Inhaltsverzeichnis
I. ÜBERBLICK 3
1. WAS SIND WEBQUESTS? 3
2. DIDAKTISCHER HINTERGRUND 3
2.1. LERNZIELE. 4
2.2. VERMITTLUNG VON MEDIENKOMPETENZ 4
II: THEORETISCHER HINTERGRUND 5
1. AUFBAU VON WEBQUESTS. 5
2. ARTEN VON WEBQUESTS 9
3. UMSETZUNG IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT. 10
III. PRAKTISCHE ANWENDUNG. 10
1. BEISPIELHAFTE DARSTELLUNG 10
1.2. RESULTAT FÜR LEHRER/SCHULE 12
IV. LITERATURVERZEICHNIS. 14
V. ANHANG. 15
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I. Überblick
1. Was sind WebQuests?
Unter einem WebQuest versteht man wörtlich übersetzt „abenteuerliche Spurensuche im Internet“ oder auch „Schnitzeljagd im Internet“. Diese Methode wurde 1995 von Bernie Dodge, San Diego State University, entwickelt (vgl. Schreiber, 2001,1). Es handelt sich um komplexe, computergestützte Lehr-Lern-Arrangements, die handlungsorientiertes und autonomes Lernen fördern. Hierbei erhalten Schüler nach einer Einführung in ein reales Problem eine Aufgaben-stellung, die sie mit Hilfe vorgegebener authentischer Informationsquellen bearbeiten (vgl. Gerber, 2004, 1).
“A WebQuest is a scaffolded learning structure that uses links to essential resources on
the World Wide Web and an authentic task to motivate students’ investigation of a cen-
tral, open-ended question, development of individual expertise and participation in a fi-
nal group process that attempts to transform newly acquired information into a more
sophisticated understanding. The best WebQuests do this in a way that inspires students
to see richer thematic relationships, facilitate a contribution to the real world of learn-
ing and reflect on their own metacognitive processes” (March, 2003).
2. Didaktischer Hintergrund
"WebQuests beziehen sich auf Überlegungen einer konstruktivistischen Lerntheorie. Diese
geht davon aus, dass den Schüler/innen Wissen nicht einfach wie mit einem Trichter einge-gossen werden kann. Vielmehr müssen sie es selbst erwerben (…)“
(Moser, Theoretische Grundlagen für WebQuests, 2009).
WebQuests - ein didaktisch wertvolles Konzept:
Hierbei ist ein hohes Maß an Eigenständigkeit sowie selbstgesteuertes und kooperatives Lernen gefragt. Offene Lernformen wie Partner- und Gruppenarbeit, Projektarbeit oder Freiarbeit kommen zum Einsatz. Außerdem lernen die Schüler projektorientiert und setzen dabei das Internet, Multimedia sowie herkömmliche Medien ein. Durch gezielte Recherche und unter Verwendung von aktuellen, authentischen Informationen erarbeiten sie sich ein Unterrichtsthema selbständig. WebQuests bringen hohe Motivation und Freude am Lernen durch spielerische und moderne Lernformen mit sich (vgl. Moser, Lernen mit WebQuests, 2009).
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2.1. Lernziele
Warum werden WebQuests im Unterricht eingesetzt und welche Lernziele werden dabei ver-
folgt:
Task-based Teaching/Task-based Learning Motivation Authentisches Englisch Medienkompetenz (sicherer Umgang mit Medien)
Kommunikative Kompetenz (z.B. Vertiefung der fremdsprachlichen Fähigkeiten) Sachfachliche Lernziele
Computerkenntnisse (Umgang mit Programmen und Software) Sozialkompetenz (z.B. Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft) Interkulturelle Kompetenz
(vgl. Fässler, Skript: Das Konzept des WebQuests, 2009).
2.2. Vermittlung von Medienkompetenz
„Medienkompetenzen stellen Schlüsselqualifikationen für die Zukunft dar. Es ist eine Aufgabe der Schule, diese zu fördern“ (Moser, Abenteuer Internet, 2008, 8). Die heutige Generation kommt am Umgang mit Medien nicht mehr vorbei. In allen Bereichen ihres Lebens werden sie mit informationstechnischen Medien konfrontiert. Dies aber fällt den jungen Menschen keinesfalls schwer; sie eignen sich die technischen Neuerungen spielend an und begeistern sich dafür. Grund genug, den Medieneinsatz endlich auch in den Schulen zu verstärken. Es gibt viele Möglichkeiten, Medienkompetenz im Unterricht zu fördern, allerdings wird dies nach wie vor zu wenig beachtet und geschätzt bzw. deren Notwendigkeit unterschätzt. Das Modell des WebQuests könnte hier ein Zeichen setzen, da es den sinnvollen Medieneinsatz im Unterricht ermöglicht und dahingehend Kompetenzen vermittelt werden. Fähigkeiten, die sich die junge Generation von selbst beibringt, sollten im Unterricht genutzt werden. Es sollte als Chance betrachtet werden, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, ihre Medienkompetenzen weiterzuentwickeln und auszubauen. Die Schule darf sich ihrer Verant-
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wortung nicht entziehen. Es ist für Kinder und Jugend-liche wichtig für ihr späteres Berufsleben zumindest Grundkenntnisse im Umgang mit Medien zu erwerben. Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für den Einstieg in das Berufsleben (vgl. Moser, Abenteuer Internet, 2008, 8-11).
