Inhaltsverzeichnis 1
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 6
1 Einführung in das Thema 7
1.1 Einleitung 7
1.2 Motivation 8
1.3 Methodologie 9
1.4 Begrenzung des Themas 10
1.5 Aufbau der Arbeit 10
1.5.1 Hinweis zur Bibliographie 11
1.5.2 Hinweis zu fremdsprachlichen Zitaten 11
1.6 Quellenlage 11
1.7 Definitionen 12
1.8 Was ist i-mode? 14
1.8.1 Über i-mode 14
1.8.1.1 Das „i“ in i-mode 14
1.8.1.2 Wer benutzt i-mode? 15
1.8.2 Über NTT DoCoMo 15
1.8.3 PDC und PHS 16
1.8.4 cHTML 17
1.8.5 Java 17
1.8.6 PDC-P/DoPa 18
1.8.6.1 Datenpakete 19
1.8.6.2 Zugriff auf das Internet 20
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Inhaltsverzeichnis 2
1.8.7 Endgeräte 20
1.8.8 Wie funktioniert i-mode? 20
2 Hauptteil 22
2.1 Vorstellung des Analyserasters 22
2.2 Komplementäre Produkte 24
2.2.1 Dienste 24
2.2.1.1 Offizieller und inoffizieller Content 24
2.2.1.2 Wer kann offizieller Content-Provider werden? 24
2.2.1.3 Verteilung der verschiedenen Typen von Content 26
2.2.1.4 Reach and Richness 27
2.2.2 Endgeräte 28
2.2.2.1 Technologische Entwicklung 29
2.2.2.2 Die enge Beziehung zwischen NTT DoCoMo und den Endge-
r äteherstellern 29
2.2.3 Infrastruktur 30
2.3 Vertriebskanäle 31
2.3.1 Vertriebsweg der Endgeräte vom Hersteller zum Verkäufer 31
2.3.2 Viele Hersteller, eine Marke: NTT DoCoMo 32
2.3.3 Wettbewerb über Gewicht und Größe anstatt über Preise 33
2.4 Geschäftsmodelle und Management 33
2.4.1 MicroPayment 33
2.4.1.1 Alternative MicroPayment Modelle 34
2.4.2 Ein auf bestehende Verhältnisse zurecht geschnittenes Geschäftsmodell 34
2.4.3 Junges, innovatives Management 35
2.4.4 Strategische Allianzen 35
2.4.4.1 Technologie 35
2.4.4.2 Portale 36
2.4.4.3 Plattformen 36
2.4.5 Geschäftsmodelle für Content-Provider 36
2.4.6 Das Positive Feedback Prinzip 38
2.5 Marketing 40
2.5.1 Zielgruppen 40
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Inhaltsverzeichnis 3
2.5.2 Strategien 40
2.6 Innovationen 42
2.6.1 iαppli 42
2.6.2 AOLi 42
2.6.3 i-area 43
2.6.4 Cmode 44
2.6.5 i-mode und PlayStation 44
2.6.6 i-Convenience 45
2.6.7 i-shot 45
2.7 Konkurrenten 46
2.7.1 Branchenteilnehmer 46
2.7.1.1 KDDI 46
2.7.1.2 J-Phone Vodafone 48
2.7.1.3 Überblick mobiler Internetangebote in Japan 49
2.7.2 Marktsituation zum i-mode Start 50
2.7.2.1 Branchenteilnehmer 50
2.7.2.2 Marktlage 50
2.8 Politisch-rechtliches Umfeld 52
2.8.1 Die regulierende Behörde 52
2.8.2 Deregulierung, Privatisierung, Liberalisierung 52
2.8.2.1 Der Aufbruch der NTT 53
2.8.2.2 Weitere Deregulierungen 54
2.8.3 Regulierungen 55
2.8.3.1 Type-I und Type-II Dienste 56
3 Analyse 57
3.1 Das System i-mode 57
3.1.1 i-mode steht auf vier Säulen 58
3.1.2 NTT DoCoMos Rolle 59
3.2 Faktoren für den erfolgreichen Start von i-mode 61
3.2.1 i-mode hatte eine günstige Ausgangslage 61
3.2.2 Die ersten Allianzen 61
3.2.3 Konzentration auf die anfangs wichtigen Elemente 62
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Inhaltsverzeichnis 4
3.2.4 Schwächen der Konkurrenten 63
3.3 Faktoren für einen erfolgreichen Start als auch für dauerhaften Erfolg 65
3.3.1 NTT DoCoMo hat einen guten Ruf 65
3.3.2 Nutzung existierender Technologien und Standards 66
3.3.2.1 Die richtige Markup-Sprache 66
3.3.2.2 GIF und MIDI für Multimedia-Content 67
3.3.2.3 Plattformunabhängige Programme durch Java 67
3.3.2.4 Mobiltelefone sind ein Kommunikations-Standard in Japan 68
3.3.3 kaizen oder: Vertikale Evolution 68
