Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
I. Die deutsch- amerikanischen Beziehungen 4
1.1. Die Entstehung von Roosevelts Deutschland- Bildes 4
1.2. Die erste Amtszeit Roosevelts. 5
1.3.Die zweite Amtszeit Roosevelts. 6
1.4.Die Quarantänerede. 6
1.5. Krieg der Worte. 7
II. Der 2. Weltkrieg beginnt 9
2.1. Der 3. Wahlsieg. 10
2.2. Amerikas Kriegseintritt 10
2.3. Deutschlands Kriegserklärung an die USA. 11
2.4. Der plötzliche Tod Roosevelts 12
III. Schlussfolgerung 13
Literaturverzeichnis. 14
2
Einleitung
Am 11. März 1945 verließ Adolf Hitler zum letzten Mal sein Hauptquartier, die Berliner Reichskanzlei, er hielt sein letzte Rede vor seinen Offizieren und sah dabei schon, dass er den Krieg verloren hatte und das Ende seines Reiches bevorstand. Zwei Wochen später, am 29. März verließ auch sein größter Gegner Franklin Delano Roosevelt seinen Amtsitz, das Weiße Haus in Washington, zum allerletzten Mal. In einem Feldzug innerhalb von 3 Jahren, hatte der amerikanische Präsident Hitlers Pläne die Welt zu erobern, durchkreuzt, doch Franklin D. Roosevelt starb noch, bevor er sich über seinen Triumph freuen konnte und auch Adolf Hitler erlebte die Kapitulation Deutschlands nicht mehr.
Was zwischen diesen beiden Persönlichkeiten geschah, ist bis jetzt einzigartig in der Geschichte der Menschheit: Sie kamen im gleichen Jahr an die Macht und prägten die Zeit zwischen 1933 und 1945, die grausamste des Jahrhunderts mehr als alle anderen, bevor sie fast zur gleichen Zeit dahin schieden.
Als einziger US- Präsident gelang Roosevelt noch dreimal die Wiederwahl, so dass sich seine Amtszeit genau mit der von Adolf Hitler deckte. Über diese beiden Staatsmänner und ihr Verhältnis zueinander, speziell welche Meinungen und Auffassungen Roosevelt über Adolf Hitler hatte, sollen in dieser Arbeit untersucht werden. In Bezug darauf beschäftigt sich die Arbeit mit Roosevelts politischer Laufbahn und erläutert im 1. Kapitel wie es dazu kam, dass die USA in den 2.ten Weltkrieg eintrat und wie sich in Laufe der Zeit die deutschamerikanischen Beziehungen verändert haben. Das 2. Kapitel lenkt den Fokus auf die Zeit im Zweiten Weltkrieg und bietet ein ausreichendes Bild vom Ende der “Rooseveltära” und “Hitlerdeutschlands”.
Hinsichtlich der Literaturrecherche, das ein breites Spektrum an Literatur über den Zweiten Weltkrieg bietet, habe ich mich intensiv mit der Biographie “Franklin Delano Roosevelt“ von Alan Posener beschäftigt und dem Spiegelartikel von Meyer- Larsen, Werner “Der Große Showdown. Roosevelts Kreuzzug gegen Hitler“.
Für die Problematik der Fragestellung dieser Arbeit, erwiesen sich auch die Originalreden von Franklin D. Roosevelt und Adolf Hitlers sowie die Zusammenstellung der “Geheimdokumente zur Kriegspolitik des Präsidenten der Vereinigten Staaten“ als sehr hilfreich.
3
I. Die deutsch- amerikanischen Beziehungen
1.1. Die Entstehung von Roosevelts Deutschland- Bildes
Franklin Delano Roosevelt wurde am 30. Januar 1882 in Hyde Park am Hudson geboren, in eine wohlhabende und alteingesessene Politikerfamilie aus den Neuenglandstaaten. Sieben Jahre später, am 20.4.1889 in Braunau am Inn wird Adolf Hitler geboren. Roosevelt besuchte in seiner Kindheit neunmal Europa. Das erste Mal war er im Jahre 1891 in Deutschland, er verbrachte den gesamten Sommer in Bad Nauheim und lernte dort sechs Wochen lang Deutsch in einer Volksschule.
1896 radelte er mit seinem Hauslehrer durch das Reich Wilhelms II. Das damalige Deutschland empfand Roosevelt nicht als infam, doch im ersten Weltkrieg veränderte sich sein Bild von Deutschland rasch. Als junger Marine -Unterstaatssekretär besuchte er 1918 auf französischer Seite die Front und erlebte die Grausamkeiten des Krieges. Das Deutschland, das er kennen gelernt hatte, war militarisiert wurden von Wilhelm II. Seine Gefühle wandten sich nun gegen die politische Kultur Deutschlands, da er in dieser die Schuld am Ausbruch des Krieges sah. Er hielt sie am Ende für eine Bedrohung der Zivilisation und als Adolf Hitler an die Macht kam sah er seine Vorurteile bestätigt. 1
Für Roosevelt mischte Hitler die Eigenarten der deutschen Tradition: den emotionalen Brei aus Idealismus und Romantik, die manipulierbaren Kraftmeierei aus Gehorsam, Unduldsamkeit und Gewalt, die Ordnungsstrukturen der friderizianischen Zeit und die naturwissenschaftliche Intelligenz. 2
Nach Erscheinen von Hitlers Buch “ Mein Kampf “ lass Roosevelt dieses in Englisch, in seinem Exemplar fand man später den handschriftlichen Vermerk: “Diese Übersetzung ist so reingewaschen, dass sie ein völlig falsches Bild von dem gibt, was Hitler wirklich sagt, das deutsche Original würde ein anderes Bild geben.” 3
Noch vor seiner Amtseinführung bemerkte Roosevelt bei einem Gespräch mit dem französischen Botschafter Paul Claudel:” Hitler ist ein Verrückter“. 4 Doch internationale Angelegenheiten hatten in Roosevelts Wahlkampagne nur eine geringe Rolle gespielt und vor den Medien äußerte er sich nicht zu Deutschlands Politik und selbsternannten Führer.
