Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung 2
2.) Die Infratest-Studie 3
3.) Hilfs- und Pflegebedürftige in der Bundesrepublik Deutschland 4
4.) Alter und Geschlecht der Pflegebedürftigen 5
5.) Alter, Geschlecht und Familienstand der Pflegenden 6
6.) Zusammenfassende Schlussbemerkung 7
7.) Literaturverzeichnis 8
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1.) Einleitung
Vor etwa zwei Jahren bekam meine Oma, die damals um die 79 Jahre alt war, langsam aber unaufhaltsam Altersdepressionen. Dies ist für Menschen in ihrem Alter keine seltene Krankheit. Diese Depressionen führten bei meiner Oma soweit, dass sie teilweise nicht mehr in der Lage war für sich selbst zu sorgen.
Meine Oma ist Diabetikerin. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie geregelte und vollwertige Mahlzeiten zu sich nimmt. Durch ihre Krankheit wurde sie so lethargisch, dass sie regelmäßig zu essen vergaß. Mittags kocht meiner Mutter seitdem ich denken kann für meine Oma mit, deshalb kommt meine Oma auch täglich, außer am Sonntags; um etwa ein Uhr zu uns. In der Zeit, in der sie von dieser Krankheit befallen war, schleppt sich meine Oma die wenigen Meter von ihrer Wohnung zu unserem Haus häufig mit Unterzucker hin. Dadurch, dass sie sich morgens nicht mehr in der Lage sah, für sich selbst Frühstück zu machen, bekam sie regelmäßig einen Kreislaufkollaps.
Die Depressionen meiner Oma verstärkten sich immer mehr bis sie schließlich in eine Art Nervenheilanstalt eingeliefert wurde. In der Zeit machten sich meine Eltern mit den Geschwistern meines Papas Gedanken, wie eine eventuell mögliche Betreuung meiner Oma aussehen konnte. Dabei wurde klar, dass Pflege von Hilfsbedürftigen viele Probleme mit sich bringen und eine enorme Belastung für die pflegende Familie darstellen würde. Zum Glück konnte meine Oma mit Hilfe einiger Therapien ihren alten Lebensmut wiederfinden und somit auf fremde Hilfeleistungen verzichten. Seit dieser Zeit interessiert mich das Thema „Pflege von Hilfe- und Pflegebedürftigen innerhalb der Familie“. Mit dieser Hausarbeit will ich die Möglichkeit ergreifen und mehr über Pflegepersonen und Zupflegende herauszufinden. Dabei werde ich mich vor allem mit der Frage beschäftigen, wer wen pflegt.
Meine Grundlagen für diese Hausarbeit stellen empirischen Erhebungen dar. Dabei werde ich mich vor allem auf den Infratest des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahre 1996 stützen.
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2.) Die Infratest-Studie
Das Wort „infra“ kommt aus dem Lateinischem und trägt die Bedeutung „unterhalb“. Der Infratest befaßt sich mit der Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland; d.h. es werden innerhalb dieser Studie der Unterbau von überstaatlichen Organisationen untersucht. Überstaatliche Organisationen stellen in meinem Fall die Familien dar. Die Infratest-Studie“ zu dem Thema „Hilfe- und Pflegebedürftige in privaten Haushalten“ wurde im Dezember 1990 von dem damaligen Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, dem jetzigen Bundesministerium für Familie und Senioren, in Auftrag gegeben.
Beauftragt wurden die Infratest-Institute für Sozialforschung, sowie für Epidemiologie und Gesundheitsforschung in Münschen, wie auch das Institut für Psychologie der Universität Erlangen und die Forschungsstelle „Lebenswelten behinderter Menschen“ der Universität Tübingen. Zur Unterstützung wurde die Medizinische Fakultät der Universität Rostock zur Seite gestellt (vgl.: Bundesministerium 1996; S.1f.).
Dabei haben die Infratest-Institute die Repräsentativerhebung, welche den Grundstock darstellen, betreut. Die Universitäten hingegen haben vertiefende Versorgungsanalysen und Untersuchungen anhand von eigenen Intensiverhebungen vorgenommen (ebd.; S.2). Diese Studie war ergänzend durchgeführt worden zu dem Schnellbericht von 1992 „Hilfe-und Pflegebedarf in Deutschland“.
Insgesamt wurden über 25.736 Haushalte und 60.938 Personen (ebd.; S.14), sowohl in West, wie auch in Ostdeutschland, in persönlichen Interviews befragt. Die Ergebnisse wurden aus einer Haushaltsstichprobe über die Gesamtbevölkerung und einer gesonderten Seniorenstichprobe erhoben. Im Bereich der Seniorenstichprobe fallen nur Haushalte mit Personen, die mindestens ihr 70 Lebensjahr erreicht haben.
Die erhaltenen Daten wurden dann auf die Bevölkerungsstruktur des Jahres 1989 bezogen und hochgerechnet. Somit hat besteht, wie in fast allen empirischen Erhebungen, eine gewisse statistische Fehlertoleranz.
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Arbeit zitieren:
Diplom Germanistik/Journalistik (NF: Soziologie) Simone Gier, 2003, Familie als Soldiargemeinschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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