3.3.4 Geschäftsmodell 69
3.3.5 NTT DoCoMo diktiert den Standard 71
3.4 Gründe für den anhaltenden Erfolg von i-mode 73
3.4.1 Neue Allianzen, neuer Content, neue Endgeräte 73
3.4.1.1 Horizontale Evolution 73
3.4.2 Hohe Attraktivität durch günstige Endgeräte und Benutzerfreundlichkeit 74
3.4.2.1 Dienste jenseits des iMenu 75
3.4.2.2 Die große Kundenzahl ist attraktiv für neue Content-Provider 75
3.5 ARPU zeigt: i-mode wird tatsächlich benutzt 76
3.6 Fazit 78
3.7 Schlusswort 80
WeiterführendeInternet-Seiten85
Bibliographie 86
Pressemeldungen 89
Glossar 91
Index 94
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Inhaltsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis
1.1 Anstieg der i-mode Benutzer 9
1.2 Der Marktanteil von i-mode 15
1.3 Verbindungen zu offiziellem/inoffiziellem Content 19
1.4 Verbindung der Endgeräte zum PDC-P Netzwerk 21
2.1 Entwicklung der Zugriffe auf offizielle / inoffizielle i-mode Seiten 27
2.2 Vertriebskanäle von Mobiltelefonen in Japan 32
2.3 Primäre und sekundäre Feedback-Schleifen im mobilen Internet nach Funk 38
2.4 Wachstum des japanischen Mobilfunkmarktes 50
2.5 Die neue Struktur der NTT 55
3.1 Drei Bereiche von Faktoren für den Erfolg von i-mode 58
3.2 NTT DoCoMos Rolle als Verteiler 59
3.3 i-mode steht auf 4 Säulen 60
3.4 Graduelle Verschiebung der Altersgruppen 70
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Inhaltsverzeichnis 6
Tabellenverzeichnis
2.1 Verteilung der Zugriffe auf Unterhaltungsangebote im offiziellen iMenu 28
2.2 Überblick mobiler Internetangebote in Japan 49
2.3 Anstieg von Telekommunikationsanbietern in Japan nach der Liberalisierung 54
3.1 Anstieg des i-mode-ARPU 77
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Einleitung
Kapitel 1
Einführung in das Thema
1.1 Einleitung
Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts hat sich das Internet zu einem weltweit, auch privat, genutztem Medium des Informationsaustausches entwickelt. Dieser Boom hat eine Reihe neuer Technologien und Geschäftsideen mit sich gebracht, die nach einer relativ kurzen Phase des Wachstums einer gesamten Branche, wieder verschwunden sind. Beinahe zeitgleich dazu wies der japanische Mobilfunkmarkt ein rasantes Wachstum auf, das erst mit dem Beginn des neuen Jahrtausends langsam abnahm. Im Februar 2003 gab es in Japan 80 Millionen Mobilfunkteilnehmer 1 , mehr als 60% der japanischen Bevölkerung. Nach dem Jahresbericht 1999 von NTT DoCoMo nahm das s ¯ omush ¯ o an, dass es bis 2010 65
Millionen Mobilfunkteilnehmer in Japan geben werde. Damit, dass diese Zahl bereits sieben Jahre früher um 15 Millionen übertroffen wurde, hatte niemand gerechnet. Dieser Erfolg ist umso erstaunlicher, als dass sich Japan seit dem Anfang der 90er Jahre in einer andauernden Phase der Rezession befand.
Der Erfolg der Mobilfunkbranche darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Japan nicht in der gleichen Art und Weise vom Internet-Boom ergriffen wurde, wie alle anderen industrialisierten Länder. Die meisten Japaner hatten ihren ersten Kontakt mit dem Medium Internet über ein Mobiltelefon das einem der drei Anbieter NTT DoCoMo, KDDI oder J-Phone gehörte. Alle drei Firmen bieten Dienste, die den Zugriff auf spezielle Internet-Seiten und Datendienste über ein Mobiltelefon ermöglichen.
Das größte Unternehmen, sowohl als Anbieter reiner Mobilfunkdienste als auch als Anbie- 1 PHSmit eingeschlossen.
