Gliederung
1. Einleitung 3 - 4
2. Definition des Begriffes Norm 4 - 5
3. British Standard Institute 5 - 6
4. Der britische Standard „BS 25999“ 6 - 10
5. Nutzen des BS 25999 10 - 11
6. Die ISO/DIS 3100 - Gemeinsamkeiten - Unterschiede 11 - 12
7. Fazit 13
Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Die Schlagwörter „Störung“, „Notfall“ und „Krise“ sind alltägliche Begriffe im Managementbereich. Sie führen zu einer Geschäftsunterbrechung mit unterschiedlichem Ausmaß.
Störung bedeutet, dass der Produktionsprozess bzw. der Dienstleistungsprozess durch etwas gestört wird. Der Schaden hierbei ist gering und die Störung kann meist innerhalb eines Tages aufgehoben werden (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsdatum).
Von einem Notfall spricht man, wenn der Herstellungsprozess durch einen Schaden so weit eingeschränkt ist, dass er erst innerhalb einer Zeitspanne von ein paar Tagen beseitigt werden kann. Dies führt zu erheblichen Schäden am Unternehmen, da z. B. Lieferzeiten nicht eingehalten werden können. Dies führt zu einem Kundenverlust. Schäden bei einem Notfall liegen aber noch nicht in einem relevanten Bereich, der zu einer Insolvenz führen könnte (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsjahr). Bei einer Krise handelt es sich um eine Situation, die einmalig eintritt und nicht vorhersehbar ist. Durch die üblichen unternehmerischen Tätigkeiten ist eine Krise nicht zu beheben und es ist äußerst schwierig das Unternehmen, aber auch die Mitarbeiter, auf so einen „worst case“ vorzubereiten (Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsjahr). Gerade in dem Jahr 2009, das von der Weltwirtschaftskrise geprägt war, sind viele Unternehmen in eine Krise geraten. Dies zeigt folgende Statistik von dem Deutschen Bundesamt für Statistik. Sie stellt graphisch die Zunahmen der Insolvenzen der Jahre 2007 bis 2009 dar:
Um solche Szenarien zu vermeiden, wird seit Jahren international an der Entwicklung für Gegenmaßnahmen gearbeitet.
Im Rahmen dieser Hausarbeit wird solch eine Gegenmaßnahme beschrieben: Der British Standard 25999. Dies ist eine Norm für Kontinuitätsmanagement, die in Großbritannien entstanden ist, zertifiziert wurde und mittlerweile weltweit genutzt wird.
2. Definition des Begriffes Norm
Der Begriff der Norm lässt sich aus zwei Sichtweisen definieren. Zum einen gibt es die kulturelle und ethische Seite, die individuell jeden Menschen tangiert. Dies bedeutet, dass Normen die Grundlage für das menschliche Handeln und auch entsprechend für die menschlichen Entscheidungen darstellt. Normen bilden demnach die Rahmenbedingungen für die Gesellschaft und alle Menschen sollten bestrebt sein, sie zu befolgen. Andere Begriffe für Norm könnten z. B. Gesetz, Brauch und Sitte sein. Die Zielgruppen für Normen sind ebenfalls differenziert zu betrachten. Normen greifen bei allen Arten von menschlichen Gruppierungen. Als Beispiel kann man hier ein einzelnes Land nennen, aber auch Studentengruppen stellen eine Zielgruppe dar (vgl. Ohne Verfasser, ohne Erscheinungsjahr). Die zweite Definition entspricht der technischen bzw. wirtschaftlichen Sichtweise. Sie ist unterteilt in Rechtsnorm, technische Normen und Unternehmensethik. Unter Rechtsnorm sind Gesetze zu verstehen, die Privatpersonen und auch Unternehmen befolgen müssen.
Technische Normen sind Darstellungen von Sachdingen oder auch Dokumenten, die auf einer Einheitlichkeit beruhen. Entwickelt wird so etwas von Unternehmen, aber auch privaten Mitwirkenden. Es gibt folgende unterschiedliche Arten von Normen (vgl. Krystek/Fiege, ohne Erscheinungsjahr): Dienstleistungsnorm Gebrauchstauglichkeitsnorm Liefernorm Maßnorm Planungsnorm Sicherheitsnorm Stoffnorm Verfahrensnorm Verständigungsnorm
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Normen müssen anerkannt werden. Dies geschieht in Deutschland bei dem Deutschen Institut für Normung e. V., die sogenannte DIN. In England werden britische Normen bei der British Standard Institution (BSI) eingetragen. Aber Normen können auch europaweit anerkannt werden (CEN und CENELEC) und sogar international (ISO und IEC) (vgl. Krystek/Fiege, ohne Erscheinungsjahr).
Vorteile solcher Normverfahren, liegen in der Einheitlichkeit der Produkte und den damit verbundenen weltweiten Standards.
Daraus resultieren weitere Vorteile, wie z. B „schnelle Ersatzteilbeschaffung, leichtere Instandhaltung, wirtschaftlicher Einsatz von Arbeitsmitteln, Werkzeugen und Prüfgeräten“ (Krystek/Fiege, ohne Erscheinungsjahr).
Wie bereits erwähnt, hat jedes Land ein eigenes Institut für die Anerkennung von Normen. In England wird dieses Institut „British Standard Institute“ genannt.
3. British Standard Institute
Das British Standard Institute, kurz BSI, wurde 1901 als erste Normierungsstelle weltweit gegründet. Es nimmt die Anerkennung und die internationale Repräsentation von britischen Normen vor und ist dementsprechend auch zuständig für die wirtschaftliche Entwicklung in England (vgl. British Standard Institute, 2009). Das BSI wurde auf Vorschlag von Sir John Wolfe-Barry gebildet. Er schlug 1901 einem Gremium von Bauingenieuren die Standardisierung von Arbeiten mit Eisen und Stahl vor und so wurde die erste Norm für die Dicke von Stahlteilen festgelegt. Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der British Standard Institution war 1946. In diesem Jahr wurde auf Anregung der BSI die International Organization for Standardization (ISO) gegründet (vgl. British Standard Institute, 2009). Von der wirtschaftlichen Seite aus betrachtet, war das Jahr 1979 entscheidend. Zu der Zeit wurde erstmals ein Qualitätsstandard für Managementsysteme entwickelt (BS 5750), dass kontinuierlich weiterentwickelt wurde und letztendlich die Basis für die ISO 9000 darstellte (vgl. British Standard Institution, 2009). Die Norm ISO 9000 ist eine allgemeine Richtlinie für das Management von Unternehmen, die „Empfehlungen zu Qualitätsmanagementsystemen gibt. Ein Qualitätsmanagementsystem umfasst alle Tätigkeiten des Gesamtmanagements, die im Rahmen des QMS die Qualitätspolitik, die Ziele und Verantwortungen festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung verwirklichen“ (o. V., 2003).
Der Erfolg von BSI führte zu einem stetigen internationalem Aufbau von Zweigstellen.
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Arbeit zitieren:
Alexandra Jaeger, 2010, Die britische Norm BS 25999, München, GRIN Verlag GmbH
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