Inhaltsverzeichnis 1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Emotionen 3
2.1. Emotionstheorien 3
2.1.1. Charles Darwin 3
2.1.2. Izard 3
2.1.3. Sroufe 4
2.1.4. Campos 4
2.2. Entwicklung im Kind- und Jugendalter 5
2.2.1 Säuglingsalter 5
2.2.2. Kindergarten- und Grundschulalter 5
2.2.3. Jugendalter 6
3. Angst und Angststörung 6
3.1. Begriffsklärung 6
3.2. Angstentwicklung 7
3.3. Entstehung von Angststörungen 7
3.3.1. Klassische Konditionierung 8
3.3.2. Modell nach Rachman 8
3.4. Spezifische Angststörung: Soziale Phobie 8
3.4.1. Definition 9
3.4.2. Ursachen 9
3.4.3. Symptomatik 10
4. Angstfaktor Schule: Prüfungsangst 10
5. Prüfungsangst als Teil sozialer Phobie? 11
6. Fazit 13
7. Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Denkt man an seine eigene Schulzeit zurück, erinnert man sich meist nicht nur an positive Erlebnisse und Erfahrungen. Die Angst vor nicht vorbereiteten Klassenarbeiten, die Angst vor strengen Lehrern, die Angst vor der Zeugnisausgabe und die elterliche Reaktion darauf, stellen wohl die am häufigsten genannten negativen Aspekte dar. Es fallen einem sicher genug Anlässe ein, die Angst vor der Schule bescherten. Scheint diese Tatsache im Rückblick nicht eine ganz normale emotionale Reaktion auf erwartete negative Erlebnisse und selbstverständlich für den Schulalltag gewesen zu sein, die uns im Kindes- und Jugendalter von anderen spannenden freizeitlichen Aktivitäten abgehalten hat?
In der Folgenden Arbeit soll untersucht werden, ob Angst vor der Schule wirklich eine harmlose Tatsache ist, die jeder einmal durchlebt, oder ob Schulangst auch Symptom einer krankhaften Angststörung sein kann. Zunächst soll die Grundlage geschaffen werden, welche Rolle die Emotion Angst in der Entwicklung spielt. In einem weiteren Schritt soll das Thema Schulangst genauer untersucht werden.
2. Emotionen
Spricht man bei Angst von einer Emotion, ist es zunächst von Nöten, den Begriff zu klären. Janke definiert Emotionen als „vorübergehende psychische Vorgänge, die durch äußere und innere Reize ausgelöst werden und durch eine spezifische Qualität und einen zeitlichen Verlauf gekennzeichnet sind“ (2007, S. 347).
2.1. Emotionstheorien
Bevor eine solche Definition aufgestellt werden kann, sind meist im Vorfeld schon Theorien entwickelt worden, auf die diese zurückläuft und abgeleitet werden kann. Auch im Bezug auf die Emotionen gibt es im geschichtlichen Verlauf verschiedene theoretische Ansätze, die im Folgenden in Aufzählung ihrer Entwickler dargestellt werden, aber auf die wichtigsten beschränkt bleiben sollen.
2.1.1. Charles Darwin
Charles Darwin, einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler und Begründer der Evolutionstheorie, stellte 1872 die „biologisch-evolutionstheoretisch fundierte Theorie“ (Rauh 1995, S.232) auf, dass Emotionen zur Kommunikation auf sozialer Ebene dienen und dem Individuum somit erleichtert wird, die täglichen Anforderungen der Umwelt leichter zu meistern. Mit dieser These setzte Darwin einen richtungsweisenden Ansatz in Sachen Emotionsforschung (vgl. Janke 2007, S. 347).
2.1.2. Izard
Aufbauend auf Darwins Theorie, schließt sich Izard 1977 dem Gedanken an, Emotionen seien Grundlage zum Aufbau sozialer Beziehungen. Er erweitert diesen theoretischen Ansatz jedoch um die These, Emotionen würden ebenfalls der Persönlichkeits- und Motivationsentwicklung dienen (vgl. Janke 2007, S. 347). Dies manifestiert Izard mit seiner Behauptung, Emotionen fänden besonders in der Kindheit ihre wichtige Funktion bei der Anpassung und beim Sozialkontaktaufbau.
Mithilfe von diskreten bzw. Basisemotionen differenziere sich demnach ein Selbstgefühl des Kindes heraus, das zunächst durch Emotionen der Freude und des Interesses für dauerhafte Zuwendung zu einem Stimulus sorgt und im späteren Verlauf die Aufmerksamkeit zum Kind hin durch Scham und Verlegenheit sichert (vgl. Rauh 1995, S. 234).
2.1.3. Sroufe
Nach Sroufe sind schon beim Neugeborenen drei vorläufige emotionale Ausdrücke zu erkennen, die im Laufe der Entwicklung zu Emotionen stufenweise gefestigt werden: Freude, Furcht und Wut (vgl. Rauh 1995, S. 232). Im Laufe des ersten zu Lebensjahrs werden die vorerst „physiologischen“ Emotionen
„psychologischen“, nämlich genau dann, wenn das Kind zwischen sich und seiner Außenwelt unterscheiden kann (vgl. Janke 2007, S. 348). Sroufe geht dabei davon aus, dass sich „spezifische Emotionen aus früheren undifferenzierten Lust- und Unlustzuständen heraus entwickeln“ (Schneider 2004, S. 8).
2.1.4. Campos
Waren die vorhergehenden Ansätze eher aus strukturalistischer Sicht, so verschrieb sich Campos 1984 einer eher funktionalistischen Perspektivbetrachtung (vgl. Janke 2007, S. 348). Er geht dabei von drei Funktionen von Emotionen aus: Einerseits werden durch die Ausdrückbarkeit emotionaler Strukturen soziale Beziehungen sowie Informationsfluss und Reaktion des Körpers reguliert und andererseits werden grundlegende Emotionen wie Freude oder Ärger durch festgesetzte Kommunikationsprozesse gesteuert. Jede einzelne dieser Basisemotionen schafft dabei eine konstante Beziehung zwischen einem Ziel und der eigenen Fortschrittseinschätzung (vgl. Janke 2007, S. 348 f.).
Arbeit zitieren:
Sebastian Karnoll, 2010, Angstfaktor Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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