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Motivation
ter von mobilen Datendiensten, ist NTT DoCoMo, mit 43 Millionen Mobilfunkkunden und 37 Millionen Kunden seines i-mode Dienstes. NTT DoCoMo hat seinen i-mode Dienst im Februar 1999 eingeführt und seitdem einen Marktanteil von über 60% halten können. Deshalb und da i-mode in weniger als 18 Monaten mehr als 10 Millionen Kunden angezogen hat, ist es äusserst interessant, wie dies NTT DoCoMo nach einer 10 Jahre andauerden Rezession gelungen ist. In diesem Zusammenhang ist es wissenswert, welche strategischen Entscheidungen NTT DoCoMo getroffen hat. So muss geklärt werden, welche Technologien zum Einsatz kamen und aus welchen Motiven. Welche Faktoren haben die positive Entwicklung von i-mode begünstigt? Hat NTT DoCoMo i-mode im Alleingang geschaffen, oder beruht der Erfolg auf Allianzen die NTT DoCoMo mit anderen Unternehmen gebildet hat? Vor dem Hintergrund der nun vier Jahre andauernden Erfolgsgeschichte von i-mode ist es nötig, zu wissen, wie i-mode sich im Laufe der Zeit verändert hat. Wie wurde der Dienst, und damit der Mehrwert für den Kunden, erweitert?
Diese Arbeit wird diese Fragen klären und den Erfolg von i-mode anhand empirischer Daten und Einschätzungen anderer Autoren analysieren.
1.2 Motivation
Die i-mode Erfolgsgeschichte weißt zwei äußerst interessante Charakteristika auf: zum einen der sensationelle Erfolg, in weniger als 18 Monaten 10 Millionen Kunden für einen neuen Dienst zu gewinnen, und zum anderen die Kontinuität, mit der NTT DoCoMo seine i-mode Kundenzahl ausbauen konnte. i-mode ist kein Phänomen, dass nur für kurze Zeit vorhanden war, sondern es existiert immer noch und seine Erfolgsgeschichte von ist weltweit einzigartig. Das von NTT DoCoMo gewählte Geschäftsmodell und die damit verbundenen Einnahmen blieben der Traum der sog. New Economy, die versuchte ihr Geld aus Geschäftsmodellen zu schöpfen, die auf dem Internet beruhen. NTT DoCoMo ist etwas gelungen, dass viele Telekommunikationsanbieter vergeblich versucht haben: Ein Geschäftsmodell zu schaffen, das dem Betreiber Geld aus seinen Kernkompetenzen beschert. Im Falle von NTT DoCoMo heißt dies, die Kundenbasis zu erweitern und Geld dadurch zu machen, dass die Kunden ihre Mobiltelefone benutzen. Genau das hat das Unternehmen mit i-mode erreicht. Durch diesen Umstand und da NTT DoCoMo mit i-mode den weltweit mit Abstand erfolgreichsten Dienst seiner Art geschaffen hat, ist eine Analyse des Erfolgs von i-mode in jeder
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Methodologie
Hinsicht gerechtfertigt. Dies vor allem auch im Hinblick auf die kürzlich in Japan eingeführten Dienste der sog. Dritten Generation (3G) und dem unmittelbar bevorstehenden Einführung dieser Dienste in Europa.
1.3 Methodologie
Eine Analyse des Erfolgs von i-mode muss sich zunächst mit den elementaren Bestandteilen des gesamten Systems auseinander setzen um später auf das Umfeld, in dem der Dienst liegt, ausgeweitet zu werden. Dementsprechend wurde eine Analyseraster erstellt, dass auf den japanischen Mobilfunkmarkt und den limitierenden Umfang einer Magisterarbeit zurecht geschnitten wurde (siehe 2.1). Dieses Raster ist derart aufgebaut, dass es zunächst die elementaren Bestandteile von i-mode abdeckt und dann auf den gesamten Mobilfunkmarkt, Konkurrenten und das politisch-rechtliche Umfeld erweitert wird.
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Aufbau der Arbeit
Anhand der Daten die dieses Analyseraster liefert, und dem damit gewonnen umfassenden Überblick über i-mode und dessen Umfeld, kann dann eine Analyse des Erfolgs von i-mode angefertigt werden.
