Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 03
2 Operationalisierung der zentralen Begriffe 04
2.1 Gender Studies 04
2.2 Sexualität 05
3 Verstrickungen der Trilogie „sex - gender - sexuality“ 07
F a z i t 0 9
L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s 1
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1 Einleitung
Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der Frage, in wieweit Sexualität als Diskursbegriff zwischen den Wissenschaften Queer Studies und Gender Studies zu verhorten ist.
„Queer Theory und ihre Anwendung in den Queer Studies zielen, um vorerst nur einige Schlagwörter zu nennen, auf die Denaturalisierung normativer Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit, die Entkoppelung der Kategorien des Geschlechts und der Sexualität, die Destabilisierung des Binarismus von Hetero- und Homosexualität sowie die Anerkennung eines sexuellen Pluralismus, der neben schwuler und lesbischer Sexualität auch Bisexualität, Transsexualität und Sadomasochismus einbezieht“ (Kraß 2003, 18 - Hervorhebung A.W.).
„Lesbisch/schwule Forschung geht für Sex und Sexualität ungefähr so in Einsatz, wie die Women’s Studies dies für Gender tun“ (zit. nach Butler 2006, 118).
Im Aufarbeiten des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes entdeckte ich immer wieder die Annahme, Sexualität müsse als Forschungsgegenstand der Queer Studies angesehen werden. So wenig ich dem zu widersprechen gedenke, impliziert besagte Annahme doch oftmals, die Gender Studies hätten ihrerseits keinen Anspruch auf jenes Forschungsfeld. In diesem Zusammenhang ist häufig vom Vorwurf der „Reproduktion heteronormativer Verhältnisse“ die Rede. Gender, so resümiert Sabine Hark den Diskurs, werde als implizit heteronormativ verfasst begriffen und stelle als Teil der feministischen Theorie keine adäquaten Instrumente zur Analyse von Sexualität bereit (vgl. Hark 2009).
Meines Erachtens herrscht jedoch nicht nur ein interdependentes Verhältnis zwischen den Kategorien Geschlecht und Sexualität, sondern letztere muss auch notwendiger Weise interdisziplinär betrachtet werden. Daher beginne ich meine Ausführungen mit einer genaueren Definition der einzelnen Begrifflichkeiten, um mein Verständnis von Sexualität, aber auch von gender Forschung, zu verdeutlichen. Im Anschluss daran gehe ich explizit auf die enge Verstrickung von „sex“, „gender“ und „sexuality“ ein und hoffe verdeutlichen zu können, dass Gender- und Queer Studies nicht zu einander in Konkurrenz
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treten müssen, da Sexualität als ein von zahlreichen Wissenschaften durchdrungenes Objekt betrachtet werden kann und meines Erachtens muss.
2 Operationalisierung der zentralen Begriffe
2.1 Gender Studies
Wie Stefan Hirschhauer bereits 2003
feststellte gibt es zahlreiche Varianten um die Gender Studies zu beschreiben. Er unterscheidet hierbei zwischen „Geschlechterforschung“, „Frauenschung“, sowie „Geschlechterdiffe-renzforschung“ 1 . Dieser Schaubild Geschlechterdifferenz“ 2 definiere ich Gender Studies im Zuge dieser Hausarbeit nicht - wie oftmals
so gebraucht - als „Frauen- und Geschlechterforschung“. Wenn, dann ließe sie sich in diesem Sinne nur als „Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung“ bezeichnen. Auf diese Weise versuche ich auszudrücken, dass die Gender Studies mehr als nur eine „erweiterte Frauenforschung“ (Hirschhauer 2003, 462) darstellen. Im Sinne von Gender Mainstreaming und der Forderung nach gleichberechtigten Geschlechterverhältnissen halte ich es bei derlei Formulierungen also für unabdingbar Frauen wie Männer zu erwähnen. Diese nun entstandene Formulierung lehne ich jedoch nicht ihrer umständlich anmutenden Länge halber ab, sondern weil sie in ihrer Formulierung meines Erachtens zur Unterstreichung der Bipolarität der Geschlechter beiträgt und damit dem oft gemachten Vorwurf, die Gender Studies unterstrichen die gesellschaftliche Heteronormativität, nahezu unterschreibt. Selbiges gilt für die
1 Bzw. „Geschlechterdifferenzierungsforschung“ - im Folgenden gleichbedeutend verwendet.
2 Zur genaueren Beschreibung der Abbildung siehe: Hirschhauer 2003, 474 f.
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Arbeit zitieren:
Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, B.A. Angela Wolter, 2010, Sexualität als Diskursobjekt, München, GRIN Verlag GmbH
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