Inhaltsverzeichnis
Einleitung Seite 3
Die Mediennutzung Seite 4
Das Buch im Medienverbund Seite 6
Gute Zeiten? Schlechte Zeiten? Seite 7
Konzeptwechsel in der Leseförderung Seite 9
Res ümee Seite 10
Quellenangabe Seite 11
2
Einleitung
Durch das Aufkommen der audiovisuellen Medien veränderte sich die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren enorm. Schriftmedien verloren zunehmend an Bedeutung. Dennoch bedarf es zur Nutzung der sogenannten neuen Medien einer ausreichenden Lesekompetenz. Die Veränderungen in der Mediennutzung erfordern einen Konzeptwechsel im Literaturunterricht und insbesondere in der Leseförderung. Sabine Elias fasst den momentanen Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in dem Artikel Das Buch als Medium unter vielen. Zum Medienverhalten Heranwachsender 1 zusammen. Elias stellt fest: „Die Deutschen lesen natürlich noch, sogar mehr als je zuvor.“ 2 Offen bleibt jedoch die Frage danach, was Kinder und Jugendliche lesen und ob beziehungsweise wie diese Literatur im Literaturunterricht und in der Leseförderung eingesetzt werden kann. Die veränderte Mediennutzung und die bevorzugte Lektüre von Kindern und Jugendlichen werden eingehender von Horst Heidtmann in seiner Abhandlung Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund. Veränderungen von Lesekultur, Lesesozialisation und Leseverhalten in der Mediengesellschaft 3 thematisiert. Heidtmann erläutert außerdem, wie die Veränderungen im Leseverhalten für die Leseförderung nutzbar gemacht werden müssen und können. Zu Beginn meiner Arbeit wird die Mediennutzung heutiger Generationen beschrieben. Es werden Studien des Medienpädagogischen Forschungsbundes Südwest und des Instituts für angewandte Kindermedienforschung herangezogen. Im Anschluss daran wird die Rolle des Buches im Medienverbund erläutert. Damit verbunden ist die Veränderung der Funktionen von Lektüre. Im Kapitel Gute Zeiten? Schlechte Zeiten? wird das Buch im Medienverbund anhand der Begleitbücher zur Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten verdeutlicht. Es wird gezeigt, welche Bedeutung Filmbücher für Kinder und Jugendliche haben.
1 Elias, Sabine: Das Buch als Medium unter vielen. Zum Medienverhalten Heranwachsender. In:
Barsch, Achim et al. (Hrsg.): Lesen + Schreiben. Seelze 2003, Seite 88-91.
2 Ebd. Seite 88.
3 Heidtmann, Horst: Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund. Veränderungen von
Lesekultur, Lesesozialisation und Leseverhalten in der Mediengesellschaft. In: Katrin Richter und
Sabine Riemann (Hrsg.): Kinderliteratur und „neue“ Medien. Hohengehren 2000.
3
In einem weiteren Kapitel wird auf die Auswirkungen der „medialen Veränderungen“ 4 auf die Leseförderung eingegangen. Die veränderten Bedingungen dürfen nicht unberücksichtigt bleiben. Die Notwendigkeit eines Konzeptwechsels in der Leseförderung und im Literaturunterricht wird aufgezeigt. Abschließend werden die wichtigsten Aspekte resümiert.
Die Mediennutzung
Die Mediennutzung hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Vor allem das World Wide Web, das seit 1982 nicht nur schriftliche Texte, sondern auch Bild- und Audiodateien transportiert, trug zu dieser Veränderung bei. 5 Die Kinder der heutigen Informationsgesellschaft wachsen in „einer audiovisuell und multimedial geprägten Umwelt“ 6 auf. Computer, Fernseher und DVD-Player gehören längst zum Inventar deutscher Haushalte. 7 Zahlreiche private und öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter richten sich vorrangig an Kinder und Jugendliche, so beispielsweise der Kinderkanal. „Kinder und Jugendliche sichern Einschaltquoten und damit Werbeeinnahmen.“ 8 Wie die aktuelle JIM 9 -Studie des Medienpädagogischen Forschungsbundes Südwest gezeigt hat, wirkt sich das Werben der Fernsehanbieter um das heranwachsende Publikum auf die „Medienbeschäftigung in der Freizeit“ 10 der Kinder und Jugendlichen aus. Das Fernsehen „liegt als Leitmedium ungeschlagen vor den Printmedien und dem Computer.“ 11
Der Fernseher wird von 93 % der befragten Mädchen und von 92 % der befragten Jungen mehrmals pro Woche genutzt. An zweiter Stelle der am häufigsten genutzten Medien steht der Tonträger. Der Computer wird von 71% aller befragten Jugendlichen und Kindern mehrmals in der Woche benutzt und belegt damit den vierten Platz nach dem Radio auf Platz drei. Etwa die Hälfte der
4 Ebd. Seite 50.
5 Vgl. ebd. Seite 24.
6 Ebd. Seite 24.
7 Vgl. ebd. Seite 24.
8 Ebd. Seite 24.
9 Medienpädagogischer Forschungsverbund (Hrsg.): JIM 2004. Jugend, Information,
(Multi)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.
http://www.mpfs.de/studien/jim/Brosch%FCre%20JIM%2004.pdf. (16.07.2005).
10 Ebd. Seite 11.
4
Arbeit zitieren:
Tamara Bauer, 2006, Literalität und Mediensozialisation, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Tagespraktikum im Deutschunterricht: Informationen aus einem Sachtext ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 18 Seiten
Kreativität und kreatives Schreiben und deren Bedeutung für die heutig...
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekomp...
Hausarbeit, 28 Seiten
Veränderung des Leseverhaltens in der Mediengesellschaft
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Examensarbeit, 125 Seiten
Die kognitiven Aspekte des Lesens und der Lesekompetenz
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
Stadien und Faktoren der Lesesozialisation
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 17 Seiten
Tamara Bauer folgt nun Literalität und Mediensozialisation
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft: Literalität und Mediensozialisation ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft: neuer Titel erschienen: Literalität und Mediensozialisation
Literalität, Grundbildung oder Lesekompetenz?
Beiträge zu einer Theorie-Prax...
Anke Grotlüschen, Andrea Linde
Literalität, Bildung und Biographie
Perspektiven der erziehungswis...
Jutta Ecarius, Barbara Friebertshäuser
Bausteine einer pädagogischen ...
Wiltraud Döpp, Annemarie von der Groeben, Gudrun Husemann, Marlene Schütte, Hella Völker
"Lesen und Schreiben eröffnen eine neue Welt!" Literalität als soziale...
Christine Zeuner, Antje Pabst
0 Kommentare