1.4 Begrenzung des Themas
Aufgrund des limitierenden Umfangs einer Magisterarbeit (im Vergleich zu einer Dissertation) muss die Analyse auf bestimmte Punkte begrenzt werden. Für die Analyse werden komplementäre Produkte, Innovationen, Vertriebskanäle, Geschäftsmodell, Management, Innovationen, Konkurrenten, Marktsituation und das politisch-rechtliche Umfeld berücksichtigt. Die größte Begrenzung dieser Vorgehensweise ist also, dass lediglich die Seite der Anbieter, also NTT DoCoMo und seiner Partner, betrachtet wird. Eine sozio-kulturelle Analyse der Käufer und des Käuferverhaltens kann nicht durchgeführt werden. Des Weiteren kann keine vollständige Analyse der Konkurrenten stattfinden, sondern sie wird lediglich, in dem für die erwarteten Ergebnisse benötigten, Umfang durchgeführt.
Auch kann nicht geklärt werden, ob i-mode noch erfolgreicher hätte sein können. Nur die ist-Situation wird analysiert und in die Analyse fließt lediglich die Situation des japanischen Mobilfunkmarktes ein, nicht das gesamtwirtschaftliche Umfeld.
1.5 Aufbau der Arbeit
Der Aufbau der Arbeit wird durch deren Methodologie bestimmt. Nachdem die Problemstellung, Methodologie und der Umfang der Arbeit geklärt wurden, folgen Definitionen der in der Arbeit gebräuchlichen Begriffe. Danach wird geklärt, was i-mode ist, wie es funktioniert und welche Technologien verwendet werden.
Der darauf folgende zweite Teil der Arbeit füllt das in 2.1 vorgestellte Analyseraster mit empirischen Daten, die in eine für die spätere Analyse sinnvolle, Struktur gebracht werden. Auf diesen Daten aufbauend folgt im dritten Teil die eigentliche Analyse des Erfolgs von i-mode.
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Quellenlage
1.5.1 Hinweis zur Bibliographie
Alle Zitate, inhaltlich und wörtlich, werden mit dem Harvard-Beleg gekennzeichnet. Da sich diese Arbeit aber mit einem relativ jungen Thema befasst, stammen einige Quellen aus Pressemeldungen von Online-Magazinen oder von den Internet-Seiten der japanischen Mobilfunkanbieter und wurden nicht mit einem Autornamen versehen. Deshalb war es nötig, zusätzlich zu der eigentlichen Bibliographie, ein zweites, „Pressemeldungen“ genanntes, Verzeichnis einzuführen. Alle Einträge dort sind anhand ihrer Verwendung im Text mit einer laufenden Nummer versehen (d.h. der erste Eintrag in diesem Verzeichnis ist auch der erste der im Text vorkommt). Innerhalb des Textes kann man diese Quellenangaben durch eine Zahl in eckigen Klammern erkennen und so von den Einträgen in der eigentlichen Bibliographie unterscheiden.
1.5.2 Hinweis zu fremdsprachlichen Zitaten
Alle Zitate, inhaltlich wie wörtlich, aus japanischen Quellen wurden von mir ins Deutsche übersetzt. Zitate aus englischsprachigen Quellen wurden nur in inhaltlicher Form übersetzt, in wörtlichen Zitaten jedoch in der Originalsprache belassen. Fachbegriffe aus dem Bereich des Internets/Mobilen Internets wurde in ihrer Originalsprache (Englisch) belassen um ein einfacheres Lesen der Arbeit zu gewährleisten, da sich viele dieser Begriffe nicht wörtlich übersetzen lassen und deshalb komplizierte deutsche Wortkonstrukte erforderten (dies gilt für Begriffe, wie z.B. Content-Provider oder always-on, hier sind Übersetzungen wie „Inhaltebereitsteller“ oder „Firma, die Inhalte bereitstellt“ respektive „immer-verbunden“ nicht nur unüblich, sondern für den Leser auch verwirrend). Definitionen aller fremdsprachlicher Begriffe und Abkürzungen finden sich im Glossar dieser Arbeit. Definitionen zentraler Begriffe können in Abschnitt 1.7 nachgelesen werden.
1.6 Quellenlage
Wie bereits erwähnt handelt sich es bei dem Thema der Arbeit um ein relativ junges Thema. Dementsprechend gibt es dazu nur wenige Quellen in Buchform. Aufsätze in Fachzeitschriften und wissenschaftliche Arbeiten zählen zu den häufigsten zu findenden Quellen zum Thema i-mode. Die meisten dieser Veröffentlichungen sind in englischer Sprache verfasst. Dies ver-wundert, denn i-mode ist in Japan entstanden und auch nur dort populär. Tatsächlich finden
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Definitionen
sich viele japanische Bücher zum Thema i-mode, die meisten jedoch befassen sich mit der bloßen Verwendung von i-mode oder erklären, wie man eigene i-mode Seiten erstellen kann. odo sutoratej ¯ i“ (i-mode Strategie) von Takeshi Natsuno, einem der Entwickler Das Buch „i-m ¯
des i-mode Konzepts, gibt Einblicke in die Konzeption von i-mode und die Strategie, die NTT DoCoMo dabei verfolgt hat. Deshalb stellt dieses Buch eine der zentralen Quellen dieser Arbeit dar.
