Gliederung
1 MOTIVE DES AUTORS. 4
1.1 GUTZKOW ALS BERUFSSCHRIFTSTELLER. 4
1.2 GUTZKOW ALS ZEITSCHRIFTSTELLER. 4
1.3 KUNST. 4
2 INHALT 5
3 REZEPTION 6
3.1 ZEITGENÖSSISCHE REZEPTION. 6
3.1.1 Menzel. 7
3.2 GUTZKOW UND LÖWENTHAL. 8
3.3 SPÄTERE KRITIK 9
4 ZEITTAFEL 9
5 LITERATURVERZEICHNIS 10
3
1 Motive des Autors
„Wally, die Zweiflerin“ ist ein literaturgeschichtlich sehr umstrittener Roman. So wird er vom Kritiker Fester als „folgenschwere Jugendsünde eines bedeutenden Mannes“ eingeschätzt und Sengle sieht in ihm die Arbeit des „halben Talente(s)“ Gutzkows, von dem „sich die Literaturgeschichte noch immer (...) blenden lasse“. Letztendlich ist der Roman wohl auch vor allem deshalb schwierig zu beurteilen, weil die Motive, aus denen heraus Gutzkow ihn schrieb, miteinander schwer zu vereinbaren waren.
1.1 Gutzkow als Berufsschriftsteller
In einem Brief an Georg Büchner äußerte sich Gutzkow über seinen Roman wie folgt: „Zuletzt hab` ich in der Hast von 3 Wochen (schnelle Arbeiten sind die besten) einen Roman geschrieben: Wally, die Zweiflerin“. Hier, wie in anderen Dokumenten dieser Zeit, wird deutlich, dass Gutzkow bestrebt sein musste, schnell und viel zu schreiben, wenn er durch Literatur seinen Lebensunterhalt sichern wollte. Dabei trat die Tatsache erschwerend hinzu, dass Gutzkow noch relativ unbekannt war und seine ersten Erfolge bestätigen musste, um für den Literaturbetrieb interessant zu bleiben.
1.2 Gutzkow als Zeitschriftsteller
Die Fragen, die Gutzkow in seinem Roman aufwirft und behandelt, entsprachen der zeitgenössischen Diskussion und hatten für Gutzkow zudem auch persönliche Bedeutung. Über die intendierte Aussage seines Romans äußerte er sich einmal so „wenn er (der Roman) eine Tendenz hatte, war es diese, in einer Kirche, wo ich meine heuchlerischen Freunde beten sah, eine Rakete aufsteigen zu lassen“. Wie im Roman deutlich wird, richtet sich Gutzkow tatsächlich gegen die Verlogenheit der bürgerlichen Gesellschaft und die Doppelmoral, die Christentum und Lebensstil in ein starkes Spannungsverhältnis setzt. Allerdings ging es ihm keinesfalls darum, dieses Spannungsverhältnis aufzulösen und das Christentum mit der modernen Zeit in Einklang zu bringen; eher beabsichtigte er, das Christentum als generell weltfremd darzustellen.
1.3 Kunst
Gutzkows dritter Beweggrund war auf den künstlerischen Wert seines Romans hin angelegt. Wie sich auch bei der Inhaltsanalyse zeigen wird, wollte Gutzkow moderne Poesie schreiben. Unter moderner Poesie verstand er „eine ideelle Opposition, ein dichterisches Gegenteil der Zeit“. Damit richtet er sich deutlich gegen eine Nachbildung der Wirklichkeit in der Kunst.
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Arbeit zitieren:
Hanno Frey, 2002, Kurzvortrag zu: Gutzkows Wally, "Die Zweiflerin", München, GRIN Verlag GmbH
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