II: Theoretischer Hintergrund
1. Aufbau von WebQuests
Die zentralen Elemente für die Planung und Durchführung eines WebQuests lauten:
Thema - Aufgabenstellungen - Ressourcen - Prozess - Evaluation - Präsentation.
Diese werden im Folgenden erläutert (vgl. Moser, Abenteuer Internet, 2008, 31).
1). Einleitung/Thema
Wie bei jedem Einstieg in eine Unterrichtsstunde sollte in der Einleitung das Interesse der Schüler geweckt werden. Es sollte auf möglichst anschauliche und motivierende Art auf ein Problem oder eine Fragestellung mit Alltags- oder Praxisbezug aufmerksam gemacht, die Neugier geweckt und zum Nachfragen animiert werden. Dies kann mittels eines Berichtes, einer Geschichte, einer Filmsequenz oder eines Bildes geschehen. Der Kreativität des Web-Quest-Autors sind hier kaum Grenzen gesetzt (vgl. Steveker, 2002). Mögliche Themen und Zielorientierungen für WebQuests:
- Ein Rätsel oder Problem soll gelöst werden,
- ein bestimmter Standpunkt soll formuliert und verteidigt werden,
- ein Produkt soll erstellt werden,
- ein komplexer Sachverhalt soll analysiert werden,
- eine Zusammenfassung soll erarbeitet werden,
- ein überzeugender Bericht soll erstellt werden,
- ein kreatives Werk soll erschaffen werden.
Das Thema muss sich auf den Lehrplan beziehen und soll nicht nur in Projektwochen außerhalb des normalen Schulbetriebs durchgeführt werden, sondern den alltäglichen Unterricht bereichern. Der Einsatz von WebQuests im Unterricht ist ein großer Schritt die Zielsetzung, das World Wide Web in den Schulalltag mit einzubeziehen, zu erreichen (vgl. Moser, Abenteuer Internet, 2008, 31-32).
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2). Aufgabenstellungen
Im zweiten Schritt werden konkrete Aufgaben zum Thema formuliert. Dabei wird beschrieben was zu tun ist, um das Ziel des WebQuests zu erreichen. Die Teilaufgaben müssen so gestaltet sein, dass sie von einzelnen Schülern selbstständig erarbeitet werden können. Die Aufgabenstellungen müssen also machbar und lösbar sein. Die Schüler sollten bei der Aufgabenstellung mit einbezogen werden und Gelegenheit haben, ihre Meinung dazu zu äußern. Außerdem müssen Unklarheiten zusammen mit den Schülern geklärt werden. Die Aufgaben konkretisieren das Thema und geben die Zielrichtung für die Arbeit vor. Das Anspruchsniveau der Aufgaben sollte auf die unterschiedlichen Leistungs- und Interessensprofile der jeweiligen Lerngruppe zugeschnitten sein. Sehr gute Schüler erhalten zum Beispiel komplexere Arbeitsaufgaben, künstlerisch begabte Kinder können z.B. etwas zeichnen und ihre Kreativität mit einbringen usw. Aufgabenstellungen können beispielsweise die Bearbeitung einer Stellungnahme sein, Informationen zu einem Sachverhalt zusammensuchen, analysieren und Schlüsse daraus ziehen oder an einem Teilprodukt des WebQuests arbeiten um ein Teilproblem zu lösen(vgl. Moser, Abenteuer Internet, 2008, 33-34). 3). Prozess
In der Prozessbeschreibung erhalten die Schüler konkrete Anweisungen für den Arbeitsablauf des WebQuests. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, komplexe Aufgabenstellung in einzelne Teilschritte zerlegt und damit für die Lernenden leichter verständlich gemacht. Die Lehrkraft berät die Lernenden bei der Bearbeitung der Aufgabenstellungen des WebQuests. Der aktive Lernprozess der Schüler soll unterstützt werden, die Lehrkraft steht dabei als Coach bzw. Berater zur Seite. Sie gibt Hilfestellungen, lenkt die Schüler immer wieder auf den Kern der Aufgabenstellungen und gewährleistet, dass der rote Faden nicht verloren geht. Beim Lernen mit dem Internet ist der Ablauf der einzelnen Schritte nicht klar vorgegeben, d.h. der Lernprozess erfolgt nicht-linear. Hierbei muss die beratende Lehrkraft, je nach Vorerfahrung der Schüler, beratende Funktion leisten. Hierfür einige Leitlinien:
- Unterstützung bei der Konkretisierung und/oder Umformulierung von Fragestellungen
- Arbeitsorganisation der einzelnen Schülerarbeitsgruppen beobachten 6
Arbeit zitieren:
Simone Bär, 2009, New media and task-based teaching / task-based learning: Web Quests, München, GRIN Verlag GmbH
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