Im englischsprachigen Bereich finden sich viele Artikel, die Teilbereiche der Erfolgsgeschichte von i-mode abdecken, jedoch nur einige wenige, die sich detailliert damit auseinander gesetzt haben. Hier ist vor allem John Ratliff zu nennen, dessen beide Arbeiten einen Ansatz einer Analyse des Erfolgs von i-mode geben. Ein weiterer Autor, dessen Werk eine wichtige Quelle darstellt, ist Jeffrey Funk, der - in Japan lebend - viele, teilweise unveröffentlichte In-formationen über den japanischen Mobilfunkmarkt und vor allem das mobile Internet in seinem Buch „The mobile Internet: Why Japan dialed up and the West disconnected“ zusammengetragen hat.
Die Werke dieser drei Autoren bieten einen guten Überblick über das Thema. Detailinformationen müssen jedoch in spezifischen Quellen wie Artikel in Fachzeitschriften und wissenschaftliche Arbeiten gefunden werden. Zusätzlich sind Internet-Seiten wie die der drei großen Anbieter NTT DoCoMo, KDDI und J-Phone, aber auch die Internet-Seiten der Kooperationen diverser Firmen wie Cmode oder i-Convenience zu nennen.
Das Buch „i-mode - A Primer“ von Nik Frengle ist eines der wenigen Bücher, die sich mit den technischen Details von i-mode auseiandersetzen und wurde für die Beschreibung der technischen Zusammenhänge des i-mode Systems herangezogen.
1.7 Definitionen
Definitionen zentraler Begriffe der Arbeit sollen Missverständnisse im Gebrauch der Termini vermeiden. Alle fremdsprachlichen Fachausdrücke und Abkürzungen können außerdem im Glossar der Arbeit nachgeschlagen werden.
Content Unter dem Begriff Content werden nicht nur Inhalte, wie Texte oder Bilder, sondern auch Dienste wie Online-Buchungen verstanden. Content-Provider Firmen, die i-mode Dienste (Content) bereitstellen.
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
Dienst Der Begriff Dienst wird in dieser Arbeit mit zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet.
1. i-mode selbst wird als Dienst (engl. service) bezeichnet.
2. Angebote, die i-mode verwenden, werden als Dienste (mobile Datendienste) bezeichnet.
Beide sind jedoch nicht identisch, da der Begriff i-mode das System als solches beschreibt und Datendienste dieses lediglich benutzen. Endgeräte Geräte mit denen mobile Datendienste benutzt werden können (zumeist Mobiltelefone).
Festnetzinternet Der Begriff Festnetzinternet beschreibt in dieser Arbeit Internetangebote, die von einem PC aus wahrgenommen werden, der mit einem Modem o.ä. über einen Festnetztelefonleitungen eine Verbindung mit dem Internet aufbaut. Inhalte Äquivalent zu Content.
Markt für Mobiles Internet Der Begriff „Markt für Mobiles Internet“ beschränkt sich auf die drei vergleichbaren Angebote i-mode, EZWeb und J-Sky in Japan. 2 Mobiles Internet Internetangebote auf die mit mobilen Endgeräten zugegriffen wird.
Ich möchte hier noch einmal auf den Begriff Content in Bezug auf die, für diese Arbeit relevanten, mobilen Datendienste eingehen. Mobile Datendienste sind Dienste, die ein Benutzer von seinem Mobiltelefon aus wahrnehmen kann. Beispiele hierfür sind z.B. eMail oder Online-Banking. Der Begriff Content jedoch bezeichnet in seiner ursprünglichen Bedeutung lediglich „Inhalte“ von (mobilen) Internet-Seiten. Im Rahmen dieser Arbeit ist es jedoch nicht relevant, zu unterscheiden, ob ein Kunde Inhalte betrachtet oder einen Dienst wahrnimmt. Deshalb wird der Begriff Content (und damit auch der Begriff Content-Provider) allgemein gültig für alle Datendienste und Internet-Seiten verwendet, auf die i-mode Kunden zugreifen können.