1 Meyer- Larsen , Werner : „ Der Große Showdown. Franklin Roosevelts Kreuzzug gegen
Hitler“ Vgl. S. 173.
2 Meyer- Larsen , Vgl. S. 173.
3 Meyer- Larsen, Werner : Zitat S. 173 / 3. Spalte.
4 Meyer- Larsen, Werner : Zitat. S. 173 / 3. Spalte
4
1.2. Die erste Amtszeit Roosevelts
Am 8. November 1932 wird Roosevelt als dritter Demokrat seit 1865, mit deutlicher Mehrheit zum 32.Präsidenten gewählt. In Deutschland ist Hitlers Partei stärkste Fraktion im Wahlkampf. Die NSDAP 2 berichtet in seinem “Völkischen Beobachter” 23 nur kurz von dem neuen amerikanischen Präsidenten.
Roosevelt feierte gerade, als gewählter, aber noch nicht eingeführter Präsident seinen 51.Geburtstag, als Hitler am 30.Januar 1933 in Berlin zum Reichskanzler ernannt wird. Die Berichterstattung der Deutschen über Roosevelt war zu dieser Zeit äußerst positiv und in einem “ Völkischen Beobachter “ vom Februar 1939 berichtete Hitler in einem Interview : “ Die Einstellung der Nationalen Regierung Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika ist, wie nicht anders denkbar, eine aufrichtig freundschaftliche. “ 5 Roosevelt lud Hitler, gemeinsam mit 10 europäischen Regierungschefs, schon am 7. April 1933 zu persönlichen Gesprächen in das Weiße Haus ein, um seine Idee die Weltkrise durch Abrüstung und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu überstehen, zu erläutern. 6 Dieses Treffen wollte Hitler natürlich vermeiden und redete sich mit wichtigen Terminen heraus. Am 25.März 1933 kam es zu einem Treffen Roosevelts mit einem Sonderberichtserstatter der Berliner Lokal Zeitung und dieser meldete Hitler nach dem Interview, “dass der amerikanische Präsident ihm nicht feindlich gesinnt war und bestimmt ein Freund des deutschen Volkes sei”. In einem veröffentlichen Bericht vom 26.Januar 1934 an die französische Regierung, in welchem der damalige französischen Botschafter in Washington, André de Laboulaye, hasserfüllte Äußerungen wiedergibt, die Roosevelt wenige Tage vorher geäußert hatte, heißt es jedoch: “ [...] erklärt der Präsident, dass er genug habe von den unlauteren Machenschaften der Deutschen, die, nachdem sie sich erst aus freien Stücken zugrunde gerichtet und die Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht erfüllt hätten, jetzt versuchen, sich den Verpflichtungen aus ihren privaten Anleihen zu entziehen[...] Dieser Ausfall des Präsidenten sagt uns nichts Neues über seine Gesinnung gegenüber Deutschland. Ich kenne ihn seit 21 Jahren und ich habe ihn seitdem, insbesondere während des Weltkrieges,
2 Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei von Hitler gegründet, die von 1920 bis 1932 in Deutschland
ständig an Einfluss gewann und von 1933 bis 1945 die Politik in Deutschlands bestimmte.
23 Völkischer Beobachter, 1887 als „Münchener Beobachter“ gegründet ; 1920 von den
Nationalsozialisten erworben und ab 1923 täglich erschien als Völkischer Beobachter, gilt als
eines der wichtigsten Propagandamittel der national-sozialistischen Ideologie.
5 Aufzeichnung eines Interviews des Reichskanzlers mit dem Vertreter der Associated Press
in Berlin, Louis P. Lochner, vom 15. Februar 1933, abgedruckt im Völkischen Beobachter
vom 25./26. Februar 1933.
6 Meyer- Larsen, Werner : Vgl. S. 173 ff.
5
Arbeit zitieren:
Franziska Dedow, 2004, Die deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Amtszeit Roosevelts und dessen Bild von Adolf Hitler, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg: neuer Titel erschienen: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Amtszeit Roosevelts und dessen Bild von Adolf Hitler
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg: neuer Titel erschienen: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Amtszeit Roosevelts und dessen Bild von Adolf Hitler
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg: neuer Titel erschienen: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen in der Amtszeit Roosevelts und dessen Bild von Adolf Hitler
The Medical Casebook of Adolf Hitler: His Illnesses, Doctors and Amphe...
MD Leonard L. Heston
0 Kommentare