Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung. 3
B. Hauptteil 5
1. Was ist Almwirtschaft? 5
1.1. Begriffserklärung 5
1.2. Einteilung der Almen 5
1.3. Almfunktionen 6
2. Historische Entwicklung der Almwirtschaft 7
2.1. Steinzeit und Metallzeiten. 7
2.2. Römerzeit und Zeit der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert. 8
2.3. Mittelalter bis Frühe Neuzeit (15.Jh.) 9
2.4. Neuzeit 10
3. Aktuelle Situation. 12
C. Zukunftsprognose. 13
Literaturverzeichnis : 15
Abbildungsverzeichnis : 16
2
A. Einleitung
Seit langer Zeit zieren die Almregionen das Landschaftsbild Südtirols und dienen einer traditionellen Alm- und Bergwirtschaft. Almen und die Almwirtschaft sind jedoch nicht nur auf die Alpen beschränkt. Sie existieren weltweit in ähnlichen Formen, wie etwa im Jura, in den Vogesen, in den Pyrenäen, im Kaukasus, in den Karpathen, in Norwegen oder bei den Nomaden in Tibet. Die Almwirtschaft selbst ist kein einfacher Zweig der Berg-Landwirtschaft, denn sie besteht aus einem komplexen Beziehungsgefüge aus Ökonomie, Ökologie und Soziokultur. Der menschliche Eingriff in dieses Gefüge kann vielfache positive, aber auch negative Reaktionen hervorrufen. Südtirol wird auch als das Land im Gebirge bezeichnet, da fast 2/3 der Fläche über 1500 Meter hoch liegen. Die Provinz Südtirol liegt am Südrand der Zentralalpen (vgl. Abb.1).
Abb. 1: Trentino-Südtirol (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Trentino-S%C3%BCdtirol)
Dazwischen schneiden viele Täler und Talebenen der Flüsse Etsch, Eisack und Rienz das Gebirge ein (vgl. Abb.2). Hier schlägt das wirtschaftliche Herz Südtirols und befinden sich die größten Städte, da sich in den Tälern auch zugleich die wichtigsten Verkehrswege, wie der Brenner- oder Reschenpass befinden. Diese Pässe sind Südtirols Pforten nach Norden. Nach Süden führt das Eisack- Tal zum Bozener Becken, wo sich der Fluss mit dem zweitlängsten Italiens, dem Adige (Etsch), vereinigt.
Abb. 2: Etschtal zwischen Meran und Bozen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Etsch)
3
Auch nach Osten gibt es einen breiten Durchlass durch die Gebirgsbarrieren, durch das große Pustertal, das über die Flüsse Rienz und Drau mit dem Donauraum verbunden ist. Nur nach Westen türmen sich die Berge fast unüberwindlich auf. Hier steht auch der höchste Berg Südtirols, der Ortler, mit 3905 Metern Höhe (vgl. Abb. 3).
Abb. 3: Der Ortler (Quelle: www.suedtirolerland.it)
Südtirol (ital.: Alto Adige) bildet zusammen mit der Provinz Trient (ital.: Trentino) die autonome Region Trentino-Südtirol. Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen. Südtirol hat rund 489.000 Einwohner (Stand März 2007) und ist in mehrere Provinzen aufgeteilt (vgl. Abb. 4). 1
Abb. 4: Provinzen von Südtirol (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirksgemeinschaft)
Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche in Südtirol beträgt 248.750 Hektar (Stand 2006), was 34% der Landesfläche darstellt. Fast 90% der Almfläche liegen im Berggebiet und sind meist Hochalmen. Ungefähr 50% des Viehbestandes werden jährlich gealpt und entlasten somit den Talbetrieb während der Sommermonate. Anhand dieser Zahlen ist erkennbar, welche Bedeutung die Almwirtschaft für Südtirol hat. 2 Deren historische und aktuelle Entwicklung stellen das Thema dieser Arbeit dar.
1 Vgl. Alexander (2003); www.wikipedia.de
2 Vgl. Alexander (2003), S. 17 f.; Provincia Bozen, Südtiroler Bürgernetz
4
B. Hauptteil
1. Was ist Almwirtschaft?
1.1. Begriffserklärung
Die Almwirtschaft ist eine Besonderheit der Gebirgsländer und nach der Definition von Grass „nicht die gesamte Wirtschaft in den Alpenländern, sondern die Viehwirtschaft in der Almregion, also der im Gebirge vorwiegend oberhalb der klimatischen Waldgrenze gelegenen Pflanzenregionen. Diese Nutzung ist zeitlich nur während der schneefreien, wärmeren Jahreshälfte möglich und geschieht vornehmlich durch Beweidung, dann zum Teil auch durch Heugewinnung.“ 3
Die Almwirtschaft erinnert an die Viehwirtschaft nomadischer Hirtenvölker, deren horizontal ausgerichteten Weidebetrieb sie in die Vertikale des Gebirges überträgt. Eine Alm ist eine Betriebseinheit, ein Wirtschaftskörper im Gebirge, der aufgrund seiner Höhenlage und klimatischen Bedingungen vor allem im Sommer durch Viehhaltung genutzt werden kann. Die Alm bildet zusammen mit dem Heimgut eine Wirtschaftseinheit. Der Begriff „Alm“ wird vor allem im bajuwarischen Sprachgebrauch (Oberbayern, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Ober- und Niederösterreich) gebraucht, während man im alemannischen (Schweiz, Allgäu, Vorarlberg) meistens „Alp“ verwendet. 4 Das Wort „alp“ ist keltischen Ursprungs, aber es könnte auch vom lateinischen „alpes“ stammen, was Gebirge bedeutet. Vom mittelhochdeutschen „alben“ leitet sich unser heutiges Wort Alm ab. 5
1.2. Einteilung der Almen
Eine Einteilung der verscheiden Almen kann nach der Höhenlage erfolgen. Hierbei unterscheidet man Niederalmen, die in Höhen von 900 bis 1200 Metern innerhalb des Wirtschaftswaldes und der normalen örtlichen Dauersiedlungen liegen. Des Weiteren gibt es Mittelalmen in Höhen von 1200 bis 1600 Metern, die sich über der normalen Siedlungsgrenze befinden. Hochalmen über 1600 Meter sind nur noch durch die örtliche Almwirtschaft zu nutzen.
3 Vgl. Grass (1990), S. 7
4 Vgl. Leidenfrost/ Pascher (1958), S. 113 f.
5 Vgl. Grass (1990), S. 7
5
Arbeit zitieren:
Magistra Artium Bettina Müller, 2007, Die Almwirtschaft in Südtirol, München, GRIN Verlag GmbH
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