2 Es gibt noch 2 weitere mobile Internetangebote, die jedoch zu klein sind, um hier relevant zu sein: H“ (sprich
„Edge“), das von DDI Pocket angeboten wird und Dot-I der Astel Group. [Hoffmann 2001]
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
1.8 Was ist i-mode?
Die nächsten Abschnitte geben einen Überblick über i-mode. Es wird geklärt, was i-mode ist, wie es funktioniert und welche Technologien dabei zum Einsatz kommen.
1.8.1 Über i-mode
Das von NTT DoCoMo im Februar 1999 eingeführte i-mode ist ein Dienst, den Mobilfunkkunden von NTT DoCoMo benutzen können. Neukunden entscheiden sich dafür, zusätzlich zu ihrem Mobilfunkvertrag, den i-mode Dienst zu wählen. Alte Kunden können ihre bestehenden Verträge um die i-mode Option erweitern. In beiden Fällen sind spezielle, i-mode fähige Endgeräte nötig, die sich zu NTT DoCoMos PDC-P Netzwerk verbinden können, einen Browser haben und damit (spezielle) Internet-Seiten darstellen können. Außerdem müssen die Kunden für i-mode eine monatliche Grundgebühr von 300¥ entrichten.
Durch i-mode ist der Benutzer in der Lage mobile Datendienste zu benutzen. Diese mobilen Datendienste werden von Firmen oder Privatpersonen angeboten und unterscheiden sich untereinander in ihrem Umfang und in ihren Kosten. Durch i-mode können die Benutzer auf spezielle Internet-Seiten zugreifen, die diese Dienste enthalten. Der Kunde kann diese Dienste abonnieren und entrichtet dann eine monatliche Grundgebühr an die Firma, die den Dienst bereitstellt. Diese Gebühr wird zentral über NTT DoCoMos Telefonrechnung abgerechnet. Aber nicht alle Dienste sind kostenpflichtig, viele können auch kostenlos vom Kunden benutzt werden.
i-mode hat derzeit einen Marktanteil von über 60%. NTT DoCoMos Konkurrenten im Mobilen Internet sind KDDI und J-Phone, die ähnliche Dienste wie i-mode bereitstellen, und sich den Rest des Marktes teilen.
1.8.1.1 Das „i“ in i-mode
Alle Produkte oder Dienste, die NTT DoCoMo für i-mode entwickelt hat, sind durch ein „i“ in ihrem Namen gekennzeichnet (z.B. tragen alle i-mode fähigen Endgeräte ein „i“ in ihrer Modellbezeichnung). Nach Keiji Tatekawa, dem Präsident und CEO von NTT DoCoMo steht das „i“ in i-mode, für die Begriffe „Information“, „interaktiv“, „Internet“ und „ai“, dem japanischen Wort für Liebe. [Ratliff 2002, S. 70]
Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
1.8.1.2 Wer benutzt i-mode?
i-mode wird von Männern und Frauen aller Altersgruppen benutzt. 3 Im Oktober 2000 waren 41,7% aller i-mode Benutzer Frauen. Die größte Altersgruppe war die der 20-29jährigen mit 43%, gefolgt von den ab-40jährigen (29%) und den 30-39jährigen (20%). Erstaunlicherweise macht die Gruppe der 19-jährigen oder jünger lediglich 7% aus. 4 [Natsuno 2001, S. 42] Es ist also nicht so, dass es eine bestimmte demografische Gruppe von i-mode Benutzern gibt, vielmehr ist i-mode ein Angebot, dass von allen Gruppen akzeptiert und benutzt wird.
1.8.2 Über NTT DoCoMo
Der Begriff „DoCoMo“ symbolisiert die Ambitionen des Unternehmens, denn dokomo bedeutet „überall“ und versinnbildlicht die Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon immer und an jedem Ort kommunizieren zu können.
