des Zeichens des Objekts und das als sich selbst dem Interpretanten. Die Empfindung führt zu einer Wahrnehmung seiner Umgebung. Zitat nach:„(…) Nietzsches Methode erweist sich die Entstehung der Sprache letztlich rückbezogen auf einen Vorgang ursprünglicher Semiose, einen Prozeß leiblicher Symbolik, die die ganze Natur durch herrscht. Man könnte insofern geradezu von einer „Sprache der Natur„ reden, mit deren Kunstkraft und 1 Kunsttrieb alle Sprachgebungen ihren Anfang nimmt."
Die „Kunstkraft und der Kunstrieb“ aller Sprachen können wie der Wind der durch dichte Äste streift sein. Ihr kann dadurch einen dynamischen Prozess der Lautäußerung also ein Rauschen der Äste hervorrufen. Aus diesem Grund versteht sich die Hervorbringung der Sprache anhand dynamischer Naturprozesse.
4. Sprechende Köpfe
Im vorigen Teil wurde verdeutlicht, dass sich Sprache natürlich verhalten kann. In Punkt 3 soll nun anhand eines Beispiels gezeigt werden wie Gebärden und einfache Geräusche zur Kommunikation und damit indirekt auch zum Sprechen beitragen können. Hier folgt nun das Beispiel, aus dem Buch „Klatsch und Tratsch“ von Robin Dunbar. Jojo, die gerade ihr erstes Kind zur Welt gebracht hat, wiegt es auf den Armen und ist verwundert über dieses seltsame feuchte Wesen und gleichzeitig unsicher was sie tun soll.
Persephone, Jojos Mutter, kommt dazu. Sie beäugt das Kleine, schnuppert versuchsweise daran und streckt die Hand aus, um sein Hinterteil zu berühren. Dann stößt Persephone ein leises Grunzen aus und fängt an Jojo zu Kraulen. Jojo entspannt sich im Kraulrhythmus ihrer Mutter, und ihrer Augen schließen sich halb. Als aber das Baby ein Wimmern hören lässt, ist sie wieder hellwach. Zwei Halbwüchsige stupsen das Kind und sind fasziniert davon, wie es sich windet, wenn sie versuchsweise an einem Bein ziehen. Jojo zerrt das Baby weg und wendet ihnen den Rücken zu, so dass auch Persephone sie nicht weiter kraulen kann. Nachdem
1 (Nies, 1991, S. 82)
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Persephone mit ihren drohenden Brauen den beiden Jungen drohte, machten sich die beiden davon, um jemand anderen zu ärgern.
Jojo und Persephone sind Paviane. Ihr Rudel hat seinen Lebensmittelpunkt auf einer felsigen Erhebung in den Savannen Ostafrikas. Sie könnten aber fast überall in Afrika zu Hause sein, und sie könnten auch zu jeder anderen der etwa hundertfünfzig Affenarten gehören, die in den Wäldern und Savannen Asiens, Afrikas und Südamerikas Leben. Außerdem haben ihre Aktionen und Reaktionen etwas geradezu beängstigend Vertrautes als könnten sie auch Menschen sein. Angehörige eines der über fünftausend Kulturen, die von Alaska bis Tasmanien und von Benin bis Brasilien über den Erdball verstreut sind. Genau hier im Alltagsleben liegt der Punkt einer Übereinstimmung zwischen uns und unserer nächsten Verwandten, den Klein und Menschenaffen. Hier gibt es ein Verhalten in das wir uns augenblicklich einfühlen können. Die Vieldeutigkeit und Tücken alltäglicher Erfahrungen. Doch gibt es ein Unterschied, unsere Welt ist völlig von Sprache durchdrungen, während in ihrer Welt alle Handlungen wortlos vollzogen werden.
Ein Menschenbaby bringt mit etwa achtzehn Monaten die ersten richtigen Wörter hervor. Mit zwei Jahren besitzt es schon einen Wortschatz von ungefähr fünfzig Wörtern. Im Laufe folgender Jahre lernt es jeden Tag neue Wörter. Ein sechsjähriges Kind hat durchschnittlich dreizehntausend Wörter gelernt und mit achtzehn verfügt es über einen aktiven Wortschatz von etwa sechzigtausend Begriffen. Das heißt, es hat seit seinem ersten Geburtstag im Durchschnitt zehn neue Wörter pro Tag gelernt.
Das ist schon eine außergewöhnlich Leistung die sonst keine andere Lebensart auf Erden erbringen kann.
Da ist es auch nicht Verwunderlich, das wir Menschen von allen biologischen Arten, die jemals gelebt haben, im Verhältnis zur Körpergröße das umfangreichste Gehirn besitzen. Es ist neunmal Größer als bei einem Säugetier von unseren Körpermaßen, und dreißigmal so groß wie das Gehirn eines Dinosauriers von gleicher Körpergröße. Nur Tümmler und Delphine ähneln uns in dieser Hinsicht.
Aber auch die Delphine die für ihre Intelligenz und ihr Sozialverhalten bekannt sind, können auf sprachlicher Ebene nicht mit uns Menschen konkurrieren. Ihre natürliche Verständigung
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Arbeit zitieren:
Enis Karahan, 2009, Warum existieren soviele Sprachen?, München, GRIN Verlag GmbH
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