NTT DoCoMo ist Teil der NTT Holding und wurde 1992 ausgegliedert, [Frengle 2001, S. 23] zu einer Zeit, als der japanische Mobilfunkmarkt nur ein geringes Potential zu offenbaren schien. [Ratliff 2002, S. 58] Die NTT war traditionell der Monopolist auf dem japanischen Telekommunikationsmarkt und wurde 1999 in eine Holding transformiert (mehr über die Entwicklung
3 Dies war nicht immer so, NTT DoCoMo konzentrierte sich zuerst auf junge Kunden.
4 Außerdem gibt Natsuno hier 1% als unbekannt an.
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
der NTT und NTT DoCoMo wird in Abschnitt 2.8 diskutiert). Obwohl NTT DoCoMo mittlerweile an der Tokioter Börse gehandelt wird hält die NTT immer noch 67% der Anteile. [Ratliff 2002, S. 57] Neben der Börse in Tokio werden NTT DoCoMo Aktien auch noch in London und New York gehandelt. (vgl. httpXGGwwwFnttdoomoFoFjpG )
Damals verkaufte NTT DoCoMo seine Endgeräte nicht, sondern sie wurden lediglich vermietet, was für damalige Verhältnisse durchaus sinnvoll war, denn die Zielgruppe waren reiche Geschäftsleute. [Frengle 2001, S. 29]
Im März 1993 startete NTT DoCoMo seine digitale Mobilfunkdienste auf PDC-Basis. Dadurch war NTT DoCoMo heftiger Kritik aus den USA und Europa ausgesetzt, weil man nicht auf den europäischen GSM oder den amerikanischen TDMA Standard gewartet hatte. PDC ist völlig inkompatibel zu diesen Systemen. [Frengle 2001, S. 24]
Ab April 1994 konnten die Kunden erstmals ihre Endgeräte kaufen anstatt sie nur zu mieten. 1997 hatte NTT DoCoMo bereits mehr als 10 Millionen, 1998 bereits mehr als 20 Millionen Kunden. [Frengle 2001, S. 24-25]
Heute hat NTT DoCoMo mehr als 40 Millionen Kunden ist weltweit der zweitgrößte Mobilfunkanbieter hinter dem britischen Unternehmen Vodafone. [Ratliff 2002, S. 58] Neben i-mode und PDC bietet das Unternehmen auch noch PHS und FOMA, den weltweit ersten Dienst der Dritten Generation an. (vgl. httpXGGwwwFnttdoomoFoFjpG )
1.8.3 PDC und PHS
Das Personal Digital Cellular (PDC) System ist derzeit der Standard mobiler Kommunikation in Japan. PDC wurde 1991 vom damaligen Ministry of Posts and Telecommunications (MTP) eingeführt, um die analoge mobile Kommunikation abzulösen und besteht aus einem Netzwerk von Basisstationen, die einen Radius von 1500 Metern oder mehr abdecken. [Takezaki 1996] Parallel zum PDC System gibt es in Japan das Personal Handyphone System (PHS), das 1995 PDC ablösen sollte. Im Vergleich zu PDC aber decken die Basisstationen des PHS-Netzwerks lediglich einen Radius von durchschnittlich 200 Metern ab. Dieser Umstand führt zu vielen Löchern in der Netzabdeckung und ist ein Grund dafür, warum PHS sich nicht gegen PDC durchsetzen konnte. PHS sollte durch günstige Verbindungsgebühren Kunden anziehen, jedoch hatten die Betreiber nicht damit gerechnet, dass den Kunden Verbindungsqualität wichtiger sein würde als niedrige Kosten. [Takezaki 1996]
PHS wird zwar nach wie vor angeboten, weil es durchaus auch Vorteile hat (z.B. in der
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
Kommunikation innerhalb von Fabriken, da PHS weniger anfällig für elektrische Störfelder ist), manche Firmen aber wollen sich aus dem PHS-Geschäft zurückziehen, weil sie damit nur geringe Umsätze machen.
1.8.4 cHTML
Im Internet werden Inhalte durch eine Markup-Sprache beschrieben. Nutzdaten wie Text oder Bilder erhalten eine Beschreibung durch sog. Tags, die z.B. einem Text eine Bedeutung oder Formatierungsanweisungen hinzufügen: die HTML-Anweisung `hIbiEmode`GhIb bewirkt, dass der Text „i-mode“ auf dem Endgerät als Überschrift erster Ordnung dargestellt wird. 5 Die für i-mode verwendete Markup-Sprache ist cHTML, 6,7 eine vom W3C Konsortium herausgegebene Untermenge des im Internet verwendeten HTML. 8 Es wurde von der japanischen Access Corporation in Zusammenarbeit mit NTT DoCoMo und einigen Endgeräteherstellern entwickelt. [Frengle 2001, S. 47]
1.8.5 Java
Java ist eine objektorientierte, plattformunabhängige Programmiersprache, die von der amerikanischen Firma Sun entwickelt wurde, und die es Programmieren ermöglicht Programme nur einmal zu kodieren und sie dann auf diversen Plattformen, z.B. Betriebssystemen wie Windows oder MacOS laufen zu lassen. Dazu wird auf dem Endgerät eine sog. Virtual Machine benötigt, die die Anweisungen des Programms in für den Prozessor des Endgerätes verständliche Anweisungen umsetzt.
Im Falle von i-mode läuft auf den Endgeräten seit der 503i-Serie die KVM (Kilobyte Virtual Machine), die in einer Kooperation zwischen NTT DoCoMo und Sun entwickelt wurde. Dadurch können i-mode Endgeräte auf einen reichen Fundus von Java-Midlets 9 zugreifen.
5 Die endgültige Interpretation dieser Anweisungen liegt jedoch beim Browser und ist abhängig von den Fähig-
keiten des Endgerätes.
6 das „c“ steht für „compact“.
7 Korrekterweise heißt es iHTML, denn NTT DoCoMo hat den cHTML-Spezifikationen einige i-mode spezifische
Tags hinzugefügt. [Megler 2002]
8 Hypertext Markup Language.
9 Java-Applets die über das MID (Mobile Interface Device) des Endgeräts laufen. [Frengle 2001, S. 51]
Einführung in das Thema: Was ist i-mode?
1.8.6 PDC-P/DoPa
NTT DoCoMo verwendet für seinen Gesprächskanal das proprietäre PDC Protokoll. Durch NTT DoCoMos große Popularität bereits überlastet, war es dringend nötig ein zweites Netzwerk zu schaffen, dass die geplanten Datenübertragungen für den DoPa-Dienst realisieren sollte. [Bradley und Sandoval 2002, S. 86]
Das PDC-P (Personal Digital Communication Packet) Netzwerk wurde von NTT DoCoMo geschaffen, um Geschäftskunden den DoPa-Dienst (DoCoMo Packet) anzubieten, der sich aber nie durchgesetzt hat. Das herausragende Merkmal dieses Netzwerkes ist die Tatsache, dass Endgeräte immer mit dem Netzwerk verbunden sind (always-on), d.h. eine zeitaufwendige Einwahl zum Netzwerk ist nicht nötig, Daten können permanent empfangen und gesendet werden.
DoPa kennt eigentlich Übertragungsraten von 28,8 kbps 10 , NTT DoCoMo hat i-mode aber aufgrund diverser Einschränkungen durch die Endgeräte, wie langsame Prozessoren, geringer Speicher oder geringe Bildschirmgröße, auf 9,6 kbps beschränkt. [Frengle 2001, S. 60] Die geringe Übertragungsgeschwindigkeit machte das etablierte Internet-Übertragungsprotokoll TCP/IP für i-mode unattraktiv, da es zu viel Overhead 11 produziert und deshalb hat NTT DoCoMo das Light Transport Protocol (LTP) entwickelt.
Die Verbindung zwischen den Endgeräten und dem PDC-P Netzwerk funktioniert über dieses LTP, das vom Endgerät benutzt wird, um sich zu einem Konversions-Server zu verbinden. Dieser Server konvertiert die LTP-Daten in das TCP/IP Protokoll über das dann eine Verbindung zum Internet hergestellt wird. [Frengle 2001, S. 61]
Wie Abbildung 1.3 zeigt, gibt es einen Unterschied zwischen Zugriffen auf offizielle und inoffizielle i-mode Seiten (Abschnitt 2.2.1 enthält eine Beschreibung des Unterschieds zwischen offiziellen und inoffiziellen Seiten). Während der Zugriff auf inoffizielle Seiten vom Konversions-Server über TCP/IP zu den Servern, die die Seiten enthalten, erfolgt, werden offizielle Seiten über einen speziellen Server von NTT DoCoMo dargestellt. 12 Dieser spezielle Server vermittelt zwischen Konversions-Server und dem Server des Content-Providers. [Frengle 2001, S. 62] Einen Unterschied gibt es bei den Zugriffen auf i-mode Angebote von Banken. Hier laufen die Transaktionen nicht vom i-mode Server über TCP/IP, sondern werden, aus Sicherheitsgrün- 10 Kilobitsper second
11 Overhead: Metadaten, die die eigentlichen Nutzdaten und ihren Verwendungszweck beschreiben.
12 Tatsächlich sind dies mehrere Server-Systeme, die verschiedene Aufgaben wie das Sammeln von Marketing
Informationen und das Speichern von Benutzerdaten haben.
Arbeit zitieren:
Markus Alexander Radner, 2003, Mobile Datendienste in Japan - Eine Analyse des Erfolgs von i-mode, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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Für MS Word 2003 - Update 2010
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